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Smart Fortwo Cabrio – Ein Stückchen Himmel

Wer Frischluft für zwei möchte, wird ab Februar bei Smart fündig. Dann hat die Daimler-Tochter wieder eine Cabrio-Version des Fortwo im Angebot – für mindestens 15.655 Euro. Der stolze Preis resultiert auch aus der Tatsache, dass für den offenen Zweisitzer zunächst kein Handschalter sondern nur das teurere Doppelkupplungs-Getriebe angeboten wird.

Die luftige Variante der bereits seit Ende 2014 erhältlichen Kleinstwagens wird von einem 52 kW/71 PS starken Dreizylinder-Benziner angetrieben. Alternativ steht für 16.550 Euro die stärkere Ausführung mit 66 kW/90 PS zur Wahl – ebenfalls nur mit Doppelkupplungsgetriebe. Handschaltversionen werden nachgereicht. Gegenüber dem geschlossenen Modell ist das Cabrio damit zurzeit jeweils 3.260 Euro teurer.

Das neue Cabrio folgt dem Prinzip des Vorgängers: Wird das Stoffverdeck zurückgefahren, lassen sich die Dachholme auf beiden Seiten herausnehmen und verschwinden im Staufach der Heckklappe. Sein Mützchen kann das Cabrio bei jeder Geschwindigkeit und innerhalb von zwölf Sekunden verschwinden lassen.

Immer an Bord des Fortwo Cabios sind unter anderem Tagfahrlicht in LED-Technik, Zentralverrieglung, Tempomat, eine beheizbare Heckscheibe und elektrische Fensterheber. Neben der Serienausstattung bietet Smart weitere drei Ausstattungslinien an. So gibt es die 1.400 Euro teurere Linie Passion mit Multifunktionslenkrad in Leder und einem Farb-Display sowie die 2.000 Euro teurere Ausstattungsstufe Prime mit Lederausstattung sowie Sitzheizung. Wer 3.400 Euro für die Linie Proxy ausgibt, erhält sein Cabrio unter anderem mit Sport-Paket samt 16 Zoll großen Leichtmetallfelgen.

Soll sich das Smartphone mit dem Fahrzeug vernetzen, benötigt man noch das Media-System. Dieses ist Bestandteil des sogenannten Cool-&-Media-Pakets, für das der Hersteller 1.750 Euro verlangt. Dann können Smartphone-Inhalte auf dem Bildschirm angezeigt und per Touchscreen bedient werden.

Smart will vorerst keinen SUV anbieten!

Drei Fragen an: Smart-Chefin Annette Winkler

„Die Modellpalette wird nicht ausgebaut“

Smart, die kleine Tochtermarke von Mercedes, erlebte im letzten Jahr einen Boom. Mit fast 120.000 Verkäufen wuchs der Absatz dank der neuen Modelle um gut ein Drittel. Kein Wunder, dass Smart-Chefin Annette Winkler bestens gelaunt nach Detroit reiste. Sie verrät uns, wie es 2016 mit der Marke weitergeht.
Die neue Smart-Generation läuft gut, kommen jetzt weitere Modelle wie ein Roadster oder ein kleiner SUV?

Winkler: Nein, wir konzentrieren uns auf Fortwo und Forfour. Das zweisitzige Cabrio startet im Frühjahr, im Laufe des Jahres kommen dann die sportlichen Brabus-Varianten und die rein elektrischen Versionen beider Modelle. An einen Ausbau der Modellpalette denken wir nicht. Als kleine Marke müssen wir sorgfältig haushalten. Und die Nischen für die erwähnten Derivate sind einfach zu klein, um damit wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Wie wollen Sie dann 2016 weiter wachsen?

Winkler: Außer den erwähnten Neuheiten vor allem durch die Konzentration auf weitere „Smart“-Cities. Das sind die Metropolen dieser Welt, in denen gerade ein Smart dringend gebraucht wird, um die Verkehrsprobleme und den Parkplatzmangel anzugehen. Wir werden also weitere Städte gezielt auswählen und die Menschen von den Vorteilen eines Smart überzeugen. Das Beispiel von San Franzisco oder Mexiko-City zeigt, wie erfolgreich eine solche Strategie sein kann. Zudem stellen wir die Car2Go-Flotte derzeit auf das aktuelle Modell um. Dabei geht es immerhin um über 13.000 Fahrzeuge.

Wie sieht Ihr Zwischenfazit bei der Zusammenarbeit mit Renault aus?

Winkler: Wir haben ein gemeinsames Team, das sich speziell um alle Fragen rund um die Zusammenarbeit kümmert. Wir sind sehr zufrieden mit deren Arbeit. Natürlich gibt es bei Kooperationen immer auch Bereiche, die verbessert werden können. Aber bisher haben wir Probleme aufgrund verschiedener Systeme oder der unterschiedlichen Unternehmenskultur bestens gelöst.

Das Interview führte Peter Maahn für die Kollegen von Spotpress

Kommentar:

Erfolgreich? Man muss diesen „Erfolg“ hinterfragen. Zum Vergleich: Das erfolgreichste Jahr für smart war 2008. Im Jahre 2008 wurden über 130.000 Zweisitzer verkauft. Die aktuellen Zahlen gelten für ein vollkommen neues Modell im ersten vollen Verkaufsjahr. Erreichen dennoch nicht die „guten alten“ Zeiten. Hört man sich unter smart-Fans um, dann ist am neuen Modell einiges an Kritik zu üben. Auch auf mein-auto-blog haben wir die (sichtbare) Nähe des smart fortwo mit dem Brüderchen von Renault (Twingo) kritisiert.

Völlig neu für die Marke smart ist zudem der Wachstum in den neuen „Kernmärkten“ Chinas. Allerdings führt auch dieses „Wachstum“ nicht zu neuen „Erfolgszahlen“. Man darf den aktuellen Verzicht auf einen Ausbau der Modellpalette daher getrost als „Einschränkung“ verstehen.

Video-Interview mit smartpit

Die ganz klar erste und wichtigste Adresse für echte smart-Fans im Internet ist? Genau das smarte Blog auf smartpit.de

Smart-Pit? Klingt als wäre der kluge Kopf hinter der wichtigsten smart-Fanseite ein gewisser Pit. Stimmt aber nicht. Seit kurzem wird smartpit (Pit = die Boxengasse für smartfans) von Martin Baitinger geführt. Der Stuttgarter Smart-Fan hat im Oktober das smarte Blog vom Gründer David übernommen und führt die „Leidenschaft“ smart im Web nun weiter. Dazu von meiner Seite erst einmal: Glückwunsch und viel Erfolg!

Interview mit smartpit – Das Video

Weil das Web heute total auf „bewegtes Bild“ steht, wird Martin nach der Übernahme von „smartpit.de“ auch den Bereich Videos ausbauen. Aus mir jedoch völlig unerfindlichen Gründen hat er sein erstes Interview mit mir gemacht. Habby, der auch von der Smart-Presseabteilung gerne einmal liebevoll „H4begger“ genannt wird – denn meine Kritik am H4-Licht ist deutlich. Und ich wiederhole sie jedes Mal wieder. Gebetsmühlenartig. Und das werde ich so lange tun, bis man bei smart den Mangel an der Beleuchtungseinrichtung abgestellt hat.

Martin hat als Interview-Ort einen smart forfour mit Doppekupplungsgetriebe ausgesucht. Der in einem „saustarken“ (keine Ahnung wie sich der Farbton nennt) lackierte smart 44 war der erste Presse-Testwagen für Martin und seinen Fahrbericht findet ihr auf smartpit.de.

Die kurzweilige Fahrt durch die Stuttgarter-Innenstadt hat Martin auf 35 Minuten zusammengeschnitten, aber es bleiben dennoch genug hupende Stuttgarter-Autofahrer im Video. Das Video war völlig ohne Script, am Ende hat sich Martin, nachdem ich ihm vom Start weg das Ohr blutig geredet habe, auf ein paar Fragen besinnt. Zum Glück, denn sonst wäre wohl meine Abneigung gegen die aktuelle Entwicklung bei smart zu deutlich im Vordergrund des Videos gewesen. Wobei am Ende das Fazit zum smart forfour DCT doch versönlich ist – oder?

Kurzer Hinweis zum Inhalt: Ab der Minute 22:10  geht es dann noch einmal direkt um „mich“ und meinen beruflichen Background. Martin wollte einfach noch wissen „woher“ ich komme, warum ich blogge und was meine Meinung zum Thema „socialmedia“, Blogs und Journalismus ist. Bei 27 Minuten gehen wir noch einmal im Detail auf die „Bedeutung“ von Auto-Journalismus ein.

Wer sich für zwei „Auto-Blogger“ in einem smart forfour interessiert, der sollte jetzt das Video anklicken 😉

Fußnote: Das Interview mit Fr. Dr. Winkler findet ihr hier.

Test: smart forfour – smarter als der Twingo?

Twingo, die clevere Kiste? Clever & smart? Die jüngste Generation des Kleinwagens von Renault hat einen deutschen Zwillingsbruder. Die Kooperation von Mercedes-Benz und Renault bringt zwei Geschwister heraus, deren Gleichteile-Strategie dennoch in jedem Konzern einen ganz eigenen Geschmack bekommen soll. W0rin unterscheiden sich also nun smart forfour und Renault Twingo? Im zweiten Teil des Doppeltests versuchen wir, den smart forfour zu verstehen.

Te…

News: Smart – E-Modelle kommen 2016

Die elektrisch angetriebenen Varianten der Smart-Modelle kommen Ende 2016 auf den Markt. Das erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der IAA. Neben dem zweisitzigen Smart und seinem Cabrio-Pendant wird erstmals auch der Smart Forfour mit einem E-Motor versehen. Der Stromantrieb stammt vom Kooperationspartner Renault Nissan. Smart verwendet den Motor des Renault Zoe mit 65 kW/88 PS. Die Produktion des bisherigen Smart Electric Drive wurde kürzlich eingestellt. Er basierte noch auf der Vorgängerplattform.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Passion: smart times 2015

Wenn knapp 2500 Begeisterte nach Budapest strömen, insgesamt locker 1000 Smart auf dem Heldenplatz parken und ein Wochenende lang ausgiebig feiern, dann ist: smart times.

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reduced to the party

„smart times“: Ein Treffen, das aus einem losen Miteinander verschiedener Fanclubs bald länderübergreifend und immer größer wurde, bis sich auch der Hersteller selbst an diesem Spektakel beteiligte. Seit fünf Jahren nun spricht die Vorstandsvorsitzende des kleinen Kleinwagenherstellers die Eröffnungsrede am ersten Abend der Veranstaltung. Und nicht etwa bloß ein paar Grußworte, die der Ghostwriter locker aus dem Handgelenk geschüttelt hat, nein. Annette Winkler kommt nicht nur im Discokugel-Smart mit einem ebensolchen Kleid auf die Bühne gefahren, sie feuert eine gut einstündige Show ab, in der sie jede der anwesenden dreißig Nationen Landessprache begrüßt, die weiteste Anreise kürt, den Elektro-Marathon eines Fahrers aus Hamburg würdigt und sogar drei Smart-begeisterte Brautpaare, die sich im Rahmen des Festivals haben trauen lassen, auf die Bühne bittet. Dazu stimmt sie Lieder an, klatscht, tanzt und ist selbst mindestens so aus dem Häuschen, wie die Menge, die sie begeistert.

