Mercedes Sprinter (2018) Weltpremiere — Der neue Sprinter wird zum Superhirn

Mercedes bringt beim neuen Sprinter Assistenzsysteme und Vernetzung auf Pkw-Niveau. Direkt von der Weltpremiere liefern wir alle Infos, Daten und Bilder der neuen Transportergeneration.

Vor 22 Jahren gab der Mercedes Sprinter den Startschuss für eine grundlegende Umgestaltung bei den leichten Nutzfahrzeugen. Aus den ehemals behäbigen und supersimpel aufgebauten Modellen wurden nach und nach aerodynamische, flotte und immer komfortablere Geräte.

Ähnlich wie damals, als Mercedes mit dem Sprinter (und vor allem den kräftigen CDI-Motoren) den Transportermarkt revolutionierte, soll nun die dritte Generation erneut Maßstäbe setzen. Bei der Weltpremiere des neuen Mercedes Sprinter geht es in erster Linie um die voll vernetzte neue Datenwelt. Die Nutzfahrzeugsparte Mercedes-Vans möchte sich vom Fahrzeughersteller zum Diensteanbieter wandeln und den Kunden komplette Mobilitätslösungen verkaufen.

Optisch bleibt sich der Sprinter erstaunlich treu. Während im Wettbewerb, siehe zum Beispiel Fiat Ducato, durchaus keckes Design gewagt wird, bleibt der Mercedes Sprinter schwäbisch-konservativ. Mit den nun wieder schmaleren Frontleuchten näher er sich sogar wieder der ersten Ur-Version an, zitiert aber auch mit dem vorgeschürzten Kühlergrill und der stark betonten Motorhaubenkante zu den Kotflügeln klar das Design der aktuellen V-Klasse

Mercedes Sprinter ab 2019 auch elektrisch

Die noch aktuelle Sprinter-Baureihe W 906 debütierte 2006 und bekam 2013 eine umfangreiche Modellpflege. Die neue dritte Generation kommt nun vom Start weg in zahlreichen Varianten. Bis zu 1.700 verschiedene Konfigurationen hinsichtlich Aufbauformen, Größen und Motoren hat Mercedes für das neue Modell errechnet. Sie reichen vom Fahrgestell mit Zweisitzerkabine bis hin zum 20sitzigen Bus mit langem Radstand und Hochdach. Speziell für die bestuhlten Kastenwagen hat Mercedes mit dem „Easy-Mounting“-System eine Technik entwickelt, die es auch Einzelpersonen erlauben soll, Sitze bei Bedarf aus- und wieder einzubauen.

Bevor 2019 mit dem komplett elektrifizierten E-Sprinter nach dem Vorbild des eVito der zweite Stromer im Programm folgt, machen zuvor die konventionellen Modelle auf sich aufmerksam. Neu ist die zusätzliche Variante eines Frontrieblers zu den bekannten Heckantrieb- und Allradmodellen. Der Frontantrieb ermöglicht immerhin 50 Kilo mehr Nutzlast sowie eine um acht Zentimeter niedrigere Ladekante. Die schweren Fünftonner-Modelle können künftig auch mit Single-Bereifung an der Hinterachse geordert werden.

Sechs Varianten, fünf Motoren

Der neue Sprinter wird in sechs verschiedenen Karosserievarianten angeboten. Dazu gehören der Kastenwagen, der Tourer, der Pritschenwagen und Fahrgestelle mit Einzel- oder Doppelkabine sowie in einigen Regionen der Sprinter Bus und der „Triebkopf“, ein Fahrgestell mit vormöbliertem Fahrerplatz speziell für Reisemobilhersteller.

