Nio

NIO ET5 und EL 7 vorgestellt

Der Nio EL 7 wird im Ausland als ES 7 angeboten

Mit dem ET 7 will Nio vor allem zeigen, was bei der Marke heute schon geht. In Sachen Volumen dürfte dagegen die kleinere Limousine ET 5 die Nase vorn haben. Und dann kommt da noch ein Modell, gegen dessen Bezeichnung ein deutscher Premiumhersteller zunächst Einspruch erhoben hatte.

Nach dem jetzt erfolgten Verkaufsstart der Luxuslimousine ET 7 in Deutschland will der chinesische Autohersteller Nio schnell mit weiteren Modellen nachlegen. Ab sofort bestellbar ist die Mittelklasse-Limousine ET 5. Der 4,79 Meter lange Fünftürer ähnelt seinem größeren Schwestermodell, wirkt aber deutlich filigraner. Dank des Radstands von 2,88 Metern bietet der Fünfsitzer Raum wie eine Oberklasse-Limousine mit Verbrennungsmotor.  

Beschleunigt wird der ab März kommenden Jahres in Deutschland erwartete Nio 5 von zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 360 kW/490 PS, die jeweils eine Achse antreiben und somit einen Allradantrieb generieren. Das Drehmoment wird mit 700 Newtonmetern angegeben. Der Limousine beschleunigt in 4,3 Sekunden auf 100 km/h.

Schon im Januar werden die ersten Auslieferungen der elektrischen SUV EL 7 erwartet. Das Fahrzeug ist in China als ES 7 bekannt, musste aufgrund eines Einspruchs von Audi für Europa umbenannt werden. Man befürchtete eine zu große Ähnlichkeit mit Fahrzeugen wie dem S7. Der Fünfsitzer wird ebenfalls von zwei Elektromotoren angetrieben, die wie im Nio ET 7 hier 480 kW/654 PS leisten und 850 Newtonmeter Drehmoment bereitstellen.

Ab sofort bestellbar ist die Mittelklasse-Limousine ET 5

Auch der ET 5 und der EL 7 werden nicht zu kaufen sein, sondern ausschließlich im Leasing, vor allem für Gewerbetreibende, und im Abonnement erhältlich sein. Das spezielle Abo-Modell sieht wahlweise eine feste Variante mit Laufzeiten von 12 bis 60 Monaten zum festen Preis oder eine Flex-Variante mit Laufzeiten von einem bis 60 Monaten zu einer anfangs sehr hohen, über die Zeit aber fallenden Rate vor. Hier kann das Abo monatlich gekündigt werden.

Für den ET 5 mit der 75-kW/h-Batterie beginnt das Flex-Abo ab 1.250 Euro, wobei Kosten für Versicherung oder Winterräder inkludiert sind. Die Festrate startet bei 1.000 Euro. Das SUV EL 7 kostet im Abonnement ab 1.670 Euro (Flex) bzw. 1.300 Euro (Festrate).

Beide Modelle verfügen wie der Nio ET 7 wahlweise über einen Akku mit 75 oder 100 kW/h Reichweite. Im ersten Halbjahr 2023 soll für alle drei Modelle eine weitere Batterie mit 150 kW/h Kapazität angeboten werden, die als technische Neuheit als Semifeststoff-Batterie bezeichnet wird. Mit ihr sollen Reichweiten bis an die 1.000-km-Grenze ermöglicht werden. Allerdings wurde diese Zahl bislang noch nicht in der Praxis bzw. in unabhängigen Tests verifiziert.

Wie das Spitzenmodell ET 7 sind durch das Gleichteilesystem auch die beiden kommenden Fahrzeuge swapfähig. Das heißt, sie können ebenfalls an einer der noch größtenteils im Aufbau oder Planung befindlichen Stationen ihre Batterien innerhalb von fünf Minuten vollautomatisch austauschen lassen.  

Der Nio EL 7 wird im Ausland als ES 7 angeboten

In China hat Nio bereits über 1.200 solcher sogenannter Swap-Stations gebaut. In Deutschland sind bisher erst drei am Start, in Berlin, in der Nähe von Düsseldorf und an der A8 in Bayern. Noch in diesem Jahr will Nio in Europa auf 20 Stationen kommen, im nächsten Jahr sollen es 120 sein. Da die Marke bislang nur in Norwegen, Dänemark, Schweden und Deutschland am Start ist, wird laut Nio-Deuschland-Geschäftsführer Ralph Krantz der „größte Teil“ der neuen Stationen in Deutschland entstehen.

Die Wechselstationen sollen vor allem entlang der Autobahnen platziert werden, um so auch längere Reisen ohne Reichweitenangst oder langwieriges Nachladen zu ermöglichen. Zudem will Krantz Stationen an den Einfahrtschneisen großer Städte sowie in Stadteilen mit hohem Altbauanteil errichten, wo meist eine gut situierte Klientel wohnt, es aber anderseits wenig Möglichkeiten für den Einbau eine eigenen Wallbox gibt. Der Aufbau des Netzes wird allerdings Zeit kosten, weil die Stationen recht groß sind und Platz sowohl in den Städten als auch an Autobahnraststätten knapp ist.

Peter Eck/SP-X

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