Das am Ende sogar noch das neue Smart Cabrio seine Weltpremiere vor den Fans feiern darf, bevor es sich in ein paar Tagen auf der IAA in Frankfurt der Weltpresse zum ersten Mal präsentiert, ist mit Sicherheit auf die Initiative von Frau Dr. Winkler zurückzuführen.

Denn ihr geht es weniger um die perfekte Marketinginszenierung ihrer Marke, sondern um deren Identität. Und die geht von der Begeisterung ihrer Fans aus. So hat sie in Budapest beinahe die gesamte Führungsriege vor Ort, lässt Designer und Entwickler in den Dialog mit den Markenanhängern treten, Wünsche, Anregungen, Lob und Kritik einfangen. Ein „wir-Gefühl“ soll entstehen – auch wenn sich dieser Dialog auch als kostengünstige Marktforschung sehen ließe. Oder customer-clinic. Oder wie auch immer man es nennen mag.

Was die Veranstaltung auf jeden Fall ist: authentisch. Zwar finden sich viele Fahrzeuge aus der Flotter mit Böblinger Kennzeichen auf dem Platz, doch es sind die, die die Fans begeistern. Zwei Crossblade stehen offen für jede Fotoschandtat zur Verfügung, diverse Brabus tailor-made Modelle der neuen Generation, sogar die Original Smart forjeremy Studie haben sie aus dem Schwabenland mitgebracht.

Ansonsten hält sich der Hersteller aber vornehm zurück und überlässt den Clubs die Bühne. Eben jenen, die die smart times zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Und wenn das vielleicht auch bedeutet, dass im Ablauf nicht immer alles perfekt ist, so verleiht es dem Treffen doch Charakter. Soviel, dass manch hartgesottenem Norweger über 2500 Kilometer einfache Anfahrt mit seinem crossblade auf sich nimmt. Ohne Türen, ohne Windschutzscheibe, stattdessen bloß: Passion.

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News: Smart Fortwo Cabrio – Für den Sommer in der Stadt

Rund ein halbes Jahr nach Marktstart des Smart Fortwo kommt nun das Cabrio des Zweisitzers: Auf der IAA (17. bis 27. September) präsentiert sich die offene Version des City-Flitzers erstmals der Öffentlichkeit. Ab Mitte November kann das Cabrio bestellt werden, im Februar kommen die ersten Modelle zu den Händlern.

Dem Konzept des Vorgänger-Modells ist Smart treu geblieben: So kann man das Stoffdach als großes Faltschiebedach zurück fahren, das Verdeck aber auch komplett nach hinten verschwinden lassen. Entfernt man die beiden Dachholme, hat man ein vollständiges Cabrio. Die Holme kann man in einem kleinen Fach hinter der Heckklappe verstauen.

Entfernt man die beiden Dachholme, hat man ein vollständiges Cabrio
Entfernt man die beiden Dachholme, hat man ein vollständiges Cabrio

Auf Tastendruck öffnet sich das Verdeck innerhalb von zwölf Sekunden, auch während der Fahrt und bis zu Höchstgeschwindigkeit. Mit dem Fahrzeugschlüssel kann man es auch aus der näheren Umgebung öffnen. Käufer haben die Wahl zwischen drei Farben: rot, schwarz und einer „blue denim“ genannten Jeans-Optik. Die Glas-Heckscheibe ist beheizbar.

In Abmessungen (2,69 Meter Kürze), Technik und Gestaltung entspricht das Cabrio weitgehend dem geschlossenen Zweisitzer. Durch eine etwas schmalere und etwas stärker geneigte B-Säule soll die offene Variante dynamischer wirken. Die Torsionssteifigkeit haben die Ingenieure im Vergleich zum Vorgänger um rund 15 Prozent verbessert.

Rund ein halbes Jahr nach Marktstart des Smart Fortwo kommt nun das Cabrio des Zweisitzers: Auf der IAA (17. bis 27. September) präsentiert sich die offene Version des City-Flitzers erstmals der Öffentlichkeit
Rund ein halbes Jahr nach Marktstart des Smart Fortwo kommt nun das Cabrio des Zweisitzers: Auf der IAA (17. bis 27. September) präsentiert sich die offene Version des City-Flitzers erstmals der Öffentlichkeit

Als Motoren stehen die beiden Dreizylinder-Benziner mit 52 kW/71 PS und 66 kW/90 PS zur Wahl. Beide Aggregate lassen sich mit dem Fünfgang-Schalgetriebe oder dem vollautomatischen Doppelkupplungsgetriebe kombinieren. Zu den Preisen ist noch nichts bekannt. Das Vorgängermodell kostet knapp 14.000 Euro, die geschlossene Variante der aktuellen Generation ist ab knapp 11.000 Euro erhältlich.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Smart Fortwo Electric Drive – Aus für den Stadt-Stromer

Die Daimler-Tochter Smart hat die Produktion des Fortwo Electric Drive eingestellt. Grund dafür ist laut Hersteller ein Produktionsengpass. Denn der Strom-Smart basiert nicht auf der 2014 gestarteten neuen Baureihe 453, sondern auf deren Vorgängerversion. Beide Modelle liefen mit unterschiedlichen Bauteilen im Werk Hambach im französischen Elsass vom selben Band, was einen erheblichen logistischen Aufwand verursachte.

Die komplette Produktionskapazität wird nun für die neuen Modelle genutzt, auch um die Märkte in China und den USA besser beliefern zu können. Die neuen Elektro-Versionen des Zweisitzers, dessen Cabrio-Ablegers sowie erstmals auch des Forfour will Smart Ende nächsten Jahres vorstellen. Das normale Fortwo Cabrio feiert schon in diesem Jahr Premiere und ist erstmals auf der Internationalen Automobilausstellung IAA (17. bis 27. September) zu sehen.

Zwar ist die alte Baureihe 451 auf der Internetseite des Herstellers noch konfigurierbar, den dort zusammengestellten Wunsch-Zweisitzer können interessierte Kunden allerdings nicht mehr bestellen. Um die immer noch vorhandene Nachfrage zu decken, wurden Elektrofahrzeuge vorproduziert, das Kontingent ist allerdings schon fast erschöpft und wird keinesfalls bis 2016 reichen. Der elektrische Smart war mit einem Grundpreis von rund 19.000 Euro eines der günstigsten Elektroautos in Deutschland. Hinzu kam aber immer noch eine Batteriemiete von monatlich 65 Euro.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Sondermodell Smart Edition Blackbuster – Das kleine Schwarze

Smart Fortwo und Forfour haben sich schick gemacht: Die Sondermodelle Edition Blackbuster tragen innen wie außen die elegante Nicht-Farbe. Zum speziellen Blechkleid gesellen sich weitere Extras wie Polsterung in Lederoptik, sowie das Cool & Audio-Paket, das Sound-System, Freisprecheinrichtung sowie Klimaautomatik enthält.

Der 2,69 kurze Zweisitzer und sein Modellbruder mit vier Sitzplätzen sind als Editionsmodelle mit dem Dreizylinder-Benziner mit 52 kW/71 PS ausgestattet. Der Fortwo kostet mindestens 12.300 Euro (Basispreis: 10.335 Euro), der Forfour ist ab 12.990 Euro (Basispreis: 10.995 Euro) bestellbar.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

Erste Fahrt: Smart fortwo und forfour – endlich erwachsen

Zehn verschiedene Motor-/Getriebekombinationen stehen zur Verfügung

 

Stadtflitzer wird erwachsen
Stadtflitzer wird erwachsen.

Vor einem halben Jahr hat der Mercedes – Ableger Smart die neue Generation der fortwo- und forfour-Familie vorgestellt. Weltweit kletterten die Verkaufszahlen  von Januar bis Mai hierdurch um satte 22,7 Prozent. In Deutschland sogar um mehr als das doppelte, nämlich um 50 Prozent. Jetzt erweitert Smart das Stadtauto um jeweils einen Motor sowie ein Doppelkupplungsgetriebe. Hinzukommen wird außerdem eine Smartphone-Integration per Spiegelung auf das Fahrzeug-Display. Den Anfang macht nun der Smart fortwo mit einem Einstiegspreis von 10.335 Euro.

Smart setzte sein Erfolgskonzept mit mehr als 1,6 Millionen verkaufter fortwo Einheiten weltweit durch. Weiteres Wachstum verspricht man sich im Hause Daimler von den Markteinführungen in China (August) und USA (September). Der Smart fortwo / forfour ist das kleinste Stadtauto, das bei Leuten aller Altersschichten sehr beliebt ist und keineswegs nur als Zweitwagen genutzt wird. Um dem Anspruch der Kunden gerecht zu werden, haben die Smart-Bauer in allen Belangen an dem Fahrzeug gearbeitet. Das beginnt schon beim Design mit seinem Alleinstellungsmerkmal, bei dem man Veränderungen bei den Farben der bodypanels sowie der Fahrgastzelle und Kühlerverkleidung vorgenommen hat.

Großes Marken Logo
Großes Marken-Logo.

Bei unserer Begegnung mit dem Smart fortwo macht der kleine Stadtflitzer einen bemerkenswert erwachsenen Eindruck. Auffällig ist das markante Frontdesign mit dem großen Lufteinlass und dem Markenlogo, das jetzt noch mehr Präsenz findet. Eine gute Figur macht der Stadtflitzer auch am Heck, dessen kräftige Stoßfänger für eine moderne, fast schon elegante Optik sorgen.

Beim Antrieb konzentriert sich der schwäbische Autobauer ausschließlich auf Benzinmotoren. Eine Dieselvariante ist, wie auch schon bei anderen Fahrzeugen seiner Kleinstwagenklasse, kein Thema. Für erste Testfahrten des fortwo und forfour stand jeweils der Einliter-Benziner mit 90 PS und Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung.

1 Smart kommt auf 100 Kölner Mitbürger
1 Smart kommt auf 100 Kölner Mitbürger.

Die 135 Newtonmeter des größten Benziners, die bei 2500 Umdrehungen anliegen, sind nicht nur für den reinen Stadtverkehr völlig ausreichend. Im urbanen Verkehr rund um Köln kommen wir auch recht zügig voran. In Verbindung mit seiner sehr direkten Lenkung und seinem kleinen Wendekreis von weniger als sieben Metern lässt sich das Fahrzeug sehr leicht dirigieren und komfortabel fahren. Lastwechsel sowie kleinere Fahrbahnunebenheiten werden souverän genommen. Selbst kleinere Autobahnstrecken bereiten Fahrspaß. Das neu angebotene Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe lässt uns den „Kleinen“ recht sportlich fahren. Lediglich die fünfte Stufe fühlt sich ein wenig zu lang übersetzt an. Die vom Hersteller angegebenen 4,1 Liter Verbrauch sind auf der Testfahrt in greifbarer Nähe.

