HONDA Smart Homes und Öffentlichkeitsarbeit aus Japan

Es ist ja kein großes Geheimnis, Honda war der erste Automobil-Hersteller der mir einen Presse-Testwagen anvertraute. Seitdem konnte ich, als alter Fan von deutschen Premium-Modellen, einen großen Einblick in die Marke Honda gewinnen.

 

Und weil ich nicht nur ein Fan von Autos bin, sondern auch einen Faible für „Smart Homes“ habe, war die gestrige Presse-Meldung von Honda nicht ganz unwichtig:

Wie das Eigenheim gleichzeitig zum effizienten Energielieferanten und zum intelligenten Energiemanager wird, zeigt ein von Honda im japanischen Saitama enthülltes Haus, in dem das Honda Smart Home System (HSHS) zum Einsatz kommt. Zentrale Aufgabe des HSHS ist es, die Erzeugung und den Verbrauch von Elektrizität und Wärme innerhalb des Hauses zu steuern. Auch Elektrofahrzeuge von Honda werden in dieses Konzept eingebunden. Im Katastrophenfall stellt HSHS außerdem die autarke Versorgung mit Strom und Wärme sicher. Die Enthüllung des Hauses ist ein wichtiger Meilenstein des Projekts E-KIZUNA, mit dem Honda und die Stadt Saitama bis zum Jahr 2015 die lokalen CO2-Emissionen auf die Hälfte des Niveaus von 2000 reduzieren wollen.

Wesentliche Bestandteile des zu Demonstrations- und Testzwecken errichteten Hauses sind von Honda Soltec produzierte CIGS Photovoltaik-Dünnschichtmodule, eine wiederaufladbare Batterieeinheit, ein gasbetriebenes Mikro-Blockheizkraftwerk mit Warmwasser- und Stromversorgung sowie der Smart e-Mix Manager, der das Energiemanagement übernimmt, indem er die Energieproduktion im HSHS sowie den Energiebezug aus dem öffentlichen Netz steuert. So reduziert der Smart e-Mix Manager die im Haus entstehenden CO2-Emissionen und stellt bei einem Ausfall des externen Stromnetzes eine autarke Energieversorgung sicher.

HSHS kombiniert somit Stromproduktion, Wärmeerzeugung und Elektromobilität und unterstützt dadurch das Bestreben von Honda, einen Beitrag zur Steigerung des nachhaltigen Energieeinsatzes zu leisten.

Testhäuser

Im Rahmen des bis 2018 laufenden Testprogramms wurden bereits zwei Ein-Familien-Häuser fertiggestellt, ein drittes ist in der Planung. Alle sind mit HSHS ausgestattet und befinden sich in der Nähe der Universität von Saitama.

Mikro-Blockheizkraftwerk

Das von Honda speziell für den Einsatz in Einfamilienhäusern entwickelte gasbetriebene Mikro-Blockheizkraftwerk (mCHP) dient der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme. Mit dem mCHP können rund 60 Prozent des Wärmebedarfes für Warmwasser und Heizung in den Testhäusern erzeugt werden. Mit einem Wirkungsgrad von 92 Prozent leistet es einen signifikanten Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Heiztechnologien.

CIGS Dünnschichtsolarmodule

Ein Bestandteil des in Saitama installierten Honda Smart Home Systems sind CIGS Dünnschichtmodule (CIGS = Kupfer, Indium, Gallium, Selenium) mit hoher Effizienz, die von Honda Soltec in Japan produziert werden.

Smart e-Mix Manager

Auf Basis der Nutzungsdaten aller in das HSHS integrierten Energielieferanten steuert der Smart e-Mix Manager die einzelnen Systemeinheiten und analysiert gleichzeitig den gesamten Energieverbrauch des Haushalts. Ziel ist es, sowohl auf der Kostenseite, als auch bei den CO2-Emissionen eine optimale Effizienz zu erreichen.

Der Smart e-Mix Manager macht alle Energieproduktions- und Verbrauchsdaten sichtbar und ermöglicht dem Benutzer einen optimalen Ressourceneinsatz. Die Steuerung ist auch per Smartphone oder Internavi möglich.

Stromversorgung auch für den Notfall

Fällt das öffentliche Stromnetz beispielsweise infolge einer Naturkatastrophe aus, stehen mehrere von Honda entwickelte Technologien zur Verfügung, um den Haushalt weiterhin mit Energie zu versorgen. Die im HSHS eingesetzte Kombination von Photovoltaikmodulen und gasbetriebener Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht auch bei einem Totalverlust des Netzes die Versorgung mit Elektrizität und Wärme.

