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Keyless-Systeme im Test – Eine Einladung für Diebe

Schlüssellose Zugangssysteme beim Auto sind komfortabel, aber nicht immer sicher. Selbst bei teuren Premiumfahrzeugen kann man sich nicht auf die Technik verlassen.

Schlüssellose Zugangssysteme bieten auch bei neuesten Pkw-Modellen einen Angriffspunkt für Kriminelle. Bei einigen Fahrzeugen lässt sich das Signal des Funkschlüssels besonders leicht abfangen und für einen Diebstahl missbrauchen, wie das britische Fahrzeugsicherheitszentrum Thatcham Research ermittelt hat.

Von elf getesteten Neuwagen des Modelljahres 2019 erhielten sechs hinsichtlich der Diebstahlsicherung die Bewertung „schwach“, darunter ein teures Premium-SUV wie der Porsche Macan und ein Hightech-Mobil wie das Wasserstoffauto Hyundai Nexo. Bei allen Modellen könnten Kriminelle durch das Abfangen von Funksignalen auch ohne Schlüssel Zugang zum Fahrzeug erhalten, so die Experten. Bemerkenswert ist der Umstand auch, weil die übrige Sicherungs-Technik an Bord durchaus als gut und zeitgemäß bewertet wurde.

Dass die sogenannten Keyless-Entry-Systeme nicht per se unsicher sein müssen, zeigen Modelle wie Audi E-Tron, Jaguar XE, Range Rover Evoque und Mercedes B-Klasse, die einen besseren Funkstandard verwenden oder die Schlüssel auf anderem Weg gegen Abhören sichern. Ein Verzicht auf Keyless-Technik ist sowieso keine Lösung, wie der Suzuki Jimny zeigt, der zwar keine Hackerangriffe überstehen muss, aber bereits vor altmodischem Kriminellen-Handwerk kapituliert. Er erhielt die Bewertung „inakzeptabel“. Das Thatcham-Institut will in der Zukunft regelmäßig neue Fahrzeugmodelle einem Test zur Diebstahlsicherheit unterziehen und die Ergebnisse veröffentlichen.

In Deutschland kritisiert unter anderem der ADAC seit Jahren den fehlenden Schutz der Keyless-Systeme. Der Automobilclub hatte Anfang 2017 systematische Sicherheitslücken der Technik aufgedeckt. Bei vielen Autos lassen sich demnach die Funksignale der Autoschlüssel aus der Ferne abgreifen und anschließend zum Aufschließen und Starten des Fahrzeugs missbrauchen. Die dazu erforderlichen Geräte lassen sich dem Automobilclub zufolge für rund 100 Euro aus handelsüblichen Elektronikbauteilen von Laien selbst herstellen.

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SP-X Redaktion | Holger Holzer
Dieser Artikel stammt aus dem Redaktions-Netzwerk von SPS Spot Press Services GmbH. Änderungen, Adaptionen und Korrekturen durch die Redaktion von AUTOHUB möglich.
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