Rechner zur Reifenumrüstung

Felgen: Die ET erklärt

Die Felgen können durch Form, Farbe und Größe den Gesamteindruck des Fahrzeugs stark beeinflussen. Der Zubehörmarkt bietet für jedes gängige Fahrzeugmodell eine scheinbar endlose Auswahl an passenden Felgen, oftmals mit unterschiedlichen technischen Angaben. Eine der für die Passgenauigkeit der neuen Traumräder wichtigsten Einträge ist hier die sogenannte Einpresstiefe, oder kurz, ET.

Was die Einpresstiefe bedeutet

Damit eine Felge optimal im Radkasten sitzt, ist es meist notwendig, den Radflansch, also die Kontaktfläche, an welcher die Felge mit dem Fahrzeug verschraubt wird, leicht außermittig zur Längsachse der Felge zu positionieren. Diese Abweichung wird als “ET” in Millimetern angegeben.

Befindet sich der Radflansch exakt in der Mitte der Felgenlängsachse, so wird die Einpresstiefe mit ET0 bezeichnet.

Wenn der Radflansch jedoch beispielsweise 20 Millimeter zur Außenseite der Felge hin versetzt ist, würde dieses durch eine Einpresstiefe von ET20 gekennzeichnet sein. Je größer die Einpresstiefe gewählt wird, desto weiter ragt die Felge in den Radkasten zur Fahrzeugmitte hinein, die Spur wird schmaler.

Sobald die Auflagefläche jedoch von der Längsachse her gesehen weiter ins Felgeninnere versetzt ist, ergibt sich eine negative Einpresstiefe, bei der Beispielfelge mit einer Abweichung von 20 Millimetern also ET-20. Bei einer negativen Einpresstiefe verbreitert sich die Spur, da die Felge um die negative Einpresstiefe nach außen versetzt wird.

Die richtige Einpresstiefe ist Fahrzeugabhängig

Bei der Wahl der Einpresstiefe ist vor allem die Felgenbreite der ausschlaggebende Faktor. Grundsätzlich gilt, dass mit steigender Breite die Einpresstiefe geringer ausfallen sollte, damit das Rad nicht an Teilen des Fahrwerks oder der Federung schleift.

Ist die Felge jedoch zu breit oder die Einpresstiefe zu gering, könnte das Rad an der Kotflügelkante schleifen oder gar über den Kotflügel herausragen.

Um solche Extremfälle zu vermeiden, gibt es vom Hersteller meist Listen, welche Felgen- Reifenkombination für welches Fahrzeug geeignet ist. Als erster Anhaltspunkt kann auch ein Blick in den Fahrzeugschein helfen, dort sind die zugelassenen Felgenbreiten oftmals aufgeführt.

Auch die momentan montierten Felgen können nützliche Daten liefern:

Die Angabe zur Einpresstiefe ist üblicherweise in die Innenseite der Felge eingeschlagen, somit lassen sich mit der Kombination aus der Serienmäßigen ET und Felgenbreite Rückschlüsse zu passenden Zubehörfelgen treffen.

Die perfekte Felge hat die falsche ET

Es ist sehr ärgerlich, wenn sich bei der Recherche zur Wunschfelge herausstellt, dass diese nicht mit der für das eigene Fahrzeug passenden Einpresstiefe erhältlich ist.

Sollte die ET zu hoch ausfallen, können sogenannte Spurplatten Abhilfe schaffen. Dabei handelt es sich um flache Metallscheiben, welche zwischen dem Radflansch der Felge und der Kontaktfläche am Wagen montiert werden. Die Einpresstiefe der Felge wird somit durch die Dicke der Spurplatte verringert. Wird beispielsweise eine ET25 für das Fahrzeug benötigt, lässt sich eine Felge mit einer ET30 mittels einer 5 Millimeter dicken Spurplatte auf eine passende Gesamteinpresstiefe von ET25 reduzieren.

Ist die ET dagegen zu gering, lassen sich die Felgen nur über Modifikationen an der Karosserie wie beispielsweise das Bördeln oder Verbreitern der Kotflügel montieren.

In jedem Fall sollte vor einer individuellen Anpassung durch Spurplatten oder Karosserieverbreiterung Rücksprache mit einem TÜV-Sachverständigen gehalten werden, ob die vorliegenden Gutachten zur Eintragung per Einzelabnahme berechtigen.

Vorspur – Was ist das?
Sie kennen sich mit Autos aus, wissen jedoch nicht genau, was die einzelnenen Begriffe bedeuten? Sie verstehen nicht, was eine Vorspur ist, suchen allerdings nach einer Erklärung? Dann sind Sie hier genau richtig. Wir erklären Ihnen in diesem kurzen Artikel, was die Vorspur ist, wie sie funktioniert bzw. eingestellt werden soll und auf was Sie dabei achten sollten.

Gemessen an den Felgenhörnern wird die Gesamtspur der KFZ Achse mit folgender Differenz ermittelt. Die Abstände zwischen den vorderen und hinteren Rädern zur Achse werden hier gemessen. Die Spur wird mittlerweile mit modernen Achsmessgeräten in Winkelminuten statt Millimeter gemessen, wodurch der Wert nicht ausschließlich auf den Felgendurchmesser bezogen wird. Als Einzelspur bezeichnet man den Winkel eines Rades in Bezug auf die Fahrzeuglänge. Dies bezieht sich jedoch nur auf die Hinterräder, bei den Vorderrädern wird in Bezug auf die geometrische Fahrachse gemessen. Sie sollten wissen, dass ein geradeaus laufen des Rades den geringsten Reifenverschleiß hat. Die Kräfte, welche hierbei an den Rädern Ihres KFZ entstehen, drücken wegen der Elastizität in den Radaufhängungen nach vorne außen. Deshalb radieren sich Ihre Räder an der Innenseite vorzeitig ab. Um Ihre Räder langlebig zu erhalten, stellt man diese bei nicht angetriebenen Achsen auf die Vorspur ein.

Was bedeutet das bei heckgetriebenen Fahrzeugen?
Die Spur hat generell einen immensen Einfluss auf das Fahrverhalten Ihres Fahrzeugs. Unter Vorspur versteht man den Winkel welchen die Räder an einer Achse zueinander einnehmen. Sollten die Räder Ihres Fahrzeugs an der Achse parallel zueinander sein, so haben diese 0 Grad Vorspur. Stehen die vorderen Enten Ihre Rede dicht zusammen, also die hinteren Enden, dann hat ihr Auto Vorspur.

Wie genau funktioniert das Einstellen der Vorspur?
Der Geradeauslauf Ihres Fahrzeugs kommt dadurch zustande, dass die beiden Vorderräder nicht eigenständig lenken, sondern dass sich die sich gegeneinander gerichteten Lenkkräfte des linken und rechten Vorderrad ausgleichen. Bei Vorspur lenkt das rechte Rad Ihres Fahrzeugs etwas nach links und das linke Rad etwas nach rechts. Auf sehr unebenen Straßen sollten Sie auf die Verwendung von sehr viel Vorspur verzichten, da sich ansonsten der Verschleiß immens erhöht. Da ein Rad auf einer unebenen Strecke häufig besseren Kontakt zum Boden hat als das andere, ist der lenkende Einfluss dieses Rad wesentlich stärker. Ihr Fahrzeug läuft in diesem Fall nicht mehr einwandfrei geradeaus, da die Präzession des Geradeauslaufs stark zu wünschen übrig lässt. Dies kann für Sie sehr problematisch werden, falls Sie beispielsweise auf einer schmalen Gerade überholen möchten und Ihre Strecke sehr uneben ist. In diesem Fall fährt ihr Auto zwar einigermaßen geradeaus doch, wie bereits erwähnt, fehlt die Präzession. Ebenso ist es bei Fahrten auf griffigen Strecken. Auch hier sollten Sie auf die Verwendung von viel Vorspur verzichten da die Lenkkräfte einen Teil der vorwärts gerichteten Antriebskraft zu stark verbrauchen. Dies bedeutet, dass sich die Höchstgeschwindigkeit Ihres Fahrzeugs verringert.

