Piëch Automotive will bald groß ins Autobusiness einsteigen. Auf einer modularen Plattform sollen neben eigenen Autos auch Fahrzeuge anderer Hersteller entstehen.

Zu den Highlights des diesjährigen Genfer Autosalons (7. bis 17. März) zählt der Elektrosportwagen Mark Zero der neuen Automarke Piëch Automotive. Den Namen Piëch dürften viele mit dem langjährigen VW-Chef Ferdinand Piëch verbinden. In diesem Fall hat allerdings sein Sohn Anton das neue Unternehmen gänzlich unabhängig von Volkswagen 2016 ins Leben gerufen. Der Mark Zero ist das Erstlingswerk, dem in wenigen Jahren weitere Modelle mit rein elektrischen Antrieben folgen sollen.

Mit dem Mark Zero Concept zeigt das junge Unternehmen Piëch Automotive sein Erstlingswerk vor

Technisch wie optisch ist der Mark Zero ein imposantes Statement. Angesichts der klassischen GT-Silhouette könnte man den Stromer auf den ersten Blick für einen typischen Aston Martin halten. Auch die Fahrleistungen des 4,43 Meter langen Zweisitzers wären eines Vertreters der britischen Traditionsmarke durchaus würdig. Dank drei jeweils 150 kW/204 PS starken E-Motoren soll der 1,8-Tonner in 3,2 Sekunden Tempo 100 erreichen. Maximal sind 250 km/h drin. Dank neuartiger Batteriezellen der Firma Desten kann der luftgekühlte Energiespeicher 500 Kilometer Reichweite sowie eine 80-Prozent-Ladung in unter fünf Minuten ermöglichen. 

Eigentlich sieht der Mark Zero wie ein klassischer Sportwagen aus, doch unter der elegant geschnittenen Hülle steckt ein Elektroantrieb

Der Mark Zero, in Genf als Konzept deklariert, soll Teil einer ab 2022 verfügbaren Modellfamilie werden, die Piëch noch um einen Viersitzer und ein SUV erweitern will. Preislich soll der Sportwagen zwischen 150.000 bis 170.000 Euro liegen. Auch weitere Konzepte auf der grundsätzlich modular ausgelegten Plattform sind denkbar. Theoretisch sind bis zu sechzig Varianten möglich. Zudem eignet sich die Plattform für verschiedene Antriebe. Neben E- sind auch Verbrennungsmotoren, verschiedene Hybride oder eine Brennstoffzelle denkbar. 

Möglicherweise 2022 könnte der Mark Zero in Serie gehen

Eine weitere Besonderheit des modularen Konzepts ist es, Fahrzeuge über längere Zeiträume technisch aktuell zu halten. Neben Software sollen auch Hardware-Komponenten wie etwa die Batterie austauschbar sein. Die modulare Struktur will Piëch im B2B-Geschäft in einem nächsten Schritt auch anderen Herstellern anbieten. Doch zunächst muss die neue Automarke noch einen Partner finden, der die Piëch-Stromer bauen wird.

Der Preis für den elektrisch getriebenen GT könnte zwischen 150.000 und 170.000 Euro liegen