Traumwagen gemietet – Der Audi R8

Dieser Artikel stammt von Anton. Anton ist 19 Jahre jung und kommt aus der Region rund um Hamburg. Anton war schon immer ein echter Autofan, als er seinen Führerschein bekam war klar, jetzt will er auch einmal einen Traumwagen fahren. Für Fahranfänger sind solche Fahrzeuge natürlich kaum zu erreichen - es sei denn, man mietet sich einen. Anton erzählt hier nun von dem Tag, an dem er sich einen Audi R8 mietete!
Einmal Traumwagen mieten, bitte.

Fahrbericht Audi R8 – Der Traumwagen

Der Audi R8. Ein Traumauto, oder nicht? Zumindest für mich, mit meinen noch jungen 18 Jahren, war seit seinem Erscheinen immer der R8 sprichwörtlich DAS Auto. Kein Wunder also, dass ich immer von diesem Wagen begeistert war, bei einem Verwandten wirklich jede Gelegenheit genutzt habe das Auto zu sehen und mich reinzusetzen, und eine Mitfahrt immer der Höhepunkt der Gefühle war

Dann wurde ich 18, hatte meinen Führerschein, und das Autofahren wurde zu meinem großen Hobby. Ich entdeckte die Verführungen der Mietwagenwelt und war quasi im siebten Himmel . Ich besuchte zahlreiche Veranstaltungen, darunter Fahrsicherheitstrainings, Driftschulen, und derartiges. Ich mietete mir, was ich kriegen konnte, und was Spaß macht, steigerte mich auch immer weiter, bis letzten Endes hin zum CLA 45 AMG mit 360PS.

Nach nur einem halben Jahr Führerschein hatte ich dann schon unzählige Fahrzeuge hinter mir, und die für einen Fahranfänger eigentlich abnorme Zahl von ca. 20.000 Kilometern, aber meinen Traum hatte ich mir noch nicht erfüllen können, größtenteils dadurch begründet, dass es vermeintlich keine Autovermietung in meiner Nähe gab, bei der man ohne Mindestalter einen Sportwagen mieten kann. Das Stichwort ist in diesem Falle vermeintlich, denn ich habe nicht mit Motion Drive gerechnet, welche nach Anfrage sowie höherer Kaution bereit war, mir meinen Wunsch zu erfüllen. Da ich für persönliche Träume stets eine enorm hohe Motivation entwickeln kann, habe ich mir diesen Traum dann auch kurz darauf erfüllt, und versuche nun, meine Erfahrungen und Eindrücke mit euch zu teilen.

Die Anmietung

So gingen die Dinge dann ihren Lauf, ich trat mit der Firma in Kontakt, übrigens direkt mit dem Chef, statt wie erwartet ein Praktikant o.Ä., und verhandelte die weiteren Details, bis man mir, auch wegen der Anfahrt von nochmals 80 Kilometern einfach, ein nettes Angebot für zwei Tage Audi R8 mieten inkl. 320 Freikilometern unterbreitete. Die Kaution stieg wegen meinem Alter um 2000€, das war aber auch die einzige Einschränkung.

Ich habe mir dann noch ein Fahrzeug ausgesucht, es standen mehrere zur Auswahl, letztendlich habe ich mich für einen weißen Audi R8 mit manuellem Getriebe entschieden. Manuell, weil ich erstens nicht viel Gutes über die R-Tronic gehört habe, und zweitens weil ich ein absoluter Manuell-Fetischist bin, einfach weil man gefühlt eher „die Kontrolle“ hat. Dann wurde ein Termin festgelegt, die Anzahlung von 50% von mir überwiesen, und schon konnte die Vorfreude beginnen. Und die war vorhanden, glaubt mir, fast im Übermaß!

Die Abholung

Als der Tag dann endlich gekommen war, kam es mir, trotz der kurzen Zeitspanne vor, als wäre eine Ewigkeit vergangen. Der Einfachheit halber fuhr ich mit einem Freund mit den Öffentlichen zum Abholstandort. Hier setzte sich das dann fort, auf dem Weg fühlte sich jede Minute wie eine Stunde an, aber irgendwann hatten wir das Ziel dann doch endlich erreicht

Einmal angekommen, wurden wir sehr freundlich begrüßt, aber wir hatten sowieso nur noch Augen für das Auto. Die Formalitäten wurden schnell und professionell erledigt, die Verträge lesen und unterschreiben, die Kaution übergeben, den restlichen Mietpreis begleichen, ein paar Fotos vom Zustand des Wagens schießen, und schon konnte es losgehen. Schießen ist das Stichwort, dazu gleich mehr, ich war jedenfalls erstmal überwältigt.