Beim Einsteigen im fortwo haben sowohl Fahrer als auch Beifahrer großzügig Platz, im Fond stellen wir fest, dass es für größere Menschen doch etwas unbequem werden kann.

Interieur mit Farbenspiel
Interieur mit Farbenspiel.

Das Farbenspiel zwischen anthrazit und orange sowie die sehr gute Verarbeitung aller Materialien geben uns ein positives Gefühl. Alle Informationen, die uns das Fahrzeug zur Verfügung stellt, sind gut ablesbar und verständlich.

Mit der neuen Generation des Smart fortwo und forfour hält auch die zeitgemäße Smartphone-Integration per MirrorLink Einzug. Damit lassen sich kompatible Smartphones ins Fahrzeug integrieren und deren Inhalte auf den Bildschirm des Fahrzeuges spiegeln. Unterstützt werden vom System Apps wie Internetradio und Musikentertainment sowie Hörbücher und Echzeit-Verkehrsinformationen.

Mit allen Motorisierungen startet der Smart fortwo und forfour mit einer Ausstattung, die dem Anspruch an ein komplettes Auto gerecht werden sollte. Die Preisspanne startet dabei von 11.725 Euro (fortwo 1.0 Liter „passion“) bis zur Topvariante „proxy“ mit gleicher Motorisierung für 14.325 Euro. Darüber hinaus gibt es als Optionen ein „Sport-Paket“ (Leichtmetallräder, Sportfahrwerk, Multifunktions-Sportlenkrad) für 575 Euro, ein „LED und Sensor-Paket“ (H4-Halogenscheinwerfer, Nebelscheinwerfer, Regen-und Lichtsensor) für 510 Euro und ein „Cool & Media Paket“ (smart Media-System mit kapazitivem Multi-Touch- Display 17,8 cm, Freisprecheinrichtung, Audio Streaming für Musikübertragung, Navigationssystem mit Kartenmaterial Full Europe inkl. 3 Jahren) für 1.700 Euro.

Fazit:

Mit der neuen Generation des Smart fortwo und forfour ist der Autobauer aus Stuttgart seinen Mitbewerbern wieder einen Schritt voraus. Zeitgemäßes Design, Fahrsicherheitssysteme, Motorisierung und Antrieb sowie Funktionalität machen den Stadtflitzer richtig erwachsen.

Smart - den Mitbewerbern einen Schritt voraus
Smart – den Mitbewerbern einen Schritt voraus.

Smart fortwo „prime“ mit twinamic:

Verkaufsstart:  Juli 2015
Basispreis:  10.335 €
Motorleistung:  66 kW (90 PS)
Antrieb und Getriebe:  Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe
Beschleunigung:  11.3  Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  4.1 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  155 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  2.695, 1.663, 1.555, 1.873 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild:Stefan Beckmann

News: Smart Fortwo und Forfour DCT Turbo – Die kann man abnicken

In seiner dritten Generation ist der Smart Fortwo erwachsen geworden, sofern man diese Eigenschaft auf ein immer noch sehr kleines, sehr buntes Auto beziehen kann. Zur größeren Souveränität des Zweisitzers auf der Straße hat nicht zuletzt das Doppelkupplungsgetriebe, also die neuen Automatik, beigetragen. Auch der Viersitzer Forfour profitiert von dem Upgrade.

Nach der Einführung der neuen Modelle mit der Fünfgang-Handschaltung sind Fortwo (je nach Ausstattungslinie zwischen 1.000 und 1.275 Euro Aufpreis) und der Viersitzer Forfour (1.150 bis 1.425 Euro) seit Ende Mai mit dem twinamic-Getriebe bestellbar, im Juli werden die ersten Modelle ausgeliefert. Das Doppelkupplungsgetriebe ist mit den beiden größeren Motoren kombinierbar.

Mit der Einführung der neuen Automatik reagiert Smart auf immer mal wieder geäußerte Kritik am zuvor eingesetzten, technisch einfacheren automatisierten Schaltgetriebe. Das Doppelkupplungsgetriebe zeichnet sich durch eine geschmeidige Schaltung ohne Zugkraftunterbrechung aus. Zugkraftunterbrechung, die beim automatisierten Schaltgetriebe auftritt, ließ die bisherigen Smart-Fahrer bisweilen ungewollt „nicken“ ließ.

Bunt und verspielt: der Innenraum des Forfour
Bunt und verspielt: der Innenraum des Forfour

Ob man im Kleinstwagen-Segment ein aufwändiges Doppelkupplungsgetriebe braucht – andere Fahrzeuge der Klasse wie VW Up oder Toyota Aygo haben automatisierte Schaltgetriebe -, hat man bei Smart in der Entwicklungsphase länger diskutiert. Ausschlaggeben dürfte auch gewesen sein, dass Kunden in China – derzeit nach Deutschland zweitgrößter Markt für Smart, künftig wohl größter –, die vorherige Getriebe-Art zu unkomfortabel fanden.

Die Kombination aus dem stärksten Aggregat, dem 66 kW/90 PS-Turbobenziner im Heck, und der neuen Automatik machte beim Fortwo in einer ersten Testfahrt eine fast durchweg gute Figur. Butterweich und fast unmerklich spielte sich der Automat durch die Gänge. Der Smart ist jetzt richtig gut zu fahren – und nicht nur gut zu parken. Letzteres geht weiterhin, es bleibt bei 2,69 Metern Kürze, der Wendekreis ist mit 6,95 Metern sogar kleiner geworden.

Forfour und Fortwo unterwegs in ihrem Einsatzgebiet - der Stadt, hier in Köln
Forfour und Fortwo unterwegs in ihrem Einsatzgebiet – der Stadt, hier in Köln

Im städtischen Geschwindigkeitsbereich bis gut 50 km/h reagiert der Fortwo mit DCT angemessen schnell auf Gasbefehle und ist dadurch deutlich souveräner und agiler als der Vorgänger. Einzig bei höheren Geschwindigkeiten ist noch ein Hauch Schläfrigkeit zu spüren, wenn sich das DCT nach dem Gasbefehl eine Gedenksekunde nimmt, um runterzuschalten. Dann heult auch der Dreizylinder auf, der ansonsten in angemessener Lautstärke seinen Dienst verrichtet. Mit 4,1 Litern Normverbrauch auf 100 km ist der Fortwo geringfügig sparsamer als das Handschaltungs-Pendant. Dem Viersitzer Forfour steht die neue Automatik ebenfalls gut zu Gesicht, auch er lässt sich sehr souverän in der genannten Motor-Getriebe-Kombination bewegen. 4,2 Liter pro 100 km benennt das Datenblatt als Normverbrauch.

Mit Preisen von mindestens 13.000 Euro für den Fortwo mit 66 kW/90 PS und twinamic und mindestens 13.875 Euro für den Forfour in dieser Kombination liegen die Smarts über den Wettbewerbern. Teils konzeptbedingt (Fortwo – kurz bauen ist teuer), teils aber auch, weil Smart sich als Premium-Marke versteht. Die Zielgruppe scheint der das nicht zu stören, 80 Prozent der Fortwo werden nicht in der Basis-Version bestellt, die unter anderem Servolenkung, Tempomat mit Limiter oder Funkfernbedienung an Bord hat.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Smart Forrail – Bahnfrei für das Schienenauto

Der Stationsleiter in seiner schmucken Uniform mahnt höflich aber bestimmt zur Eile. Gleich braust mit Volldampf der Express von Sheffield Park nach East Grinstead ein. Also, Ladys and Gentlemen, alles auf Gleis 1 in diese komische kleine Lok einsteigen. Die Bluebell Railway in der westenglischen Grafschaft Surrey ist eine von vielen privaten Initiativen, welche die goldene Zeit der Eisenbahnen liebevoll pflegt. Aber an diesem Tag hat sie einen besonderen Gast auf ihrem Gleis zu Besuch: der Smart Forrail. Interessierte Kunden werden diese Variante in den Prospekten allerdings vergeblich suchen. Denn dieser typische Vertreter der neuen viertürigen Generation steht nicht auf handelsüblicher Straßenbereifung, sondern auf maßgeschneiderten Eisenbahnrädern.

Wenn German Engineering auf britischen Spleen trifft, entsteht bisweilen eine völlig unerwartete Spielart der Mobilität. Zusammen mit Smart haben die Spezialisten von Interfleet, einer britischen Firma für Eisenbahn-Antriebstechnik, eine Idee ausgetüftelt, wie man einen Smart in einen voll funktionsfähigen und von den Behörden abgesegneten Zug verwandelt. Normalerweise haben die Interfleet-Ingenieure mit Diesel-Loks zu tun, die 70 Tonnen wiegen und deren Triebwerk Kraft aus 16 Litern Hubraum schöpft. Der Smart Forfour ist dagegen natürlich mit seinen knapp 1.000 Kubik und einer Tonne Gewicht geradezu ein Schienenfloh.

Wenn German Engineering auf britischen Spleen trifft, entsteht bisweilen eine völlig unerwartete Spielart der Mobilität
Wenn German Engineering auf britischen Spleen trifft, entsteht bisweilen eine völlig unerwartete Spielart der Mobilität

Schon einmal hatte der Mutterkonzern von Smart mit einem solchen Stunt Erfahrungen gesammelt. In „Octopussy“ (1983) wechselte James Bond bei der Jagd nach einem Superbösewicht mit einem Mercedes-Benz 250 SE von der Straße auf die Schiene. „Eigentlich wäre das nicht möglich gewesen“, erklärt der Ingenieur. „Mit einer normalen Lenkung wäre das Auto sofort aus dem Gleis gesprungen.“ Also wurde bei dem Forfour die Lenkung blockiert, zusätzlich wurden an den Achsen Streben angeschweißt, um jegliche mögliche Steuerung zu unterbinden. Es dauerte sechs Monate, bis die Erfinder des Forrail auch einen Satz Stahlräder für den Schieneneinsatz entwickelt hatten. Mit einem Durchmesser von 22 Zoll und einem Gewicht von 80 Kilo pro Rad erhielt der Forrail auch noch zusätzliches Gewicht für den ungewohnten Untergrund.

Die Station Horsted Keynes sieht aus, als wäre man nach einer Zeitreise in den zwanziger Jahren angekommen. Wilde Rosen blühen am adretten Bahnsteig, Vintage-Koffer warten darauf, vom Dienstmann verstaut zu werden und an den Wänden hängt Werbung aus jener Epoche. Fans der britischen Adelsserie „Downton Abbey“ würden in Horsted Keynes „Downton“ wiedererkennen. Und, erklärt der Station Master stolz, auch der Hogwarts Express hielt hier, um Zögling Harry Potter ins Internat zu bringen.

