Internet of Everything — Nissan startet in Japan einen V2X-Feldversuch

Nissan baut mit dem Leaf das bislang meistverkaufte Elektroauto. Auch bei der Mobilität der Zukunft will man vorne dabei sein. In Japan startet jetzt ein Feldversuch mit dem Auto als Teil des Internet of Everything.

Das Auto wird schon heute immer mehr vernetzt. Noch nutzen wir meist das eigene Smartphone als Hotspot, um Daten aus dem Internet ins Auto zu holen, zum Beispiel für die Echtzeit-Navigation. Mit der fortschreitenden Entwicklung zu Assistenzsystemen, die sich vorausschauend an Verkehrssituationen anpassen oder der Navigation zu freien Parkplätzen wird das vernetzte Auto schon ein Teil unseres Alltags, lange bevor wir uns an das autonome Fahren gewöhnen werden.

Nissan hat jetzt in Japan einen ersten Feldversuch für das Auto als Teil des „Internet of Everything“ gestartet. Als Kooperationspartner hat sich der Autohersteller den Zulieferer Continental und den Softwarespezialisten Qualcomm an Bord geholt. Außerdem sind mit Ericsson und OKI Spezialisten in Sachen Datenübertragung und Hardware ebenso mit dabei wie der japanische Mobilfunkanbieter NTT Docomo.

Die Testfahrzeuge werden neben Radarsensoren und Kameras auch Lidar-Technologie an Bord haben. Als Teil einer vernetzten Welt können die Autos dann auch in Situationen manövrieren, in denen die vielen Augen nichts oder nur wenig sehen.

5G-Mobilfunknetz für die Datenübertragung

Dafür ist ein 5G-Mobilfunknetz nötig, die aktuelle 4G-Technologie ist für die benötigten Datenmengen und Übertragungsgeschwindigkeiten nicht mehr ausreichend. Die Kooperationspartner sprechen bei ihrer Forschung von C-V2X (Cellular Vehicle-To-Everything). Dafür ist ein 5G-Mobilfunknetz nötig, die aktuelle 4G-Technologie ist für die benötigten Datenmengen und Übertragungsgeschwindigkeiten nicht mehr ausreichend. Wie lange die Erprobungsfahrten dauern sollen, ist noch nicht bekannt. Vor dem Jahr 2020 rechnet aber ersten Statements zufolge keines der am C-V2X-Projekt beteiligten Unternehmen mit einem Marktstart der Technologie.

Das Internet macht das Elektroauto intelligenter

Ein derart vernetztes Elektroauto kann natürlich auch sein Lademanagement in das mobile Internet auslagern. Die Akkus eines solchen Fahrzeugs müssten beispielsweise nicht immer nachts voll aufgeladen werden.

Wenn das Auto aufgrund der Gewohnheiten des Fahrers oder seiner Zielprogrammierung des Navigationsgeräts weiß, dass nur kurze Strecken zu erledigen sind und die Daten in der Cloud keine Verkehrsstörungen melden, kann der Ladevorgang entsprechend angepasst werden oder die Batterie im Auto als bidirektionaler Zwischenspeicher genutzt werden, der wieder Energie an den Haushalt abgibt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/internet-of-everything-nissan-c-v2x-feldversuch-in-japan-12854384.html

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