Da saßen wir nun, im Auto meiner Träume. So ganz war das aber noch nicht bei mir angekommen.

Das erste Mal Audi R8 fahren

Wie gesagt, da saßen wir in diesem Auto, und ich konnte es noch nicht so recht glauben. Es fühlte sich an wie in einem Traum, aber auch nur, bis ich zum ersten Mal den (übrigens äußerst unspektakulären, auch zum A3 passenden ) Zündschlüssel gedreht habe. Nach ein paar Umdrehungen des Starters erwachte das Monster hinter mir mit einem derart wütenden Grollen, dass ich aus jedem noch so tiefen Traum erwacht wäre! Dem war (zum Glück) nicht so, und ich saß weiterhin in den unerwartet bequemen Ledersitzen.

aentoni3

Nunja, wie soll ich sagen, ich denke das Auto hat Emotionen bei mir geweckt, von denen ich nichtmal wusste, dass sie existieren, es war wirklich Liebe auf den ersten .. Gasstoß? Mein erster Impuls war, lass uns nach Polen durchbrennen und nicht mehr wiederkommen. Oder Bulgarien. Oder ein Land, dass mich nie ausliefert. Naja, nachdem dann der Verstand wiederkam und den Vorschlag verworfen hatte, begnügte ich mich mit dem Gedanken an die nächsten beiden Tage, die zumindest mit die besten meines Lebens sein werden.

Nachdem ich nun in diesem Auto saß, alle Impressionen aufgenommen habe, alle Sinneseindrücke verarbeitet hatte, ging es los. Die (naheliegenderweise.. ) recht straffe Kupplung gedrückt, mit einem geradezu unverschämt gut klingenden Klacken den ersten Gang (in der wunderschönen offenen Edelstahl-Kulisse ) eingelegt, und testweise die Kupplung kommen lassen. Okay, ganz schön sensibles Gaspedal, aber definitiv ein atemberaubender Sound! Vom abgesenkten Bordstein auf die Straße (Schon da mit gehörigem Respekt vor dem flachen Böschungswinkel und den Niederquerschnittsreifen mit den unglaublich breiten Felgen, welcher mich auch die folgenden Tage dauerhaft begleiten wird ) und langsam durch die Stadt. Dieses Auto war wirklich breiter, tiefer, flacher, stärker, schneller, und einfach brachialer als alles, was ich zuvor gefahren bin, also meine persönliche Superlative! Ich fühlte mich auf Anhieb wohl, und spätestens nach dem Ortsausgang war das Auto ein Garant für ein Dauergrinsen!
Die Straße war trocken, das Wetter war gut, somit hatte ich ideale Bedingungen, die anschließende Heimfahrt über breite Landstraßen und gute Autobahnen war mein ganz eigenes Paradies..
Leider verging die Zeit bei der Rückfahrt im Vergleich zur Hinfahrt geradezu im Fluge, und der Vortrieb, den dieses Auto selbst bei 150 auf der Autobahn noch entwickelt, hat sein Übriges getan, so dauerte es nicht lang, bis ich wieder in meiner Heimatstadt angekommen war.

aentoni4

Der Rest der Miete

Ein Punkt ist mir extrem aufgefallen, mit dem ich so nicht gerechnet habe, nämlich was für ein Magnet selbst ein vergleichsweise zivilisierter und vernünftiger Sportwagen wie ein Audi R8 für unsere Gesellschaft darstellt. Das Auto kostet gebraucht nicht mehr als ein neuer, gut ausgestatteter A6 Avant, aber die Resonanz ist enorm, mir war es teilweise echt fast schon peinlich damit zum Einkaufen zu fahren, aber andererseits hatte ich den Wagen nur zwei Tage, und wollte ihn logischerweise nicht länger als nötig stehen lassen, die beiden Tage bestanden quasi nur aus Schlafen, Audi R8 Fahren und Schule.

Jedenfalls, um auf das Thema zurückzukommen, der Wagen polarisiert! Entweder ist man total begeistert, oder das komplette Gegenteil. Mir ist einerseits passiert, dass Leute auf mich zukamen, „Ich muss unbedingt ein Foto machen“, oder „Darf ich mich mal reinsetzen“, allerdings hatte ich auch Sprüche wie „Kauf dir lieber ein Auto mit dem du auch umgehen kannst“ oder „Wenn man in der Hose nichts hat ..“ – Fand ich persönlich echt interessant ..

