Spiegel-Redakteur erschafft die perfekte Autotest-Satire

Je nach dem was man sucht, eine perfekte Satire – oder den schlechtesten Auto-Tester Clip der Welt, man kann derzeit beides auf der Video-Seite von spiegel-online  finden.

Glücklicherweise ist das Video nicht auf Youtube, so bin ich auch nicht genötigt es hier einzubinden. Damit meine Bringschuld erbracht ist, verlinke ich ausnahmsweise darauf, wobei ich mir ja eigentlich geschworen habe diese großen Leistungschutzerpresser nicht mehr mit einem Link zu beglücken. Dieses Mal geschenkt, dieses Mal ein Link:

http://www.spiegel.de/video/video-1185064.html

Ich möchte glauben, dass dieser „Auto-Kritiker“ Wüst,  ein Satire-Video erschaffen wollte. Ich möchte glauben, dass schon bald ein böser Beitrag im Spiegel erscheint, der sich mit der Kultur der schlechten Auto-Videos aus Amateur-Hand beschäftigt und dieser Clip soll nur der Teaser dafür sein.

Ich möchte glauben, dass weder Hr. Wüst, noch die Spiegel-Redaktion diesen Clip ernst meinen. Ich möchte glauben.

Aber ich bin ja nicht in der Kirche. Und mir fällt der „Glauben“ schwer.

Mercedes-Benz hat diesem Hrn. Wüst also den Platz im Rahmen der Mercedes-Benz SL Präsentation überlassen, der mir eigentlich gut gepasst hätte und was macht dieser Spiegel-Redakteur, der sich „Auto-Kritiker“ schimpft, daraus?

Ein Satire in Clipformat. Eventuell fällt es nicht jedem sofort beim ersten Mal auf, aber für einen Redakteur der per Sprache und nicht per Schriftform über etwas berichten will, hat er ein paar üble rhetorische Problematiken. Da wäre zum einen das „schnaufen“. Die ganze Zeit hat man den Eindruck der gute Hr. Wüst müsste die Moderation während eines Marathons abhalten.

Dann dieses „nä“ beinahe am Ende von jedem Satz. Öhm. Hallo? Das muss eine Satire sein. Wen das nicht überzeugt, der muss sich bei der perfekt vorgetragenen „lockeren und saloppen“ Formulierung, dieser Lebensfreude und Emotionen vermittelnden Sprachwahl doch veralbert vorkommen.

Ich bitte Sie. Das kann nicht ernst sein. Das ist Satire – zugegeben, eine gut gemachte, aber definitiv doch eine Satire!

Es soll beim Schultheater der Gummibärengruppe zum Ende des letzten Schuljahres bessere schauspielerische Leistungen zu beobachten gewesen sein, als dieser „Auto-Kritiker“ hier vorträgt. Und da ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass eine nüchterne Spiegel-Online Redaktion das ernst meint, muss es sich um eine Satire handeln.

 

 

Oder täusche ich mich? Ist dieser Videoschnitt auf Baumschulen-Niveau die ernst gemeinte Arbeitsleistung eines „echten“ Journalisten? Soll uns die fetzige Musik aus dem einschläfernden Humor altgedienter Buchdruck-Experten aufwecken?

Bitte, bitte – kläre mich jemand auf, um was es sich hier handelt.

Bitte.

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

7 Comments

  1. Sei mal froh, dass die nicht den Jürgen Pander in das Auto gesteckt haben. Der ist noch schlimmer, weil kaum fachliche Kompetenz mit dem unbändigen Willen witzig, kreativ und auch noch telegen sein zu wollen. Der Herr Wüst ist wie der Rest bei SPON leider nur per Arbeitsvertrag mit dem Thema Auto verbunden. Echte Fachleute darf man dort nicht suchen. Mein Verdacht: Die Anzeigen der Autoindustrie im Printmagazin müssen irgendwo mit Gegenleistungen bedacht werden. Im Heft geht das nicht, also ab ins Internet.

    1. pößer Ralf…als ob es irgendwo in der Print-Welt und der Industrie einen Zusammenhang zwischen Beiträgen und Werbeanzeigen geben würde..pfui! 😉

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