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Neuer Renault Clio

Außen Evolution, innen Revolution – die fünfte Generation des Renault Clio legt vor allem bei den wahren Werten deutlich zu. In Technik und Komfort haben die Franzosen kräftig investiert. Alte Clio-Freunde müssen allerdings auch Abschied nehmen können.

So offen wie Antoine Genin reden nur wenige Designer über die Schwächen eines Autos ihrer Marke: „Das Innere des Clio hat bisher einfach nicht gehalten, was das Äußere versprochen hat.” Innovativ, wertig und sportlich stehe der Kleinwagen da. Aber Material und Verarbeitung im Interieur sprechen eine andere Sprache. Der Bildschirm in der Mittelkonsole etwa sehe aus „wie ein Fernseher der siebziger Jahre.” 

Mehr weiche Stoffe und Kunststoffe werten den Clio spürbar auf

Zum Glück für seinen Arbeitgeber sprechen die Kunden nicht so ein hartes Urteil. Der Clio ist in Europa nach wie vor Marktführer seines Segments. 2018 haben die die Franzosen rund 1.000 Clio verkauft – jeden Tag. Mit Generation 5, die jetzt auf dem Genfer Autosalon präsentiert wird, will Renault den Erfolg fortsetzen. Und die Chancen stehen gut.

Äußerlich ist das Design jetzt noch etwas angespitzter, der Viermeter-Wagen einen Zentimeter kürzer und knapp drei flacher. Chromleisten und serienmäßiges LED-Licht lassen ihn mehr glitzern. Auf den ersten Blick ist der Unterschied zum Vorgänger aber nicht so augenfällig. Dennoch steht der Clio V auf einer komplett neuen Plattform.

Äußerlich ist das Design jetzt noch etwas angespitzter, der Viermeter-Wagen einen Zentimeter kürzer und knapp drei flacher

Wer sich hinters Steuer setzt, bemerkt sofort den Unterschied: Das Cockpit hinterm Lenkrad gibt es auf Wunsch komplett digital animiert. In den höheren Versionen fällt zudem ein hochkant stehender Monitor mit 9,3 Zoll Größe auf. Der größte Touchscreen in dieser Klasse macht viel Sinn: Denn dadurch lassen sich die Informationen hochaufgelöst auf dem Platz von zwei Sieben-Zoll-Bildschirmen übereinander anzeigen. Also etwa Navi oben und darunter das Musikprogramm und Telefonfunktion.

Das Cockpit hinterm Lenkrad gibt es auf Wunsch komplett digital animiert

Der Wohlfühlfaktor im Clio ist auch sehr gestiegen. Passagiere hinten müssen zwar mit sehr schmalen Fenstern vorlieb nehmen, aber dafür sitzen sie angenehm. Genin und seine Kollegen haben die Sitzlehnen ohne Komfortverlust dünner gestattet – und auch sonst clevere Platzlösungen gefunden. Die ganze Mittelkonsole mit Schaltknüppel, Klimareglern und Touchscreen etwa wandert nach oben. Das macht den Innenraum luftiger.

Trotz kürzerer Karosserie legt der Clio auch beim Kofferraum kräftig zu: 391 Litern Fassungsvermögen sind derzeit Bestwert in der Klasse. Wer größeres Gepäck mitnimmt, bekommt nach dem Umlegen der Rückbank eine ebene Ladefläche und unter einem doppelten Boden noch einmal Stauraum. Kisten muss der Packmeister aber über eine hohe Ladekante heben. Weitere Staufächer im Innenraum bieten zusätzliche 26 Liter Platz.


Mehr weiche Stoffe und Kunststoffe werten den Clio spürbar auf – bei den besseren Varianten jedenfalls. Die Basis, die wohl bei knapp 13.000 Euro loslegt, wird trotz reichlich Hartplastik aber auch nicht ärmlich aussehen. Schließlich sind ein kleinerer Touchscreen, Verkehrszeichenerkennung oder Spurhaltewarner auch da schon an Bord. Und ein Basis-Einliter-Benziner mit 65 PS.

Wer sich Richtung 20.000-Euro-Schallmauer bewegen kann, bekommt im neuen Clio bis zu 130 PS aus dem 1,3-Liter, der auch bei Mercedes arbeitet. Dazu passt die die sportliche Ausstattungslinie R.S. Line. Einen echten GT gibt es nicht. Die bis zu 100 PS eines neuen Einliter-Turbos werden aber auch schon flott loslegen. Den bietet Renault auch als LPG-Variante und mit Doppelkupplungsgetriebe an. Ob die beiden bekannten Diesel mit 85 und 115 PS ihren Weg nach Deutschland finden, hat Renault noch nicht entschieden.

Und auch bis zur Premiere des neuen Hybriden dauert es nach dem Marktstart im Sommer noch mindestens ein Jahr länger. Der elektrifizierte Clio wird seinen superkompakten E-Motor direkt am Getriebe haben, kombiniert mit einem 1,6-Liter-Sauger sind 130 PS Systemleistung drin. Ein, zwei Kilometer rein elektrische Startphase bringt die 1,2 kWh-Batterie auf der Hinterachse. Beim Baukasten-Bruder des nächsten Captur wird diese Batterie verzehnfacht – und das SUV so zum Plug-in-Fahrzeug. Anders aber als etwa beim ebenfalls ganz neuen Peugeot 208 ist aber vom Renault Clio keine rein elektrische Ausgabe in Sicht.

Bei den Assistenzsystemen sind nun auch automatischer Spurhalter, autonomer Geschwindigkeitsregler und sogar ein Stauassistent zu haben – leider vorerst nur im 1,3-Liter-Benziner. Das hält den Clio in der Mitte der Spur und beherrscht das Stop-and-Go. Adaptives Fernlicht und ein modernes Infotainment werden aber demokratischer auf die Versionen verteilt – wenn auch nur optional. Android Auto und Apple-Carplay sind integriert, das Handy induktiv ladbar. Die Funktionen lassen sich auch per eingebauter SIM-Karte updaten. Renault verspricht, ständig neue Apps und Funktionen nachzulegen.

Abgelegt haben die Franzosen allerdings beim Clio auch – nämlich die Kombi-Variante. Die ist mangels Nachfrage beim Nachfolger gestrichen. Statt „Grandtour” sollen platzbedürftige Kunden lieber den Captur kaufen. In Deutschland zumindest funktioniert das. Das SUV war 2018 der meistverkaufte Renault. Die Spitzenposition dürfte ihm in diesem Jahr der Clio Nummer 5 streitig machen. Denn der neue Captur kommt frühestens im Winter.

Renault Twingo: Neue Kleider für den Kleinstwagen

Der Renault Twingo: Seit 1993 ein echter Klein(st)wagen-Klassiker. Was einst als glubschäugiger Würfel mit genialem Raumkonzept begann, ist heute eine Kooperation von Mercedes-Benz – oder besser gesagt Smart – und Renault. Das spart natürlich Kosten und führt zu einem Knowhow-Transfer. Welche Qualitäten der kleine Franzose mit seinem Facelift bietet, wie sich die aktualisierte Optik zeigt und was sonst noch in ihm steckt? Einfach weiterlesen!

Ging ja nochmal glatt…

Ecken und Kanten? Nein, damit kann der facegeliftete Renault Twingo nicht dienen. Glatt und frisch rasiert gebärdet sich die aufgefrischte Modellvariante. Zwar bietet der Kleinwagen neue Hauptscheinwerfer, die jetzt über ein LED-Tagfahrlicht und integrierte LED-Blinker verfügen. Rabaukig oder eckig wirkt er aber auch damit nicht. Etwas auffälliger ist da eher die neue Frontschürze mit starker Kontur. Damit wirkt der Renault Twingo wenigstens etwas dynamischer und erwachsener. Beinahe erstaunlich: Seine seitlichen Lufteinlässe sind keine Attrappen, sondern leiten tatsächlich Kühlluft zu den Radkästen.

Am Heck ein ähnliches Bild: Aufregend wirkt der Twingo nicht. Aufgefrischt dagegen schon. So installierte Renault Rückleuchten in C-Form, deren Lichtsignatur im Dunkeln mehr Wiedererkennungswert geben soll. Darüber hinaus verbaute man an der Heckschürze Dekoreinsätzen, die den Kleinstwagen etwas in die Breite ziehen. Von der praktischen Seite zeigt sich der neue, höher positionierte Griff an der Heckklappe. Und während die neue Leichtmetallräder, die maximal 16 Zoll groß sind, weniger auffallen, stechen die neuen Außenfarben Mango-Gelb und Quarz-Weiß durchaus ins Auge. Um dem Renault Twingo noch mehr Individualität zu verleihen sind natürlich wieder zahlreiche optische Personalisierungen möglich.

Was kann der Renault Twingo im Innenraum?

Im Interieur, wie der Franzose sagen würde, sorgen neue Innenlook-Pakete für frischen Wind. Vor allem sorgen sie aber für mehr Farbe an der Instrumenteneinfassung, an den Lenkrad-Einstätzen, der Schalthebelumrandung und den Lüftungsdüsen. Hübsch: Farblich passende Nähte an den Sitzpolstern. Nicht wirklich auffällig, dafür aber durchaus praktisch gibt sich die neue Mittelkonsole, die nun zwei USB-Schnittstellen bereithält. Bei anderen Fahrzeugen ebenfalls kein Highlight, im Twingo aber neu: Das nun geschlossene Handschuhfach.

Beim Infotainment setzt Renault auf das vollkommen neue Mediasystem „EASY Link“, das das alte System „R-Link Evolution“ ablöst. Die App „R&GO“ soll damit ein komfortables Koppeln des Smartphones ermöglichen. Justiert wird alles über ein hochauflösendes 7-Zoll-Display, das eine gesteigerte Bedienfreundlichkeit sowie Apple Carplay und Android Auto bietet. Ein doppeltes Mikro sorgt derweil für eine verbesserte Sprachqualität, während der optimierte Sound der Audioanlage das Fahren mit Musik angenehmer macht. Außerdem neu ist die Vernetzung des kleinen Franzosen, die nun beispielsweise Navi-Updates “over the air“ ermöglicht. Und so zeigt der aufgefrischte Renault Twingo vielleicht nicht mehr Charakter, wohl aber Sinn für Praktikabilität. Tja, c´est la vie!

Renault Twingo: Neuer Look und neue Technik

Der Renault Twingo trägt das Tagfahrlicht nun in den Scheinwerfern. Und noch ein paar Details ändern sich im Frühling bei dem französischen Kleinwagen.

Gut vier Jahre nach Marktstart erhält der Renault Twingo ein umfangreiches Lifting. Neben Modifikationen am Design und einem moderneren Infotainment-System gibt es auch neue Einstiegsmotoren. Die Premiere feiert der modellgepflegte Kleinstwagen auf dem Genfer Salon (7. bis 17. März), beim Händler steht er ab Mai.

Auffälligste Änderung sind eine neue Frontschürze sowie neue Scheinwerfer, die nun auch das bisher separat montierte Tagfahrlicht beherbergen. Am Heck sorgen waagrechte Dekoreinsätze optisch für mehr Breite. Außerdem gibt es eine neue Kühlöffnung über den hinteren Kotflügeln, die die Luftversorgung des Heckmotors verbessern sollen. Abgerundet wird die Design-Erneuerung durch zusätzliche Lackfarben und Felgen. Innen finden sich eine geänderte Mittelkonsole mit Staufach und eine stabilere Hutablage. Darüber hinaus kommt nun die neueste Generation des Renault-Infotainment-Systems zum Einsatz, das nun auch Software-Updates per Fernwartung erlaubt.

Bei den Motoren haben die Franzosen den 1,0-Liter-Dreizylinderbenziner überarbeitet und bieten ihn künftig in zwei Ausführungen an: Das Basistriebwerk leistet 48 kW/65 PS, das stärkere kommt auf 54 kW/75 PS. Ebenfalls aufgefrischt präsentiert sich der 0,9-Liter-Turbo mit 68 kW/93 PS, der weiterhin auch mit Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar ist. Alle Motoren sind mit Start-Stopp-Automatik und Berganfahrhilfe gekoppelt. Preise für das Schwestermodell des Smart Forfour nennt der Hersteller noch nicht, aktuell sind mindestens rund 10.000 Euro fällig. 

Fahrbericht: Renault Talisman Initiale Paris und S-Edition

Um Besserverdiener von BMW oder Mercedes wegzulocken, rüstet Renault sein Flaggschiff Talisman in zwei Edelversionen auf. Die haben viele Luxus-Extras serienmäßig, die woanders Aufpreis kosten.

Französische Führungskräfte, Zahnärzte und Rechtsanwälte oder sonstige sogenannte Besserverdienende, haben eine lange Durststrecke hinter sich. Zumindest, wenn sie gerne eine Limousine aus ihrem Heimatland bewegen würden. Doch die französischen Hersteller sahen über Jahrzehnte zu, wie sich das deutsche Premium-Trio Mercedes, Audi und BMW auch auf der linken Rheinseite das lukrative Dienstwagen-Geschäft aufteilte. Jetzt könnte sich der Wind drehen: Renault wie Peugeot haben die obere Mittelklasse wiederentdeckt. Und bieten dabei auch spezielle Versionen, die Wünsche nach einem besonders feinen Innenleben oder mehr Muskeln unter Haube erfüllen.

Die „S-Edition“ unterscheidet sich nur in Details und zielt auf sportliche Kunden

Das gilt zum Beispiel für die zwei ab Dezember bestellbaren Talisman-Versionen „Initiale Paris“ und „S-Edition“, beide mit dem Vierzylinder-Turbobenziner mit 165 kW/225 PS und 1,8 Litern Hubraum. Damit reagiert Renault auf den gleichstarken Peugeot 508 GT, der allerdings mit 200 Kubikzentimeter weniger Hubraum auskommen muss. Beiden ist gemeinsam, dass sie in der 4,80 Meter-Klasse antreten, in der zum Beispiel auch die E-Klasse von Mercedes zu Hause ist. Das Preisniveau zwischen 41.000 und 45.000 Euro dagegen liegt eher im Bereich einer vergleichbar ausgestatteten C-Klasse.

Eher sportlich oder doch lieber elegant und komfortabel? Renault deckt mit den neu aufgelegten Top-Limousinen beide Launen ab, sie unterscheiden sich nur in Details, selbst die Daten sind fast identisch. Das neu entwickelte Triebwerk verfügt über einen Benzin-Partikelfilter und muss damit vor keinem der drohenden Sperrbezirke umdrehen. Der nach neuer Norm ermittelte, praxisnahe Verbrauch liegt bei 7,2 Litern auf 100 Kilometern. Für einen starken Benziner ein passabler Wert. Der gleiche Motor ist auch in der Familien-Großraumlimousine Espace, im Sportwagen Alpine A 110 oder dem GTI-Rivalen Megane RS zu haben.

Um Besserverdiener von BMW oder Mercedes wegzulocken, hat Renault seinem Flaggschiff Talisman gleich zwei Edelversionen spendiert, hier der Talisman Initiale Paris

Beim Initiale Paris ist zum Preis von 42.150 Euro eine lange Liste Extras serienmäßig: Voll-LED-Scheinwerfer, elektronisch geregeltes Fahrwerk inklusive Allradlenkung, Fernlichtassistent mit automatischem Abblenden bei Gegenverkehr, schlüsselloser Zugang, Bose-Audiosystem mit elf Lautsprechern, Navigationssystem und Head-Up-Display.

Einmal Platz genommen, offenbaren sich weitere serienmäßig Annehmlichkeiten. Die Sitze sind mit Nappaleder bezogen und verfügen über gesteppte Nähte. Anstatt des harten Plastikmaterials der einfacheren Talisman-Modelle besteht die Verkleidung des unteren Armaturenbretts dank Schaumfütterung den Weichheitstest per Daumendruck. Auf dem senkrecht stehenden 8,7-Zoll-Bildschirm können diverse Funktionen per Touchscreen aktiviert werden. Er dient auch als Monitor für die Rückfahrkamera. All diese Feinheiten verleihen dem Flaggschiff das erhoffte Premium-Ambiente. Die genannten Extras finden sich auch in der S-Edition (ca. ab 45.000 Euro) wieder, dort mit Attributen wie roten Nähten und Alu-Pedalen.

