Play it safe! Die Continental-Vision erklärt

Keine Verkehrstoten, keine Verletzten, keine Unfälle. Erst, wenn es keine Unfälle mehr gibt, ist das Ziel erreicht. Das Unternehmen Continental verfolgt schon seit vielen Jahren die langfristige Strategie „Vision Zero“ und trägt mit der permanenten Verbesserung seiner Systeme maßgeblich zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr bei. Seit der verpflichtenden Einführung von Anschnallgurt, ESC, Reifendruckkontrollsystemen und ABS für Nutzfahrzeuge ist die Zahl der Verkehrstoten deutlich zurückgegangen. Dennoch ist sie mit weltweit mehr als 1,2 Millionen Menschen jährlich immer noch erschreckend hoch. Das wollen wir mit vereinten Kräften ändern, betont Frank Jourdan, Mitglied im Vorstand der Continental AG und Leiter der Division Chassis & Safety.

Es ist wie immer. Schon wieder wird die Zeit bis zum verabredeten Termin knapp. Wohin jetzt bloß jetzt mit dem dicken SUV, der ohnehin in kaum eine Parklücke passt. Ein freundlicher Lakai in Uniform, der einem mal eben den Schlüssel und alles Weitere abnimmt, das wäre so schön. Bleibt aber Illusion. Doch das Technologieunternehmen Continental hat eine andere Lösung: Soll sich das Auto doch selbst einen Parkplatz suchen. Den Befehl dazu bekommt es über das Smartphone seines Fahrers, der es in einer Übergabezone vor dem Parkhaus verlässt. Völlig auf sich allein gestellt, durchfährt das Auto die Schranke, wo der Zugang für die Abrechnung der Parkdauer erfasst wird. Mit Hilfe der Informationen zum Standort des freien Parkplatzes im Erdgeschoss über die Cloud steuert es dann zielgerichtet mit Hilfe von Sensoren und Kameras zum Ziel. Noch ist das Überwinden von Auf – und Abwärtsrampen in andere Parkebenen Zukunftsmusik, dafür werden querende Fußgänger oder andere Fahrzeuge selbstverständlich registriert und es wird entsprechend abgebremst. Außerdem parkt das Auto auf engem Raum autonom wesentlich exakter ein, als der Fahrer es je könnte und der Ärger über angestoßene Türen entfällt auch.

Braucht man es schnell wieder, das Auto, ist das kein Problem. Ein Knopfdruck auf dem Mobiltelefon und das Auto fährt selbständig wieder zur Übergabezone vor. Das ganze Prozedere funktioniert übrigens nicht nur bei trockenem, für die Kameras idealem kontrastreichem Umfeld, sondern auch bei Regen oder Schneefall.

Nasse und glatte Straßenverhältnisse sind immer wieder Ursache für Unfälle. Selbst routinierte Autofahrer verschätzen sich bei der Vorhersage, wie gut die Reifen auf der Fahrbahn haften. Continental hat auch für dieses Problem mit dem Road Condition Observer eine Lösung. Im Fahrzeug ohnehin vorhandene Sensoren und Kamerasysteme erkennen den jeweiligen Straßenzustand und ermöglichen die Erstellung eines Algorithmus für die vier unterschiedlichen Straßenzustände trocken, nass, verschneit und vereist. Durch Auswertung der Kamerabilder, einen Abgleich mit den Fahrdynamikdaten des ESC, das Erfassen von Temperatur und Wischeraktivität und dem Reifenverhalten wird eine Reibwertklasse ermittelt. So kann die Funktion von Fahrerassistenzsystemen an die tatsächlichen Straßenverhältnisse anpasst werden. Eine automatische Notbremsung beispielsweise muss bei regennasser Straße deutlich früher als bei einer trockenen Straße auslösen, um eine drohende Kollision zu verhindern.

Voraussetzung für eine optimale Bremsleistung ist eine schnelle und präzise Anpassung der Bremsdruckregelung an wechselnde Fahrbahnbedingungen. Diesen Anforderungen wird Continental mit der dritten ABS-Generation (ABS3) gerecht. Die neue Generation passt die Bremsdruckregelung noch schneller und präziser an wechselnde Fahrbahnbedingungen an. So bleibt das Fahrzeug bei starken Bremsmanövern besser manövrierfähig, und auch unter widrigen Einflüssen wird die optimale erreichbare Bremsleistung erzielt. Bei Bremsung auf Oberflächen mit unterschiedlichen Reibwerten wie beispielsweise auf dem rechten Fahrbahnrand Laub, Schnee oder Schotter und in der Mitte griffiger Belag, muss das ABS die Bremskraft auf den linken und rechten Rädern komplett unterschiedlich einregeln, um die maximale Verzögerung unter Berücksichtigung der Fahrzeugstabilität zu ermöglichen. Um bei wechselnden Bedingungen immer die optimale Bremsleistung und Manövrierfähigkeit zu erzielen, rechnet das ABS3 Veränderungen schneller und robuster in die Reglung der Raddynamik ein. Deshalb behält der Fahrer im entscheidenden Moment eine bessere Kontrolle über sein Fahrzeug und hat ein höheres Sicherheitsgefühl.

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