(K)Ein Rückblick

Seit Tagen trage ich mich mit dem Gedanken herum, ob ich eine Art Jahresrückblick bloggen sollte. Es gibt ein paar gute Gründe dafür: Da waren zum einen tolle Menschen die ich kennen gelernt habe und zum anderen tolle Autos die ich fahren konnte.

Auf der anderen Seite bin ich selten ein Mensch der sich mit dem Blick zurück aufhält.

Jetzt kam eben jedoch Roberts Blogpost dazwischen, unter der Überschrift: „Bloggen – Rückblick 2011 und Ausblick 2012“ hat er aufgerufen ein paar Gedanken miteinander zu teilen. 

Und was macht man wenn Robert bloggt? Man bloggt zurück 😉

In diesem Sinne also mein Rückblick für 2011:

Bin ich ein Blogger? Nein, eher jemand der mit unterschiedlichen Online-Medien seine Ergüsse in die Welt hinaus trägt. Aufgrund meiner oftmals monothematischen Interessen steckt man mich aber oftmals in die Schublade: „Social Media aka Online-Mensch aka Blogger mit Themenbereich Auto.“ Ist mir recht. Werde ich mich nicht aufregen darüber. Auch wenn ich diese verstumpfte und zwanghafte Suche nach den Begrifflichkeiten für eine Schublade (hier: Blogger) langweilig bis nervig finde.

Dieser Blog fing erst in diesem Jahr an zu leben. Zuvor habe ich meine Fahrberichte auf www.die-Testfahrer.de veröffentlicht und eher selten als häufig meine Meinungen zu Themen rund um socialmedia und Onlinemarketing in meinem Agenturblog gepostet.

Mit der Spezialisierung kam auch der Wunsch nach einem eigenen Auto-Themen-Blog und da ist er – sie baden gerade Ihre – äh, stop – also Du liest auf „der | die | das“  meinem Blog.

2011 war ein Knochenjob. Neben meiner Arbeit in der eigenen Online-Agentur habe ich die Idee der Auto-Bloggerei vorangetrieben und mich im Klinkenputzen betätigt. Während die einen per Business-Class durch die Weltgeschichte gondelten, habe ich mir die Finger Wund getippt um von den Big-Playern der Automobil-Industrie ernst genommen zu werden.

Es ist echt eine undankbare Arbeit. Darum ist „Auto-Blogger“ auch nicht mein Beruf.

Kein Geld der Welt könnte diese Anlaufzeit schmackhaft ausgestalten – nein, das kann nur eine Berufung sein. Es ist Passion und Leidenschaft. In den Momenten in denen man im Google-Ranking ein bestimmtes Keyword erfolgreich gepushed hat, oder wenn die ersten Menschen auf einen direkt zu kommen und um Rat fragen, dass ist einfach unbezahlbar.

Meine Themenbereich sind Autos und wenn ich 3 Autos nennen darf, die mich dieses Jahr am heftigsten begeistern konnten, so sind das der Nissan 370Z, der HONDA Insight Hybrid und der Mitsubishi i-MiEV. Zu jedem der Autos habe ich den betreffenden Fahrbericht verlinkt.

Aktuell ist der Mitsubishi Colt zu Besuch und den Jahreswechsel wird der Mitsubishi Lancer bei uns verbringen. Und wenn man über Autos in erster Linie spricht, dann muss ich jetzt wenigstens auch mal über die Menschen dahinter reden.

Da ist das Team von HONDA Deutschland. Denen bin ich zu Dank verpflichtet – es waren tolle Stunden bei Euch und mit Euren Autos. Ohne den nervenstarken Stefan Beckmann hätte ich vermutlich gar nicht erst die Kurve in Richtung Motor-Journalismus bekommen.

Dann gibt es da diesen Verrückten bei Mitsubishi. Stefan Büttner. Unkapriziös. Geradeaus. Trocken und mit großem Vertrauen in mein Engagement, der 2.te der mir Presse-Fahrzeuge zugesichert hatte.

Die Damen von Nissan taten sich mit mir schon schwerer – am Ende glaube ich jedoch sagen zu können, auch dort mit meiner Leidenschaft überzeugt zu haben. Wer auch immer dort mein erstes Ticket für das Qashqai Event in Malaga bezahlt hat: Danke – es war eine tolle Erfahrung mit Euch! Ich zähl auf Euch für 2012!

Natürlich gab es auch ein paar herbe Rückschläge. Wenn man die 301.ste Absage auf eine Testwagen-Anfrage erhält, oder wenn Versprechen nicht eingehalten werden. Aber ich habe gelernt hier weniger persönlich zu reagieren – das dauert einfach manchmal ein wenig. Am Ende wird sich alles klären.

Porsche. Das größte Wunder in 2011 dürften die Presse-Fahrzeuge von Porsche gewesen sein. Der Cayman und der Panamera waren zu Gast und haben mir eindrucksvoll vermittelt, woher die Faszination Porsche kommt. Gerne hätte ich dem dafür Schuldigen auf der IAA die Hand geschüttelt. Aber da wollten wohl viele dem Hrn. Bode die Hand schütteln. Ich hoffe – ich lerne ihn noch einmal persönlich kennen – er hat viel Charakter gezeigt!

Blog-Müde?

Nein – ich fange jetzt erst so richtig an meinen eigenen Stil zu finden. Mit den ersten Fahrberichten habe ich noch versucht etwas völlig neues zu erstellen.  Mittlerweile habe ich derart viel Feedback bekommen, dass ich mir immer weniger Gedanken darüber mache, wie ich alles anders machen kann, als die Etablierten. Es reicht wenn man heraus lesen kann, dass ich mich mit dem Auto beschäftige, weil es mir Spaß macht.

Für 2012 hoffe ich auf mehr Hersteller, eine bessere finanzielle Deckung des Abenteuers „Auto-Bloggerei“ und auf viel Feedback zu meinen Fahrberichten.

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger