Detroit 2014 – Porsche 911 Targa

Was für eine Show. Unfassbar die Details. Aber kaum hatte sie begonnen, war sie auch schon wieder vorbei. Gemeint ist damit nicht die Enthüllung des 991 Targa gewesen, sondern der Vorgang der Dach-Öffnung an sich. Eine echte Show. Porsche hat mit dem neuen 911 Targa ein Stück Pornographie für Techniker auf die Bühne in Detroit gestellt.

Porsche 911 Targa

Es ist nicht viel mehr als die Wiedergeburt einer Legende. Und Porsche wäre nicht Porsche, würde man das nicht mit speziellen, mit ganz eigenen und vor allem mit technisch anspruchsvollen Lösungen erledigen. Wer im Porsche der Baureihe 991 nach Frischluft schreit, der musste zum Cabrio greifen. Mit den Vor- und Nachteilen eines großen Stoffdaches. Mit dem Plus an Fahrzeuggewicht. Mit der veränderten Optik. Damit ist jetzt wieder Schluss. Es hat immerhin fast 20 Jahre gedauert, bis der Targa wieder zu dem wurde, was er einmal war. Ein Sportwagen mit grenzenloser Kopffreiheit und einem markanten Bügel. Das war schon 1965 beim ersten Targa nicht anders.  Seit der Baureihe 993 war der Targa ein „Glasdach-Coupe“ mit großer Frischluft-Luke.

Der neue Targa besitzt ein kleines Stoff-Mützchen und wer dieses lüpfen will, der erlebt die große Technik-Party. Zuerst rutscht die hinter Glaskuppel aus der Verankerung, schwenkt leicht nach oben und macht Platz für das Stoffdach. Bevor sich dieses per Klapp-Bügel und akkurater Bügelfalte hinter den Targa-Bügel legt, klappen zwei Aluminium-Deckel weg und geben dem Metallrahmen des Daches die Freiheit, den angestammten Platz zu verlassen. Danach schwenkt die Glaskuppel wieder nach vorne, die beiden Alu-Deckelchen klappen wieder an ihren Platz und der Himmel ist frei. Das Dach verschwindet vollständig aus dem Sichtfeld des Fahrers.

Bei geöffneten Seitenscheiben dürfte fast Cabrio-Feeling aufkommen.  Dem nächsten Trip nach Monaco steht dann nichts mehr im Weg. Dafür der Himmel offen.

Porsche bietet den neuen Targa derzeit NUR als Targa 4 mit Allradantrieb an. Der Basis-Boxer mit 3.4 Liter Hubraum bringt 340 PS mit und die Targa 4S-Version fährt mit dem 3.8 Liter Boxer vor, der wie üblich 400 PS und 440 Nm Drehmomement für die „Teilzeit-Open-Air“ Party bereitstellt.

Party on – Porsche!

Wenn da nicht der Preis wäre. 109.338 Euro für den Targa und 124.094 € für den Targa S. Wie immer ohne Extras, versteht sich.

Der Marktstart ist pünktlich für den kommenden Sommer – im Mai 2014.

 

Previous ArticleNext Article
Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger