Mercedes-AMG C 43 Facelift (2018) — Leistungsspritze auf 390 PS und kleinere Design-Tweaks

Mercedes-AMG frischt die C 43-Modellreihe auf. Limousine und T-Modell bekommen als erste etwas mehr Leistung und ein paar Design- und Technik-Neuerungen. Eine spezielle App für die Rennstrecke gibt’s auch noch.

Zugegeben: Es war schon clever von Mercedes-AMG, noch eine weitere Baureihe abseits der klassischen V8-angetriebenen 63er-Modelle zu bauen. Anfangs skeptisch beäugt, haben sich die AMG C 43-Modelle mittlerweile mehr als etabliert – und verkaufen sich laut Hersteller blendend. Im Zuge der C-Klasse-Modellpflege bekommt auch der Mercedes-AMG C 43 ein Update spendiert, der im Juli 2015 erstmals auf den Markt kam.

Fast 400 PS für den V6-Biturbo

Größte Neuerung dürfte die Leistungssteigerung für den drei Liter großen V6-Motor mit Doppelturbo-Aufladung sein. Kritisch für Mercedes-AMG A 45-Besitzer: Nachdem der erste C 43 mit 367 PS einen Hauch schwächer war als die 381 PS starke A-Klasse, übernimmt jetzt die C-Klasse die Führung. Satte 390 PS quetscht Mercedes aus dem wohl letzten V6-Motor in der C-Klasse. Das maximale Drehmoment beträgt weiterhin 520 Nm.

Für den Standardspurt auf 100 km/h benötigt die C 43-Limousine 4,7 Sekunden, das T-Modell 4,8 Sekunden – exakt so lange wie vor dem Facelift. Übertragen wird die Kraft auf alle vier Räder, die Kraftverteilung beträgt standardmäßig 31 zu 69 Prozent zugunsten der Hinterachse. Die Schaltarbeit übernimmt die bekannte 9G-Speedshift-Automatik, die leicht überarbeitet wurde und nun schneller die durch die Fahrstufen zappen soll.

Der genormte Verbrauch wird sich um 8,0 Liter pro 100 Kilometer bewegen (WLTP), genaue Werte stehen noch nicht fest.

Aufgefrischter Innenraum

Für den Innenraum bedient sich auch das AMG-Modell bei der eben erst aufgefrischten C-Klasse. Bedeutet: Das Lenkrad, beziehungsweise die Multifunktionseinheit wurde grundlegend erneuert. Vorbei sind die Zeiten der schwarzen Einzelknöpfe, neue Kipphebelchen und Drehrädchen sollen die Bedienung erleichtern.

Neu ist ebenfalls das Kombiinstrument, das nicht mehr in drei Einzelscreens (Drehzahlmesser, Tacho, Info-Display) unterteilt ist, sondern jetzt als eine Einheit konstruiert wurde. Apropos Bildschirm: Der auf dem Armaturenträger installierte LCD wurde durch einen 7-Zoll-Bildschirm ersetzt, optional gibt’s einen großen 10,25-Zoll-Bildschirm im Widescreen-Format.

Neuer Grill, neue Leuchten, neuer Auspuff

Statt des Diamant-Grills trägt der Mercedes-AMG C 43 ab sofort einen Doppelstreben-Grill mit AMG-Plakette zwischen beiden Streben. Neu sind auch die Rückleuchten, die jetzt mit neuer Grafik leuchten. Plus: AMG hat die trapezförmigen und abgerundeten Fake-Auspuffblenden gegen runde Endrohrblenden getauscht. Ob die jetzt trotzdem noch Blender sind, müssen wir erst prüfen.

Für den wochenendlichen Trackday-Besuch hat AMG eine besondere Applikation installiert. Sie nennt sich Track Pace und kann optional zum Comand-System bestellt werden. Die App zeichnet Geschwindigkeiten oder Beschleunigungswerte auf, sobald man sich auf einer abgesperrten Rennstrecke befindet. Zusätzlich können Runden- und Sektorzeiten erfasst und analysiert werden.

Bekannte Rennstrecken wie Hockenheim oder die Nürburgring-Nordschleife sind schon vorinstalliert.

Seine Premiere feiert der Mercedes-AMG C 43 auf dem Genfer Autosalon 2018. Preise hat Mercedes-AMG noch nicht genannt. Die Markteinführung dürfte noch im ersten Halbjahr 2018 sein.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mercedes-amg-c43-facelift-2018-leistung-design/

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