Seat entwickelt kleine MEB-Plattform — Mini-E-Autos für unter 20.000 Euro kommen

Seat entwickelt erstmals in der Geschichte der VW-Marke eine Fahrzeugplattform. Dabei übernehmen die Spanier mit 300 Ingenieuren die Verantwortung für eine kleinere Version der Modularen Elektroplattform des Konzerns (MEB).

Die neue Plattform ermöglicht es, Elektroautos mit rund vier Metern Länge für alle Marken zu einem Einstiegspreis von unter 20.000 Euro anzubieten. Bereits im Februar hatte VW-Produktstratege Michael Jost angekündigt, dass 2023, spätestens 2024, ein E-Modell unter 20.000 Euro auf den Markt kommen wird. Diese Modelle sind dann je nach Marke die Nachfolger des VW E-Up, des Seat Mii und des Skoda Citigo. Um im Zeitgeist zu bleiben, könnten diese Modell dann als Crossover-Autos zu den Kunden rollen, auch wenn sie als Stadt-Auto konzipiert sind.

MEB ist zu teuer für kleine Autos

Der kleine MEB-Baukasten ist nötig, da die ursprüngliche Plattform nicht unterhalb des kompakten ID. Neo aka ID. 3 skalierbar ist. Der fixe Radstand lässt sich nicht kürzen, da hier Platz für die ebenfalls skalierbare Batterie vorgesehen ist – und die hat in der kleinsten Konfiguration 48 kWh. Für einen Kleinwagen wäre sie zu stark und zu teuer, um damit im Preissensiblen Segment bestehen zu können.

Seat spielt im VW-Konzern zudem noch mit dem Minimó-Konzeptfahrzeug und dem eXS-Kickscooter eine wichtige Rolle im Bereich der Mikromobilität. Zudem legen die Spanier bis 2021 sechs elektrische sowie PHEV-Modelle auf. Neben dem Seat Mii als E-Modell kommt die Serienversion der Studie el Born an den Start. Der neue Seat Leon und die nächste Generation des Tarraco werden als Plug-in-Hybrid angeboten – ebenso wie der Cupra Formentor und der Cupra Leon.

Seat macht Gewinn

2018 erzielte Seat die besten Ergebnisse in seiner Geschichte. Der Gewinn nach Steuern stieg auf 294 Millionen Euro an, das sind 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr (281). Darüber hinaus konnte der Betriebsgewinn eine Steigerung um 93,2 Prozent auf 223 Millionen Euro (2017: 116) verzeichnen. Der Umsatz betrug 9,991 Milliarden Euro und lag damit 4,6 Prozent über dem Ergebnis von 2017 (9,552).

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/seat-entwickelt-meb-plattform-fuer-kleine-e-autos-unter-20-000/

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