Mercedes ESF (2019) — Sicherheits-Studie zeigt das Anti-Unfall-Auto

Mitte 2019 präsentiert Mercedes ein neues Sicherheitsfahrzeug auf Basis der Mercedes S-Klasse. Das ultimative Ziel des Unternehmens sei, so Ola Källenius, Noch-Entwicklungsvorstand und designierte Mercedes-Boss, „null Unfälle im Straßenverkehr“.

Im Rahmen der CES 2019 sagte der gebürtige Schwede australischen Medien, dass Autos von lernender KI (Künstliche Intelligenz) und dank Cloud Computing gesteuert, praktisch alle Eventualitäten voraussehen könnten und niemand mehr in Autos sterben muss. Das neue Concept-Fahrzeug werde ein echter Hingucker und viele der Sicherheitsfeatures seien reif für die Serie. „Ich bin seit Jahren auf diesem Gebiet tätig und ich bin absolut begeistert, wie einfallsreich und kreativ unsere Ingenieure sind. Einige Funktionen sind sehr praktisch und sehr nahe an der Serieneinführung.“

Studie zeigt ausgefeilte Fahrerassistenzsysteme

Bereits 2016 hatte Volvo angekündigt bis 2020 Fahrzeuge so zu bauen, dass keiner in ihren oder durch ihre Autos zu einem tödlichen Schaden kommen soll. In diese Sicherheitskerbe schlägt auch Källenius für Mercedes: „Sicherheit ist die DNA von Mercedes“, sagt der Forschungschef. So sind im neuen Sicherheits-Modell eine verbesserte Technik zum autonomen Fahren, neue Insassenschutzsysteme und ausgefeilte Fahrerassistenzsysteme für den Fahrer zu sehen. Schließlich seien praktisch alle Verkehrsunfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen. Aber, „eines Tages, da bin ich mir sicher, werden wir den individuellen Roboterfahrer haben“, so Källenius weiter.

Sicherheitsfahrzeuge haben bei Mercedes Tradition. 1974 zeigten die Stuttgarter mit dem ESF 24 eine S-Klasse (W116) unter anderem mit Kopfstützen und Dreipunktgurten. 2009 wurde mit dem ESF 2009 die präsentierte Sicherheitstechnik schon komplexer. So zeigte die Studie mit Pre Safe Structure aufblasbare Metallstrukturen und einen Braking Bag unter der Front, der das Abtauchen der Karosserie bei einer Notfallbremsung verhindert. Des Weiteren gab es Pre Safe Pulse, um den Oberkörper bei einem Seitencrash zu entlasten sowie eine Spotlight-Lichtfunktion, die den Gegenverkehr nicht blendet und bestimmte Objekte angestrahlt. Einige Systeme sind optimiert mittlerweile in fast jedem Mercedes zu finden. Wie bei der 2017er „Concept IAA“-Studie auf Basis der S-Klasse, die hauptsächlich eine optimierte Aerodynamik transportieren sollte, zeigt die neue Studie auch eine erweiterte „Car-to-X“-Kommunikation, um Unfälle zu vermeiden.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/mercedes-esf-2019-das-anti-unfall-auto/

Previous ArticleNext Article