Was der Forrail leistet, hat allerdings weniger mit Magie als mit Technik, die ihren Spieltrieb ausleben darf, zu tun. Man zündet, kuppelt und – ganz ohne Dampf und Zugpfeife – setzt sich der Forrail gemächlich in Gang. Sicherlich hätten schwäbische Ingenieure noch die eine oder andere Anregung für Dämpfung und Fahrwerk parat. Aber der Forrail ist ja gewissermaßen auch ein Prototyp. Leider kommt nach wenigen hundert Metern schon die nächste Haltestelle in Sicht. Gäste müssen dem Schienen-Smart am Bahnübergang entsteigen, denn der Perron ist fast so hoch wie das Auto selbst. Als Zukunftsmodell für einen künftigen Individualverkehr oder gar für Autonomes Fahren auf Schienen wird der Forrail wohl nicht zur Verfügung stehen. Er wird demnächst wieder straßentauglich gemacht. Aber sollte irgendwann doch ein weiter Harry Potter-Film geplant werden, könnte er nicht statt mit der Bahn…schließlich ist er jetzt alt genug, um einen Führerschein zu besitzen.

Autor: Alexandra Felts/SP-X

News: Smart Fortwo – Der teure Stadt-Spaß

Wer am Samstag in einer größeren Stadt bummeln geht, ist happige Preise gewöhnt: Die Kugel Eis 1,50 Euro, das kleine Mineralwasser im Café 2,50 Euro und die Spaghetti Carbonara – die bei uns im Dorf 9 Euro kostet – schlägt mal eben mit 12 Euro zu Buche. Da ist es doch nur logisch, dass auch der einzig wahre Stadtwagen mit den zu seinem Revier passenden Preisen vorfährt.

Wir sprechen natürlich über den neuen Smart Fortwo. Mit der derzeit stärksten Motorisierung von 66 kW/90 PS kostet er ab 11.790 Euro. Und dann steht er noch relativ nackt da. Unser – natürlich – mit jeder Menge Extras ausgerüsteter Testwagen knackte locker die 15.000-Euro-Grenze. Dafür, das muss man klar sehen, gibt es auch schon Basismodelle in der Kompaktklasse. Zumal der Smart-Händler in Sachen Rabatt kaum mit sich reden lässt, der – sagen wir mal – Kia- oder Peugeot-Händler allerdings schon.

Gut, er kostet also. Aber für das viele Geld erhält man auch ein wirklich einmaliges Auto. Der Smart, seit einigen Monaten bei uns in der dritten Generation am Start, fährt mit seiner Länge von 2,70 Metern in seinem eigenen Segment. Nachdem Toyota den (30 Zentimeter längeren) iQ vom Markt genommen hat, gibt es gar keine Alternativen mehr.

Mit knapp 7 Metern verfügt das Micro-Auto über einen - und hier ist das inflationär gebrauchte Wort mal wirklich angebracht – unfassbar kleinen Wendekreis.
Mit knapp 7 Metern verfügt das Micro-Auto über einen – und hier ist das inflationär gebrauchte Wort mal wirklich angebracht – unfassbar kleinen Wendekreis.

Der Smart Fortwo ist als Stadtwagen einfach unschlagbar. Dies kann man am besten an zwei Beispielen verdeutlichen: Mit knapp 7 Metern verfügt das Micro-Auto über einen – und hier ist das inflationär gebrauchte Wort mal wirklich angebracht – unfassbar kleinen Wendekreis. Unfassbar, weil man es als Fahrer manchmal selbst nicht glauben kann, in welch engen Straßen man den Smart problemlos in einem Zug wenden kann. Und dann natürlich das Thema Parken: Der Smart ist so lang geblieben wie sein Vorgänger. Auch mit dem durfte man ja eigentlich schon nicht mehr quer einparken, weil ein Stück der 2,70 Meter dann doch auf die Straße ragt. Aber in vielen Fällen wird es knöllchenfrei toleriert. Und selbst wenn nicht, mit dem Fortwo rangiert man in Lücken, an denen alle Nicht-Smart-Fahrer achselzuckend vorbeifahren müssen.

Diese Vorteile des Konzepts hat sich der Smart in der dritten Generation also bewahrt. Genauso wichtig ist jedoch, dass er einige Nachteile der alten nicht mehr hat. Da wäre in erster Linie die lahme Halbautomatik zu nennen, die durch ein aufpreispflichtiges Doppelkupplungsgetriebe ersetzt wurde. Unser Testwagen hatte die serienmäßige Fünfgang-Handschaltung an Bord. Und über die gibt es nichts zu meckern. Zudem verfügt der Smart jetzt über so etwas wie Fahrkomfort. Vorbei die Zeiten, wo seine Fahrer hilflos hoppelnd jeder Straßenrille ausgeliefert waren.

Wobei dieser Fortschritt relativ ist. Der gleichgebliebene Radstand von 1,87 Meter und die allein schon aus Gründen der Sicherheit eher knackige Gesamtauslegung dürfen keinen Komfort wie etwa bei Klein- oder Kompaktwagen erwarten lassen. Trotzdem, ist die Straße einigermaßen in Ordnung, gibt es im Smart keine Rückenprobleme, übrigens auch deshalb nicht, weil die Sitze sehr gut sind.

Parken und in engen Straßen wenden machen in jedem Fortwo Spaß. Freude am Fahren kommt jedoch derzeit nur mit der stärksten Motorisierung auf. Der winzige 0,9-Liter-Motor arbeitet mit Turbounterstützung und leistet glatte 90 PS, die ein Leergewicht von rund 900 Kilo antreiben müssen. Kein Wunder, dass der Kleine den Großen am Ampelstart locker das Heck zeigt. Man kommt sich fast wie in einem Elektroauto vor, das bauartbedingt ja ebenfalls für Schnellstarts bekannt ist. Der Smart erreicht nach 3,5 Sekunden Tempo 50 und auch bis 100 km/h vergehen nur 10,4 Sekunden. So bewegt, kommt man naturgemäß nicht mit dem Normverbrauch von 4,2 Litern aus. 5,8 waren es in unserem Fall.

Arbeitsplatz eines Smart Fortwo-Fahrers.
Arbeitsplatz eines Smart Fortwo-Fahrers.

Erst auf der Autobahn wird der Zweisitzer eingebremst, und zwar elektronisch bei 155 km/h. Aus Sicherheitsgründen, denn der Motor gibt einem das Gefühl, dass es auch noch einige km/h schneller gegangen wäre. Aber was soll´s, mehr Tempo braucht man nicht und der Zweisitzer ist ja ein Stadtauto. Im Übrigen macht sich außerhalb der City die nervöse Lenkung des Smart negativ bemerkbar. Sie reagiert gefühlt zu schnell und zu stark auf kleinste Bewegungen. Was in der Stadt sinnvoll ist, erfordert außerhalb derselben Konzentration, damit man nicht überzieht.

Platz ist natürlich in einem kleinen Fahrzeug immer ein Thema. Seinem Namen macht der Fortwo hier alle Ehre, zwei Personen sitzen ausgezeichnet, selbst wenn sie über 1,90 Meter messen. Im Vergleich zum Vorgänger machen sich die satten zehn Zentimeter mehr Breite positiv bemerkbar, man kommt sich mit den Ellenbogen nicht mehr in die Quere. Der Kofferraum packt zwischen 260 und 350 Liter, was sich erstmal richtig viel anhört. In der Praxis ist allerdings mehr als ein normaler Einkauf nicht drin. Kein Problem: Baumärkte liegen meist ja sowieso nicht in der Stadt. Praktisch ist das einzeln zu öffnende, hochklappbare Heckfenster für ein oder zwei Einkaufstüten. Wer mehr einpacken will, muss den unteren Teil extra entriegeln und nach unten wegklappen.

Der Smart Fortwo hat die Vorzüge der Vorgänger-Generation bewahrt, ist also weiterhin kurz und wendig. Dazu kommen die erheblich bessere Schaltung, mehr Fahrkomfort und mehr Bewegungsfreiheit im Innenraum. Und der Turbomotor ist eine Wucht. Auf der Minusseite stehen der hohe Preis sowie die teilweise billig wirkenden und nicht an jeder Stelle souverän verarbeiteten Materialien. Trotzdem: Wer einen echten Stadtwagen sucht, für den gibt es eigentlich keine Alternative.

Autor: Peter Eck/SP-X

News: Smart Fortwo Forgigs – Konzertsaal mit zwei Sitzen

Eine High-End-Audioanlage hat Smart nun gemeinsam mit dem Hifi-Unternehmen JBL in den Kleinstwagen Fortwo integriert. In dem Einzelstück kommt die Musik aus 16 Lautsprechern und zwei Bassboxen, die Signale überträgt ein Achtkanal-Prozessor. Die Spitzenleistung beträgt 5.720 Watt.

Der Soundgenuss ist nicht nur für die Ohren der Insassen bestimmt, denn der Zweisitzer kann auch als fahrbarer Verstärker für Straßenkonzerte genutzt werden. In dieser Funktion geht die Studie nun auf Werbetour für Europa um Werbung für das relativ frische Pkw-Modell und die beim Serienauto optionale 240-Watt-JBL-Anlage zu machen.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Kleine Autos für die Millionenstädte – Smart erfolgreich in China

China könnte in zwei bis drei Jahren der wichtigste Markt für den Automobilhersteller Smart werden. Die Chefin der Daimler-Tochter, Anette Winkler, prognostizierte im Interview mit dem Onlinemagazin „Autogazette.de“ ein deutliches Wachstum. Im vergangenen Jahr hat Smart in Deutschland 22.400 Fahrzeuge absetzen können, in China waren es 17.800 Einheiten

Smart wolle perspektivisch „mehr und mehr in die kleineren Städte Chinas gehen“, so Winkler. „Wenn ich von kleineren Städten spreche, dann sind das immer noch Städte mit einer Einwohnerzahl von mehreren Millionen Menschen. Allein daran sehen Sie, welches Potenzial für Smart in diesem Markt steckt.“

Man wolle zudem neue Services rund um die Mobilität in der Stadt entwickeln und zwar insbesondere solche, die nur mit dem besonders kleinen Smart möglich seien– beispielsweise, dass Smart-Käufern die Möglichkeit geboten werde, spezielle Parkflächen in den Innenstädten zu nutzen. Gleichzeitig solle auch die Zahl der Händler ausgebaut werden. 2010 seien es im Reich der Mitte noch 16 gewesen, heute mehr als 140.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

Smart Fortwo Cabrio kommt 2016

Der neue Smart Fortwo wird 2016 auch als Cabrio-Version angeboten. Präsentiert wird die Variante noch 2015, beim Händler wird sie allerdings erst im nächsten Jahr stehen, wie die Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ erfahren haben will.

Auf Dachbögen über den Fenstern will Smart dabei wie auch schon beim Vorgänger verzichten. Die sogenannte Tridion-Zelle des Smart ist in ihrer Grundstruktur so steif, dass sie den stützenden Bogen einer geschlossenen Dachstruktur nicht benötigt. Die Einstiegsversion wird ein Rolldach aus Stoff erhalten, das sich hinter dem Sicherheitsbügel bis zur oberen Motorabdeckung erstreckt.

Preislich orientiert sich das neue Smart Fortwo Cabrio am Vorgänger und wird damit etwa 14.000 Euro kosten. Der seit Ende November vergangenem Jahres erhältliche Smart Fortwo startet bei 10.335 Euro. Angetrieben wird er dann von einem 45 kW/60 PS starken Benziner.

Autor: Adele Moser/SP-X

Kurz gefahren: Der neue smart fortwo mit Doppelkupplung

Eine Gedenksekunde epischer Dauer und ein Workout für die Halsmuskulatur, das waren die Erfahrungen von drei Generationen smart-Fahrern, wenn es um das automatisierte Schaltgetriebe des smart ging. Damit soll nun endgültig Schluss sein. Die jüngste smart-Generation wird sich beim Thema „schalten lassen“ auf ein neues Niveau bewegen. Nicht sofort, denn der neue smart und sein französischer Zwilling sind erst einmal nur mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe unterwegs – aber ab März soll das Twinamic getaufte Getriebe bei der Daimler-Tochter den Weg in den Kleinstwagen finden. Die Franzosen kommen ein wenig später, so einen kleinen Innovations-Vorsprung hat man dem Erfinder des „smarten Kleinwagens“ dann doch gelassen.

Ausgehoppelt – smart ganz zart

Erste Fahrt im neuen smart mit Doppelkupplungsgetriebe

Das perfekte Stadtauto zu sein. Es ist nicht weniger als diese Idee, die auch hinter der Idee des jüngsten smart fortwo steckt. Und was muss ein Stadtauto können? Parken. Klingt widersprüchlich, ist aber so. Und natürlich wendig sein. Und es  soll sich durchwuseln können, wo man mit anderen Autos mangels Breite oder Übersichtlichkeit zum Stoppen verdonnert ist. Und technisch kann das optimale Stadtauto nur ein Auto mit Automatikgetriebe sein, oder?

smart fortwo fahrbericht 07 doppelkupplung

Schalten lassen

Stadtverkehr bedeutet Stop & Go, Stau und Schalten. Durch die Gänge zappen, macht in einem sportlichen Auto Spaß. Oder auf der Rennstrecke im jüngsten V8-Donnerkeil aus Affalterbach.  In der Stadt ist es Arbeit. Umso lieber lässt man sich diese Arbeit abnehmen. Der Japaner würde eine stufenlose Automatik wählen. Der Franzose steht auf das automatisierte Schaltgetriebe, der Amerikaner lässt den Wandlerautomaten walten und der Deutsche? Wir mögen Doppelkupplungsgetriebe. Versprechen diese doch den Fahrkomfort von Wandlerautomaten in Verbindung mit der Effizienz eines automatisierten Schaltgetriebes, ohne den eigenwilligen Fahrkomfort von stufenlosen Automaten zu imitieren. Perfekt.  Aber ein Doppelkupplungsgetriebe zu entwickeln,  ist teuer. Wenngleich smart zum Daimler-Konzern gehört, ein Doppelkupplungsgetriebe für Kleinstwagen wollte man dort nicht in Eigenregie entwickeln. Für A-Klasse und Konsorten hat man eines, aber für die Fahrzeugklasse darunter? Das schien nicht rentabel. Auch der smart-Technologiepartner Renault hatte so ein Getriebe nicht parat. Zugleich war aber klar, auch wenn die Franzosen den smart mit vier Türen zum Twingo machen, ein automatisiertes Schaltgetriebe ist für den neuen smart keine Option. Also beauftragte man den Zulieferer Getrag mit der Entwicklung einer „Automatik-Box“.

smart fortwo fahrbericht 06 doppelkupplung

Schalten lassen – die richtige Option

Smart hat die dritte Generation in Barcelona vorgestellt, so wie vor 16 Jahren den „Ur-smart“ . Neben dem 2.69 Meter langen Zweisitzer und dem Viersitzer, der sich auf knapp 3.50 Meter streckt und sich ansonsten nur in Details vom Bruder Twingo unterscheidet, standen zur Premiere in Barcelona auch die unterschiedlichen Getriebe-Versionen für eine erste Testfahrt zur Verfügung. Eine gute Gelegenheit,  um sich einen ersten Eindruck von der Sechsgang-Doppelkupplungsbox zu verschaffen. Der Stadtverkehr von Barcelona ist so etwas wie ein Paradebeispiel für die Idee des smart. Ein wilder, lebendiger Stadtverkehr mit absurd kurzen Wechseln zwischen rauen Sitten und freundlichen Gesten.  Von der linken Spur ganz nach rechts zum Abbiegen oder der Vermeidung einer roten Ampelphase? Wer nicht als Tourist auffallen will, der sollte sich solche Manöver angewöhnen. Das beste Werkzeug, um noch schnell zwischen zwei Rotphasen, einem Moped, einem Bus und vier Taxen über eine Kreuzung zu huschen? Richtig. Ein smart. Barcelona gehört zu den urbanen Lebensräumen, in denen man den Individualverkehr am besten mit einem Moped meistert, oder, um sich besser zu schützen, in einem smart. Dass die Federung bislang nur hart und wenig herzlich war und die Schaltung mit der berühmten „smarten-Gedenksekunde“ nervte, wog die Vorteile des alten smart fortwo nicht auf. Wendig. Übersichtlich und immer schmal genug, um durch die Lücken zu schlüpfen, die man in anderen Autos gar nicht sah.

smart fortwo fahrbericht 11 doppelkupplung

Sechs ist besser als fünf

Der neue smart kann, bezieht man sich nur auf sein Fahrwerk, alles besser als der Vorgänger. Das habe ich im ersten Artikel zum neuen smart bereits festgestellt. Dass die Basis-Version jetzt mit einem manuellen Fünfganggetriebe  kommt, ist nicht wirklich schlimm. Oder doch?

Wer den smart nur in der Stadt fährt, der wird sich über die Getriebeabstufung nicht aufregen. Über Land und auf der Autobahn nervt jedoch die NEFZ-konforme und weniger praxisgerechte Abstufung der Übersetzungen, weil einfach zu lang. Das raubt vor allem dem kleinen Saugmotor mit 71 PS jede Lebensfreude. Ab Gangstufe 3 wird es zäh.  Der 90 PS Turbo-Benziner kann das alles ein wenig besser. Aber braucht es den wirklich für die Stadt? Ob der 90 PS Turbo der richtige ist, liest man am besten im Fahrbericht zum smart an sich nach. Hier geht es jetzt zurück zum Getriebe.

Stadtauto mit Schaltgetriebe?

Gerade die Stadt ist doch der natürlich Lebensraum für eine Automatik-Box. Und so wird für smart-Neuwagen-Käufer kein Weg an der Doppelkupplung vorbeigehen. Aufpreispflichtig, natürlich. Aber die sechs Gänge der neuen Getriebe-Box sind deutlich stimmiger für den Alltag als die fünf des manuellen Getriebes. Das Anfahren mit der neuen Doppelkupplung ist zudem nicht vergleichbar mit dem immer auch etwas ruppigen Gehabe des alten smart. Weich rollt der neue smart von der Ampel los und anders als der alte smart spendiert der neue mit seiner „twinamic“ getauften Automatik ein echtes Automatik-Gefühl. Runter von der Bremse und der neue smart kriecht. Der alte smart wollte beim Anfahren immer gleich einen „Hüpfer“ machen.

Für altgediente smart-Fahrer dürfte sich einiges ändern. Der neue smart schüttelt die Köpfe der Insassen nicht mehr bei jedem Schaltvorgang durch. Das Kopfnicken ist passé. Ebenso aber auch diese Schrulligkeit, die einen beim Fahren eines smart immer begleitet hat. Als Elefanten-Rollschuh hatten ihn die verspottet, die das Prinzip des smart nicht verstanden hatten.

Das Prinzip Schrulligkeit ist dem Prinzip Gleichteile gewichen

Ja, der neue smart kann vieles besser als sein Vorgänger. Dank der Vorderachse mit mehr als 50° Lenkwinkel besitzt der smart den kleinsten Wendekreis seiner Klasse. Mit dem Zweitürer fühlt sich das an, als würde man auf der Stelle wenden. Dank Heckmotor ist der smart noch immer ein Ausnahmetalent im Bereich der Raumnutzung und des Raumgefühls. Das neue Getriebekonzept überlässt dem Kunden die Wahl: Selbst schalten und das Kopfnicken selbst steuern, oder gegen Aufpreis die ideale Getriebevariante ordern? Und natürlich ist es erst die Kooperation mit einem Partner, die den erneuten Versuch des „smarten Stadtmobils“ rentabel macht.

Alles bleibt anders – smarte Entscheidung

Das Fahrwerk mit den drei Zentimetern mehr Federweg und der breiteren Spur ist allen smart-Varianten gemein. Und der Zweitürer bleibt so kurz wie die Generationen vor ihm. Bleibt also wirklich nur die Frage nach dem Getriebe.

Und um diese Frage geht es ja auch in diesem Artikel. Die Antwort ist überraschend klar:

Wer sich für den neuen smart entscheidet, der sollte auf das Doppelkupplungsgetriebe warten. Ein echtes Stadtmobil ist nur mit Automatikgetriebe so richtig genial. Und das neue Getriebe macht einen guten Job. Der smart verliert damit ein wenig von seiner Schrulligkeit, aber man gewöhnt sich schnell daran, den Kopf nicht mehr im Takt der Schaltvorgänge wippen zu lassen.

Es hat sich ausgehoppelt beim smart mit Doppelkupplungsgetriebe, eine neue Zeit der Zärtlichkeiten bricht an.

Alle Fotos: smart

Erlkönig: smart fortwo Brabus

„formehr Leistung“

Unser Erlkönig-Fotograf hat den neuen smart fortwo in der Brabus-Version erwischt. Mehr Power, mehr Performance. Auch für den kleinsten aus dem Hause der Daimler-Tochter smart wird es wieder eine kraftvolle Top-Version geben. Das war bei den Vorgängern bereits eine gern genommene Variante, nun also dreht der Erlkönig des Brabus smart fortwo seine Runden.

Eine tiefe Frontschürze ziert die Nase des knuffigen Stadtwagens, am Heck wurden zwei Endrohre untergebracht. Der von Renault stammende Turbomotor wird aus diesen satten Endrohren seine Stimme erheben. Natürlich ist der neue smart Brabus tiefer und straffer abgestimmt als das normale smart fortwo Serienmodell. Ob es den neuen Brabus smart auch mit Handschaltgetriebe geben wird? Eine gute Frage, wir haben leider noch keine Antwort darauf.

 

 

Erste Fahrt: Der neue smart forfour

Der smart für vier. Neu ist die Idee nicht, bereits 2004 hatte smart das eigene Portfolio ausgebaut und neben dem klassischen zweitürigen smart einen Viertürer mit fünf Sitzplätzen präsentiert. Allerdings war man sich selbst nicht treu geblieben. Der smart forfour war eigentlich ein Mitsubishi Colt – was nicht schlecht ist, wenn er von einem Mitsubishi-Händler verkauft wird. Aber als smart taugte er nicht. Auch nicht mit aufgemalter Tridion-Zelle. Nein, die Idee “des smart” war eine andere und nachdem man den Heckmotor auch im Roadster verwirklichte, musste der eingekaufte Mitsubishi Colt mit seinem Frontmotor einfach als nicht “smart” genug verstanden werden. Bereits nach zwei Jahren war das Experiment “smart forfour” wieder beendet.

Darf es ein bisschen mehr sein?

