Kia Telluride SUV (2018) — Neuer großer Korea-SUV mit acht Sitzen

Kia bringt eine dritte SUV-Baureihe. Mit dem Telluride hatten die Koreaner ein Fullsize-SUV-Konzept auf der Detroit Motor Show 2016 gezeigt. Auf der New York Fashion Show 2018 feierte der Serien-Telluride jetzt beiläufig Premiere.

Kia Telluride-SUV entstand im US-Design-Studio

Ein Hauch Bentayga, ein Schuss Cayenne, eine Prise Jeep Commander – der 2016 noch als Studie deklarierte Kia Telluride, mit dem die Koreaner auf der NAIAS in Detroit als Weltpremiere auf die Bühne gingen, zeigt sich als Macho. Klare Kanten statt der heute im SUV-Design üblichen Stromlinien-Schnörkel-Optik. Und vor allem in der Grundform längst nicht studienmäßig abgedreht, so dass man sich den neuen Kia Telluride auch als Serienmodell genau so vorstellen konnte. In den US-Handel kommt die quasi unveränderte Telluride-Serienversion, die jetzt in New York enthüllt wurde, Anfang 2019.

Einige Designmerkmale springen besonders ins Auge. Vorne sind das neben dem großen, fast senkrecht stehenden Kühlergrill die zurückversetzten LED-Scheinwerfer, die dem Trend der immer riesigeren, Richtung A-Säule herumgezogenen Leuchten entgegentreten. Klares Geländewagen-Design. Auch der Rest des Autos bekennt sich zur Offroad-Optik mit klarer Kante, geraden Linien und dem ebenfalls fast senkrecht gestalteten Heckabschluss. In der Serienversion fällt der Grill etwas breiter aus, die LED-Scheinwerfer wurden vertikaler orientiert. Zudem bekam die Frontschürze tief eingesetzte Nebelscheinwerfer, die von Chromspangen eingerahmt werden. In der Heckansicht wurden die L-förmigen LED-Leuchten etwas größer, die Hecklappe bekam eine zusätzliche Kante einmodelliert.

Alles andere als zurückhaltend sind die Abmessungen des Kia Telluride. Fünf Meter lang, 1,80 Meter hoch und zwei Meter breit ist der Achtsitzer ein ziemlicher Brummer. Der Telluride baut auf der modifizierten Bodengruppe des Kia Sorento auf, bei einem um 30 auf 3,08 Meter verlängerten Radstand. Nicht nur das sorgt für reichlich Raum in der Kabine. Ein weiterer Kniff in Sachen Raumwunder gelang in der Studie durch die außergewöhnliche Türkonfiguration mit hinteren, gegenläufig öffnenden Türen. Der Zustieg nach hinten ohne die übliche B-Säule gelingt so sehr bequem. Das Serienmodell setzt hier auf konventionell an einer B-Säule angeschlagene Portale.

Telluride-Studie als Hybrid, Serie mit Benziner

Überhaupt haben es die hinteren Passagiere im Kia Telluride Concept gut getroffen. Sie nehmen auf großen, zum Liegesessel umformbaren Einzelsitzen Platz, können über eine eigene Multimedia-Einheit bestimmen und werden auf Wunsch von einem „therapeutischen“ LED-System in gute Stimmung versetzt. Die dritte Sitzreihe faltet sich bei Bedarf aus dem Laderaumboden.

Das Kia Telluride Concept wurde als Plugin-Hybrid vorgestellt. Der 3,5-Liter Benzin-Direkteinspritzer, ein V6-Motor, wird von einem 96 kW-Elektromotor unterstützt, die Systemleistung gab Kia mit 400 PS an. Dabei übernimmt ein herkömmliches Verteilergetriebe den Antrieb aller vier Räder, statt auf einen Allrad per E-Motor wie bei Lexus zu setzen. Den Verbrauch des Telluride gab Kia mit 7,8 Liter nach US-Norm an, über die Kapazität und Art der Batterie herrschte Stillschweigen. Für das Serienmodell wird jetzt ein V6-Benziner genannt, ohne aber weitere Eckdaten zu nennen.

Gebaut wird der Telluride im US-Werk in Georgia. Preise wurden noch nicht genannt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/kia-telluride-suv-2018/

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