Green NCAP — Bewertung der Umweltfreundlichkeit

Das europäische Konsortium NCAP führt nicht nur Crashtests durch, sondern bewertet Neuwagen künftig auch nach Umweltkriterien. Der neue Standard für die Umweltprüfung heißt Green NCAP.

Mit dem neu aufgelegten Green NCAP-Programm sollen Autos umweltfreundlicher, sauberer und effizienter werden. Schwerpunkte der Bewertung sind dabei der Schadstoff-Ausstoß als auch der Kraftstoff- beziehungsweise Energieverbrauch bei Fahrzeugen mit Verbrennungs- beziehungsweise Elektromotor.

Beim Green NCAP werden Messungen sowohl im realen Fahrbetrieb als auch bei realitätsnahen Bedingungen im Labor vorgenommen. Die Vorgaben von Green NCAP sind wesentlich strenger als vom Gesetzgeber vorgesehen. Wie bei den Crashtests wird auch die Umweltverträglichkeit mit Sternen dargestellt. Auch hier können maximal fünf Sterne erreicht werden. Green NCAP folgt quasi dem beim ADAC schon lange etablierten EcoTest. Der ADAC bringt sich, als Mitglied im internationalen Testkonsortium, mit seinen langjährigen Erfahrungen aus dem Ecotest in der Green-NCAP-Arbeitsgruppe ein.

Bereits 12 Modelle getestet

In der ersten Testrunde wurden 12 Fahrzeuge bewertet. Mit dabei waren die Elektroautos BMW i3 und Hyundai Ioniq sowie die Verbrenner-Modelle VW Up, BMW X1, Mercedes A-Klasse, Ford Fiesta in zwei Motorisierungen, Audi A7 Sportback, Subaru Outback, Volvo XC40, Fiat Panda und VW Golf.

Nur die beiden Elektroautos erhielten eine Fünf-Sterne-Wertung. Vier Sterne gibt es für den VW Up GTI, drei Sterne erreichen Mercedes A200 und der beste Diesel im Test, der BMW X1 18d. Dahinter folgt der Ford Fiesta 1.0 EcoBoost mit zwei Sternen. Nur einen Stern erhielten der A7 50TDI, der Outback 2.5 und der XC40 T5 2.0. Null Sterne gab es für Panda 0.9, Fiesta 1.0 und Golf 1.6 TDI. Diese drei Modelle sind alle noch nach der „alten“ Euro-6b-Norm typgenehmigt.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/green-ncap-bewertung-umweltfreundlichkeit/

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