Flugauto Pop.Up Next — Audi wird Partner von Airbus und Italdesign

Ein Jahr nach der ersten Studie haben Airbus und Italdesign zusammen mit Audi ihre Studie zum Pop.Up Next weiterentwickelt. Die Lösung für den städtischen Verkehr in einer fernen Zukunft?

Die individuelle Mobilität der Zukunft ist nicht mehr nur erdgebunden – zumindest wenn es nach den Vorstellungen von Airbus und Italdesign geht. Beide Unternehmen haben zusammen das Mobilitätskonzept Pop Up erdacht, das neben den Straßen auch den Luftraum zur Fortbewegung nutzt. 2017 wurde das Konzept auf dem Genfer Salon erstmals präsentiert.

Audi ist neu an Bord

Jetzt kommt auch noch der Autohersteller Audi dazu, gemeinsam präsentieren die drei Unternehmen auf dem Genfer Salon das weiterentwickelte Konzept Pop.Up Next. Kernstück der Crossover-Mobilität, die auf der Straße wie in der Luft stattfinden kann, ist eine zweisitzige Passagierkabine. Je nach Einsatzzweck kann sie entweder mit einem fahrbaren Automodul oder mit einem Flugmodul gekoppelt werden.

Im Gegensatz zum 2017er-Ausstellungsstück soll Pop.Up Next massiv an Gewicht verloren haben. Das wird unter anderem durch den Einsatz von Aluminium in der Struktur der Sitze erreicht, die außerdem eine ebenfalls gewichtoptimierte Mesh-Struktur bekamen.

49-Zoll Display im Pop.Up Next

In der Kapsel kommt eine Vielzahl von Kameras und Sensoren zum Einsatz. Per Gesichtserkennung kann der berechtigte Fahrer bzw. Pilot erkannt und freigeschaltet werden, die Blickrichtung wird für eine optimierte Darstellung von Anzeigen und Hinweisen erkannt. Außerdem soll ein Touchscreen-Display mit 49 Zoll Bildschirmdiagonale an Bord sein.

Bei Airbus wurde im vergangenen Jahr an der Aerodynamik des Flugmoduls gefeilt, um die vier Rotoren energieeffizienter arbeiten zu lassen. Auch das Interieurdesign der Kapsel stammt von Airbus, wurde Unternehmensangaben zufolge auf die Audi-Designsprache abgestimmt.

Eine Herausforderung für Ingenieure und Designer stellte das System zur Kopplung der Passagierkapsel mit den Modulen für die Fortbewegung dar. Dieses System benötigt natürlich mehrere Sicherheitsstufen, um einen Flug erst dann zu ermöglichen, wenn die Kapsel zweifelsfrei fest mit dem Flugmodul verbunden ist.

Das Fahrmodul ist übrigens nicht Audis Beitrag zum Pop.Up Next – Projekt. Die Ingolstädter sind bei der Studie für die Batterietechnik und die Automatisierung, also das autonome Fahren und Fliegen, zuständig.

Fahr- oder Flugmodul on demand

Italdesign-Chef Jörg Astalosch sieht im Pop.Up Next ein Modell für ein On-Demand-Geschäft. Die Kapsel könnte dem Pendler gehören, der sich je nach Örtlichkeit ein Fahr- oder ein Flugmodul für seine Strecke bucht.

„Die Spielregeln urbaner Mobilität definieren künftig verschiedene Akteure“, erklärt er. „Wir sind stolz darauf, mit dem führenden Luftfahrtunternehmen Airbus an Lösungen für urbane Mobilität zu forschen.“

Auch für Airbus kommt ein Projekt wie Pop.Up Next wie gerufen, denn für den Verkehr in den Städten der Zukunft haben klassische Flugzeugbauer bisher noch keine Ansätze ins Leben gerufen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/italdesign-airbus-pop-up-variables-flugmobil/

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