Start als Sondermodell — VW ID.3 First für Frühbucher

Zum Einstieg in die Elektromobilität der Zukunft bietet VW seinen Kunden den ID.3 in einer besonders ausgestatteten Version an. Ab sofort können interessierte Kunden sich im Internet für einen Produktions-Slot registrieren.

Die Dramaturgie, mit der VW seine ID.-Modelle auf den Markt bringt, ist sehr geerdet, bodenständig und gewissermaßen auch geschichtsbewusst. Schließlich war der erste in Großserie gebaute Volkswagen nach dem Krieg der Käfer, die Keimzelle des lang anhaltenden Erfolgs von VW. Und so ist es auch heute, auf der Schwelle zur neuen Marke Volkswagen. Kein Sport Utility Vehicle oder Bulli kommt als erstes Modell auf den Markt, sondern der ID.3, das zunächst kleinste Modell auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten. Der Volkswagen für die Massen eben, wie einst der Käfer.

„Die Ziffer 3 für unseren ersten ID. steht nach Käfer und Golf für das dritte Kapitel von großer strategischer Bedeutung in der Unternehmensgeschichte von Volkswagen“, erklärte Marketingvorstand Jürgen Stackmann zum Start des Pre-Bookings für den ID.3 Anfang Mai, mit dem gleichzeitig eine breit angelegte internationale Informations- und Marketingkampagne der Marke zum Thema Elektromobilität und ID.-Familie live ging.

Pre-Booking? Ja. Wer im Internet auf die Seite www.volkswagen.de/id geht, kann sich gegen Hinterlegung von 1.000 Euro für einen ID.3-Produktionsplatz im Werk Zwickau registrieren. Dort laufen die Bänder Anfang November an, und dann werden zuerst die Modelle der Sonderedition ID.3 First produziert.

Basismotor, mittlerer Akku

Bis kurz vor diesem Termin können die Kunden in 28 europäischen Ländern aus ihrer unverbindlichen Registrierung noch eine verbindliche Bestellung machen – oder sich andernfalls ihre 1.000 Euro wieder auszahlen lassen.

Und was bestellen sie genau? Sie bestellen einen ID.3 First mit einem üppigen Paket an Sonderausstattung sowie einem 150 PS starken Motor. Der kommt mit der serienmäßigen 58-kWh-Batterie der Editionsmodelle (VW nennt die nutzbare Nettokapazität und nicht den Bruttowert von 62 kWh) nach WLTP gut 400 Kilometer weit. Die normalen ID.3 sind später auch mit 45 und 77 kWh großen Akkus lieferbar, wobei VW momentan noch keine WLTP-zertifizierten Angaben zur Reichweite machen kann. Wer mit 330 und 550 Kilometern Reichweite rechnet, dürfte aber sehr dicht an der Wahrheit liegen – auch dann übrigens, wenn statt des 150-PS-Motors das stärkere Triebwerk mit 204 PS die Hinterräder antreibt. Es ist offiziell als zweite Motorisierung bestätigt wie auch die Limitierung der Höchstgeschwindigkeit: Bei 160 km/h wird abgeregelt.

Infos für Frühbucher

Jürgen Stackmann öffnete das Frühbucher-Portal erst kurz vor Erscheinen dieses Heftes, mit präzisen Preisen können wir daher nicht dienen, doch alle Zeichen deuten auf folgendes Pricing: Der ID.3 First, der laut Stackmann so konfiguriert ist, wie die Mehrheit der befragten Kunden sich ihren ID.3 wünscht, wird knapp unter 40.000 Euro kosten, für das günstigste Serienmodell stehen knapp unter 30.000 Euro im Raum.

In beiden Fällen können natürlich wie bei jedem E-Auto noch 4.000 Euro Fördergeld vom Nettopreis abgezogen werden. Ausgeliefert wird ab Sommer 2020, bis dahin will VW Frühbucher kontinuierlich updaten und zu ID.-Workshops und möglicherweise zu Testfahrten einladen.

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/news/vw-id-3-first/

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