GM SURUS — Autonome Brennstoffzellen-Plattform

Geht es um Transportaufgaben, so sieht GM die Zukunft in autonom fahrenden Plattformen mit Brennstoffzellenantrieb. Das System
SURUS wurde für die zivile Nutzung entwickelt, kann aber auch militärisch genutzt werden.

Sie heißt schlicht Silent Utility Rover Universal Superstructure (SURUS), läuft umweltfreundlich und völlig autonom – die neue Universalplattform von GM, die die Transportprobleme der Zukunft lösen soll. Die Plattform, die eigentlich für die zivile Nutzung entwickelt wurde, wurde jetzt bei einer Militärtechnikshow in den USA vorgestellt.

Surus ist im Prinzip eine zweiachsige Plattform, die aussieht wie ein Lkw-Anhänger ohne Deichsel. Der komplette Antriebsstrang sowie die dazugehörige Steuerung stecken im Chassis. Optional kann die Plattform auch mit einer Führerkabine bestückt werden. Letztendlich soll sie aber völlig autonom Güter von A nach B transportieren.

Mit Allradantrieb und 640 km Reichweite

Im Fahrwerk, das von einem konventionellen Truck-Chassis abgeleitet wurde, sitzt an jeder Achse ein Elektromotor, der seine Energie aus einer Lithiumionen-Batterie bezieht. Die Batterie wird von einer Brennstoffzelle der zweiten Generation gespeist. Der Wasserstoffvorrat an Bord soll für eine Reichweite von über 640 km (400 Meilen) reichen. Zudem kann der Antrieb auch als stationäre Energiequelle genutzt werden. Um wendiger unterwegs zu sein, setzt GM bei SURUS auf zwei gelenkte Achsen. Je nach Einsatzzweck lässt sich die Plattform in vielen Bereichen skalieren. Auch lassen sich beliebig viele Plattformen virtuell koppeln, und das sowohl on- als auch offroad.

Für den militärischen Einsatz höchst willkommen sind zudem die geräuscharme Fortbewegung sowie die gute Offroadtauglichkeit der SURUS-Plattform. Auch die geringe Wärmeentwicklung des Brennstoffzellenantriebs macht SURUS unempfindlich für thermografische Spürsysteme.

Projektiert sind von GM unter anderem Versionen für den Container-Transport, mit offener Ladefläche oder für den Personentransport.

Bereits seit 2013 arbeitet GM bei der Brennstoffzellenentwicklung mit dem japanischen Autobauer Honda zusammen. 2022 sollen erste Serienmodelle mit gemeinsam entwickelten Antriebsmodulen auf den Markt kommen. 2016 hatte GM schon einen Colorado-Pickup zum Brennstoffzellen-Fahrzeug unmgerüstet und für militärische Anwendungen ins Spiel gebracht.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/gm-surus-autonome-brennstoffzellen-plattform-724695.html

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