Vorstellung: Ford Tourneo Connect

Nach der Transporter-Version hat Ford nun auch einen neuen, selbst entwickelten Familien-Van, oder wie man im hippen englisch sagt, einen MPV im Angebot. Wie auch der Transit Connect so basiert der Tourneo ebenso auf der Plattform des Ford Focus. Ford nutzt damit konsequent die Möglichkeiten, einen „Van“ zu konstruieren der mehr Personenwagen-Gene, denn Nutzfahrzeug-DNA besitzt. Und das merkt man.

Familien-Van mit der Extra-Portion Freiraum

Familien-Transporter sollten vor allem eines sein: Praktisch. Man verspricht sich von dieser Fahrzeug-Gattung aber auch ausreichend Freiraum, einen Schuss Robustheit und eine Prise Flexibilität. Wenn dann, sozusagen als Sahne-Häubchen, die ganze Kiste auch noch gut aussieht, dann darf man von einem Volltreffer sprechen. Ist der neue Tourneo Connect so ein Volltreffer?

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Raumgefühl

Mit guten 4.4 Metern ist der normale Tourneo Connect in der gleichen Klasse unterwegs wie der nüchterne Caddy aus Wolfsburg. Und ebenso wie der Niedersachse ist auch der Tourneo in einer „langen“ Version erhältlich. Dieser Grand Tourneo kommt auf gute 4.8 Meter und verblüfft mit extrem viel Platz im Innenraum.

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Beide Tourneo kommen in Serie mit zwei Schiebetüren für die zweite Reihe. Beim Grand Tourneo sind die Schiebetüren so breit, dass man den Innenraum mit Euro-Paletten per Gabelstapler beladen könnte. Vermutlich ein eher selten vorkommendes Szenario – anders als beim praktischen Gewerbe-Bruder Transit. Doch wo Euro-Paletten reinpassen, da hüpfen Kinder mit Leichtigkeit durch und genau hier hat der Tourneo seine Stärken. Der Innenraum ist in der kurzen Variante mit 5 Sitzen erhältlich und in der langen Grand-Version gegen Aufpreis mit einer dritten Sitzreihe. Wer sich auf 5 Sitze beschränkt bekommt vor allem beim 4.8 Meter langen Grand Tourneo einen echten Familien-Laster. Diese riesigen Schiebetüren ermöglichen die kinderleichte Beladung des Tourneo auch in den engen Parklücken von Parkhäusern. Und wer jemals mit zwei sperrigen Kindersitzen hantiert hat, der wird jede andere Tür-Variante verfluchen.

Zwei Kindersitze, Kinderbuggy und Kinderwagen und dazu einen Hund. Der Tourneo Connect schluckt dies alles und bietet dennoch den Komfort eines PKW. Hier kommt dem Kölner die Konstruktion auf Basis des erfolgreichen Ford Focus zugute.

In der Trend-Ausstattung ist der Fahrersitz manuell höhenverstellbar und die zweite Sitzreihe bekommt elektrische Fensterheber spendiert.

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Kaufpreis ab:

18.800 €

Motorleistung:

75 bis 150 PS

Die Ausstattung

Drei Ausstattungslinien, zwei Radstände und fünf verschiedene Motoren. Der Tourneo Connect will es seiner zukünftigen Familie in vielen Belangen recht machen. So wurde bereits in der Basis-Ausstattung „Ambiente“ nicht an den praktischen Details gespart. Ein Berganfahrassistent ist ebenso in der Basis-Version enthalten, wie elektrische Fensterheber vorne, eine in Höhe- und Reichweite verstellbare Lenksäule und das Torque-Vectoring-Control-System für ein gutes Handling.

Nach der Version Ambiente folgt die Ausstattung Trend. Hier kommen das Ford-Audiosystem „MyConnection“ mit USB-Anschluss und Bluetooth-Schnittstelle dazu. Die Außenspiegel sind dann elektrisch einstellbar und in der vorderen Stoßstange wurden Nebelscheinwerfer verbaut.

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Volle Hütte dann bei der besten Ausstattungslinie: Titanium

Ordert man die Titanium-Varianten, dann ist auch das große Panorama-Dach enthalten, ein Tempomat, die Außenspiegel sind dann elektrisch klappbar und die Klimaanlage sorgt links und rechts für individuelle Wohlfühltemperaturen.

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Die Motoren

Den preisgekrönten Dreizylinder-Turbo Ecoboost mit 100 PS kann man indes nur im „kurzen“ Tourneo ordern. Die vier anderen Motoren sind derweil für beide Varianten erhältlich. Der 1.6 Liter TDCi-Dieselmotor ist in drei Leistungsstufen erhältlich: Mit 75, 95 und 115 PS.

Bei einer ersten Testfahrt hat sich der 115 PS Dieselmotor als besonders stimmig gezeigt. Er schiebt kraftvoll aus dem Drehzahlkeller und bleibt dank des gut abgestuften Sechsgang-Getriebes auch bei Autobahn-Tempo akustisch dezent im Hintergrund. Die beiden anderen Dieselmotoren bietet Ford leider nur mit einem Fünfstufen-Getriebe an.

Wer lieber schalten lassen will, der muss zum 150 PS Benziner-Ecoboost mit 1.6 Liter Hubraum greifen.

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Was kostet der Tourneo?

Den Preiseinstieg markiert der Tourneo Connect mit dem kurzen Radstand, 100 PS EcoBoost-Benziner, in der Ambiente-Version. Der freundliche Ford-Händler möchte hierfür 18.880 €. Beim Grand Tourneo ist der 75 PS Benziner in der Ambiente-Ausstattung für 21.180 € die Startnummer.  So richtig überzeugen konnte mich jedoch der Grand Tourneo mit 115 PS Diesel in der Trend-Ausstattung. Hier werden 25.120 € fällig. Die Spitze markiert der lange Tourneo mit 115 PS Diesel in der Titanium-Version für 28.800 €.

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Was mir fehlt:

Es gibt nur zwei Dinge die mir zum idealen Familienauto fehlen. Xenonlicht und ein Doppelkupplungsgetriebe wie es als Ford-Powershift bereits bei Ford verfügbar ist.

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[tab title=“Der Verkauf startet:“]Im ersten Quartal 2014.[/tab]
[tab title=“Fahrzeugtyp:“]Van bis 7-Sitze.[/tab]
[tab title=“Mitbewerber:“]VW Caddy, Renault Kangoo[/tab]
[/tabgroup]

 

 

Fazit:

Der Ford Tourneo steht ganz am Anfang seiner Karriere. Auch wenn ihm Xenonlicht und Doppelkupplungsgetriebe noch fehlen, bin ich vom kommenden Verkaufserfolg des praktischen MPV überzeugt.  Den Tourneo auf der Basis des Focus zu entwickeln und keine Kompromisse in einer Kooperation mit anderen Herstellern (z.Bsp.: Citan-Fail) eingehen zu müssen, war die richtige Entscheidung.

Daumen hoch! 

Download: Ford Tourneo Connect Preisliste

 

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

4 Comments

  1. Ich hatte mir mehr erhofft, da ziemlich „abgehackt“ aussieht. Dass design überzeugt mich nicht ganz. Kann auch an der Farbe liegen, da es in grau nicht ganz so schlimm aussieht. Für mich ist das so ne art 3/4 Bulli. Der Preis und die Innenausstattung passen aber recht gut und sehen auch super aus und Platz hat man ja auch reichlich.
    Also als Familienkutsche super, und in grau sogar akzeptabel.

    zu mindest meine Meinung
    lg Schwen

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