Getriebeseitig kommt bei den Frontantriebsvarianten (3,0-4,1 to.) wahlweise ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine neunstufige Wandlerautomatik zum Einsatz. In den schwereren Heckantriebs- und Allradversionen (3,0 bis 5,5 to.) ist die 7G-Tronic-Automatik optional. Motorisiert wird der Sprinter als Standard vom 2,1-Liter-Diesel in drei Leistungsstufen von 114 bis 163 PS, den Frontantriebssprinter gibt es außerdem exklusiv für Reisemobile auch noch mit 177 PS. Topmotorisierung bleibt – einzigartig in diesem Segment – der Dreiliter-V6-Diesel mit 190 PS. Die Motoren verfügen über SCR-Kats und Harnstoffeinspritzung.

Cockpit mit großen Display

Entsprechend wurde auch das Cockpit komplett neu gestaltet. Zentrales Element ist nun ein großer Bildschirm, der sich die Fläche mit zwei Lüftungsdüsen teilt. Über diesen Screen wird der Sprinter mit dem Internet und modernsten Telematiklösungen vernetzt. Ein einfacheres Flotten-Controlling und die optimierte Kommunikation zwischen Flottenmanager und Fahrer gehören zu den Innovationen, die den Arbeitsalltag leichter und effizienter machen. Natürlich verbirgt sich hier auch das moderne Infotainmentsystem.

Das neue Dreispeichenlenkrad mit Pkw-Anmutung trägt zahlreiche Bedienelemente. Zwischen den Rundinstrumenten im Kombiinstrument sitzt eine weitere große Digitalanzeige. Die elektrische Sitzverstellung wird aus den Pkw-Modellen übernommen. Beim Handschalter sitzt der Schalthabel auf der Armaturentafel.

Digitalisierung im Sprinter

Mit der neuen Digitalstrategie setzt Mercedes beim Sprinter auf zwei Aspekte. Zum Einen soll die komplette Vernetzung besonders Flottenbetreibern eine viel effektivere Möglichkeit bei Disposition und Wartung bieten, da alle Fahrzeug- und Positionsdaten in Echtzeit abgerufen und verwaltet werden können. Mercedes bietet dazu das Pro Connect getaufte System mit acht Paketen mit zentralen flotten-, fahrzeug-, fahrer- und standortbasierten Diensten eingeführt. Dazu zählen beispielsweise Fahrzeugstatus, Fahrzeuglogistik, Wartungs- und Reparaturmanagement oder ein digitales Fahrtenbuch. Genutzt werden die neuen Dienste unter anderem mit dem völlig neuen MBUX Multimediasystem über ein bis zu 10,25-Zoll großes HD-Display, eine Touchscreen-Steuerung und Sprachbedienung. Das MBUX-System hatte Mercedes jüngst erst in der neuen A-Klasse vorgestellt.

Dazu passend wird bei den Assistenzsystemen nachgerüstet. So gibt es im Sprinter künftig einen aktiven Abstands-Assistenten (Distronic) für den Tempomat, Premiere in diesem Segment, dazu einen Brems- sowie einen Spurhalte-Assistent. Die Distronic kann bis zum Stillstand automatisch auf Abstand zum Vordermann bleiben. Der bereits vom Vorgänger bekannte Seitenwind-Assistent ist serienmäßig an Bord. Für entschärfte Parkmanöver kann man den Sprinter in Stufen aufrüsten. Neben der Standard-Rückfahrkamera mit Parksensoren gibt es ein erweitertes Paket mit Rundumblick und Vogelperspektiven-Darstellung. Auch sicherheitsrelevant: Ab sofort lässt sich der Sprinter mit Voll-LED-Scheinwerfern bestellen.

Verkaufsstart, Preis

Die Bestellbarkeit des neuen Mercedes Sprinter startet ab sofort. Die europaweite Auslieferung ist für den Juni terminiert. Der Preis beginnt bei 19.900 Euro zuzüglich Umsatzsteuer für das frontgetriebene Basismodell mit 114-PS-Diesel.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mercedes-sprinter-2018-infos-und-bilder-zum-transporter-653544.html

Previous ArticleNext Article

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen