Neue Service-Angebote der Shared Mobility

Neue Service-Angebote der Shared Mobility
Mobilize von Renault will E-Mobilität allen und in sehr unterschiedlichen Ausprägungen zugänglich machen

Shared Mobility und Kreislaufwirtschaft sind zwei der großen Schlagwörtern der Automesse IAA Mobility. Dort und anderswo finden sich viele spannende Ansätze, die Themen voranzutreiben.

Mobilität soll in Zukunft klimafreundlicher und ressourcenschonender werden. Das zeigt sich aktuell unter anderem auf der IAA Mobility, wo gleich mehrere neue Ansätze für mehr Kreislaufökonomie und eine Shared Mobility präsentiert werden. Die Kernidee: Fahrzeuge nutzen, ohne sie zu besitzen. Hier fünf neue Ansätze dieser zukunftsweisenden Mobilitätsgattung.

ViveLaCar


Auto-Abo-Spezialist ViveLaCar hat auf der IAA sein neues Angebot One vorgestellt. Die Idee hinter dem ab November verfügbaren Produkt: Auto-Sharing im Rahmen eines Auto-Abos. Bis zu drei Parteien, das können Haushalte oder Personen sein, teilen sich dabei ein Abonnement und damit ein Auto sowie dessen Kosten. Unter den Abo-Nehmern werden diese monatlich transparent aufgeteilt und abgerechnet. Im Fall eines dreitürigen Mini Coopers mit 136 PS sind das im Paket L mit 1.500 Freikilometern zum Beispiel 735 Euro. Die Kostenaufteilung zwischen den Abonehmern kann monatlich angepasst werden. Die Abo-Angebote von ViveLaCar haben Laufzeiten zwischen 3 und 24 Monaten.

Renault Mobilize


Abonnieren, teilen oder mieten? Die neue Renault-Marke Mobilize will seinen potenziellen Nutzern alles und noch viel mehr an Services anbieten. Die Franzosen gehen davon aus, dass in 2030 zwischen 20 und 30 Prozent heutiger Autobesitzer Konzepte bevorzugen, bei den Nutzung statt Besitz im Vordergrund steht. Und hier will Mobilize in den kommenden Jahren einen ganzes Ökosystem an Dienstleistungen und Services einer ressourcenschonenden und dekabonisierten Mobilität bereitstellen.

Das wird vom klassischen Carsharing-Angebot Zity mit rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen über Mietangebote von E-Autos für Taxidienste reichen. Weitere Services sind ein „Charge Pass“, der Nutzern einen einfachen Zugang zu 260.000 Ladepunkten in 25 europäischen Ländern verschafft, während „Smart Charge“ hilft, die Fahrstromkosten für E-Auto-Nutzer zu optimieren. Ein per Smartphone-App aufrufbares Batterie-Zertifikat für den Verkauf gebrauchter E-Autos oder der Batterie-Recycling-Projekt „Advanced Battery Storage“ sind weitere Projekte dieses 360-Grad-Ansatzes. 

Vay


Beim klassischen Carsharing muss sich ein Nutzer in der Regel erst zum Fahrzeug hinbewegen, bevor er losfahren kann. Das deutsch-amerikanische Start-up Vay will hingegen Autos zum Nutzer bringen – ohne dabei allerdings eine Person auf Fahrt zum Kunden im Auto zu platzieren. Stattdessen werden die Fahrzeuge ähnlich wie militärisch genutzte Drohnen von einer Person ferngesteuert. Der „Telefahrer“ kann so das bestellte Auto schnell und sicher zum Bestimmungsort bringen, der Kunde anschließend einsteigen und sich selbst ans Steuer setzen, um zu seinem Zielort zu fahren. Die Fahrzeuge werden bereits über ein hohes Maß automatisierte Fahrkünste verfügen, aus Sicherheitsgründen jedoch weiterhin aus der Ferne pilotiert. Eine neue Berufsart wird damit entstehen: Fahrzeugführer im Homeoffice. Nächstes Jahr will Vay praktisch loslegen. 

Rebike


Auch im Fahrradsektor sind Ideen der Shared Mobility und Kreislaufökonomie angekommen. Beide Konzepte vermittelt das deutsche Start-up Rebike, zudem die Submarken „Ebike Abo“ und „Rebike Verleih“ gehören. Rebike selbst ist eine Verkaufsplattform für gebrauchte, neuwertige Pedelecs, die in einem eigenen Refurbish-Center für den Weiterverkauf aufbereitet werden. Über Ebike Abo werden darüber hinaus neue oder neuwertige Pedelecs und S-Pedelecs in Zeiträumen von 3, 6, 12 oder 18 Monaten vermietet. Rebike Verleih ermöglicht schließlich das tageweise Ausleihen von elektrisch angetriebenen Fahrrädern. Bislang steht dieser Service allerdings nur in den Urlaubsorten Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen zur Verfügung. 

Cabana


Apropos Urlaub: Wer einen Trip mit einem Wohnmobil plant, ohne sich eines kaufen zu wollen, findet beim US-Start-up Cabana ein Luxusangebot. Das Unternehmen hat eine Flotte von Campern aufgebaut, die innen gehobenen Ansprüchen an Komfort und Wohlfühlatmosphäre gerecht werden sollen. Der Wohnkomfort der Fahrzeuge soll dem in Hotelzimmern ebenbürtig sein. Derzeit lassen sich Camper in den USA in den Städten Los Angeles und Seattle anmieten – online und kontaktlos per App.

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