Heißer Kompakter als Plug-In-Hybrid — Skoda Vision RS gibt einen sportlichen Ausblick

Die Studie Skoda Vision RS zeigt nicht nur, wo sich die RS-Designsprache hin entwickeln soll, sondern auch, wie sich der Hersteller ein neues Kokmpaktmodell als Plug-In-Hybrid vorstellt.

Eine Vorstellung, die man sich durchaus gefallen lassen kann. Die Show-Daten gleich mal vorneweg – 245 PS Systemleistung aus einem 150 PS starken 1,5-Liter TSI und einer 102 PS starken Elektromaschine. 70 Kilometer soll der Plug-In rein elektrisch zurücklegen können, in 2,5 Stunden ist der 13 kWh-große Akku wieder aufgeladen. In 7,1 Sekunden geht es aus dem Stand auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit geben die Tschechen mit 210 km/h an. Insgesamt stößt der Kompaktsportler lediglich 33 g/km CO2 aus. Den Gedanken der Nachhaltigkeit spinnt Skoda aber über die Elektrifizierung hinaus. So handelt es sich beim Vision RS um ein veganes Auto – im Innenraum gibt es kein Leder, die Fußmatten etwa sind aus bearbeiteten Ananasbaum-Blättern und ahmen eine Carbonstruktur nach. Daneben wird jede Menge Alcantara verarbeitet, die textlien Elemente bestehen aus einem recycelten Polyester-Garn.

Öko oder Sportwagen?

Auch wenn das nun sehr nach Öko klingt, geizt der Vision RS nicht mit sportlichen Reizen. Obligatorisch sind 12-Uhr-Markierung am Lenkrad, Dachspoiler oder Heckdiffusor. Wobei auf Endrohre wiederum verzichtet wurde. „Entsprechend der voranschreitenden Elektrifizierung haben wir beschlossen, dass der Vision RS auch ohne Endrohre kräftig aussehen muss“, erläutert Exterior Design-Chef Karl Neuhold. Carbon war hier ein Mittel der Wahl, um die aerodynamisch funktionalen Anbauteile aufzuhübschen. Besonders die Front, an der sich der in – Sie ahnen es – Carbon eingerahmte Grill aus dem Motorraum zu schieben scheint, trägt zum bullig geduckten Erscheinungsbild bei. Dass die Front nun steiler im Wind steht, tut diesem Umstand ebenfalls alles andere als einen Abbruch.

In den Innenraum reckt sich ein neu gestaltetes Lenkrad, das sich mit verchromten Lenkstockhebeln und Schaltwippen umgibt. Ein Ziel war es, alle fahrdynamisch relevanten Einstellungen mit analogen Schalten zu belegen. Auf dem Carbon-Mitteltunnel sitzt ein sehr kleiner Schaltknubbel, die Armaturen weisen die Skoda-charakteristische kristalline Oberfläche auf und sind mit LED-Lichtern hinterlegt, was für einen futuristischen Touch sorgt. Unter den rahmenlosen Scheiben der Türen sitzen zum Öffnen der selbigen rote Schlaufen aus Gurt-Material. Die Fensteröffner sind als touch-sensitive Felder ausgeführt.

Am Heck findet sich übrigens kein Markenlogo, sondern ein Skoda-Schriftzug. Das sei einerseits wertiger und andererseits wolle man künftig Romane aus Modellbezeichnungsnamen vermeiden und Typografie reduziert einsetzen. An der Front findet sich das Logo dann aber noch, integriert in die markante Nase der Motorhaube und weiß leuchtend. Die offizielle Publikumspremiere feiert der Vision RS auf dem Pariser Autosalon gemeinsam mit dem neuen Kodiaq RS.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/skoda-vision-rs-concept-studie-kompaktklasse/

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