Wie teure Reifen beim sparen helfen

Autofahren war noch nie billig und besonders witzige Menschen sagen dann gerne: „Auto“ fängt ja auch mit „Au“ an. Nun – das mag sein, hilft aber nicht weiter an dieser Stelle. Was also tun um das Autofahren – manch einer von uns fährt ja nicht weil er will, sondern weil er muss – was also tun um die Kosten beim Auto fahren zu senken?

Und hier nun noch ein Spruch:

„Ich habe nicht genug Geld um mir billige Dinge leisten zu können!“

Klingt wie ein Widerspruch? Ist es aber nicht. Fast jeder der schon einmal einen Billig-Artikel gekauft hat, hat auch die Erfahrung gemacht, dass man zwar beim kaufen erst einmal gespart hat, aber später mit Nerven oder einem Zweitkauf doppelt bezahlen musste. Denn nicht immer ist die billigste Lösung auch die günstigste Lösung.

Das ist beim Auto nicht anders und man kann es an einem einfachen Beispiel festmachen: Den schwarzen, runden Dingern am Auto, den Reifen.

Ich bin nicht reich genug für „Billig-Reifen“.

Während wir mit dem Auto fahren, müssen die Reifen für die Haftung zur Straße sorgen. Dabei verursachen die Reifen einen Widerstand und dieser Widerstand kostet Sprit. Der Anteil am Gesamtverbrauch ist so groß, dass jede vierte Tankfüllung auf Kosten der Reifen geht. Hätten wir also Reifen die nur dafür sorgen, dass ein Auto rollt, aber beim Kurven fahren und Bremsen ohne Haftung sind, dann würden wir hier vermutlich einiges einsparen. Zum Glück ist dem aber nicht so. Moderne Autoreifen sind wahre Künstler. Perfekte Haftung in Kurven, kurze Bremswege, ordentlich Grip beim Gas geben und zugleich – ja zugleich sollen sie den Geldbeutel nicht über Gebühr belasten und bitte auch nicht zu viel Lärm machen.

Doch wie erkennt man nun einen guten Reifen?

Die zwei wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Reifens sind heute die Fragen nach den „Folgekosten“ – also wie viel Rollwiderstand hat der Reifen und verbrauche ich mit diesem Reifen mehr oder weniger Sprit und zum zweiten: Ist der Reifen sicher? Bietet er genug Grip?

Das Reifenlabel

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Wenn man sich einmal bewusst wird, wie groß der Anteil der Reifen am Spritverbrauch ist, versteht man den Sinn des Reifen-Labels. Hintergründe zum EU-Reifenlabel auf Wikipedia.

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Doch wem vertraut der Kunde? Der Werbung? Dem Verkäufer in der Reifen-Werkstatt? Es hat sich gezeigt, ein Label der EU hilft. So etwas gibt es bereits seit Jahren bei Elektro-Geräten für den Haushalt und erleichtert die Orientierung im Angebots-Dschungel.  So ein Label gibt es mittlerweile aber auch für Reifen. Das EU-Reifenlabel hilft bei der Orientierung, denn es listet die zwei wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des richtigen Reifens auf: Effizienz und Nasshaftung.

Nun könnte man sagen, es fehlt die Trockenhaftung. Stimmt. Das bemängel ich auch, aber ich finde – mit dem Label an sich kommt man schon einmal einen Schritt weiter. Denn ohne die aufwendigen Reifentests lesen zu müssen, kann man zwei Reifen miteinander vergleichen und stellt auf einen Blick fest – welcher der „effizientere“ Reifen ist.

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Teure Reifen sparen Geld

Schon wieder eine Aussage die nach einem Widerspruch in sich schreit. Doch mit der Hilfe des Reifenlabels und eines Online-Rechners lässt sich dies beweisen!

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Der Spritspar-Rechner von Lanxess rechnet einem vor, was die verschiedenen Reifenklassen für den Autofahrer im Geldbeutel an Spuren hinterlassen, oder eben nicht. Als Beispiel soll Otto-Normalverbraucher dienen. Mit 20.000 Kilometern im Jahr, mit einem Benzinverbrauch von 8 Liter auf 100 Kilometer und einem Spritpreis von 1.55 €/Liter.

Ein Wechsel aus der Klasse E in die Klasse B bringt ihm – laut Effizienz-Label, eine Ersparnis von 137 €.

Das könnte man nun wie folgt aufrechnen:

4 neue Sommerreifen in der Größe 205/50-17  (ein Reifengröße die zum Beispiel in der Golfklasse oft anzutreffen ist) kosten als  Nokian zLine  bei einem großen Online-Reifenhändler: 418,40 €. Diese Reifen besitzen ein E-Label in der Effizienz und ein A-Label bei der Nasshaftung. Damit man nun beim „sparsamen“ Reifen keine Sicherheits-Einschränkungen hinnimmt, sollte dieser auch aus der A-Klasse für Nasshaftung stammen. Aber ein B bei der Effizienz besitzen. Wie zum Beispiel der Pirelli Cinturato P7 Blue. Ein B in der Effizienz sorgt für die Einsparung von 137 € Spritkosten per Jahr. In der Nasshaftung ist er mindestens ebenso gut und der Aufpreis beträgt 90,40 €. Das bedeutet:

Geld sparen durch den Kauf eines teureren Premium-Reifens!

Nun sind Reifen nicht nach 20.000 km abgefahren. Dennoch braucht der bessere Reifen nicht einmal die Jahresfahrleistung um den Aufpreis wieder herein zu holen.

Der Spritsparrechner von Lanxess bietet neben dieser einfachen Berechnung anhand der Effizienz-Klassen auch noch die Möglichkeit die Kalkulation zu verfeinern. Um sich selbst ein Bild von den Einsparmöglichkeiten zu machen, sollte man sich den Online-Rechner selbst mal anschauen. Lanxess bietet dieses Rechner auch als App für das eigene Handy an. Damit hat man den Spritrechner beim nächsten Reifekauf dann bereits in der Hosentasche. Ziemlich praktisch.

Im übrigen sagt das Reifenlabel auch noch etwas zum Thema Komfort aus. Je leiser ein Reifen, desto angenehmer der Eindruck. Daher hat das Label als dritten Wert auch noch die Lautstärkeangabe in dB vermerkt.

Und wehe mir sagt noch einmal jemand, Auto fängt mit „Au“ … 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

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