Diverse Extras finden sich auch in der S-Edition (ca. ab 45.000 Euro) wieder, dort mit Attributen wie roten Nähten und Alu-Pedalen

Auf der Tour locken vor den Toren von Paris viele Landstraßen rund um das berühmte Schloss Chantilly und die dazugehörende Galopprennbahn. Ein Terrain zum Cruisen und Gleiten, in dem der Modus Comfort aktiv ist. Natürlich ist die Laufruhe des vergleichsweise kleinen Triebwerks nicht mit einem Sechszylinder zu vergleichen. Die Arbeit der Kolben ist hörbar, aber nicht aufdringlich. Das ändert sich in der Sportstellung, in der die Siebengang-Doppelkupplung ihre Stufen ausreizt. Das Hochdrehen sorgt für den bei Fans erwünschten Sound. Die Renault-Ingenieure verzichteten auf die künstlichen Geräusch-Spielchen wie blubberndes Bellen beim Runterschalten, die in manchen sportlichen Limousinen inzwischen zur Mode geworden sind.

Ein Erlebnis ist das flotte Durchqueren langgezogener Kurven dank der mitlenkenden Hinterräder. Nach etwas Gewöhnung fällt auf, wie sparsam das Lenkrad bewegt werden kann, da die hinteren Räder ab 60 km/h in die gleiche Richtung zeigen wie die vorderen. Selbst ein simuliertes Ausweichen samt Spurwechsel gelingt ohne große Kurbelei. Vorteil beim Einparken: Hier schwenken die hinteren Räder bis zu 3,5 Grad entgegengesetzt, der Wendekreis ist gut einen Meter geringer. Eine feine Sache, die sonst meist nur in viel teureren Autos zu finden ist (z.B. Porsche Panamera, BMW 7er).

In Summe könnten also durchaus auch hiesige Dienstwagen-Nutzer ihre Flottenmanager zur Anschaffung eines Franzosen wie der Edel-Ausgabe des Renault Talisman überreden. Optik und Technik stimmen, auch wenn einige Highlights der deutschen Platzhirsche (z.B. automatische Staufolge-Funktion, aktive Spurhaltesysteme) noch nicht zu haben sind. Wenn da nicht die alles entscheidende Frage der berufsmäßigen Pfennigfuchser wäre: Wie ist das mit dem Wertverlust beim Wiederverkauf oder bei der Leasing-Rückgabe? Frühere große Modelle aus Frankreich wie der Renault Safrane oder der Peugeot 607 machten ihren Besitzern in dieser Disziplin keine Freude.

Sie werden so schnell groß: 25 Jahre Renault Twingo

„Junge, wo ist bloß die Zeit geblieben? Eben warst Du noch ein Kind und nun bist Du schon 25!“ So oder so ähnlich wird es dem ein oder anderen ergehen, wenn er zu hören bekommt, dass der Renault Twingo nun sein 25. Jubiläum feiert. 1992 war es, als der kleine Franzose sein Debut auf dem Automobilsalon in Genf feierte und das Konzept eines Vans mit den Abmessungen eines Kleinstwagens verband. Heute blicken wir auf drei Generationen zurück, die sich bei einem Detail einig geblieben sind: Den Kulleraugen. Read more

Renault Kadjar – SUV à la francaise

SUV und Crossover sind zurzeit total angesagt: Kein Hersteller, der es schafft, ohne diese Fahrzeuge am Markt zu überleben. Selbst reine Sportwagen- und Luxus-Marken haben sie im Programm oder planen sie. Konkrete Beispiele? Gern! Bentley warf zuletzt mit dem Bentayga ein Luxus-SUV auf den Markt, Rolls Royce plant eines und selbst Lamborghini und Ferrari wollen ein solches in Planung haben…

Erste Fahrt: Renault Captur

Renault Captur im Fahrbericht

Der Crossover Plus

Seit Mitte 2013 präsentiert sich Renault im Segment der Crossover mit dem Captur. Auf gleicher Plattform wie sein kleinerer Bruder Clio fährt er seither jedes Jahr steigende Marktzahlen ein. Allein im Jahr 2016 konnte der französische Autobauer mehr als 215.000 Einheiten in Europa verkaufen. Um diesen Trend weiter fortzuführen erfährt der Captur im Zuge seiner ersten Modellpflege eine deutliche Aufwertung. Nicht verhehlen kann der Captur seine Herkunft aus dem Hause Renault mit dem Rhombus im Markenlogo, wenn gleich die Front dem Markenauftritt mehr zugeschnitten wurde. Kombiniert mit dem Design eines SUV im Bereich des Kühlergrills und den Stossfängern eines Crossover wirkt der Franzose erwachsener. Dennoch kommt er nicht nur chic er daher. Auch unter der Karosse hat sich einiges getan. Die Preisliste beginnt unter der 16.000 Euro Grenze.

Crossover oder SUV ?

Beim ersten Hinsehen versucht sich der Captur noch als Kompakt-SUV, Mini-SUV oder doch Kleinwagen. Seine Maße sprechen dabei eine eindeutige Sprache. Seit seiner Markteinführung  bewirbt sich der Franzose im Segment der Crossover. Sein modernes Äußeres zeigt das Fahrzeug im sportlichen und doch eleganten Look der Renaultfamilie. Beim Thema unterschiedliche Zielgruppen kamen die französischen Designer auf die Erweiterung des Farbspektrums. So bietet der überarbeitete Captur, ohnehin als zweifarbiges Fahrzeug bekannt, mehr als 30 farbliche Kombinationsmöglichkeiten beim Außen- und Innendesign. Das LED-Tagfahrlicht der Frontscheinwerfer des Captur bilden zudem sehr markant die Form eines „C“. Neu im Zuge der Modellpflege sind die optinalen LED-Heckleuchten, die das „C“ in 3D-Optik wiedergeben. Der Crossover bietet mit seiner Plattform, die er sich mit dem Clio teilt, zusätzlich ein neu abgestimmtes Fahrwerk mit einer präzise arbeitenden Lenkung, die zusammen ein völlig souveränes Fahrgefühl ergeben. Bei ersten Tests rund um die romantische Metropole  Kopenhagen des Energy TCe 120 mit 87 kW (118 PS) stellten wir fest, dass der Captur Schlaglöcher und Unebenheiten der Fahrbahn gut wegsteckt, so insgesamt sehr stabil wirkt und ein komfortables Fahrverhalten bietet. Die erhöhte Bodenfreiheit von 170 mm qualifiziert ihn aber genauso für Fahrten auf Feldwegen und Schotterpisten. Die in Kombination gehaltenen Autobahnstrecken meistert er genauso bequem und so verschafft uns das Fahrzeug ein Rundum-Sorglos-Paket.

