US-Pkw-Markt: Deutsche Premiumhersteller im Aufwind

Die deutschen Premiumhersteller sind auf dem amerikanischen Pkw-Markt eine Macht. Lag ihr Marktanteil 2005 noch bei rund 33 Prozent, erreichte er 2014 stolze 49 Prozent, wie aus einer Analyse des Center of Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen hervor geht. Auch in absoluten Zahlen ging die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren nach oben: von 651.000 auf 970.000 Fahrzeuge.

Mercedes, BMW, Audi, Porsche und ihre noblen Tochter- und Schwestermarken Bentley, Lamborghini und Rolls-Royce profitieren aber auch von einer Schwäche der Konkurrenz. So haben Konkurrenten wie Hummer, Saab und Oldsmobile zwischenzeitlich ihre Produktion eingestellt. Cadillac war zuletzt in einer Neuordnungsphase, die japanischen Edelmarken Acura (Honda), Lexus (Toyota) und Infiniti (Nissan) haben in den vergangenen Jahren stagniert oder ebenfalls Absatzvolumen verloren. Einzig kleine, exklusive Hersteller wie Ferrari, Maserati und Aston Martin konnten in diesem Zeitraum spürbar zulegen.

Auch im gerade abgelaufenen Jahr haben Audi, BMW, Mercedes und Porsche mehr Autos verkauft als 2013. Dass die Gesamtheit der deutschen Hersteller laut dem Branchenverband VDA mit 953.500 Neuzulassungen aber auf dem Vorjahresniveau verharrten, hat mit der Schwäche von VW zu tun. Die Wolfsburger bekommen ihr US-Geschäft einfach nicht ans Laufen und büßten 2014 bei den Neuzulassungen knapp zehn Prozent ein; lediglich knapp 367.000 Autos fanden einen Käufer.

Anders als etwa Tochter Audi muss sich VW auf dem US-Markt mit der deutlich härteren und zahlreicheren Konkurrenz auf dem kostensensiblen Volumenmarkt herumschlagen. Hinzu kommt nach Ansicht vieler Experten mangelndes Verständnis für den US-Markt sowie eine unpassende Produktpalette. In beiden Punkten will VW sich verbessern: Kürzlich hatte man den Chef für den US-Markt ausgetauscht, auf der Automesse in Detroit wird zudem die Studie eines neuen Mittelklasse-SUV präsentiert, das eine wichtige Lücke im Portfolio schließen soll. Allerdings frühestens in knapp zwei Jahren.

Autor: Holger Holzer/SP-X

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