Bei griffigen oder unebenen Straßen sollten Sie also auf Vorspur verzichten, da diese die Fahrqualität enorm beeinflussen kann und Ihr Fahrspaß darunter leidet. Auch die Langlebigkeit Ihres Fahrzeugs wird vernachlässigt, da der Verschleiß der Reifen und Räder enorm erhöht wird.

Wie liest man die Angaben auf Reifen?
Jeder Autofahrer muss sich früher oder später einmal mit den Reifen seines Fahrzeuges beschäftigen. Wer sich diese genau ansieht wird feststellen, dass dort diverse Angaben zu finden sind. Doch wie liest man die Angaben auf Reifen richtig? Die Antwort auf diese Frage finden Sie hier.

Diese Angaben können Sie finden

Bei einem Blick auf Ihre Reifen werden Sie schnell einen Schriftzug mit dem Namen des Herstellers finden. Des Weiteren werden Sie eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben finden. Diese beginnt mit einer dreistelligen Zahl gefolgt von einem schrägen Strich und einer weiteren zweistelligen Zahl. Es folgen ein Buchstabe, eine zweistellige Zahl, eine zwei- oder dreistellige Zahl und ein weiter Buchstabe. Außerdem finden Sie auf der Reifenflanke eine weitere Nummernfolge sowie ein E-Prüfzeichen.
Bei manchen Reifen können Sie außerdem ein Alpinsymbol mit den Buchstaben M+S finden. Auch ein Pfeil kann auf den Reifen vorhanden sein.

Das bedeuten die einzelnen Zeichen

Der Schriftzug mit dem Namen des Herstellers hat keine weitere Bedeutung.
Die einzelnen Abschnitte der Zahlen- und Buchstabenkombination beziehen sich auf unterschiedliche Angaben. Die erste dreistellige Zahl gibt die Reifenbreite in Millimeter an.
Die folgende zweistellige Zahl gibt das Verhältnis von Reifenbreite zu Reifenhöhe in Prozent an. Eine niedrige Prozentzahl weist auf einen dünnen Reifen hin.
Auf diese zweistellige Zahl folgt ein Buchstabe. Dieser steht für die Bauart des Reifens. In der Regel dürfte dort ein R für Radialreifen stehen. Folgt dem R noch ein F, so handelt es sich um einen Notfallreifen. Bei Oldtimern kann es sich auch um ein D für Diagonalreifen handeln. Unbedingt zu beachten ist, dass im Regelfall alle montierten Reifen der gleichen Bauart entspringen müssen. Für das Notfallrad gilt diese Regelung selbstverständlich nicht.
Die erste der zwei anschließend folgenden zweistelligen Zahlen gibt den Durchmesser der Felgen in Zoll an.
Die zweite wiederum ist eine Kennzahl für den Lastindex des Reifens. Mit dieser kann mittels einer Lastindextabelle die maximal zulässige Belastung der einzelnen Reifen ermittelt werden. Ihrem Fahrzeugschein können Sie entnehmen, welche minimale Belastung die von Ihnen genutzten Reifen aufweisen müssen.
Der letzte Buchstabe dieser Kombination steht für die zugelassene Höchstgeschwindigkeit. Anhand einer speziellen Tabelle für den Geschwindigkeitsindex können Sie mit Hilfe des Buchstabens die für den Reifen zugelassene Höchstgeschwindigkeit ermitteln.
Die Nummernfolge auf der Reifenflanke gibt die DOT-Nummer an. Dieser können Sie anhand der letzten vier Ziffern das Produktionsjahr des Reifens entnehmen. Die ersten beiden Ziffern geben die Woche und die letzten beiden Ziffern das Jahr der Produktion an.
Das E-Prüfzeichen ist ein reines Sicherheitsmerkmal. Jeder Reifen der auf Fahrzeugen mit einer zugelassenen Geschwindigkeit von über vierzig km/h montiert ist, muss dieses Prüfzeichnen vorweisen.
Der Pfeil auf einigen Reifen steht für die Rotationsrichtung. Er dient als Hilfe bei der Montage des Reifens.
Das Alpinsymbol mit den Buchstaben M+S kennzeichnet Reifen, die auch bei Matsch und Schnee zulässig sind.

Wo steht die DOT-Nummer?

Die sogenannte DOT-Nummer ist außen auf der Reifenflanke zu finden. Das Kürzel “DOT” steht für “Department of Transportation” und bezeichnet einfacher ausgedrückt das Herstellungsdatum der Reifen.
Wobei die ersten zwei Ziffern die Produktionswoche und die hinteren beiden Ziffern das Produktionsjahr angeben.
Hat zum Beispiel ein Reifen den Aufdruck “DOT 1514” bedeutet das, dass der Reifen in der 15. Kalenderwoche des Jahres 2014 hergestellt wurde.
Nichts hält ewig und das ist eben auch bei Autoreifen so, grundsätzlich sollten Reifen deshalb nach 8 Jahren ersetzt werden.
Das Alter der Reifen lässt sich also ganz einfach an der DOT-Nummer erkennen!

Die Entstehung der DOT-Nummer

Bereits in den 70er-Jahren wurde vom Verkehrsministerium der Vereinigten Staaten die sogenannte DOT-Nummer eingeführt.
Im Laufe der Zeit wurde die DOT-Nummer zum Standard und ist mittlerweile auf allen Reifen zu finden.
Die “DOT” setzt sich aus vier Bestandteilen zusammen, Sie können daher neben dem Werkskürzel auch die Reifengröße und den Produktionszeitraum ablesen.
Anhand dieser Nummer können Sie also erkennen, wann und wo der Reifen produziert wurde.
Bei manchen Reifen kommt es vor, dass die DOT-Nummer aus nur drei Ziffern besteht.
In diesem Fall wissen Sie, dass der Reifen vor dem Jahr 2000 hergestellt wurde, nur die letzte der drei Ziffern deutet auf das Herstellungsjahr des Reifens hin.
Ist beispielsweise die DOT-Nummer “346” aufgedruckt, so deutet dies auf ein Produktionsdatum im Jahr 1986 oder 1996 hin.

Das Alter der Reifen

Ob nun Reifen dauerhaft befahren oder über einen längeren Zeitraum eingelagert werden, macht keinen großen Unterschied.
Mit der Zeit gibt es auch Altersspuren an eingelagerten Reifen, welche zum Beispiel durch Licht und Wärme entstehen.
Ist der Ort an dem die Reifen gelagert werden zu hell oder zu warm, dann kann sich das auf die vorzeitige Alterung der Reifen auswirken.
Die vorzeitige Alterung macht sich durch Risse oder poröses Material bemerkbar.
Sollten Sie ihre Reifen ohne Felgen lagern, dann ist es ideal wenn Sie ihre Reifen stehend lagern.
Reifen mit Felgen können allerdings auch aufeinander gestapelt werden, wobei Reifen ohne Felgen einmal im Monat gewendet werden sollten.
Auch Feuchtigkeit wird vom Gummi der Reifen nicht so gut vertragen und lässt die Reifen schneller altern.
Der wichtigste Faktor in punkto Sicherheit und Fahrbarkeit der Reifen ist allerdings die Profiltiefe.
Des Weiteren sollte von Zeit zu Zeit auch der technische Zustand der Pneus überprüft werden.
Am meisten wirkt sich hierbei der Abrieb der Laufflächen, die Stärke und Regelmäßigkeit der Belastung und unterschiedliche Temperaturen auf die Reifen aus.
Auch wenn das Material (der Gummi) der Reifen meist über 10 Jahre hält, müssen Reifen bereits zuvor aufgrund des mangelhaften Reifenprofils ausgetauscht werden.

Wann sollten Reifen ersetzt werden?

In der Regel empfehlen Experten die Reifen nach spätestens 10 Jahren zu tauschen, das gilt sowohl für Sommer- als auch Winterreifen.
Reifen können allerdings schon viel früher altern, wie Sie anhand der oben genannten Beispiele sehen können.
Deshalb wird bei sechs Jahre alten Reifen empfohlen, diese regelmäßig auf Schäden und Risse zu überprüfen.
Anhand der DOT-Nummer können Sie das Alter der Reifen genau erkennen!