Lada Vision 4×4 Concept (2018) — Ausblick auf den neuen Niva

Auf der Moskau Auto Show gibt der russische Autobauer Lada einen Ausblick auf den kommenden neuen Niva. Die Studie Lada 4×4 Vision Concept hat mit dem Klassiker allerdings nicht mehr viel gemeinsam.

Seit rund 40 Jahren ist der Lada 4×4 Niva fester Bestandteil der Lada-Geschichte. Mit der Studie 4×4 Vision geben die Russen jetzt einen Ausblick auf die Zukunft des kleinen Geländewagens. Und die unterscheidet sich formal doch deutlich vom aktuellen Modell.

Bulliger X-Look

Die klare Designvorlage liefert beim extrem bullig gezeichneten Lada Vision 4×4 der Lada X-Ray mit dem x-geprägten Design. So trägt die steil stehende Front einen dreidimensional geformten, glänzend schwarzen Kühlergrill mit matt gehaltenen Einlagen in X-Form. Flankierend gibt es zwei Aluminiumspangen und schmale LED-Scheinwerfereinheiten. Die in die konturierte Motorhaube integrierten LED-Blinker sollen an den alten Niva erinnern. Den unteren Teil der Frontschürze teilen sich ein Unterfahrschutzelement und Nebelscheinwerfer.

Die Flanken nehmen mit den vorne und hinten extrem ausgestellten Kotflügeln und großen C-förmigen Sicken das X-Design erneut auf. Radläufe und Schweller sind mit Kunststoff beplankt, die Schweller zusätzlich mit Schutzelementen im Alu-Look versehen. Auf den ersten Blick wirkt der 4×4 Vision wie ein Zweitürer, hinter den langen Vordertüren verbergen sich aber noch zwei weitere Portale. In den Radhäusern drehen sich 21 Zoll große Leichtmetallräder im Fünf-Speichen-Design. Auf dem Dach trägt die Studie natürlich eine Reling, die ein großes Glasdach einrahmt. An der rechten Flanke trägt der Lada 4×4 Vision zudem eine 220-Volt-Steckdose um externe Verbraucher befeuern zu können.

Volldigitales Cockpit

Die Heckansicht, die ein wenig an aktuelle Jeep-Modelle erinnert, setzt auf X-förmige LED-Leuchten, fette Luftauslässe in der Schürze sowie einen Unterfahrschutz mit integrierten Auspuffendrohren. Aufbauend auf einer eigenen Plattform kommt die Studie auf eine Länge von 4,20 Meter, bietet viel Bodenfreiheit und setzt auf kurze Überhänge an Front und Heck. Zusammen mit einer Getriebekonfiguration mit einer breiten Spreizung plus Untersetzung soll der 4×4 Vision damit extrem geländetauglich sein. Zum Motor an sich machte Lada keine Angaben. Unterstützung für Offroadfahrten erhält der Pilot durch verschiedene nicht näher erklärte Fahrassistenzsystem. Dargestellt werden die Fahrhilfen auf zwei großen Displays im grau und orange gehaltenen Digital-Cockpit, da natürlich auch die Navigation durch den Großstadtdschungel übernehmen. Für eine jeweils passende Cockpitstimmung sorgt eine anpassbare LED-Beleuchtung. Das X-Design findet sich in den vier Lüftungsdüsen auf der Armaturentafel sowie in den Cupholdern auf der Mittelkonsole wieder.

Die vier Einzelsitze im Innenraum sind mit einer Mischung aus Kunstleder- und Mesh-Gewebe bezogen um intensiver Nutzung Rechnung zu tragen. Die Mittelkonsole ist mit dem Automatikwählhebel und dem Controller für die Antriebskonfigurationen bestückt. Darüber finden sich die Bedienelemente für die Klimaanlage. Das oben und unten abgeflachte Lenkrad ist mit zahlreichen Bedienelementen bestückt.

In Summe gibt sich der Lada 4×4 Vision also viel moderner als der aktuelle Niva, dennoch soll er ein waschechter, robuster Geländewagen sein. Was dieses Versprechen Wert ist, wird sich ab 2022 zeigen. Dann nämlich soll der neue Lada Niva auf Basis der 4×4 Vision-Studie von den Lada-Bändern rollen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/lada-vision-4×4-concept-2018-niva/

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