Memminger Roadster 2.7 — Käfer-Cabrio extrem gedacht

Georg Memminger restauriert schon seit fast 20 Jahren VW Käfer. Jetzt erfüllt sich der Käfer-Narr seinen größten Traum. Er hat mit dem Memminger Roadster 2.7 sein erstes eigenes Auto entwickelt – natürlich mit starken Käfer-Anklängen.

Die Basis für den Memminger Roadster 2.7 ist natürlich immer noch ein VW Käfer Chassis mit serienmäßigem Radstand. Die darum herum gestrickte Technik präsentiert sich aber auf dem neuesten Stand. Den Antrieb übernimmt weiter ein luftgekühlter Vierzylinder-Boxermotor. Der leistet aus 2,7 Liter Hubraum bestückt mit einer Saugrohreinspritzung 210 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 247 Nm bereit. Für die Abgasnachbehandlung sorgt ein Katalysator, geschaltet wird manuell durch 5 Gänge. Spurtzeiten nennt Memminger nicht, aber die Höchstgeschwindigkeit soll bei über 200 km/h liegen.

Altes Chassis, moderne Technik

Der Boxer sitzt zwar weiter hinter den Passagieren, rückt aber deutlich weiter Richtung Fahrzeugmitte vor. Damit entfallen die Fondsitze und aus dem Memminger Roadster wird ein Zweisitzer. Hinten setzt der Memminger auf eine Schräglenkerachse, vorne werden verstärkte Radträger verbaut. Die daran angeflanschten Bremsen stammen aus dem Porsche-Regal. Vorne verzögern 278er Scheiben, hinten 262er Discs. Darüber steckt Memminger 18 Zoll große Fünfspeichen-Felgen mit 225/45er Reifen vorn und 255/40er Pneus an der Hinterachse.

Auch optisch lehnt sich der Memminger Roadster 2.7 klar an das Käfer Cabrio an, allerdings tritt der Roadster deutlich bulliger an. Er kauert tiefer und flacher über der Straße, trägt weit ausladende Kotflügel und verbreiterte Schwellerbereiche. Die Frontscheibe wurde gekürzt, hinter den beiden Passagieren bauen sich zwei mächtige Überrollbügel auf, die in Airdomes auslaufen. Über der Motorhaube wurde ein Heckspoiler integriert. Die komplette Karosserie sitzt auf einem Stahlrohrrahmen, der mit dem Käfer-Fahrgestell verschweißt wurde.

Auf moderne Infotainment-Anwandlungen und eine Armada an Assistenzsystemen verzichtet der Memminger Roadster, dafür brilliert er mit einem Gewicht von nur 800 Kilogramm. Fahrspaß ist Trumpf. Und den sollen im Memminger Roadster 2.7 bis zu 20 Besitzer genießen können, denn mehr Fahrzeuge sollen nicht gebaut werden. Einen Preis nennt Memminger noch nicht.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/memminger-roadster-2-7-daten-infos-marktstart-preis/

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