Sternbild: Luxus. Die Helferlein in der neuen S-Klasse

Wer sein Auto nur benötigt um von A nach B zu kommen, der wird die Faszination nicht verstehen, die von einem so komplexen und intelligenten Fahrzeug wie der neue S-Klasse ausgeht. Als „Automobil-Nerd“ versuche ich immer mal wieder eine Brücke zu schlagen, zwischen den Produkten die mich so faszinieren und dem, was andere einfach nur als „Auto“ bezeichnen. Die neue S-Klasse zum Beispiel. Ein Automobil das man als unnötigen Luxus abtun kann. Oder man sieht es mit meinen Augen und lässt sich faszinieren von den besonderen Lösungen die in der Technik des Fahrzeuges umgesetzt wurden.  Frei nach Oskar Wilde will ich nur ein paar Details heraus picken:

„Man versehe mich mit Luxus. Auf alles Notwendige kann ich verzichten.“

Oskar Wilde

21 Stellmotoren für das perfekte Klima

Wir haben uns lange schon daran gewöhnt. Klimaanlagen versorgen uns mit kalter Luft an heißen Tagen und wenn es draußen kalt wird, dann machen wir die Heizung an. Ein dreh am Regler und die Temperatur stimmt. Moderne Klimaanlagen sind wahre Wunderwerke und haben nichts mehr mit den Heizbirnen eines VW-Käfers gemeinsam.  Um in der neuen S-Klasse für Fahrer und Beifahrer die Temperatur getrennt zu regeln und zusätzlich einen Unterschied für den jeweiligen Fußraum machen zu können, arbeiten mehrere Motoren zusammen um die Luftströmung durch vier Luftmischräume zu steuern. Die Füße wärmer, den Kopf kühler, beim Beifahrer andersherum und für die Rücksitzbank noch mehr Wärme als für die Passagiere vorne? Alles machbar in der neuen S-Klasse. Dank 21 unterschiedlicher Stellmotoren bekommt jeder Sitzplatz genau das Klima, dass er sich wünscht.

54 Stellmotoren in den Sitzen

Für den perfekten Sitzkomfort sind sogar noch mehr elektrische Helferlein notwendig. Alleine für die elektrische Verstellung der Sitz in der ersten Reihe werden 18 elektrische Antriebe benötigt. Dazu kommen die Motoren für die Ventilation der Sitze und bei Sitzen mit Massagefunktion sind 14 über Magnetventile gesteuerte pneumatische Druckkammern vorhanden. Und natürlich wird auch das Lenkrad per Elektromotor in die richtige Position gebracht.  In Summe arbeiten also alleine 54 elektrische Helferchen in der ersten Reihe.

Alle elektrisch

Der erste Wagen mit elektrischen Fensterhebern war 1941 ein Lincoln in den USA. Seitdem haben wir uns daran gewöhnt, die Scheiben nicht mehr Hand herunter zu kurbeln. Der Luxus einer S-Klasse umfasst daher viel mehr als nur elektrische Fensterheber. Die Türen werden per Elektromotor nahezu lautlos in das Schloss gezogen und verriegelt. Die Heckklappe öffnet und schließt elektrisch und ebenso leise. Die Außenspiegel klappen elektrisch an und selbst der Gurt wird per Elektromotor an die Insassen (Rücksitzbank) heran geführt. Elektrische Sonnenrollos in den Seitenscheiben und der Rückscheibe bewegen sich auf Knopfdruck. Und selbst das 24 Lautsprecher umfassende Burmester-High-End Soundsystem besitzt Elektromotoren um die Hochtöner in den Spiegeldreiecken zu bewegen.

Insgesamt sind es über 100 elektrische Helferlein, die den Insassen der neuen S-Klasse das Leben besonders angenehm machen wollen.

Notwendig ist das nicht, aber frei nach Oscar Wilde: Auf das notwendige kann ich verzichten, auf den Luxus aber nicht.

 

 

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

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