Produktionsende des Ford Focus RS — Kompaktsportwagen wird im April eingestellt

Ford beendet die Produktion des Focus RS am 6. April 2018. Grund ist die Einführung des neuen Basismodells. Um den Supersportwagen Ford GT entzündet sich ein erster Streit – mit einem prominenten Showkünstler aus den USA.

Am 14. Januar 2016 produzierte Ford den ersten Focus RS, die sportlichste Modellvariante des Kompaktwagens, im saarländischen Werk Saarlouis. Ford hatte zuvor 16,5 Millionen Euro in die Hand genommen, um die Produktionslinie anzupassen, so dass der 350 PS starke Kompaktsportwagen vom selben Band laufen kann wie die anderen Focus-Baureihen und wie der Van Ford C-Max.

Am 6. April 2018 wird die Produktion des Focus RS enden. Nach etwas mehr als 27 Monaten oder genau 813 Tagen. Der Grund hierfür ist laut Ford nicht, dass der Kompaktsportwagen Probleme mit dem WLTP-Fahrzyklus bekomme. Wie sie zum Beispiel BMW mit dem M3 hat. Ford stellt den RS ein, weil noch in diesem Jahr die vierte Generation des Focus gelauncht wird. Der neue Kompaktwagen soll im dritten Quartal 2018 auf den Markt kommen. Daher wird dem aktuellen Focus RS das Basisfahrzeug entzogen, heißt es von Ford. Mit anderen Worten: Wer sich den RS als Neuwagen noch zulegen will, der in 4,7 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt, sollte besser schnell zuschlagen. Andernfalls wird es eng. Einen Nachfolger dürfte es vermutlich nicht vor 2020 geben.

Ford Focus RS Heritage Edition mit 375 PS

Auf dem britischen Markt verabschiedet Ford den RS mit einer Heritage Edition. Sie ist limitiert auf 50 Fahrzeuge. Alle tragen die Farbe „Tief Orange“, schwarze Aluminium-Schmiederäder, schwarze Außenspiegel, einen schwarzen Dachspoiler und graugefärbte Bremssättel. Die Piloten setzen sich auf teilweise mit Leder bezogene Sportsitze von Recaro. Dazu gibt es weitere Ausstattungen wie ein Schiebedach oder Parksensoren hinten. Der Preis: 39.895 britische Pfund.

Was wäre eine letzte Edition ohne zugehörige Leistungssteigerung? Die liefert Mountune mit einem Power-Kit, das den Focus RS 375 PS und 510 Newtonmeter (statt 470) leisten lässt. Das mechanische Vorderachssperrdifferential liefert Quaife.

Ford verklagt GT-Verkäufer

Während der RS ausläuft, beglückt Ford die ersten europäischen Kunden seit Februar mit dem GT. Weltweit hatten sich über 6.500 Personen für den Kauf des Supersportwagens beworben. In den USA entzündet sich derweil der erste Rechtsstreit. Wrestler und Schauspieler John Cena hat laut „Motor Authority“ seinen erworbenen GT nach nur einem Monat wieder verkauft, und damit laut Ford gegen die Kaufregeln verstoßen. Cena hatte den GT im Oktober 2017 erhalten. Im November reichte Ford im U.S. District Court in Ost-Michigan Klage gegen den direkten Weiterverkauf ein. Mit Verweis auf Klauseln im Bewerbungsprozess und im Vertrag der Bestellbestätigung.

Jedoch, so Cena und seine Anwälte, fehlte eine entsprechende Klausel im Kaufvertrag, den der Wrestler mit einem Händler in Florida abschloss. Wie der Zwist endet, entscheiden nun die Gerichte. Hintergrund: Ford will mit allen Mitteln verhindern, dass der GT zum reinen Spekulationsobjekt wird, den man zwar teuer einkauft (450.000 US-Dollar), aufgrund der begrenzten Stückzahl von 500 Exemplaren in den ersten zwei Jahren aber gewinnbringend weiterverkaufen kann.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/produktionsende-ford-focus-rs-8169315.html

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