Erste Fahrt im neuen smart forfour

Der neue forfour ist ein echter smart. Oder ein echter Twingo. Je nachdem, welchem Hersteller man gerade zuhört. Sicher ist: „smarter“ wird ein Kleinwagen für vier Personen nicht mehr werden. Denn beim neuen forfour hat smart alles besser gemacht als beim Experiment vor 10 Jahren.

Der neue smart forfour ist ein auf 3.49 m gestreckter smart fortwo. Das Grundlayout bleibt gleich, der Motor sitzt noch immer hinten, die Antriebsachse natürlich auch. Und wie der “kleine Bruder”, so kann auch der Viertürer mit einem beeindruckenden kleinen Wendekreis punkten. 6.95 m sind es beim smart fortwo und noch immer geniale 8.65 m beim viertürigen smart. In der Stadt gibt es keinen Mitbewerber, der sich leichter um enge Gassen zirkeln lässt. Die 10 gefeierten Extra-Zentimeter in der Breite beim smart fortwo sind auch beim forfour vorhanden. Weil der forfour jedoch 80 Zentimeter länger ist, wirkt er nicht ganz so quadratisch wie der smart fortwo. Fast schon gestreckt in der Seitenlinie.

Der Stretchlimo-Faktor des forfour lässt die zweite Reihe nicht gleich in Jubelschreie ausbrechen. Die fast im 90° Winkel öffnenden Türen sorgen zwar für einen groß erscheinenden Einstieg, daran, dass man die 2.70 Meter Innenraumlänge dann durch vier teilen muss, ändert das  jedoch nichts.

Den Motor am rechten Fleck

Während man beim Twingo und auch beim kleinen Bruder mit nur zwei Türen noch die Wahl hat, bietet smart für den forfour zum Start nur den 52 kW (71 PS) Saugmotor an. Der kleine Dreizylinder-Benziner ist bereits im fortwo keine Ausgeburt aus dem Stamme einer Dynamiker-Dynastie und auch im 975 Kilogramm schweren forfour wird das, wen wundert es, nicht besser.

smart forfour erster fahrbericht

Sicherheit in Serie

Die Idee der Tridion-Zelle lebt auch im viertürigen smart forfour weiter. Eine Kombination aus festen, hochfesten und „superduperfesten“ Stählen wurde zu einer “Sicherheitszelle” geformt. Das Konzept stammt in seinen Grundzügen aus der ersten smart-Generation und war für ein so ein kleines Auto revolutionär. Und für die jüngste Generation wurden die Ansprüche an die Crash-Sicherheit noch einmal erhöht.

Ein beeindruckendes Video zeigt das Niveau der Sicherheitszelle:

Bei der passiven Sicherheit hört die Idee des “sicheren Kleinwagens” aber nicht auf. smart rüstet den neuen forfour (gilt auch für den fortwo) bereits in Serie mit einer ganzen Palette von Assistenzsystemen und Airbags aus. So sind Seitenairbags ebenso Serie wie der Knie-Airbag für den Fahrer. Ein Seitenwind-Assistent hilft dabei, die hoch aufbauende Kiste bei Böen in der Spur zu halten, natürlich sind ESP und ABS immer an Bord. Aber auch ein Tempomat ist immer dabei. Warum ausgerechnet er, moderne Lichttechnik jedoch nicht, wird das Geheimnis der smart und Renault-Controller bleiben. Denn an der Front leuchten H4-Scheinwerfer. Was ich persönlich für einen Renault-Kleinwagen, dessen Grundpreis bei € 9.590 (EU5/52 kW/keinStart-Stopp) liegt, in Ordnung finde. Der neue forfour aber steht mit einem Basispreis von € 11.555 in der Liste (hier jedoch mit Start-Stopp-Automatik und bereits in der EU6-Abgasnorm eingestuft), und bereits die „Stadt-Autos“ der Generation zuvor boten eine aufwandigere Lichttechnik. Ein Rückschritt, der nicht verständlich ist.

Doch der Basis-Preis ist nur ein Teil der Wahrheit. Die bei den Testfahrten gefahrenen smart forfour waren allesamt in der Proxy-Version ausgestattet und starteten damit bei einem Basispreis von € 15.055 und dann erwarte ich bei einem modernen Kleinwagen einfach mehr als nur Optik und Kosmetik auf Hipster-Level! Der Twingo mit 71 PS-Benziner kostet in dessen höchsten Ausstattungslevel (Luxury) im übrigen € 12.980.

Trendige Farben im Innenraum, eine Netzverkleidung des Armaturenträgers und die farbigen Spielereien für den Außenlack lassen mich da kalt. Anstelle des Tempomaten, ziemlich witzlos in der Stadt, hätte ich mir eine Lichtquelle an der Front gewünscht, deren Geburtsjahr nicht auf 1965 datiert! Irgendwas nerdiges, cooles, technisch Beeindruckendes.

Aber: Die Detail-Kritik ändert nichts an der Genialität, mit der sich der neue forfour durch die Stadt wuseln lässt. Keine Gasse zu schmal, keine Kurve zu eng. Rückwärts einparken dank guter Übersicht und dem klassenbesten Wendekreis ein Kinderspiel. Dazu passt ganz gut, dass der forfour noch ein wenig leiser im Innenraum tönt als der Zweitürer. Kein Wunder, der Dreizylinder sitzt ja noch einmal ein gutes Stück vom Ohr des Fahrers entfernt und wie der fortwo überzeugt auch der forfour mit den Komfort-Vorteilen einer breiten Fahrzeugspur. Und der längere Radstand gewöhnt dem smart 44 dann endgültig die Nickbewegungen um die Längsachse ab.

Praktische Talente

Neben dem Kofferraum mit 255 Liter Volumen und der klassischen Möglichkeit, die Rücksitzlehnen umzuklappen, bietet der smart noch zwei besondere Extras zum Thema „Praxis und Variabilität“. Die Sitzplätze des forfour lassen sich, gegen Aufpreis, zu Klappsitzen wandeln. Einmal daran gezogen und sie klappen um gute 10 Zentimeter nach unten. Damit entsteht eine größere Laderaum-Höhe direkt hinter den Vordersitzen. Ein großer TV-Bildschirm oder Topfpflanzen lassen sich dort verstauen. Wer einen US-Basketballspieler zum Freund hat, der wird sich über die umklappbare Beifahrersitzlehne freuen, denn damit entsteht eine Ladefläche, die bis zu 2.30 Meter lang ist. Alternativ kann so natürlich auch das obligatorische Billy-Regal transportiert werden.

Fazit: Es darf gerne ein bisschen mehr sein!

Der smart forfour wirkt wie die Stretch-Limousinen-Version des smart fortwo. Das gefällt durchaus. Leistung dürfte es ruhig ein wenig mehr sein und beim Preis? Nun, da dachte man sich wohl bei smart: Es dürfte ruhig ein wenig mehr sein.

Am Ende ist der neue smart forfour einfach zuviel Twingo. Das wäre nicht schlimm, wäre es ein Renault. Und so bleibt für mich am Ende der Zweifel, ob der Renault-Händler nicht die besseren Rabatte Argumente hat.


Ab Herbst wird smart den forfour dann auch mit dem Doppelkupplungsgetriebe anbieten und auch der Turbo-Benziner dürfte nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

Erste Fahrt: Der neue smart fortwo

Auf der ersten Fahrt mit dem neuen smart, irgendwo im Stadt-Stauverkehr von Barcelona. Mitten zwischen dem Park Güell und der Sagrada Familia. Dieser neuartige Kleinwagen hoppelt sich seinen Weg frei. Erstaunte Gesichter draußen, so klein und schon hart beim Stau-Hopping in die Pole-Position geschaukelt. Zwei Personen sitzen bequem in der Knutschkugel. Anfahrt aus der Pole-Position an der Ampel, vorwitzige Rollerfahrer werden vom Turbo-Boost des Benziners mit nicht einmal Milchtüten großen Hubraums ausbeschleunigt. Bis das Getriebe zum ersten Mal die Gänge wechselt. Atempause. Es fühlte sich an, als wäre das Getriebe zurück ins Werk getrampt, um dort einen weiteren Gang zu finden.  Das muss so 1998 gewesen sein. Die erste smart-Generation wurde damals in Barcelona der Fachwelt aus Motorjournalisten präsentiert. Gebloggt wurde damals noch nicht. Und ich hatte noch einen anständigen Beruf. Aber ich kann es mir gut vorstellen. So als smart-Fahrer der ersten Stunde.

big city car

Erste Fahrt im neuen smart fortwo

2014 stellt smart den neuen fortwo wieder in Barcelona vor. Zurück zu den Wurzeln. Und auch wenn „alles anders bleibt“, der neue smart ist vor allem eines geworden in den letzten 16 Jahren: Erwachsen. Und es dürfte nun mehr Menschen leicht fallen, den smart als vollwertiges Auto ernst zu nehmen. Und das obwohl die Länge der dritten Generation auch der Länge der zweiten Generation entspricht. Der Radstand ist im Millimeterbereich gewachsen nur die Breite, die hat massiv zugelegt. War der alte smart (451) mit 1,559 Metern noch schmal genug um sich auf Fahrradwegen zurecht zu finden (nein, nie gemacht!), hat der neue smart gute 10 Zentimeter in der Breite zugelegt. Das hat viele Vorteile und nur wenige Nachteile.

Das man sich mit dem neuen smart nicht mehr ganz so unbeschwert durch den Stadtverkehr wuselt, ist einer der Nachteile. Es ist eben so eine Sache mit dem „Erwachsen sein“.

smart fortwo von hinten

Breiter is better

Als Stadtauto-Idee geboren muss der smart vor allem eines können: Dem Stadtverkehr ein Schnippchen schlagen. Die hohe Sitzposition kann noch immer gefallen, die Rundumsicht ist noch immer gut, wenngleich der Innenspiegel nun näher an der eigenen Nase hängt und gefühlt die Hälfte der Windschutzscheibe verdeckt. Noch immer ungewohnt, kurz hinter dem Hinterkopf hört das Auto auf.

Saß man im letzten smart noch leicht versetzt, dürfen sich Fahrer und Beifahrer im neuen smart nun auf gleicher Höhe fühlen. 10 Zentimeter mehr Breite schenken dem Innenraum ein zusätzliches Plus an Wohlfühlraum. Für das Fahrwerk des neuen smart ist der Breitenwachstum auch ein Geschenk. Im Verhältnis zwischen Federweg, Spurbreite und Lage des Schwerpunktes hat sich mit der Neu-Konstruktion einiges getan und aus dem „Schlagloch-Suchgerät“ wurde ein richtiges Auto. Okay, natürlich lässt der kurze Radstand den smart noch immer „wippen“. Aber gerade bei Kurven, beim wilden räubern über die ganze Fahrbahnbreite, beim nachfedern aus Bodenwellen und bei der Attacke auf Frostaufbrüche ist die neue smart-Generation ein massiver Fortschritt.

Wer nickt denn da?