Der Rest der Miete bestand, wie bereits erwähnt, quasi nur aus Fahren. Meine GoPro lief auch fast ununterbrochen, und ich war einfach… verzaubert, für diese Erfahrung bin ich Motion Drive sehr dankbar!

Leider regnete es am letzten Tag, so dass ich mich entsprechend zurückhalten musste, der Wagen hat zwar quattro-Antrieb, aber hecklastig, auf nasser Straße spürt man deutlich, wie das Heck in Kurven nervös wird, selbst bei nur leichtem Gas und eingeschaltetem ESP. Auf der Fahrt nach Hamburg lichtete der Regen sich allerdings, und ich konnte nochmal die letzten Stunden mit dem Auto genießen.

aentoni2

Alltagstauglichkeit

Ich muss zugeben, in diesem Punkt hat mich der R8 überrascht, wie bereits erwähnt sind die Sitze echt bequem, auch nach längerer Zeit, und ich hatte nie ein Stauraumproblem. Ein Einkauf für 2 Tage + ein Bierkasten passt problemlos hinein, und auch für Taschen und Jacken ist hinter dem Sitz noch genug Platz. Auch die Federung ist nicht so bockelhart wie ich es erwartet hätte, klar, der Wagen liegt auf der Straße wie ein Brett, aber es ist nicht unbequem.

Rückgabe

Auch die schönste Zeit endet eines Tages, und so verhielt es sich leider auch dieses Mal. Nachdem ich den Gedanken, mich in ein Land ohne Auslieferungsabkommen abzusetzen verworfen hatte, machte ich mich auf den Weg zur Rückgabe. Hab mich natürlich prompt verfahren (War das ein Zeichen einer höheren Macht? ), trotz dem Navi, welches aber leider wirklich sehr bescheiden ist. Jeder A3 8V hat ein zehnmal besseres, schnelleres und schöneres Navi, aber man kann eben nicht alles haben.

Schweren Herzens habe ich den R8 dann also abgestellt, den Schlüssel abgezogen (Hatte ich da nicht eine Tante 3. Grades in Kuba? Die nimmt mich bestimmt auf! ) und die Rückgabeformalitäten erledigt.
Und damit war die Zeit auch schon wieder vorbei, wie immer bei den schönen Dingen im Leben.

Sonstiges

Der Verbrauch! Der errechnete Durchschnittsverbrauch belief sich bei mir auf etwas über 27 Liter pro 100 Kilometer, natürlich feinstes Super Plus.
Das tat schon echt weh, nachher an der Tankstelle zu stehen, es handelte sich zwar nur um den „kleinen“ 70 Liter Tank, aber einmal volltanken, knappe 120€, das ist definitiv nichts, an das ich mich gewöhnen wollen würde. Wenn man das mal runterrechnet, kommt man mit diesem Auto und einer fetten 1,5-Liter Flasche voller Super-Plus nur knappe 5 ½ Kilometer weit!
Aber so ist das eben, jede Medaille hat zwei Seiten, und da das bei mir wohl noch eine Weile nicht zur Gewohnheit werden wird, kann man sich das schonmal gönnen ohne schlechtes Gewissen.

Das Auto macht einfach süchtig, wie am Anfang erwähnt, hatte ich 320 Inklusivkilometer, damit bin ich leider bei weitem nicht hingekommen. Bei Abgabe waren es knappe 500 Kilometer, bei 2€ pro Mehrkilometer konnte ich dann direkt einen ordentlichen Teil der Kaution dort lassen, aber ich bereue nichts!

Fazit

Insgesamt kann ich ich nur sagen, dass sich diese Erfahrung definitiv gelohnt hat.
Das Auto ist der Hammer, jeder, der das noch nie gemacht hat, hat etwas verpasst!

Ich bedanke mich auch bei Motion Drive, die mir das möglich gemacht hat, kann ich nur empfehlen!
Mit mir hat diese Vermietung einen glücklichen Kunden hinterlassen, und ich werde bestimmt noch das ein oder andere Mal Kunde werden, es gibt schließlich noch so viele weitere Verlockungen in der Welt der Sportwagen!

Previous ArticleNext Article

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen