Opel Insignia Country Tourer (2017) — Mittelklasse-Kombi mit Allradantrieb und SUV-Look

Opel Insignia Country Tourer (2017) — Mittelklasse-Kombi mit Allradantrieb und SUV-Look

Mit einem Sports Tourer in Offroad-Optik komplettiert Opel die neue Insignia-Baureihe. Vierradantrieb mit Torque-Vectoring und 20 Millimeter Bodenfreiheit rechtfertigen das robuste Aussehen.

Noch ist Opels größte Baureihe kein Crossover oder SUV. Aber jetzt bekommt der neue Insignia als Country Tourer die optischen Merkmale des Boom-Segments und mit einem aufwendigen Allradantrieb sowie 2 Zentimeter mehr Bodenfreiheit die größere Berechtigung sie zu tragen als etwa der Crossland X, den es nur mit Frontantrieb geben wird.

Der neue Insignia Country Tourer feiert auf der IAA 2017 in Frankfurt (14. – 24. September) Weltpremiere und rollt kurz darauf zu den Händlern. Bestellbar ist er bereits ab Juni.

Anders als bei den in Kooperation mit Peugeot entstehenden Crossover-Modellen Crossland und Grandland X (das Schwestwermodell des Peugeot 3008 steht ebenfalls auf der IAA) hat der Insignia Conuntry Tourer Allradantrieb (zumindest gegen Aufpreis wie beim Vorgänger). Dann trägt er an der Hinterachse statt eines konventionellen Hinterachsdifferenzials, das Drehmoment zu gleichen Teilen an die Räder leitet, zwei elektrisch gesteuerte Lamellen-Kupplungen. Sie erlauben eine radselektive Kraftübertragung – unabhängig vom Bodenbelag.

Torque Vectoring und Adaptiv-Dämpfer

Damit wird so genanntes Torque Vectoring möglich: Wenn der Wagen in engen, schnell angegangenen Biegungen zu untersteuern beginnt, leitet das System je nach Gasbefehl und Lenkeinschlag in Sekundenbruchteilen mehr Drehmoment an das kurvenäußere Hinterrad. Das stabilisiert das Fahrzeug. Zudem soll der Insignia damit präziser einlenken und direkter reagieren.

Fahrwerksseitig sollen eine Fünflenkerhinterachse und das so genannte Flex-Ride-Fahrwerk das agile Handling und die Kontrollierbarkeit unterstützen. Flex-Ride heißt vor allem adaptive Stoßdämpfer. Sie sind in ihrer Charakteristik genauso in drei Modi (Standard, Sport und Tour) verstellbar sind wie Lenkung, Gaspedalkennlinie und Schaltpunkte (wenn die optionale 8-Gang-Automatik an Bord ist). Eine neue Software namens „Drive Mode Control“ soll zudem permanent alle Sensoren sowie Einstellungen auswerten und den individuellen Fahrstil erkennen.

Motoren mit bis zu 260 PS

Bei den Motoren verspricht Opel ein „breites Antriebsportfolio“ – vermutlich die Maschinen der anderen Insignia-Varianten abzüglich der Basisversionen. Das könnte heißen: 1,5- und 2,0-Liter-Benziner mit 165 und 260 PS sowie den 2,0-Liter-Diesel mit 170 PS und später dessen Biturbo-Variante mit mehr als 200 PS. Vermutlich sind alle Motoren mit der Achtstufen-Automatik kombinierbar.

Karosse vom Kombi

Innen ist der Country Tourer natürlich genauso geräumig wie der rund 5 Meter lange Sports Tourer mit dem geräumigen Fond. Um das Gepäckabteil zu vergrößern, lässt sich die zweite Sitzreihe per Tastendruck vom Kofferraum aus dreifach im Verhältnis 40:20:40 umklappen. Maximal passen dann 1.665 Liter hinter die Vordersitze – über 130 Liter mehr als beim Vorgänger. Und die serienmäßige Dachreling schultert bis zu 100 Kilogramm Dachlast.

Wenn dort im Winter Ski montiert werden freuen sich die Passagiere hinten über die beheizbaren äußeren Fondsitze, der Fahrer über beheizbare Windschutzscheibe und Lenkrad.

Die Heckklappe öffnet auf Wunsch per Fußkick unter die Stoßstange. Ein auf den Boden projiziertes Piktogramm zeigt dabei an, wo man kicken muss. Die Klappe öffnet und schließt dann, ohne das Fahrzeug berühren zu müssen.

LED-Licht und Head-Up-Display gegen Aufpreis

Bei den Technik-Features ist der Country Tourer ganz Insignia. Zu habe sind das LED-Licht mit 32 Segmenten mit Kurvenlichtfunktion, Head-Up-Display, 360-Grad-Rundum-Kamera, adaptiver Geschwindigkeitsregler ACC (Adaptive Cruise Control) mit automatischer Gefahrenbremsung, aktiver Spurhalte-Assistent mit automatischer Lenkkorrektur und der Rückfahr-Assistent. Wie schon im Astra vernetzen Apple CarPlay und Android Auto den Country Tourer mit Smartphones.

Individuelle Farbe nach Vorlage

Auch für den Insignia Country Tourer gibt es das Individualisierungs-Konzept Opel Exclusive. Es enthält 15 Farben zusätzlich zum regulären Programm und vor allem lässt sich jede erdenkliche Lacknuance ganz individuell gemäß Bildvorlage komponieren. Spezielle Felgendesigns und Lederinterieur-Optionen gehören außerdem dazu.

Der Insignia Country Tourer startet zum Einstiegspreis von 34.885 Euro für den 165-PS-Benziner. Die hochwertiger ausgestattete Exclusive-Version startet ab 35.885 Euro. Bestellbar ist er ab sofort, zu den Händlern rollt er direkt nach seiner Premiere auf der IAA Ende September.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/opel-insignia-country-tourer-2017-daten-infos-preis-marktstart-3562354.html

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