TechnoImpuls Rocket Z 210 — Expeditions-Geländewagen aus Russland

Die russische Firma TechnoImpuls stellt mit dem Rocket Z einen Offroader für extremste Gelände- und Witterungsbedingungen vor. Den riesigen Kastenwagen gibt es mit zwei und drei Achsen als 4×4 und 6×6

Es ist nicht nur das größte Land der Erde, sondern auch die Heimat der größten zusammenhängenden Waldfläche weltweit. Wer in den entlegenen Regionen Russlands unterwegs ist, kommt sich in all der menschenleeren Weite schnell verloren vor und kann auch tatsächlich verloren gehen. Entsprechend überlebenswichtig ist es, mit einem passenden Fahrzeug unterwegs zu sein, das dort, wo alle Wege enden, auch problemlos durch und wieder zurück kommt.

Reifen mit 1,3 Meter Höhe

Das führt dazu, dass sich in Russland eine sehr große Zahl an Firmen und privaten Tüftlern diesem Thema widmen und immer wieder mit besonders krassen Fahrzeugen auffallen. Über diverse Vertreter dieser Allesüberwinder-Spezies haben wir hier bereits berichtet, nun kommt wieder etwas Neues. Der in englisch „Rocket“ getaufte Offroader heißt auf russisch „Кречет“, Jagdfalke, obwohl das mit dem Jagen eher symbolisch gemeint sein kann. Denn besonders schnell ist der je nach Ausführung bis zu vier Tonnen schwere Kastenwagen auf Monsterreifen nicht.

Für Rasereien müsste etwas handfesteres als der 2,5-Liter-Diesel von Hyundai verbaut sein, der es bei milden 100 PS belässt, dafür aber auf extreme Zuverlässigkeit und Haltbarkeit getrimmt ist. Weit draußen in der Tundra zählt das bedeutend mehr als eine lustige Beschleunigung. Den Rocket Z gibt es in zwei Ausführungen. Der Rocket Z 210 ist ein Zweiachser, der mit seinen 4,89 Metern nicht länger als ein BMW X5 ist. Dafür aber bedeutend nützlicher. Der Fahrer sitzt zentral in der Mitte, hinter ihm eine offene Ladefläche mit Längssitzen, die sich zu einer Liegefläche umbauen lassen.

TechnoImpuls Rocket Z als 4×4 und 6×6

Üppiger fällt der Rocket Z 310 aus, der Dreiachser mit Allradantrieb streckt sich auf 6,34 Meter Gesamtlänge. Höhe (2,69 Meter) und Breite (2,49 Meter) sind bei beiden Varianten jedoch identisch. Der Vorteil des Dreiachsers ist natürlich sein nochmals erheblich größerer Laderaum, der sich noch besser für einen Umbau zum Wohnmobil eignet. Auffällig am Technoimpuls Rocket Z ist die Verarbeitungsqualität. Während so manches derartige Fahrzeug aus Russland ein bisschen nach „handgestrickt“ aussieht, ist der Innenaufbau, die Karosserie und das verwendete Material hier sauber zusammengefügt wie im Großserienbau.

Die enorme Bodenfreiheit von 60 Zentimetern erreicht der TechnoImpuls Rocket Z durch die Verwendung von Portalachsen. Der Fahrer sitzt praktisch auf der Vorderachse, während der Hyundai-Diesel als Mittelmotor hinter ihm eingebaut ist. Der Motorkühler ist seitlich am Fahrzeug verbaut, was ihn vor Beschädigungen im Gelände schützt. Im Gegensatz zu manchen anderen derartigen Fahrzeugen aus Russland ist der Rocket Z nicht schwimmfähig, das Modell setzt alleine auf die riesigen Ballonreifen (1300×700/21), damit es im Tiefschnee oder im Sumpf nach vorne und nicht nach unten geht.

Wer einen TechnoImpuls Rocket Z erwerben möchte, hat drei Modelle zur Auswahl. Der Zweiachser mit geschlossenem Kastenwagen ist für umgerechnet 74.347 Euro zu haben. Der Dreiachser ist mit geschlossenem Kastenaufbau und als Lkw-Variante mit Fahrerhaus sowie offener Ladefläche verfügbar. Letztere kostet 78.350 Euro, der besonders als Expeditionsmobil geeignete Kasten-6×6 ist die teuerste Variante mit einem Preis von umgerechnet 83.670 Euro.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/technoimpuls-rocket-z-expeditions-gelaendewagen/

Previous ArticleNext Article