KIA -The next big thing.

Auch wenn ich manchmal ein wenig darüber erschrecke wieviele Asiatische Automobil-Hersteller ich in meinem Blog oder auf meinen anderen Seite präsentiere – ich muss heute  thematisch schon wieder einen Asiaten aufgreifen.

Im übrigen steht es jedem Automobil-Hersteller frei mit mir in Kontakt zu treten – war ich doch früher mal ein Petrolhead mit klarer Vorliebe für das Deutsche Premium-Automobil, aber das nur am Rande.

 

Heute: KIA. 

Hätte ich vor 10 Jahren über die Marke KIA gesprochen und das wäre nicht in den 90zigern gewesen, sondern bereits 2000+, so wäre meine Antwort eindeutig ausgefallen und meine verbale Attacke hätte tiefe Unterstützung von meiner Körpersprache und meiner Mimik erhalten.

Heute ist das ein wenig anders. KIA gibt Vollgas. Und die Modelle von KIA sehen nicht nur atemberaubend gut aus, sondern werden zusätzlich mit echt guten Argumenten in den Verkaufsraum gerollt. 7 ist mehr als 5, und so – Ihr wisst Bescheid.  In Zeiten in denen es immer noch Deutsche Automobil-Hersteller geben soll, die anstelle einer Garantie lieber nur die etwas luschigere gesetzliche Gewährleistung einhalten wollen, sind 7 Jahre Garantie ein echtes Wort. (Den peinlichen Opel-Fail mit der lebenslangen Garantie, na – über den reden wir lieber erst gar nicht.)

Das wirklich gute KIA Design ist natürlich kein Zufall, sondern Verdienst eines Mannes – dessen Arbeitsleistung sich KIA aber auch erst einmal sichern musste.  Peter Schreyer. Wenn auch der Designprozess innerhalb eines Unternehmens ein langer ist, an der Spitze, am Anfang und am Ende steht doch immer ein „Chef-Designer“ der für die Formensprache eines Automobils die Verantwortung trägt und dann auch die Lorbeeren einfangen darf. Bei BMW war das z.Bsp. mal vor ein paar Jahren ein gewisser Hr. Bangle, der – egal wie genial er war –  am Ende einen Abtritt und keine Lorbeeren gefangen hatte. Verdienterweise im übrigen. 

Peter Schreyer ist da derzeit auf einem gänzlich anderen Weg.

Wie man in der Wikipedia nachlesen kann, war der Abgang aus dem Volkswagen Konzern und der Eintritt bei KIA 2006, zunächst bekleidet von Spott und Häme.

Das dürfte sich mittlerweile erledigt haben. Denn Peter Schreyer hat etwas geschafft, was man nicht jedem Asiatischen Konzern vorwerfen kann: Er hat der Marke KIA ein Gesicht verliehen.

Peter Schreyer hatte für den Volkswagen Konzern so bekannte Modelle wie die erste TT Generation, den „New Beetle“ und den A2 gezeichnet und ich bin überzeugt davon – in ein paar Jahren wird man über seine Arbeit bei KIA ebenso ehrfürchtig berichten, wie über seine visionäre Gestaltung von erfolgreichen Wolfsburger Konzernprodukten.

Es gibt 3 aktuelle Modelle mit denen KIA meine volle Aufmerksamkeit gewonnen hat:

1.) Der KIA Rockster

Basierend auf der Formensprache des KIA Soul entstand der Rockster als Designprojekt für den Genfer Automobilsalon. Eine Serienfertigung in dieser spacigen Umsetzung schließe ich jedoch aus. Und doch zeigt der Rockster etwas worauf man sich wohl beim Soul Nachfolger freuen darf. Klares „Two-Box Design“ mit sportlich maskulinen Kotflügeln die eine Einsortierung in das „Niedlich-Schema“ a la Mini Cooper vermeiden. Der Rockster  hat so das Zeug zu einem Zweitfahrzeug für Familien zu werden, bei dem es der Nachwuchs richtig cool findet, wenn er damit am Wochenende mit den Freunden zum nächsten Flashmob cruist.

2.) Der neue Cee’d

Eigentlich bin ich es ja total Leid. Die Golf-Klasse. Die teuflische Ausgeburt der Kleinstadt-Hölle. Fehlenden Bindeglied zwischen den Einkommensklassen und sozialer Parkplatzkit. Aber diese Fahrzeugklasse lässt sich eben immer verkaufen.

Und Kia hat es geschafft. Der Cee’d, sieht einfach gut aus. Gut? Nein. Für die Zielgruppe der „üblichen Verdächtigen“,  der Bausparvertrags-Inhaber und Sonntags-mit-der-Familie-spazieren-Geher ist der KIA Cee’d eigentlich schon zu sexy.  Mein Bauch rebelliert beim Gedanken daran, dass am Ende 70% der Käufer, Autofahrer mit unterdurchschnittlichem Bewusstsein für gutes Design, aber 100% Wissen über die aktuelle Top Ten der Deutschen Schlagerparade sein könnten.

Dieser Cee’d hat besseres verdient. Ehrliche Anerkennung durch Menschen mit einem Restanteil Blut im Benzin .. oder so ähnlich.

3.) Der Optima Hybrid

Die gut aussehende Alternative zum Toyota Prius. Ein Auto dem man vier Ringe, einen weißblauen Propeller oder einen Stern auf die Hauben kleben könnte, ohne das irgendein Neuwagenkäufer dabei stutzig werden würde.

Ein Kia der sowenig asiatisch aussieht, dass man den guten Peter Schreyer dafür knutschen möchte.

Der Optima Hybrid ist mein Wunschauto für 2013. Den will ich haben. 

Und wenn Ihr bei KIA nicht bald aufwacht und mich mit Euren Autos fahren lasst, dann bin ich – dann werde ich – also…ja, dann bin ich wirklich traurig.

 

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

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