Mercedes CLA Shooting Brake X118 (2019) — Neues Kombi-Coupé mit schlauerem MBUX

Mercedes bringt das Kompakt-Coupé CLA im September 2019 auch als Shooting Brake. Das Bediensystem MBUX bekommt ein Update. Premiere hat das Kombi-Coupé auf dem Genfer Autosalon.

Nach dem CLA Coupé bringt Mercedes wieder einen Shooting Brake. Die Kombi-Variante des kompakten Viertürer-Coupés ist ab Mitte Juni bestellbar und kommt im September zu den Kunden. Die Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber ähnlich wie beim Vorgänger etwa 620 Euro über dem CLA Coupé liegen. Dessen Preise beginnen aktuell bei 31.475 Euro. Ein CLA 180 Shooting Brake wird also etwa 32.100 Euro kosten.

cW-Wert 0,62

Bis zur B-Säule sind die Fensterlinien von Coupé und Shooting Brake identisch. Ab der B-Säule verläuft die Dachlinie beim Shooting Brake weniger flach, streckt sich bis ins Heck und endet erst oberhalb der Heckleuchten. Wegen der höheren Dachlinie soll der Einstieg zu den Rücksitzen leichter sein – das werden wir so bald wie möglich überprüfen. Der cW-Wert liegt bei 0,26 und damit um drei Zehntel höher als beim Coupé. Die Rückleuchten sind zweiteilig, das hintere Kennzeichen sitzt im Stoßfänger. Die Karosserie ist jeweils etwa fünf Zentimeter länger und breiter sowie zwei Millimeter flacher. Mit Spiegel ist der CLA zwei Meter breit – das sind drei Zentimeter weniger als bisher.

Maße: länger, breiter, größerer Kofferraum

Der neue Shooting Brake ist 4,69 Meter lang und 1,83 Meter breit. Die Ellenbogenbreite nimmt von um 35 und hinten um 44 Millimeter zu. Im Vergleich zum Vorgänger bietet der Neue vorn 9 und hinten 8 Millimeter mehr Kopffreiheit. Der Kofferraum hat eine breitere Klappe, die Öffnung ist 23 Zentimeter breiter und wächst auf 87 Zentimeter. Das Volumen wächst um 10 auf 505 Liter. Nicht nur die Ladeöffnung wurde breiter, auch die Spur wächst: vorn um sechs, hinten um fünf Zentimeter. Die Rädergrößen reichen von 16 bis 19 Zoll. Gegen Aufpreis ist eine adaptive Verstelldämpfung erhältlich. Die Hinterräder sind an einer Mehrlenkerachse geführt.

Mercedes CLA Shooting Brake im Schnellcheck

Wer sich beim neuen CLA hinters Lenkrad setzt, sieht zuerst den MBUX-Doppelbildschirm hinter der gemeinsamen Verblendung. Der ist zwar schon aus Modellen wie der A- und B-Klasse bekannt, sieht aber auch im CLK stylisch aus. Dahinter das Multifunktionslenkrad mit Touchflächen auf den galvanisierten silberfarbenen Speichen. Die drei auffälligen Lüftungsdüsen schauen beinahe schon dramatisch aus der Mittelkonsole.

Die Sitze im Ausstellungs-Modell haben integrierte Kopfstützen – rundum. Vorn geben sie guten Seitenhalt für den Rücken, die Sitzflächen sind eher nicht seitenhaltsüchtig. Der Blick nach hinten wandert weit, bevor er die Heckscheibe erreicht. Die extrem breiten C-Säulen sorgen für eine eingeschränkte Rundumschrift.

Richtig interessant wird es im Fond, schließlich fällt das Dach beim Shooting Brake ab der B-Säule weniger stark nach hinten ab als beim „normalen“ Modell. Und tatsächlich: Der Einstieg in den Fond funktioniert leicht und Kopffreiheit gibt es für 1,88 Meter große Personen auch noch. Die Sitze im Fond sind bequem, Seitenhalt ist hier hinten allerdings kein Thema. Im Ende der Mittelkonsole sitzen zwei kleine Lüftungsdüsen – verkleinerte Versionen der heftigen Triebwerks-Ausströmer von vorn. Und wer von hier aus nach hinten schaut, sieht nicht nur den Kofferraum: Die C-Säulen sehen jetzt unwirklich breit aus.

Außen und innen ordentlich durchgestylt, bietet die Shooting-Brake-Version des CLK also hinten einen einfacheren Einstieg und Kopffreiheit für Große – gut, dass Mecedes das Konzept „Shooting Brake“ wenigstens beim CLA nicht aufgibt, nachdem schon der CLS Shooting Brake aus dem Programm genommen wurde.

Schlaueres MBUX und Wellness-Programme

Das sprachbasierte Bediensystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience) kann unter anderem unterscheiden, ob gerade der Fahrer oder der Beifahrer mit der Spracherkennung gesprochen hat. Befehle und Fragen nimmt das System nun immer von demjenigen entgegen, der es zuletzt mit „Hey Mercedes“ aktiviert hat. Gegen Aufpreis hat der Shooting Brake wie auch das Coupé eine Energizing-Komfortsteuerung, die Klimaanlage, Sitzklimatisierung, Ambientelicht und Musik vernetzt und für sogenannte Wellness-Setups nutzt. Ein Algorithmus kann bestimmte Programme empfehlen und über eine gekoppelte Smartwatch das Befinden des Fahrers einbeziehen. Die Mercedes Vivoactive oder das Garmin Wearable nutzen dafür Informationen über Stresslevel, Pulsfrequenz und Schlafqualität.

Assistenzsysteme schauen 500 Meter voraus

Je nach Ausstattung kann der CLA mit Radar- und Kamerasystemen bis zu 500 Meter nach vorne schauen und in bestimmten Situationen teilautomatisiert fahren. Ein Beispiel: Der aktive Abstands-Assistent Distronic regelt die Geschwindigkeit passend zu Kurven, Kreisverkehren und Kreuzungen. Dafür nutzt der Abstandstempomat unter anderem Kartendaten des Navigationssystems. Der aktive Lenkassistent hilft beim Spurwechsel, der Parkassistent kurbelt das Auto in Parklücken hinein und im Stau auf der Autobahn fährt der CLA selbstständig wieder an.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/mercedes-cla-shooting-brake-2019-x-118/

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