Wird der Sprit im nächsten Jahr teurer?

Wenn der ADAC recht behält, steigen ab Januar die Preise für Sprit sprunghaft an. Aktuell liegt der Liter Super E10 bei durchschnittlich 1,20 Euro und der durchschnittliche Dieselpreis hat sich bei 1,06 Euro eingependelt. Zehn Cent mehr können es im Januar sein und für diese Preissteigerung gibt es gleich mehrere Gründe.

Wovon hängt der Benzinpreis ab?
Viele Autofahrer, die sich über die ständig wechselnden Preise für Benzin und Diesel ärgern, fragen sich, wie sich die Preise überhaupt zusammensetzen. Ein Faktor ist der Preis für ein Barrel Öl, ein weiterer Aspekt ist aktuell auch die Corona-Krise. Im Zuge der Krise sackte der Spritpreis so stark ab, dass am US-Markt negative Preise notiert wurden. Lag der Preis für ein Barrel Öl im Frühling noch bei 40,- US-Dollar, so ist er jetzt wieder auf 50,- Dollar gestiegen. Wie es allerdings weitergeht, ist noch unklar, da die Verhandlungen der OPEC noch ausstehen. Ein zweiter Faktor ist der Kurs des Dollars. Momentan ist der Euro stark, wodurch eine Ölpreiserhöhung aufgefangen wird.

Was macht die Politik?
Auch die Politik hat beim Spritpreis ein Wort mitzureden. Im Mai dieses Jahres hat die
Bundesregierung beschlossen, den Preis für den Ausstoß von einer Tonne CO2 bei 25,- Euro festzulegen. Dies wird dazu führen, so der ADAC, dass der Preis für einen Liter Benzin um sieben und für einen Liter Diesel um acht Cent steigt. Dazu kommt noch die Mehrwertsteuer, die am 1. Januar 2021 sehr wahrscheinlich wieder auf 19 Prozent steigt. Für die Autofahrer bedeutet das: Sie müssen noch einmal drei Cent mehr bezahlen. Zehn bis elf Cent wird der Sprit teurer, allein nur durch den Einfluss der Politik.

Die Preise schwanken
Dass die Preise für Benzin und Diesel stark schwanken, ist jedoch nur ein schwacher Trost. Allein im November kostete der Sprit im Schnitt 20 Cent weniger als noch zu Beginn des Jahres 2020, beim Diesel waren es sogar durchschnittlich 24 Cent pro Liter.

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