Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid – Interview

Familie Oldendorf wohnt  in einem „Nullenergiehaus“ in Wilhelmsburg. Das Ziel des Nullenergiehauses ist die Produktion des gesamten eigenen Energiebedarfs ohne dabei auf vergängliche Ressourcen zurückgreifen zu müssen. Im Rahmen eines Modell-Projektes hat VELUX zusammen mit der Familie Oldendorf ein Haus aus dem Jahr 1950 renoviert und zum „LichtAktivHaus“ modernisiert. Ein tolles Projekt, um CO2-Neutralität im Wohnungs-Alltag zu demonstrieren. Doch Familie Oldendorf spart nicht nur beim Thema Heizung, Strom und Warmwasser im eigenen Haus ordentlich CO2 ein, auch beim Auto wird gespart.

Dank der eigenen Strom-Tankstelle auf dem Dach produziert Familie Oldendorf mehr Strom, als sie im eigenen Haus verbrauchen. Was lag da näher, als einen Plug-In Hybriden zur Familienkutsche zu küren? Familie Oldendorf fährt nun einen Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid und hat mir ein paar Fragen beantwortet.

Interview mit den „Energiespar-Experten“ zum Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid

mab: Seit wann fahren Sie den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid nun ?

Fam. Oldendorf: Seit gut zwei Monaten und wir sind damit bisher fast 10.000 km gefahren.

mab: Wie nutzen Sie den PHEV im Alltag? Welche Strecken fahren Sie damit?

Fam. Oldendorf: Wir nutzen das Auto zur täglichen Fahrt zur Arbeit und für alle anfallenden Fahrten. Im Schnitt fahren wir ca. 60 km pro Tag mit dem Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid. Diese Strecken versuchen wir komplett über den Stromantrieb zu erledigen. Hierfür „tanken“ wir nachts unseren Solarstrom am Carport und am Tag in der Nähe unserer Arbeitsstelle an einer öffentlichen Ladestation.

mab: Was macht für Sie den Reiz eines Plug-In Hybrid aus?

Fam. Oldendorf: Im Gegensatz zum reinen Stromauto –  wir haben schon Erfahrungen mit einem iOn (Peugeot) gesammelt – ist es gut zu wissen, dass man nicht immer seine längeren Fahrten nach öffentlichen Ladestationen planen muss, sondern einfach drauf los fahren kann. Trotzdem hat man die Vorteile eines Stromautos, da wir mit dem Mitsubishi alle Stadtfahrten im Flüsterton absolvieren können.

mab: Welche Vorteile sehen Sie in der besonderen Technik des Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid?

Fam. Oldendorf: Der Plug-In Outlander kann als „Not-Strom-Aggregat“ genutzt werden und dient damit auch als Puffer-Batterie für Not-Zeiten oder um Strom zu bunkern. Das  haben wir leider bisher nicht testen können, aber hier liegt sicherlich noch ein großer Vorteil für die Zukunft (Stichwort smartgrid ect.). Ansonsten ist es toll, ein großes Auto zu fahren, welches dennoch sehr umweltfreundlich ist und auch dadurch einen positiven Eindruck bei den Mitmenschen im Alltag hinterlässt.

ab: Wie viel Sprit verbrauchen Sie im realen Betrieb und was denken Sie, würden Sie mit einem normalen Familien-Auto verbrauchen?

Fam. Oldendorf: Die gleiche Pendlerstrecke haben wir auch schon jahrelang mit unserm normalen Benziner zurückgelegt. Im Schnitt haben wir nun mit dem Stromer 70 Prozent weniger Kosten. Da wir zudem unseren eigenen Strom erwirtschaften und eine Jahresflatrate-Karte für die öffentlichen Ladesäulen haben (Kosten im Jahr: 150 Euro) werden dadurch die Kosten noch sehr viel geringer. Der Mitsubishi verbraucht zur Zeit (jetzt im Winter!) etwa 20 kW/h auf 100 gefahrene Kilometer.

mab: Welche Vorbehalte machen Sie bei Mitmenschen zum Thema Plug-In Hybrid aus und was denken Sie, müsste passieren, damit das Thema Plug-In Hybrid auch bei uns in Deutschland so richtig durchstartet?

Familie Oldendorf: Ganz klar: Keine! Jeder, der bisher mitgefahren ist, war begeistert und absolut positiv gestimmt. Einzig die noch hohen Anschaffungskosten werden als Hindernis gesehen.  

Die Hersteller müssten die Modell-Paletten ausweiten, das Lade-Netz müsste wesentlich besser ausgebaut werden und zudem müssten die vielen Unterschiede in den Lade-Adaptern gelöst werden. 

Der Outlander Plug-In Hybrid hat zum „schnellen Laden“ eine ChaDEMo-Buchse. Auf einer Urlaubsfahrt nach Bayern haben wir unterwegs Ladesäulen angesteuert, aber die Schnell-Ladung per ChaDeMo ist leider nicht weit verbreitet. Und an der normalen Ladebuchse hing dann oftmals schon ein anderes Elektroauto. 

Bei unseren täglichen Touren und im Pendler- Alltag nutzen wir allerdings auch die öffentliche Lade-Infrastruktur. 

Zum Schluss; Was vermissen Sie am Outlander PHEV?

Fam. Oldendorf: Eine effizientere oder größere Batterie wäre toll, dann wären längere Fahrten per Strom möglich. Wird der Benziner des Outlander Plug-In Hybrid ordentlich gefordert, dann steigt der Benzinverbrauch stark an. Daher wäre es einfach schön, wenn man länger mit dem eigenen Strom unterwegs sein könnte. 

 

autohub.de dankt für das Gespräch und wünscht eine stets saubere und unfallfreie Fahrt! 

 

 

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

2 Comments

  1. Wir planen auch unser Traumhaus mit Solaranlage und Wärmepumpe. Auch haben wir uns über einen Plug-Hybrid Gedanken gemacht. Da wir in der Nähe von Berlin wohnen, ist ja so ein hybrid ein tolles Stadtauto. Die eigene Tankstelle am Haus zu haben ist ja dann schon richtiger Luxus. Und das man den Strom durch die Solaranlage selbst herstellt finde ich sehr Umweltfreundlich. Allgemein eine sehr gute Idee, welche auf jeden Fall umgesetzt werden muss. Danke für den Beitrag!

  2. Mitsubishi ist der weltweit einzige Hersteller von Elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, bei dem ich die Stromtankstelle in Form einer ausreichend dimensionierten PV Anlage erwerben kann. Wenn ich gleichzeitig die Wärmepumpe von Mitsubishi zum Einsatz bringe,bin ich völlig energieautark, was das Wohnen und die umweltfreundliche Mobilität anbelangt. Und das Eigenheim wandelt sich über Nacht in ein klima-plus-Gebäude, deren Bewohner mehr Energie erzeugen als sie selbst verbrauchen können.
    Ein Alleinstellungsmerkmal, das es Mitsubishi ermöglichen sollte, den Markt für Elektrofahrzeuge zu beleben und sich als global einziger Konzern zu positionieren, der Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Paket liefert.

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