Smart will vorerst keinen SUV anbieten!

Drei Fragen an: Smart-Chefin Annette Winkler

„Die Modellpalette wird nicht ausgebaut“

Smart, die kleine Tochtermarke von Mercedes, erlebte im letzten Jahr einen Boom. Mit fast 120.000 Verkäufen wuchs der Absatz dank der neuen Modelle um gut ein Drittel. Kein Wunder, dass Smart-Chefin Annette Winkler bestens gelaunt nach Detroit reiste. Sie verrät uns, wie es 2016 mit der Marke weitergeht.
Die neue Smart-Generation läuft gut, kommen jetzt weitere Modelle wie ein Roadster oder ein kleiner SUV?

Winkler: Nein, wir konzentrieren uns auf Fortwo und Forfour. Das zweisitzige Cabrio startet im Frühjahr, im Laufe des Jahres kommen dann die sportlichen Brabus-Varianten und die rein elektrischen Versionen beider Modelle. An einen Ausbau der Modellpalette denken wir nicht. Als kleine Marke müssen wir sorgfältig haushalten. Und die Nischen für die erwähnten Derivate sind einfach zu klein, um damit wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Wie wollen Sie dann 2016 weiter wachsen?

Winkler: Außer den erwähnten Neuheiten vor allem durch die Konzentration auf weitere „Smart“-Cities. Das sind die Metropolen dieser Welt, in denen gerade ein Smart dringend gebraucht wird, um die Verkehrsprobleme und den Parkplatzmangel anzugehen. Wir werden also weitere Städte gezielt auswählen und die Menschen von den Vorteilen eines Smart überzeugen. Das Beispiel von San Franzisco oder Mexiko-City zeigt, wie erfolgreich eine solche Strategie sein kann. Zudem stellen wir die Car2Go-Flotte derzeit auf das aktuelle Modell um. Dabei geht es immerhin um über 13.000 Fahrzeuge.

Wie sieht Ihr Zwischenfazit bei der Zusammenarbeit mit Renault aus?

Winkler: Wir haben ein gemeinsames Team, das sich speziell um alle Fragen rund um die Zusammenarbeit kümmert. Wir sind sehr zufrieden mit deren Arbeit. Natürlich gibt es bei Kooperationen immer auch Bereiche, die verbessert werden können. Aber bisher haben wir Probleme aufgrund verschiedener Systeme oder der unterschiedlichen Unternehmenskultur bestens gelöst.

Das Interview führte Peter Maahn für die Kollegen von Spotpress

Kommentar:

Erfolgreich? Man muss diesen „Erfolg“ hinterfragen. Zum Vergleich: Das erfolgreichste Jahr für smart war 2008. Im Jahre 2008 wurden über 130.000 Zweisitzer verkauft. Die aktuellen Zahlen gelten für ein vollkommen neues Modell im ersten vollen Verkaufsjahr. Erreichen dennoch nicht die „guten alten“ Zeiten. Hört man sich unter smart-Fans um, dann ist am neuen Modell einiges an Kritik zu üben. Auch auf mein-auto-blog haben wir die (sichtbare) Nähe des smart fortwo mit dem Brüderchen von Renault (Twingo) kritisiert.

Völlig neu für die Marke smart ist zudem der Wachstum in den neuen „Kernmärkten“ Chinas. Allerdings führt auch dieses „Wachstum“ nicht zu neuen „Erfolgszahlen“. Man darf den aktuellen Verzicht auf einen Ausbau der Modellpalette daher getrost als „Einschränkung“ verstehen.

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

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