Auch Urban eine gute Performance

Überschaubare Motorenpalette

Mit jeweils zwei Benzin- und Diesel-Aggregaten ist die Motorenpalette recht übersichtlich gehalten. Im Benzin Bereich arbeiten der ENERGY TCe 90 mit 66 kW (90 PS) und der ENERGY TCe 120 mit 87 kW (118 PS). Wird die 90-PS-Motorisierung ausschließlich mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe ausgeliefert, kann der Kunde beim 120-PS-Aggregat zwischen einem Sechs-Gang-Schalt- und Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe wählen. Die beiden Dieselaggregate ENERGY dCi 90 und dCi 110 mit den Leistungsstufen 66 kW (90 PS) und 81 kW (110 PS) werden beim 90-PS-Motor sowohl mit einem Sechs-Gang-Schalt-, als auch mit einem Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe geliefert, während der 110-PS-Motor ausschließlich mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe bestückt ist. Alle Aggregate erfüllen die Euro-6-Abgasnorm, wobei die von uns gefahrene 118-PS-Benzin-Version mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe nur 5,5 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen soll, was gerade einmal 125 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer entspricht. Den Angaben des Herstellers kommen wir bei unserer Testfahrt sehr nahe. Der Benziner liefert ordentliche 205 Newtonmeter Drehmoment schon ab 2.000 Umdrehungen pro Minute.

Zwei Benzin- und Diesel-Aggregate

Innenraum mit Platz für Alle

Innen finden bei einer Fahrzeuglänge von 4,12 Metern bis zu fünf Personen bequem Platz. Die Kabine überzeugt mit guter Material- und Verarbeitungsqualität. Das klar gestaltete Cockpit mit langgezogenen horizontalen Linien und dem erweiterten R-Link Evolution® sowie dem Touchscreen-Multimediasystem Media Nav Evolution (7-Zoll-Display) als Blickfang und Schaltzentrale sorgen zudem für ein großzügiges Raumgefühl. Beide Systeme sind optional erhältlich und lassen sich sowohl über das Display und den Bediensatelliten am Lenkrad bedienen. Hinzu kommt das Audiosystem R&GO mit integrierter Smartphone-Halterung, die die Nutzung der gleichnamigen Applikationen möglich machen. Für mehr optischen Raum und Licht sorgt das neu auf der Liste der Optionen stehende Panorama-Glasdach.  Die Innenraumvariabilität des Captur kommt dem eines SUV gleich. Das erleben wir beim herausnehmbaren und höhenverstellbare variablen Kofferraumboden. In der unteren Position steht das maximale Kofferraumvolumen von 455 Litern bei Beladung bis zur Fensterkante zur Verfügung. In der oberen Position ermöglicht er bei umgeklappten Rückbanklehnen einen durchgängig ebenen Ladeboden. Bei dieser verringerten Bestuhlung erreicht das Ladevolumen bei dachhoher Beladung 1.235 Liter. Der variable Gepäckraumboden besteht aus zwei Teilen und lässt sich auch als Gepäckraumteiler verwenden. Hier können einzelne Gepäckstücke besser fixiert werden. Dieses Setup ermöglicht das Transportieren von Gepäckstücken bis zu einer Länge von 1,51 Meter.

Komfortables Ambiente mit Premium Akustik

Captur mit Top Lifestyle Ausstattung

Ein breites Aufgebot an radar- und kamerabasierten Fahrassistenzsystemen erhöht die aktive Sicherheit im Captur. Hierzu zählen unter anderem der Spurhalte-Warner und die Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitswarner. Optional sind darüber hinaus Toter-Winkel-Warner und Notbremsassistent verfügbar. Auch ein Easy Park-Assistent wird es optional geben. Der Fahrer muss lediglich behutsam Gas geben und bremsen, während der Easy Park-Assistent die Lenkarbeit übernimmt. Mit den fünf Ausstattungsvarianten will der französische Autobauer auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse eingehen. Startet der Captur mit der Variante „Life“ beim veränderten Innen- und Außendesign, darf sich der „Experience“ Kunde über mehr sportliche Applikationen erwarten. Die mittlere Ausstattung „Intens“ bietet mehr SUV-Look und Komfort. Die Top-Variante des Vorgängers „Crossborder“ soll mehr On-Board-Infotainment liefern. Neu im Programm demonstriert Renault mit der Version „Initiale Paris“ nicht nur die All-In Ausstattung, das Fahrzeug soll eine Brücke zum nächsten Segment mit mehr Ambiente und Infotainment schlagen. Preislich beginnt der Captur seine Reise bei 15.890 Euro. Ende der Fahnenstange bildet ein voll ausgestattetes Fahrzeug mit einem Preis von 27.790 Euro.

Crossover mit Freizeit Charakter

Fazit: Ein klares Zeichen, dass Fahrzeuge mit Fahrspaß, Nutzwert und Freizeitcharakter auch unterhalb der 16.000 Euro-Grenze auf dem deutschen Markt zu vertreiben sind, zeigt der überarbeitete Captur. Dennoch kommt der Kunde mit mehr Anspruch auf Qualität und Verarbeitung nicht zu kurz.

Fahrzeug für jede Aktivität

Das neue Update des Renault Captur  ist Crossover mit Ambitionen zum SUV. Ein MUSS als Familienfahrzeug und für Menschen mit dem Hang zu Extrem Freizeit Aktivitäten.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Renault Zoe E-Sport Concept – Der E-Mobilitäts-Beschleuniger

Mit 400 Kilometern elektrischer Reichweite hat der überarbeitete Renault Zoe kürzlich gegenüber der E-Auto-Konkurrenz ein Ausrufezeichen gesetzt. Was mit emissionsfreien Antrieben sonst noch möglich ist, zeigen die Franzosen auf dem Genfer Salon (bis 19. März) mit der Studie Zoe E-Sport Concept. Das Schaustück ohne Chancen auf eine Serienumsetzung wird von zwei Elektromotoren mit zusammen 340 kW/462 PS angetrieben, die de…

Renault Captur – Eine Spur kerniger

Renault hat sein Mini-SUV Captur geliftet. Der kleine Crossover trägt eine neue Front mit C-förmigen Tagfahrleuchten, ein angedeuteter Unterfahrschutz vorn und hinten soll für mehr Offroad-Flair sorgen. Dazu gibt es neue Karosseriefarben und ein optionales Panoramaglasdach. Für den Antrieb stehen weiterhin zwei Benziner und zwei Diesel mit Leistungswerten zwischen 66 kW/90 PS und 87 kW/110 PS zur Wahl, Allradantrieb is…

Renault Mégane Grandtour GT – Rot sehen und blau fahren

Seit vergangenem Herbst stehen die Kombiversionen des Renault Mégane bei den Händlern. Die meisten Kunden entscheiden sich beim mittlerweile in vierter Generation erhältlichen Grandtour für die 130-PS-Versionen, die die Franzosen sowohl für Benziner- als auch Dieseltriebwerke im Programm haben. Wenn es aber ein wenig mehr sein darf, kommt die GT-Variante mit 205 PS ins Spiel. Mindestens 30.190 Euro werden fü…

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E-Auto-Bestseller in Europa – Ein Franzose fährt weit voraus

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Test: Renault Megane GT

Er ist ein Zwischending. Kein voll ausgezogener RS, der im Mégane-Kleid seit Jahren die Benchmark der schnellen Kompakten bildet, aber eben auch deutlich mehr als der normale, hübsch und teuer aufgepolsterte Preislistenkönig. Im neuen Renault Mégane GT TCE 205 EDC sind es vor allem die Lebendigkeit, das Kommode und die doch überraschende Leistungsfähigkeit, die dem Piloten gefallen. Denn: 205PS au…

Renault Business Edition – Feines für Vielfahrer

Mit der Ausstattung Business Edition unterbreitet Renault Firmenkunden ein speziell abgestimmtes Angebot. Für die Baureihen Clio, Mégane, Kadjar, Scénic, Talisman und Espace haben die Franzosen jeweils Ausstattungspakete auf die Bedürfnisse von Dienstwagenfahrer zugeschnitten. Im Fall des Clio Grandtour (ab 15.458 Euro) gehören Nebelscheinwerfer, Kofferraumtrennnetz und ein umklappbarer Beifahrersitz zum Ausstattungsumfang. Für die zwei Scénic-Modelle (ab 24.790 Euro), den Mégane Grandtou…

Sechs Monate E-Auto-Prämie – Renault Zoe profitiert am meisten

Der Renault Zoe ist bislang größter Profiteur der Elektroauto-Prämie. Auf den Elektro-Kleinwagen entfielen sechs Monate nach Einführung des Förderprogramms 1.573 der insgesamt 9.023 Anträge. Das entspricht einem Anteil von 17 Prozent. Knapp dahinter folgt der BMW i3 mit 1.567 Anträgen. Die Plug-in-Hybridvariante des Audi A3 erreicht mit 1.188 Anträgen Rang drei. Im Hersteller-Ranking liegt BMW (2.592 Anträge) vor Renault (1.658…

Franzose mit Chic und Charme – Der Renault Talisman im Test

Ob der neue Talisman den Franzosen Glück bringt? Gut, der musste jetzt einfach sein. Talisman. Okay - es soll nicht um die Namenswahl gehen, es soll um das Auto dahinter gehen. Und auch da haben die Franzosen keinen leichten Stand. Zumindest in Deutschland. Business-Limousinen und Kombis, da kauft der Deutsche an sich ja lieber konservativ. Und konservativ sind die Franzose…

Test: Renault Talisman Grandtour

Der französische Autobauer setzt mehr denn je auf Schutz und Stärke, aber auch Verlässlichkeit und Chic. Er dokumentiert dies mit seinem Vertreter in der Mittelklasse, dem Talisman, dessen Namen er weltweit vermarktet. Die Kombivariante verbindet modernes Design und Eleganz mit Fahrspaß und Nutzwert, was er bereits seit Mitte diesen Jahres präsentiert. Der Talisman Grandtour nutzt dabei die „Common Module Family…

Renault Kangoo Z.E. – Reichweiten-Upgrade

Erst vor wenigen Monaten hat Renault beim Zoe die Reichweiten-Schraube kräftig angezogen und dem Kleinwagen ein Batteriepack verpasst, das theoretisch 400 Kilometer Reichweite erlaubt. 2017 werden die Franzosen auch den elektrisch getriebenen Kangoo mit einem deutlichen Reichweiten-Plus in den Markt bringen. Bislang konnte der seit 2011 mit E-Antrieb angebotene Kleintranstransporter 170 Kilometer weit fahren. Für die neue Version steigt de…

Erster Test: Renault ZOE 40 – Keine Ausreden mehr!

Man denkt an Tesla, wenn man über Elektroauto-Pioniere nachdenkt. Oder auch an Nissan, deren Leaf in Europa fleißig immer wieder die Top 10 der Absatzzahlen für E-Autos anführt. Und doch, bei beiden hakt es so ein wenig, wenn es um den gelebten Alltag geht. Der eine viel zu teuer für "Otto-Normalverbraucher" und der andere, nun, ein wenig zu - sage…

Renault Alpine Première Edition – App-gefahrene Aktion

Der Marktstart der schon seit längerer Zeit erwarteten Renault Alpine wird sich noch ein Weilchen hinziehen. Erst Ende 2017 werden die Franzosen die ersten Exemplare des neuen Sportwagenmodells ausliefern. Ungeduldige können sich die Mittelmotor-Flunder allerdings schon jetzt als sogenannte Première Edition via Smartphone-App reservieren. Viel verraten die Franzosen noch nicht über diese erste Variante. Bisher veröffentlichte Bilder zeigen lediglich ein…

Renault Zoé Z.E. 40 – Mehr Reichweite für weniger Angst

Machen wir uns nichts vor, Elektroautos sind kostspielig. Man zahlt mehr Geld für weniger automobile Freiheit und die Umweltbilanz ist gar nicht zwingend besser, zumindest, wenn der Strom aus dem Braunkohle-Kraftwerk stammt. Aber Fakten auf den Tisch: Der Renault Zoé kostet ab kommenden Jahr mit einem großen 41-kWh-Akku inklusive Batterie 32.900 Euro. Ohne Akku-Kauf (dann muss der Stromspeicher gemietet werden…

Erste Fahrten: Die neuen Renault Scénic und Mégane Grandtour

Einmal die Spitze des größten Importeurs in Deutschland abgegeben, drängt Renault wieder zurück. Bereits im Mai 2016 machten der neue Mégane und der D-Segment Talisman den Anfang. Mit dem Scénic und Mégane Grandtour soll das erklärte Ziel weiter verfolgt werden, ehe 2017 die nächste Welle gestartet wird. Sowohl Scénic als auch Mégane treten bereits in der vierten Generation an. Als „Erfinder“ des Kompakt VAN 1996 gestartet, verkaufte sich der Scénic einschließlich seines großen Bruders Grand Scénic mehr als eine halbe Millionen mal allein in Deutschland und ist somit das vierterfolgreichste Fahrzeug der Franzosen. Obwohl im stark umkämpften C-Segment angetreten, ist der Mégane der absolute Besteller Renaults mit weit mehr als 600.000 verkauften Einheiten. In diesem Aufwind soll der Grantour 60 % Verkaufsanteil ansteuern. Beide stellen sich dem Markt mit einem Einstiegspreis von € 17.790 für den „Kombi“ und € 19.990 für den „Kompakt VAN“.

Die neuen Renault Scénic und Mégane Grandtour im ersten Fahrbericht

Zwei für die Spitze

Zur IAA 2011 in Frankfurt überraschte Renault mit dem R-Space Concept, das sehr gewagt und zukunftsorientiert daherkam. Kurze Überhänge an Front und Heck, die langgezogene Windschutzscheibe und übergroße 20-Zoll-Räder erstaunten damals Fachleute und Kundschaft. Fünf Jahre später findet der neue Scénic und Grand Scénic starke Anleihen im Konzept von damals. Breit steht er auf der Straße als neu entwickelter Kompakt VAN aus dem Hause Renault. Dies unterstreichen nicht nur die dreigeteilte Panorama-Windschutzscheibe und die kurze Motorhaube mit den zu einem asymmetrischen „C“ geformten Scheinwerfern, es sind vor allen Dingen die mächtigen 20-Zoll-Räder, die ihn zum „Hingucker“ machen. Erstmals als Serienbereifung sind sie entgegen allen Befürchtungen nur 195 mm breit und mit dem „Efficiency Wheels 20’’-Logo versehen. Die Heckpartie gestaltet der Kompakte aus Frankreich mit schmaler Heckscheibe und schmal leicht in die Mitte gezogenen Leuchten.

Starkes Auftreten durch Unterstützung der Sportabteilung
Starkes Auftreten durch Unterstützung der Sportabteilung.

Renault Rhombus ganz prominent

Der Mégane Grandtour unterstreicht die Kraft seines Designs hingegen anders. Die Front prägt wie bereits beim seit Mitte diesen Jahres erhältlichen Fünf-Türer eine langgezogene Motorhaube mit weit nach außen gezogenen Scheinwerfern (auch hier im Look eines asymmetrischen „Cs“) und einer hochgezogenen Schürze, so dass das Markensymbol, der Renault Rhombus, prominent hervorsticht. Abgehend von den Frontscheinwerfern zieht eine über die gesamte Fahrzeuglänge laufende Sicke leicht nach oben. Am Heck sorgen eine kleine Heckscheibe und weit in die Mitte gezogene Heckleuchten für einen sportlich agilen Auftritt. Beide Fahrzeuge sind ab sofort, der Grand Scénic ab Ende diesen Jahres im Handel erhältlich und versperren sich keiner Zielgruppe, wie uns Sprecher aus dem Hause Renault bestätigt haben.

