Sportwagen – Made in Germany

Rennsport für den Alltag

Ich betone es gerne am Anfang meiner Beiträge, Deutschland ist das Land der Automobil-Erfinder. Und Deutschland ist heute noch immer das Land in dem die Automobil-Industrie blüht wie in keinem anderen Land. Von China eventuell mal abgesehen. Und von Indien. Aber die großen Erfolgsgeschichten der Automobil-Industrie, die sind noch immer in vielen Fällen „Made in Germany“. Und dann soll Deutschland wohl noch das Land sein,  in dem Männer ihre Autos oftmals mindestens ebenso sehr lieben wie ihre Frauen und sich am Samstagen kollektiv an den Waschplätzen treffen um dem Freund auf 4 Rädern die wöchentliche Freude der Handwäsche zu gönnen.

Rennsport für den Alltag
Rennsport für den Alltag

Und so verwundert es auch nicht, wenn wir in Deutschland auch kleine Automobil-Hersteller haben, deren Fahrzeuge nicht in einer Fabrik, sondern in einer Manufaktur hergestellt werden. Und nein, ich meine nicht Volkswagens Glaspalast in Dresden.  Obwohl, Volkswagen ist schon ein gutes Stichwort.

In Delbrück dem Bermuda-Dreieck der Westfalen Ebene, auf halber Strecke zwischen Kassel und Osnabrück befindet sich die Firma ARTEGA. Eine kleine Deutsche Sportwagen-Manufaktur. 

Manufaktur ist die Umschreibung für eine Fahrzeugfertigung die dem seligen Henry Ford ebenso unlieb gewesen wäre, wie Autos die in einer anderen Farbe als schwarz lackiert sind. Und auch das machen die Delbrücker. Der Artega verlässt gerne auch mal in einem roten Farbton, der an Fahrzeuge aus dem Mailänder Umland erinnert, die Delbrücker Manufaktur. Nicht nur die Farbe erinnert spontan an bekannte sportliche Autos, auch die Karosserie, die im übrigen von einem gewissen „Henry Fisker“ gezeichnet wurde, weckt sofort die kindliche Freude im Sportwagenverliebten Manne und auf Parkplätzen kann es schon einmal sein, dass man den neuen Deutschen Sportwagen mit einem Porsche Cayman verwechselt. Oder einem Lotus Evora.

Artega hat jedoch weder etwas mit Porsche, Lotus noch mit Ferrari zu tun – sieht man davon ab, das man auch im Westfalen-Bermuda-Dreieck auf Mittelmotor und Heckantrieb setzt.

Damit das Konzept von einem exklusiven und zum großen Teil in  Handarbeit gefertigtem Sportwagen auch finanziell aufgeht und zwar für Käufer wie für den Hersteller, hilft es einige Kernkomponenten von einem Großserien-Hersteller zu übernehmen und so nicht nur die Zuverlässigkeit, sondern auch die Ersatzteilversorgung zu jederzeit sicher stellen zu können. Die teilweise extrem teure und zeitaufwändige Konstruktion, Erprobung und Sicherstellung von Langzeitqualitäten wird durch den Einkauf von Komponenten aus der etablierten Großserie deutlich vermindert.

Daher ist das Herzstück des Artega ein Volkswagen-Motor. Ein 3.6 Liter großer V6  (eigentlich ein VR-Motor) der in Mittelmotor-Bauweise kurz vor der Hinterachse seine neue Heimat bekommen hat.  Wie der Motor, so stammt auch das 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe von Volkswagen. Ursprünglich gedacht um den Passat R36 anzutreiben, findet man mit den 300PS im deutlich leichteren Umfeld des 2-Sitzigen Sportlers auf einmal neue Seiten am Volkswagen-Motor.

Ich selbst bin den Artega noch nicht gefahren, aber das werde ich nachholen, denn so wie ich das im sportauto Video auf youtube sehen kann, scheint der Artega eine echte Sportskanone zu sein.

Na, das will ich doch erleben!

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

7 Comments

  1. Geiles Teil dieser Artega und der hat eigentlich nix mehr mit dem Motorspender zu tun. Da kann sich manch Hersteller mal eine Schneibe abschneiden..

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