Mercedes SL (2021) — AMG entwickelt den nächsten Mercedes-Roadster

Lange wurde bereits über eine Zusammenführung von Mercedes SL und AMG GT spekuliert, jetzt wird die Sache langsam klarer: Am Vorabend der New York Auto Show 2019 bestätigte AMG-Chef Tobias Moers offiziell, dass die nächste Mercedes SL aktuell komplett in Affalterbach entwickelt wird.

Nähere Angaben zu technischen Spezifikationen bleibt AMG noch schuldig. Mit dem Statement scheint allerdings verbrieft, dass sich SL und AMG GT künftig die technische Basis teilen.

SL und AMG GT auf gleicher Plattform

Dazu muss die aktuelle Modulare Sportwagen-Architektur („MSA“) mit großem Aluminium-Anteil modifiziert werden. Klar ist: Es geht nach wie vor um maximale Flexibilität und Leichtbau. Und zwar sowohl in Sachen Antrieb, als auch beim Thema Karosserieformen. Um zu verhindern, dass sich AMG GT und SL künftig wieder gegenseitig in die Parade fahren, sollen sich beide auf der gleichen Plattform unterschiedlich entwickeln: Der SL in Richtung sportlicher 2+2-Sitzer mit Stoffdach, der AMG GT noch mehr in Richtung kompromissloser Sportler.

Beim Thema Antrieb wird’s knifflig. AMG steht für Fahrmaschinen mit klassischem Zuschnitt, die ersten Hybrid-Ausflüge kommen erst Ende 2019. Klar ist aber auch, dass AMG auf Sicht nicht um das Thema Elektrifizierung herum kommt. Das weiß auch AMG-Chef Moers, der dazu lediglich zu Protokoll gibt, dass auch an einem vollelektrischen AMG „irgendwann kein Weg vorbei führe“.

SL ohne V12?

Wir können deshalb davon ausgehen, dass die von AMG entwickelte und für die neue Generation modifizierte MSA-Plattform vom klassischen Verbrenner bis hin zum kompletten Elektroantrieb die maximale Flexibilität bieten wird. Als AMG-SL dürfte der Roadster dann in zwei Ausführungen des 4,0-Liter-Biturbo-V8 an den Start gehen. Den V12-Motor beim AMG wird es indes nicht mehr geben. Die Basismotorisierung wird sicher ein Dreiliter-Biturbo-Reihensechszylinderjenseits der 430 PS bilden.

Das Grund-Layout der Plattform mit dem hinten verbauten Getriebe und dem Frontmotor inklusive Karbon-Kardanwelle lässt sich ohne Probleme eklektrifizieren. Los geht es ziemlich sicher mit einer 48 Volt-Elektroarchitektur und Hybridantrieben, sowohl für SL also auch für AMG GT und sämtliche Derivate. Kommt also auch ein Elektro-SL? Schau mehr mal.

Fix dürfte sein, dass der neue SL deutlich leichter ausfallen wird, je nach Antriebsart kommt der Roadster mit seinem Stoffdach dann auf unter 1,7 Tonnen, der R231 wiegt zwischen 1.730 und 1.845 Kilogramm.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/mercedes-sl-2021-amg-entwickelt-den-naechsten-mercedes-roadster/

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