Schwaches Renndebüt für Toyota in LeMans

Toyota ist nicht wirklich ein Underdog im Motorsport. Auch wenn die Formel 1 Geschichte mit wenig Erfolg beendet wurde, wenn Toyota etwas anfängt – dann eigentlich mit dem klaren Ziel, mehr als Achtungserfolge zu erreichen.  Mit Spannung habe ich die Rückkehr von Toyota nach LeMans beobachtet.

Schwacher LeMans Auftritt von Toyota

Toyota ist mit 2 neu entwickelten Hybrid-Sportwagen nach LeMans gekommen und bedenkt man den Entwicklungsvorsprung im Hybrid-Serienfahrzeugbau, so müsste man meinen – der Sieger des 24 Stunden Rennen in LeMans wäre von Anfang klar gewesen. Aber weit gefehlt. Bereits im Training zeigte sich eine deutliche Unterlegenheit der Toyota-Hybrid-Renner gegenüber dem LeMans Dauersieger Audi.

Auch Audi hatte 2 Hybrid-Rennwagen an den Start gebracht und zusätzlich 2 klassische R18 Ultra.  Während Audi – man mag sagen: „Wie immer..“ das 24 Stunden Rennen von LeMans gewann, verabschiedeten sich beide Toyota-Renner frühzeitig aus dem Rennen.

2 kluge Rennfahrerweisheiten: „To finish first, you have to finish first“ und für 24-Stunden Rennen besonders wichtig:  „Stay out of Trouble“! 

Stay out of Trouble

In der 5.ten Rennstunde flog der Hybrid-Toyota TS030 mit der Startnummer 8, nach einem Überrundungsvorgang effektvoll in die Reifenstabel. Der Pilot Anthony Davidson brach sich hierbei 2 Rückenwirbel. Die Schuld für den Unfall sehen alle Beteiligten, außer dem Fahrer des überrundeten Fahrzeug aus der kleinen GTE-Klasse, beim Ferrari aus der GTE-Klasse.  Toyotas Team-Präsident Yoshiaki Kinoshita war zwar enttäuscht vom Gesamtergebnis, betonte jedoch mehrmals: Am wichtigsten ist eine schnelle Genesung von Anthony Davidson.

To finish first, you have to finish first

Auch der zweite LeMans-Hybrid von Toyota kam nicht ins Ziel. Motorprobleme führten zu einem Motorschaden. Jedoch leider erst nachdem man den Deltawing von Nissan von der Rennstrecke gekickt hatte.

Schwacher LeMans Auftritt für Toyota

In Summe kann man nur zusammenfassen:  Schwacher Auftritt für den Hybrid-Serienfahrzeug Profi in LeMans. Das 24-Stunden Rennen wurde einmal mehr von den Audi-Jungs gewonnen. Deren Siegerfahrzeug, der Audi R18 Hybrid durfte hierbei in der Hybrid-Technik auf ein System vertrauen, das sich  Audi aus dem Porsche  911er Hybrid ausgeliehen hatte. Vorsprung durch Technik? Der Slogan kann auch in diesem Jahr von Audi mit eindrucksvollen Siegerfotos aus der kleinen Rennstadt in Frankreich bebildert werden.

Nissans Deltawing flog unverschuldet aus dem Rennen und so bleibt nur Toyota – deren Leistung in LeMans nicht überzeugend war.

Beim 6-Stunden in Silverstone wird Toyota wieder am Start sein – ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

4 Comments

  1. Yep, das Debut von Toyotas TS030 Hybrid ist eher bitter ausgefallen. Erst technische Probleme und dann der Horrorunfall des zweiten Wagens. Trotzdem denke ich, dass Toyota wichtige Erfahrungen während des Rennens sammeln konnte. Toyota hat in Le Mans definitiv Potenzial gezeigt und die Erfahrungen werden dem Team mit Sicherheit helfen um beim World Endurance Championship zu punkten. Ich bin nach wie vor der Meinung geiles Auto: http://www.youtube.com/watch?v=vzDJrZNSwNs Punkt!