Sicher durch den Sommer: Drei Gründe für den Sommerreifen

Ein Autoreifen sollte immer optimal an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst sein. Ändert sich die Jahreszeit, ändern sich wetterbedingt auch die Gegebenheiten auf der Fahrbahn. Die StVO schreibt daher vor, dass ein Kraftfahrzeug bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte nur mit Reifen gefahren werden darf, deren Laufflächenprofil und Struktur so konzipiert sind, dass sie bei dieser Witterung bessere Fahreigenschaften gewährleisten als normale Reifen. Einen festgeschriebenen Zeitraum, wann Winterreifen anlegt werden müssen, gibt es zwar nicht, Experten raten jedoch, in der Zeit von Oktober bis Ostern auf Winterreifen zurückzugreifen. Wer gegen diese Auflage verstößt, muss ein Bußgeld zahlen. Anders verhält es sich im Sommer. Hier ist keine spezielle Bereifung vorgeschrieben. Es gibt jedoch drei gute Gründe, die Winterreifen ab Ostern gegen spezielle Sommerbereifung zu tauschen.

  • Grund eins: Wer wechselt, spart Sprit und schont die Umwelt
    Der Gesetzgeber verpflichtet niemanden dazu, die Winterreifen im Sommer abzulegen. Es wäre aber sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch gesehen höchst unsinnig, auf Sommerreifen zu verzichten. Winterreifen verfügen über eine sehr weiche Gummimischung, die im Winter den nötigen Grip gibt. Bei sommerlichen Temperaturen nutzt sich ein Winterreifen jedoch viel zu schnell ab, und durch den größeren Rollwiderstand erhöht sich der Spritverbrauch – nicht nur schlecht fürs Portemonnaie, sondern auch für die Umwelt.
  • Grund zwei: Besseres Fahrgefühl
    Im Gegensatz zu Winterreifen sind das Profil und die Gummimischung von Sommerreifen speziell an die Gegebenheiten des wärmeren Halbjahres angepasst. Spätestens wenn das Thermometer in den zweistelligen Plusbereich klettert, wirken sich Winterreifen negativ auf Fahrkomfort und Geräuschentwicklung aus. Optimierte Sommerreifen bieten bei hohen Temperaturen ein sehr viel angenehmeres Fahrgefühl. Die Profilblöcke eines Sommerreifens sind gröber und verfügen über zahlreiche Längsrillen, wodurch sie bei trockenen und regennassen Straßen ein optimales Handling bieten. Die besseren Fahreigenschaften zeigen sich vor allem bei höheren Geschwindigkeiten. Hier verleihen diese Pneus deutlich mehr Stabilität.
  • Grund drei: Mehr Sicherheit
    Sicherheit geht vor. Reifen, die an die jeweilige Jahreszeit angepasst sind, kommen eindeutig schneller zum Stehen. Sommerreifen bieten aufgrund der Materialeigenschaften nicht nur Fahrstabilität, sie verkürzen auch den Bremsweg auf trockenen und regennassen Straßen gegenüber Reifen, die für winterliche Straßenverhältnisse optimiert wurden. Wer auf Sommerreifen verzichtet, schafft eine unnötige Gefahrenquelle.

Es lässt sich also festhalten: Spätestens ab Ostern ist der Sommerreifen ein Must-have. Doch wer sich nach geeigneten Modellen umsieht, wird schnell feststellen: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Unter den zahlreichen Topmarken das richtige Produkt für den eigenen Wagen und die individuellen Fahrgewohnheiten ausfindig zu machen, kann sich bei der großen Auswahl durchaus schwierig gestalten. Eine Hilfestellung kann hier der jährliche Sommerreifen-Test des ADAC bieten, dessen Testsieger 2014 von Tirendo hier übersichtlich einander gegenübergestellt wurden. Getestet wurden sowohl Sommerreifen für die Dimension Kompaktfahrzeuge und ältere Pkw bis in die Mittelklasse (195/65 R15 V) als auch Pneus für die Dimension Kleine Pkw (175/65 R14 T).

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

2 Comments

  1. Hallo,

    diese Einstellung kann ich nur bedingt teilen. Selbstverständlich sollten im Winter entsprechende Reifen, mindest jedoch All-Wetterreifen, besser Winterreifen gefahren werden. Nun bin ich aber der Meinung das dass im Sommer nur bedingt zutrifft und man nicht unbedingt Sommerreifen fahren muss. Begründung: Wer Kurzstrecken fährt und auf maximal 10.000 km/Jahr kommt, kann auf seine Winterbereifung getrost weiter fahren. Klar der Spritverbrauch liegt höher als bei Sommerreifen, aber die Anschaffung für einen Satz Sommerreifen hebt das nicht auf.

    Desweiteren fährt man einen guten Satz Winterreifen ca 25.000 – 40.000 km ergo 4 Jahre. würde man diese Reifen nur im Winter fahren, wären diese dann eher aus Altersgründen auszutauschen als vor Verschleiß. Vg. Maik Strunk

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