Porsche 365 B Enory Custom — John Oates‘ Porsche-Umbau

Emory Motorsports hat für John Oates einen Porsche 356 B restauriert und umgebaut: Jetzt hat das 356 B Cabrio von 1960 eine neue Front, einen Motor mit 203 PS und ein Gewicht von 839 kg. Alle Details.

John Oates und Porsche haben etwas gemeinsam: Beide wurden dieses Jahr 70. Da der Sänger des Duos Dary Hall & John Oates („Maneater“) außerdem Porsche sammelt und nun ein in seinem Auftrag restaurierter 356-Umbau fertig wurde, hat der Rockstar sein eigenes Geschenk zur Feier mitgebracht: Das von Emory Motorsports umgebaute, ehemalige 356 B Cabrio, wurde während der 70-Jahr-Feier im Porsche Experience Center in Atlanta präsentiert.

Wie lange der Umbau des ehemals beschädigten 356 gedauert hat, ist nicht bekannt. Der Umbau war jedoch tiefgreifend und ging über das bei Restaurierungen übliche Maß sicherlich hinaus: Die Front verläuft nun flacher, Windschutzscheibe und Hardtop wurden windschnittiger gestaltet, der Motor flog raus und das Interieur bekam einen neues Aussehen.

Der Motor: 2,4 Liter, 203 PS

Hinein kam ein Eigenbau, der von einem 964-Sechszylinder abgeleitet ist: Der 3,6-Liter-911-Motor spendete zum Beispiel Doppelzündung und Trockensumpfschmierung. Entwickelt hat Emory die „Outlaw 4“ genannte Maschine mit Rothsport. Die Zündung ist computergesteuert. Nockenwellen und Kurbelwellen sind Eigenbauten, einige Teile hingegen Porsche-Originale. Die Leistung des 2,4-Liter-Motors gibt Emory mit 200 US-PS an, umgerechnet nach Europa sind das 203 PS. Auf dem Emory-Schaltknauf sind zwar vier Gänge verzeichnet. Doch das täuscht, denn vor dem Motor sitzt ein Fünfgang-Getriebe aus einem frühen Porsche 911.

Die treffen auf ein Leergewicht von 839 Kilogramm. Das Fahrwerk ist mit Stabilisatoren aufgerüstet und straffer abgestimmt, hinter allen vier eigens angefertigten 16-Zoll-Aluminium-Rädern drehen sich Scheibenbremsen. Auf die schwarz pulverbeschichteten Räder sind Pirelli P Zero der Größe 205/55 ZR 16 aufgezogen. Stabilisatoren an beiden Achsen sollen die Seitenneigung verringern.

Das Interieur: nicht original, aber klassisch

Im Interieur hat Emory klassische Porsche-Uhren mit grünen Ziffern eingesetzt. Cognacfarbenes Leder, auf den Sitzen im Basketballstil, grauer Teppich mit grobem Muster und klassische Gummiteppiche: Das Interieur wirkt klassisch und edel. Es ist definitiv nicht original, passt aber in den Stil der Sechziger, aus denen das ehemals beschädigte Basisauto stammt. Der schwarze Überrollbügel hinter den Sitzen ist herausnehmbar. Alternativ zum Hardtop kann Oates ein Stoffverdeck montieren.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/porsche-356-emory-oates/

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