Ford Bronco 2020 — Kult-Geländewagen kommt zurück

Während der NAIAS in Detroit hat Ford auf Twitter einen neuen Ford Bronco angekündigt: 2020 soll der Kult-Geländewagen wiederkommen. Außerdem hat Ford vier weitere SUV-Neuheiten angekündigt.

Stolze 14 Jahre ist es bereits her, dass Ford auf der Automesse in Detroit das Bronco-Konzeptfahrzeug auf die Bühne rollte. Seitdem hat sich viel getan in der Branche und immer wieder flammte das Gerücht auf, der Bronco könnte unmittelbar vor der Wiedergeburt stehen.

Ford: Wir bringen den Bronco zurück

Nun scheint klar zu sein, wie der Fahrplan aussieht: „Wir bringen den Ford Bronco zurück!“, meldete Ford am Montag, 9. Januar 2016 auf Twitter. Jetzt, im März 2018 gibt es ein weiteres Teaserbild. Außer dem Bronco kommen 2020 vier weitere neue „Utilities“, kündigte der Hersteller im selben Tweet an. Laut Road & Track soll der Bronco ein mittelgroßes SUV sein. Technische Daten und die Optik stehen noch nicht fest. Weil auch der Ranger bis 2020 erneuert wird, könnte es sein, dass der Bronco den Pickup als technische Basis nutzt. Joe Hinrichs, bei Ford für das Amerikageschäft verantwortlich, sagte während der NAIAS-Pressekonferenz in Detroit: „Der mittelgroße Bronco ist ein kompromissloser Geländegänger mit Allradantrieb für abenteuerlustige Autofahrer, die sich ihren Weg gerne auch abseits befestigter Straßen bahnen.“ Der Bronco wird, wie auch der neue Ranger, in Wayne, Michigan produziert.

Ford Bronco als Jeep-Konkurrenz

Als Ford die Produktion des Bronco 1996 nach insgesamt 30 Jahren Bauzeit beendete, war vom Ursprungsgedanken dieser Fahrzeugreihe ohnehin nichts mehr zu erkennen. Der Ur-Bronco war ein relativ kompakter, sehr geländetauglicher Wagen mit Starrachsen, der gegen den Jeep CJ (der heutige Wrangler) positioniert war. Als er ausgemustert wurde, ersetzte ihn Ford hingegen durch den riesigen Expedition. Im Laufe der Jahre schwoll der Bronco immer weiter an, weil sich Ford aus Kostengründen großteils des Fullsize-Pickups der F-Serie als technische Basis bediente.

Und genau das dürfte, im Downsizing-Format, künftig wieder geschehen. Anlässlich der diesjährigen Detroit Motor Show gab Ford-CEO Mark Fields bekannt, dass Ford in naher Zukunft die Einführung von vier weiteren Geländewagenmodellen auf dem US-Markt plant. Ford geht davon aus, dass der Marktanteil von SUV im Gesamtmarkt in den kommenden Jahren auf 40 Prozent anwachsen wird. Momentan liegt er bei 30 Prozent. Da möchte man verständlicherweise mitverdienen, doch in vielen Offroad-Segmenten hat Ford derzeit nichts anzubieten.

Vier neue Ford-Offroader

Neben dem kleinen Ecosport wird auch der bei uns bekannte Midsize-Pickup Ford Ranger im US-Markt eingeführt. Die Konkurrenz (Chevrolet Colorado, Toyota Tacoma) kann mit den für US-Verhältnisse kompakten Pickups bereits gute Geschäfte machen, während Ford bislang nur die große F-Serie im Programm hatte.

Der US-Ranger wird in Michigan gebaut und übernimmt dort die Kapazitäten, die der auslaufende Focus hinterlässt. Ein neuer Ford Bronco auf Basis des Ranger würde dort auch historisch gut passen – war das Werk doch von 1966 bis 1996 Produktionsort für die bisherigen fünf Bronco-Generationen.

Der Zeitplan wäre ebenfalls passend: Zum Modelljahr 2018 hat Fiat-Chrysler die nächste Modellgeneration des Jeep Wrangler vorgestellt. Der speziell in den USA extrem erfolgreiche Wrangler wäre klarer Hauptkonkurrent für den neuen Ford Bronco. Der neue Ford Ranger wurde in Australien entwickelt, parallel dazu laufen die Arbeiten am neuen Bronco.

Kommen wird auch ein neuer Kompakter SUV, der noch namenlos ist, den Ford aber schon mit einem ersten Teaserbild ankündigt.

In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen die Ford Bronco-Studie aus dem Jahr 2004 sowie die klassischen Bronco-Modelle seit 1966.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/ford-bronco-2020-kult-kasten-kommt-zurueck/

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