Retro Classics Stuttgart 2019 — Tops & Flops der Redakteure

Die Retro Classics hielt auch 2019 Schönes und Schreckliches bereit. Unter den persönlichen Tops & Flops unserer Redakteure sind Mercedes-Sechzehnventiler, ein Fiesta und ein Fissore Magnum.

Zwei Dinge fielen bei der Retro Classics 2019 auf: Die Messehallen waren so voll, dass ein Tag nicht ausreichte, alles zu sehen. Zweitens: Die Käufer waren zurückhaltend und die Preise nicht so übertrieben wie es manchmal in den Jahren davor der Fall war. Es gab einige durchaus kaufenswerte Autos, die weniger als 10.000 Euro kosten sollten.

Ford Fiesta statt SL und 911

Wer Abwechslung zu Mercedes SL und Porsche 911 suchte, die in diversen Farben, Varianten und Zuständen überall auf der Messe zu finden waren, fand dies in der Italiener- oder US-Cars-Halle – um dann doch wieder einen Mercedes zum Beispiel bei einem italienischen Händler stehen zu sehen. Umso schöner, dass in Halle 6 auch ein Ford Fiesta von 1989 angeboten wurde, der zwar auf den ersten Blick etwas zu modern wirkte, auf den zweiten aber ein liebenswertes Auto ist, das in den letzten Jahren doch aus dem Alltag verschwand. Für Kollege Alf Cremers war die Retro Classics „eine ständige Versuchung und zwar in vier Dimensionen: “klassische Armbanduhren, Prospekte, Modellautos und natürlich jede Menge Klassiker und Youngtimer im Maßstab 1:1. Da ist gut zu wissen, dass im Bereich der Eingänge West und Ost Geldautomaten stehen, um Liquidität herzustellen oder eine glaubwürdige Anzahlung zu leisten.„ Seine Auswahl ist zu zwei Dritteln bürgerlich und zu einem Drittel exotisch: Cremers hätte einen Mercedes Schweizer 200 W123 aus und einen eisblauen VW Käfer mitgenommen, aber auch eine Lancia Fulvia Limousine. Für Kai Klauder hätte es ein Maserati Biturbo sein dürfen und für Hans-Jörg Götzl ein De Dion Bouton. Andreas Of hätte sich für einen rauchsilbernen 190E 16V entschieden.

Rayton Fissore und De Dion Bouton

Kenner und Liebhaber des Exotischen bedienten ein Fissore Rayton Magnum, der auf dem Freigelände stand, oder ein G.S.M. Dart aus Südafrika. Clubs wie der vdh hatten liebevoll aufwendige Stände gestaltet und zwischendrin fand sich auch Exotisches wie eine Bugatti-Replika auf Käfer-Basis oder ein De Dion Bouton Triciclo – sozusagen ein 121 Jahre alter Uropa der heutigen E-Bikes.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/retro-classics-2019-stuttgart-tops-flops/

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