Ford kooperiert mit Rivian — Mit Skateboard-Plattform gegen Tesla

Ford investiert 500 Millionen US-Dollar, umgerechnet 445 Millionen Euro, in das amerikanische E-Auto-Startup Rivian. Mit dieser Minderheitsbeteiligung rückt Fords President of Global Operations, Joe Hinrichs, in den Vorstand ein.

In der Kooperation sollen komplett neue Elektromodelle für die geplante E-Auto-Offensive von Ford entstehen. Dafür investieren die Dearborner bereits elf Milliarden US-Dollar und kündigten mit dem Mach E bereits einen rein elektrischen Crossover für 2020 an. Darüber hinaus ist auch schon einen Elektro-Version des Ford F150 Pickups geplant.

Rivians Skateboard-Plattform ist skalierbar

Die neuen Elektroautos von Ford rollen im Flat Rock-Werk im Süden Detroits ab 2020 vom Band. Dazu nutzt das Unternehmen die bereits bestehende „Skateboard“-Plattform von Rivian. Die bringt die Batterien im flach im Unterboden unter, während die Elektromotoren an den Achsen sitzen. Aktuell hat Rivian mit dem R1T Pickup und dem R1S SUV zwei Modelle auf diesem Plattform präsentiert und startet die Auslieferung ab 2020.

Die Batteriekapazitäten gibt es in drei Größen: 105, 135 und 180 kWh und sollen mit einer Ladung eine Reichweite von bis zu 600 Kilometer möglich machen. Geladen wird per 160 kW Leistung. Beide Modelle werden um die 60.000 Dollar kosten. Bis 2025 plant Rivian noch vier weitere E-Autos, darunter einen leistungsstarken Rallye-Crossover.

VW und Ford kooperieren auch bei den E-Autos

Auch wenn Rivian die Erprobung des Pickups unter der Karosserie des F150 von Ford absolvierte, so basiert der Bestseller-Pickup auf einer eigenen Elektroplattform von Ford. Der amerikanische Autobauer hatte unlängst angekündigt die Anzahl seiner Plattformen deutlich zu reduzieren. Allerdings bieten die fünf Plattformen nur ein selbsttragendes Chassis für Elektroautos. Hier kommt die neu eingefädelte Kooperation mit Volkswagen zum Tragen. Sie sieht unter anderem eine Zusammenarbeit bei der Elektromobilität und der Entwicklung gemeinsamer Elektro-Plattformen für Transporter und Pickups ab 2022 vor. Die beiden Marken sollen aber – trotz der gemeinsamen Entwicklung und Produktion – unterschiedliche Modelle präsentieren, die den jeweiligen Markenkernen in Optik, Abstimmung und Auslegung treu bleiben sollen.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/ford-kooperiert-mit-rivian-skateboard-plattform-gegen-tesla/

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