Neben dem Fahrwerk ist der nächste, wirklich spürbare Entwicklungsschritt, die neue Getriebe-Generation. Nicht weil man „bei dem Daimler seiner Tochter“ nun die Getriebe aus Frankreich anliefern lässt, sondern weil diese manuell zu schalten sind. Nun könnte man fragen, und zwar zu Recht: Wo ist da der Vorteil? Der smart ist doch ein Stadtauto und als solches ist die beste Lösung ein Automatikgetriebe. Kuppeln, schalten, kuppeln, schalten. Generationen von Pizzadienst-Piloten haben sich an die Schaltpausen des automatisierten Getriebes im smart-Vorgänger gewöhnt. Und auch Auto-Journalisten sind nicht vor den Grundlagen des „Bewegungslernens“ gefeit. Da wird bei der ersten Testfahrt mit dem neuen Doppelkupplungsgetriebes im smart, beim ersten Schaltvorgang nach dem Ampelstart, schonmal prophylaktisch der Kopf nach vorne gewippt. (Mehr zum smart mit Doppelkupplungsgetriebe in Kürze!).

Nein – natürlich ist ein Schaltgetriebe nicht die ultimative Lösung für ein Stadtauto, aber die Möglichkeit dem Kunden die Wahl zu überlassen, die zählt. Der neue smart fortwo wird jedoch in der Basis-Variante erst einmal auf ein manuelles Getriebe mit fünf Gängen zurück gerüstet. Das kann man als Vorteil sehen, oder als Nachteil. Natürlich ist das simple manuelle Getriebe und dieses kennt man, wie die Motoren, bereits aus einer Vielzahl von Renault-Modelle, weit günstiger als das automatisierte Schaltgetriebe und wesentlich günstiger als das neue Doppelkupplungsgetriebe, weshalb man dieses auch nur gegen Aufpreis erhalten wird.

Mit- und ohne Turbo

Eine Plattform, drei Autos. Der neue smart wurde zusammen mit Renault entwickelt. Und während die Franzosen nur den Viertürer als Renault Twingo verkaufen, wird smart den fortwo und den forfour anbieten. Und auch das Doppelkupplungsgetriebe wird der Daimler-Tochter vorbehalten bleiben. Zumindest für ein halbes Jahr. Bei smart wird das DCT (Dual-Clutch-Transmission) ab März erhältlich sein, bei Renault ab dem Herbst 2015. Anders die E-Auto-Version, diese soll der „Marke smart“ alleine vorbehalten bleiben. Und weil man sich beim Layout durchsetzen durfte und das gemeinsame Baby als smart-DNA den Heckantrieb mit dem Heckmotor behalten durfte, kommt ein anderer großer DNA-Brocken eben aus Frankreich: Die Motoren. (und, und, und..)

71 PS Sauger oder 90 PS Turbo. Die Auswahl ist im Augenblick eher übersichtlich. Beide Motoren sind alte Bekannte aus dem Renault-Motorenprogramm und wurden für den Einsatz im neuen Kleinstwagen leicht modifiziert.

smart fortwo in barcelona

Und so fährt sich der neue smart fortwo

Über die neue „Fußgängerschutz-Knubbelnase“ kann man geteilter Meinung sein, wer aber erst einmal im neuen smart sitzt, der freut sich über die wieder gut gelungene Sitzposition. Über die Kopffreiheit und nun auch über die Breite im Innenraum. Der alte smart war bereits ein Raumwunder, aber der Neue kann alles ein wenig besser. Außer vermutlich in Rom zwischen den Blumenkübeln hindurch huschen (habe ich irgendwo gelesen..). Kupplung drücken, ungewohnt für den smart-Piloten der alten Schule.

Das Getriebe könnte knackiger zu schalten sein, die Schaltwege könnten besser definiert sein. Die Lenkkräfte sind niedrig, aber auch das Feedback von der Lenkung ist nicht so richtig geil. Sicher, das war auch im alten smart schon eher ein Ratespiel, aber die Hoffnung war da – der smart hätte in der Disziplin „Fahrgefühl“ einen größeren Sprung gemacht. Hüpfen kann der neue smart noch immer. Nun sogar noch besser. Wer von der Ampel weg den 90 PS-Turbo dreht und dann die Kupplung mit mehr Elan als sonst einrücken lässt, der lässt den smart die Nase rümpfen.  Dabei knurrt der Turbo-Dreizylinder aus dem Heck ein sympathisches Liedchen und er tut es deutlich leiser als zuvor. Der smart hat in den Disziplinen „Fahr- und Störgeräusche“ massiv gewonnen. Er rappelt nicht, er dröhnt nicht und er schüttelt sich nicht mehr.  Der 91 PS fortwo wird jetzt bei 155 km/h abgeriegelt. Damit darf man dann auch ruhig einmal die Autobahn in die Routenplanung miteinbeziehen. Allzu viel Laune auf der Landstraße sollte man indes nicht erwarten. Der smart erfüllt seinen Job. Früher fand er schnelle Kurvenhatz schon als unwürdig, der neue schiebt die Grenze ein wenig nach oben, fängt aber noch immer früh an zu untersteuern. Und sobald die Vorderachse den Grip verliert, regelt das ESP die Motor-Leistung drastisch herunter. Fahrspaß definiert der smart anders.

Die große Stunde des Kleinwagens schlägt, wenn es darum geht den smart zu wenden. Parken und wenden, die Königsdisziplinen des neuen smart. Der Motor hinten lässt der Vorderachse einfach mehr Platz und so schlagen die Vorderräder fast im 45° Winkel ein und der smart dreht sich praktisch auf der Stelle. Der Wendekreis? Unfassbare 6.95 Meter (Bordsteinkante zu Bordsteinkante).  Eigentlich will man ständig wenden. Wo andere in drei Zügen rangieren, lenkt der smart-Fahrer einmal ein, dreht und hat das Wendemanöver vergessen, während andere noch auf den Parkpiepser hören.

Fazit:

smart hat sich beim Grundlayout des neuen smart und damit auch des Bruders aus Renault-Haus durchgesetzt. Das Layout mit dem Heckmotor, es bleibt bestehen und sichert vor allem dem smart fortwo eine maximale Einzigartigkeit. Doch der Zwang zur Zusammenarbeit hat an vielen anderen Stellen Spuren hinterlassen. Der smart übernimmt einige französische Unsitten, wie versteckte Schalter die man nur bedienen kann wenn man aussteigt, billige Lösungen in Details wie dem Licht und verliert einiges an Charakter. Das ist subtil und wird nicht für jeden smart-Käufer ersichtlich sein. Aber Renault-Schalter, Taster und selbst ein Schaltknauf aus den tiefen des Renault-Regal sind stumme Zeugen für den Kostendruck unter dem Automobil-Hersteller stehen. Vor allem wenn das Programm nur aus „Kleinstwagen“ und Kleinwagen besteht.

Der neue smart ist nicht schlecht. Für den Schwaben wäre das bereits das höchste Lob, für mich als Ex-smart Fahrer der ersten Stunden ist es Ausdruck für den Verlust der smart-DNA an Stellen, die ich für einen Premium-Kleinwagen für essentiell halte.

Bei den Preisen bleibt smart selbstbewusst und für mich stellt sich die Frage, ob der neue Twingo nicht der bessere smart ist – trotz, oder gerade wegen der vier Türen! 

 

 

smart fortwo 90 PS proxy

Verkaufsstart:  November 2014
Basispreis:  € 15.180
Motorleistung:  898 ccm³
Antrieb und Getriebe:  manuelles 5-Gang Getriebe
Beschleunigung:  10,7 Sekunden von 0-100 km/h
Normverbrauch:  4,2 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  155 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  2.69, 1.66, 1.55, 1.87 m

What would the Blogger order??

smart macht es dem Ex-smart-Fahrer nicht einfach. Der Wendekreis ist der einzige Vorteil des fortwo geblieben. Vermutlich würde der Ex-smart-Fahrer nun einen Twingo ordern. Diesen gibt es als forfour auch mit 90 PS-Turbo, anders als bei smart derzeit und die Basis-Ausstattung würde mir reichen. Damit bleibt der Preisvorteil auf Renault-Seite. Und die Technik? Nun, da bietet smart keine Vorteile mehr. H4, Multimedia, Motor, Getriebe, Bremsen, das ist eh alles von Renault. Einfach mal dafür sein? Ja – einfach mal „for the Twingo“.

Dreizylinder mit und ohne Turbo

Konstruktive Gemeinsamkeit der Aggregate im neuen smart sind die Aluminiumbauweise, die obenliegenden hohlgebohrten Nocken­wellen und 4-Ventil-Zylinderköpfe. Die innermotorische Reibung wird durch grafitbeschichtete Kolben­schäfte, eine reibungs­optimierte Steuerkette und Nocken mit Diamond-Like-Carbon-Beschichtung verringert.

Kompakte Bauweise gewährleistet hohe Alltagstauglichkeit

Durch den Motorblock mit 49 Grad Neigung sind die smart Motoren 15 Zentimeter niedriger als bei einem konventionellen Triebwerks­layout aus den Aggregatespendern von Renault. Auf diese Weise können smart und Renault das Heckmotor­konzept des fortwo/forfour/Twingo ohne Einbußen bei der Alltagstauglichkeit realisieren.

Beide Motorisierungen übertragen ihre Kraft über ein modernes
5-Gang-Schaltgetriebe auf die Hinterräder.

Wie die anderen den neuen Renault Twingo erlebten:

  1. autophorie
  2. bigblogg
  3. autogefuhl

Galerien:

  • smart fortwo lava orange / Hersteller
  • smart fortwo edition 1 / Hersteller
  • smart forfour white cool silver / Hersteller
  • smart forfour graphite / Hersteller
  • smart forfour black to yellow / Hersteller
  • folgen … 

 

Fotos im Artikel: Bjoern Habegger, Fabian Mechtel / Titelbild: Bjoern Habegger

 

 

Experten-Talk: Der neue smart

Forkritik

Es gibt nur wenige Marken die derart Souverän mit der Kritik von Journalisten und Bloggern umgehen kann, wie die Marke smart. Okay, die Konzern-Mama Mercedes ist ebenso souverän, aber dann wird es echt eng. Als smart mir zu Beginn des Jahres den neuen smart vorstellte, in einer unscheinbaren Halle, tief im Süden der Republik, da waren wir ein kleiner Kreis. Anwesend auch, Fr. Dr. Winkler, die Dame die der Marke smart derzeit den Herzschlag verpasst. Wenn Fr. Dr. Winkler von „ihrer Marke“ spricht, dann bekommt der Zuhörer gut mit wie überzeugt sie ist, wie sehr sie für den smart brennt. So wenig Fr. Dr. Winkler aus ihrer Begeisterung einen Hehl macht, so wenig kann ich mich verstellen. Wenn Erwartungen nicht erfüllt werden, dann sage ich das.

Der zweite Aufschlag und erst danach konnte ich meine Kritik vollständig in Worte fassen, erfolgte nach der Premiere des smart in Berlin. Es gibt einfach ein paar Dinge, die mich als Ex-smart-Fahrer enttäuscht haben. In meinem Artikel zur smart-Premiere habe ich dies in Worte gefasst.

smart steckt da aber nicht beleidigt zurück. Man stellt sich der Kritik, man stellt sich dem Gespräch und das, auch live. Auf dem Automobil-Salon in Paris war es soweit, der smart Experten-Talk mit dem Leiter der smart-Gesamtentwicklung Markus Riedel und der Chef des Marketings Martin Hülder.