Mobile Steuerung und Informationen mit Internavi

Im Rahmen des Testprogramms entwickelt Honda Lösungen zur Vernetzung von Haushalt, Stromversorgung und Elektrofahrzeugen mit der Zielsetzung, den Lebenskomfort, die Effizienz und die Sicherheit der Benutzer zu steigern. Folgende Funktionen werden dabei angestrebt:

1. Sicherheit für den Benutzer

  • Meldet die Ankunft von Besuchern
  • Gibt Anleitungen zur Nutzung der einzelnen Energieerzeuger im Notfall
  • Meldet, falls Klimaanlage und/oder Licht vor dem Verlassen des Hauses nicht ausgeschaltet wurde

2. Komfort für den Benutzer

  • Ermöglicht die Fernbedienung von Klimaanlage und Licht (auch via Internavi per Spracherkennung)
  • Ermöglicht das Befüllen der Badewanne oder das Verschließen einer Tür von außerhalb des Hauses

3. Informationen für den Benutzer
  • Strominformationen (Menge des Stroms, der durch Solarmodule und Mikro-Blockheizkraftwerk erzeugt wurde, Ladezustand der wiederaufladbaren hausinternen Batterieeinheit und der Batterie im Elektrofahrzeug, aktueller Stromverbrauch im Haus insgesamt/auf einzelnen Etagen, aktuelle Lage bei Stromausfall)
  • Wärmeinformationen (Menge der Wärme, die vom Mikro-Blockheizkraftwerk erzeugt wurde, Warmwassertemperatur, Temperatur in jedem Zimmer)
  • Rechnungsinformationen (Strom, Gas, Wasser, Stromerlöse)
  • Weitere Informationen (Wettervorhersage, Fehlermeldungen aller Geräte)
  • Fernbedienung (Warmwasserhahn, Klimaanlage, Licht, Türschlösser)

Basierend auf den Ergebnissen des Demonstrations- und Testprogramms in Saitama will Honda die Produktion von Energieerzeugern wie Solarmodulen oder Mikro- Blockheizkraftwerken ausweiten und komplette Energiemanagementlösungen für Haushalte oder ganze Gemeinden entwickeln und anbieten. Ziel ist es, gemeinsam mit den Kunden eine CO2-arme, lebenswerte Gesellschaft zu schaffen.

 

Auch wenn ich auf sportliche Autos stehe und einen Co² emittierenden Sportwagen als ideale Freizeit-Beschäftigung ansehe, ich mache mir viele Gedanken über die Zukunft und über die Möglichkeit zur Effizienz-Steigerung im eigenen Umwelt. Effizienz steigern, Emissionen vermeiden. Das Leben vernetzen, Techniken nutzen und dabei nachhaltig wirken. Diese Wünsche an die Zukunft und auch an ein eigenes Haus habe ich auf jeden Fall.

Gerade im Fall des Eigenheimes bleibt es ein ständiges Thema: Wie kann man möglichst autark in der Versorgung werden? Und zugleich bitte superkomfortabel 🙂

Ein Widerspruch? Nicht unbedingt. Ebenso die Frage nach der Mobilität. Werden wir uns in Zukunft die individuelle Mobilität nicht mehr leisten können? Nein, ich glaube nicht. Ich bin davon überzeugt, der Mensch findet einen Weg, seinen Weg, die individuellen Bedürfnisse in höchster Effizienz umzusetzen.

Ein „smart home“ ist elementarer Baustein in dieser Idee. Denn wer will nicht im Eigenheim leben?

Was mich an dem HONDA Smart Home Projekt begeistert ist der von Anfang an, ganzheitliche Aspekt unter dem die Forschung betrieben wird. Wir reden nicht nur über „Komfort“ durch Automatisierung und Vernetzung. Wir reden hier nicht nur über „Umwelt-Aspekte“ durch die Vermeidung von CO2 durch heizen mit Fossilen-Brennstoffen. Wir reden nicht nur vom „Wohnen“, sondern es ist als „Einheit“ betrachtet. Wer im Eigenheim lebt, der wird „auf die Arbeit“ fahren müssen, einkaufen. Verwandte besuchen, die Freizeit sinnvoll gestalten. Mobilität ist demnach ein wichtiges zentrales Thema in der Gesamtbetrachtung von „intelligenten Häusern“. Geile Sache was man da liest.

Würde man einen Testbewohner aus einer kleinen Spessart-Gemeinde suchen, ich würde mich sofort dafür melden. Als angenehmer Neben-Effekt würde man Japan kennen lernen und eventuell mehr über die Kultur erfahren …

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

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