Multimediasystem R-Link in 2. Generation

Im herbstlichen Hochtaunus konnten wir uns Ende Oktober lediglich jeweils einem Modell beider Fahrzeuge widmen. Für das C-Segment waren wir mit dem Mégane Grandtour GT und für den Kompakt VAN mit dem Scénic BOSE Edition unterwegs. Beim Einsteigen stachen uns bei beiden Fahrzeugen das jeweils große Display (8,7 Zoll) in der Mitte des Instrumentenhalters ins Auge. Vermittelt es in erster Linie die Möglichkeit des Änderns aller Fahrzeugparameter, beherrscht es den gesamten Innenraum, gibt ihm eine gewisse Großräumigkeit. Einmal damit vertraut, wirken beide Fahrzeuge vorne dennoch nicht überladen, eher ständig mit allen wichtigen Informationen versehen. Veränderbar sind gemäß dem in beiden Modellen installierten Online-Multimediasystems „R-Link 2“ Antrieb, Lenk- und Schaltkomfort, Ambientebeleuchtung sowie Sitzkomfort. Dieser ist in beiden Protagonisten auch für Passagiere im Fond ausreichend, wobei man beim Scénic schon von „Beinfreiheit-Luxus“ sprechen kann. Einem Reisen mit ausreichend Gepäck stehen weder im C-Segment Mégane Grandtour noch im kompakten Scénic nichts im Wege. Raum ist genug geboten.

Familienfahrzeug mit hohem Nutzwert
Familienfahrzeug mit hohem Nutzwert.

Überarbeitete Motorentechnologie

Der Mégane Grandtour stellt sich wie bereits der Fünf-Türer mit jeweils drei Benziner- und Diesel Motorisierungen vor. Dabei zieht sich die ENERGY-Technology wie ein Leitfaden sowohl durch alle Leistungsstufen als auch Antriebsarten. Kombiniert werden der TCe 100 (74 kW/100 PS, TCe 130 (97 kW / 132 PS) und TCe 205 (151 kW / 205 PS) mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe und einem 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe. Bei den Dieselaggregaten (dCi 90 66 kW / 90 PS – dCi 110 81 kW / 110 PS – dCi 130 96 kW / 130 PS) zieht Renault die Kombination von 6-Gang-Schalt- und 6-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe vor. Übersichtlicher bleibt dabei der Scénic, der mit drei Diesel (dCi 100 81 kW / 110 PS, dCi 130 96 kW – 130 PS, dCi 160 118 kW / 160 PS) und zwei Benzinern (TCe 115 85 kW / 115 PS, TCe 130 97 kW / 132 PS) mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe und 6-Stufen- bzw. 7-Stufen-Doppelkupplungstriebe gepaart wird. Ende diesen Jahres bieten die Franzosen darüber hinaus den ersten Renault mit Diesel-Hybrid Antrieb an. Das Doppelkupplungsgetriebe des starken Mégane Grandtour GT spricht sofort und direkt an und wirkt immer sportlich agil. Die Fahrt mit dem 130-PS-Diesel im Scénic und seiner Sechs-Gang-Schaltung bereitet nicht minder Spaß. Gut voraus geht es in beiden Fahrzeugen durch den verregneten Herbsttag. Die uns präsentierten Tiefst-Verbrauchswerte von 6,0 Liter im Mégane und 4,5 Liter beim Kompakt VAN sind an dem Tag der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

Dynamische Allradlenkung 4CONTROL

Ein absolutes MUSS für jedes zur Zeit neu eingeführte Fahrzeug ist das Thema Sicherheit. Demnach sind Scénic und Mégane gerüstet. Erwartet man im C-Segment Grandtour die Systeme wie Spurhalte-Warner, Verkehrszeichenerkennung, Fernlichtassistent, Toter-Winkel Warner, Kollisionswarner, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und Notbremsassistent, so setzt der französische Autobauer im Kompakt VAN Bereich ebenfalls auf diese Systeme und mehr. Der Spurhalte-Assistent reagiert zusätzlich in Verbindung einer Müdigkeitserkennung und warnt sowohl optisch als auch akustisch. Hinzu kommt für den Mégane Grandtour die dynamische Allradlenkung „4CONTROL“. Eine mitlenkende Hinterachse, die bei langsamen Geschwindigkeiten gegen- und bei schnelleren Fahrten mitlenkt gegenüber der Vorderachse. Bietet Renault diese Lenkung im Moment nur in zwei Modellen an, sieht man dieses Konzept in der gesamten Mégane Palette spätestens nächstes Jahr wieder.

Einstieg unter € 20.000

Sechs Ausstattungslinien beim Mégane Grandtour und vier Varianten beim Scénic erwarten die Käufer in Europa bzw. Deutschland. Renault bietet hier außer üppigen Ausstattungslisten auch Platz zur Individualisierung. Startet der Mégane Grandtour mit dem Basispaket, dem Benziner TCe 100 (74 kW/100 PS) bei € 17.790 und endet mit dem Topmodell Diesel (dCi 130, 96 kW/130 PS) bei € 28.390, setzt der französische Autobauer mit einem Schmankerl aus der Sportabteilung, dem „GT“ noch einen drauf. Für € 30.190 erhält der Kunde außer einem 205-PS-Benziner, ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und der Allradlenkung „4CONTROL“ jede Menge Ausstattung in Sachen Sport. Für die Basis des kompakten Scénic (TCe 115, 85 kW/115 PS) muss der Renault Kunde € 19.990 auf den Tisch legen. Das Topmodell dCi 160 (118 kW/160 PS) ist zu einem Endpreis von € 33.190 zu haben.

Fazit:

Scénic und Mégane Grandtour ergänzen die Renault Fahrzeugpalette in Punkte Flexibilität und Familientauglicheit. Einen stimmigen Eindruck machen dabei durchaus Technologie, Ausstattung und Preis-/Leistungsverhältnis.

 

Form und Farben modern und Trendig
Form und Farben modern und trendy.

Sowohl der Scénic als auch der Mégane Grandtour stehen als richtungsweisend für die Franzosen und bleiben eine gute Wahl beim Neuwagenkauf. 

Text und Bild: Stefan Beckmann

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