Hier nun die Aufzeichnung des smart-Experten-Talks.

 

 

 

Experten-Talk in Paris: Der neue smart

In der kommenden Woche startet in Paris der Automobil-Salon und ich werde mich mit Experten der Marke smart zu einem Live-Talk treffen.

smart Expert-Talk

Ich hatte Euch aufgerufen mir ein paar Fragen zu schicken und dazu von Euch auch ein wenig Feedback bekommen. Der ganze zeitliche Ablauf ist wieder einmal ein wenig kurz gestrickt, aber es wird reichen um die wichtigsten Fragen zum neuen smart zu klären.

Livestream:

Start: 2. Oktober 2014 um 16:45 Uhr

Mit der neuen smart-Generation hat sich die Daimler-Tochter auch einen neuen Partner mit ins Boot geholt. Oder ist smart gar in ein fremdes Boot gestiegen? Schaut man sich die Gleichteile-Strategie für den neuen smart an, schaut man hinter die Kulissen, dann könnte man sich ernsthaft Gedanken machen.

Ist der neue smart noch immer ein smart? 

Unter anderem wird mir der Leiter der smart-Entwicklung zum Gespräch zur Verfügung stehen und ich will folgende Themen aufgreifen: Warum hat der neue smart nur H4-Scheinwerfer bekommen, wo der Vorgänger doch noch mit H7 glänzen durfte? Ein Rückschritt? Von wem stammen die Motoren und ist die Zeit des „Kopf-Nickens“ für die Insassen des smart nun endlich vorbei? Und natürlich interessiert mich, weshalb der smart keine vollständige smartphone-Integration bekam.

Der Livestream wird später als Clip verfügbar sein. Wer sich also nicht live dazuschalten kann, der kann den Experten-Talk später noch einmal anschauen!

 

 

Experten-Talk: smart in Paris

Alles was Sie schon immer über den neuen smart wissen wollten, sich bislang aber nicht zu Fragen getraut haben!

Das ist jetzt Eure Chance! Schickt mir Eure Fragen zum neuen smart. Die wichtigsten Themen werde ich live auf dem Automobil-Salon mit den Experten der Marke smart klären!

Der neue smart wird in Paris der Weltöffentlichkeit präsentiert. Viele Details, viele Fotos und meine Meinung konntet ihr bereits im Blog nachlesen. Jetzt stellt sich der Hersteller auf der wichtigen Automobilmesse in Frankreich meinen Fragen. Und Euren. Wenn ihr mir Eure Fragen rechtzeitig zuschickt!

Bitte fragt nicht, wie sich der neue smart fährt – denn das werden wir erst nach der Fahrveranstaltung wissen. Wenn ihr aber wissen wollt, warum man bei smart ausgerechnet Renault als Partner gewählt hat, warum der smart kein Apple Carplay oder Mirror-Link unterstützt, oder weswegen man die H7 Leuchten gegen H4-Lampen getauscht hat, dann solltet Ihr Euch jetzt einklinken.

Die Antworten gibt es dann live im Experten-Talk US Paris.

Nutzt für Eure Fragen das Formular:

 

Der neue smart – die Preise stehen fest!

Nur zwei Wochen nach der großen Weltpremiere in Berlin startet jetzt der Verkauf der neuen smart Generation. Der fortwo bleibt preisgleich zu seinem Vorgänger bei 10.895 Euro, der smart forfour startet ab 11.555 Euro, jeweils mit 52-kW-Motorisierung und Schaltgetriebe. Ausgeliefert werden die ersten smart Modelle am 22. November 2014. Die Topmotorisierung, der Turbomotor mit 66 kW/90 PS, folgt im Dezember 2014, das Doppelkupplungsgetriebe twinamic im Frühjahr 2015.

Zur Serien-Ausstattung zählen: Tagfahrlicht in LED-Technik (Abblendlicht aber in H4-Technik!) , Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, optischer Schließrückmeldung und Wegfahrsperre, Tempomat mit variabler Geschwindigkeitsbegrenzung, Außentemperaturanzeige mit Frostwarnung, Kombiinstrument mit monochromem Display in LCD-Technologie und Bordcomputer sowie elektrische Fensterheber vorne.

Drei Ausstattungslinien: passion, prime und proxy

passion, prime und proxy heißen die drei Ausstattungsvarianten, mit denen sich smart fortwo und smart forfour aufwerten und speziell im Interieur optisch differenzieren lassen. Hier die wichtigsten Merkmale in der Übersicht:
Die Line passion zeigt sich mit ihrer wahlweise schwarz/orangen oder schwarz/weißen Farbkombination im Interieur sehr stylisch-modern. Das Multifunktionslenkrad in Leder, das Kombiinstrument mit 3,5″-Farb-TFT-Display sowie die Direktlenkung mit variabler Übersetzung verbinden hochwertiges Ambiente mit Funktionalität. Aufpreis gegenüber dem Basismodell: 1.390 Euro
Unter anderem mit schwarzen Ledersitzen mit weißen Ziernähten sowie Multifunktionslenkrad und Schaltknauf aus Leder setzt die Line prime im Interieur auf ein elegant-klassisches Erscheinungsbild. Zur serienmäßigen Ausstattung zählen Direktlenkung, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer sowie Spurhalte-Assistent. Aufpreis: 1.990/2.150 Euro
Die Line proxy definiert sich als innovativer Trendsetter. Highlights sind das Panoramadach sowie die Sitze in Lederoptik und Stoff weiß/blau. Hohen Unterhaltungs- und Klimakomfort bietet das Cool & Audio-Paket, für Dynamik steht das serienmäßige Sport-Paket mit 16″-Leichtmetallrädern. Aufpreis: 3.390/3.500 Euro1
Zeitlich limitiert: die edition #1

Zur Markteinführung der neuen smart Generation wird zudem zeitlich limitiert die edition #1 angeboten. Sie bietet exklusive Designmerkmale wie eine tridion Sicherheitszelle in lava orange kombiniert mit bodypanels/ Karosserie in white beim fortwo bzw. graphite grey beim forfour. Schwarz lackierte 16-Zoll-Leichtmetallräder, Sportfahrwerk mit 10 mm Tieferlegung sowie Panoramadach mit Sonnenschutz sind weitere Ausstattungsmerkmale.
Perfekt abgestimmt auf den exklusiven äußeren Auftritt ist der Innenraum: Sitze mit Polsterung in Stoff schwarz/orange, Instrumententafel und Türmittelfeld in Stoff orange und Akzentteile in schwarz/grau, Multifunktions-Sportlenkrad im 3-Speichen-Design in Leder, Schaltknauf in Leder, Sportpedalanlage aus gebürstetem Edelstahl mit Gumminoppen, Fußmatten Velours mit edition #1 Schriftzug sowie Ablagefach in der Heckklappe. Zur serienmäßigen Komfortausstattung zählen Direktlenkung, Cool & Audio-Paket, Kombiinstrument mit farbigem TFT-Display, Mittelkonsole mit Schublade und Doppelcupholder, Leseleuchte für Beifahrer, Kosmetikspiegel in Sonnenblende für Fahrer und Beifahrer, Brillenfach für Fahrer, Haltegriff für Beifahrer, Kofferraumbeleuchtung und Türöffner innen in chrom matt.
Die Preise betragen 13.990 Euro (smart fortwo edition #1) bzw. 14.990 Euro (smart forfour edition #1).
Hier alle Preise im Überblick (mit Schaltgetriebe, inkl. 19 % MwSt.):

Line
smart fortwo 52 kW
smart forfour 52 kW
Basis
10.895 €
11.555 €
passion
12.285 €
12.945 €
prime
12.885 €
13.705 €
proxy
14.285 €
15.055 €
edition #1
13.990 €
14.990 €

 

Mehr Sicherheit, mehr Fahrspaß: Assistenzsysteme und Direktlenkung

Fortschrittliche Assistenzsysteme, die bisher höheren Fahrzeugklassen vorbehalten waren, steigern in smart fortwo und forfour Sicherheit und Komfort. Dazu zählen unter anderem Seitenwind-Assistent (Serie), Abstandswarnfunktion (250 Euro) sowie Spurhalte-Assistent (380 Euro1, serienmäßig bei prime und proxy).

In der Basisausstattung verfügen die neuen smart Modelle über eine mechanische Zahnstangenlenkung. Erheblich mehr Fahrspaß, noch bessere Handlichkeit sowie höhere Effizienz bietet die Direktlenkung (490 Euro1) mit variabler Übersetzung und elektrischer Servounterstützung.

Sinnvolle Ausstattungskombinationen: die Pakete

In fünf Paketen hat smart verschiedene Komfort- und Sicherheitsausstattungen sinnvoll miteinander kombiniert:

  • Das Sport-Paket (575 Euro1) baut auf den Ausstattungslinien auf und unterstreicht die Dynamik sowohl optisch als auch technisch. Die Tieferlegung um 10 Millimeter senkt den Schwerpunkt und sorgt für eine noch bessere Straßenlage. Der proxy besitzt das Sport-Paket serienmäßig, auf Wunsch ist es für passion und prime verfügbar.
  • Das LED & Sensor-Paket (510 Euro1) umfasst Frontscheinwerfer mit Welcome-Funktion und Tagfahrlicht in LED-Lichtleiter-Technik, Schlussleuchten in LED-Technik sowie Nebelscheinwerfer. Komfort und Sicherheit verbinden Regen- und Lichtsensor, denn Scheibenwischer und Scheinwerfer werden bedarfsgerecht aktiviert. Erhältlich ist dieses Paket in Verbindung mit passion, prime und proxy.
  • Mit dem Komfort-Paket (270 Euro1) findet jeder Fahrer seine Sitzposition. Fahrersitz und Lenksäule sind höhenverstellbar, die Außenspiegel elektrisch einstellbar.
  • Das Cool & Audio-Paket (1.100 Euro1) sorgt für die Wunschtemperatur, guten Sound, Telefonie und Navigation. Zur Klimatisierungsautomatik gehört der integrierte Kombifilter, er eliminiert Blütenpollen und Feinstaub fast vollständig. Das Audio-System umfasst die Bluetooth®-Telefonie und – in Kombination mit einem Smartphone und der kostenlosen App smart cross connect – Navigation. Beim proxy ist das Cool & Audio-Paket serienmäßig.
  • Das Cool & Media-Paket mit Klimatisierungsautomatik und Kombifilter garantiert einen kühlen Kopf bei sauberer, pollenfreier Luft. Das Wischgesten-fähige 17,8 cm (7“) Multi-Touch-Display und die schnelle Navigation inkl. Verkehrsmeldungen in Echtzeit sind Trumpfkarten des smart Media-Systems. Erhältlich ist dieses Paket in Verbindung mit passion, prime (1.700 Euro) und proxy (670 Euro1).

Weitere Aufwertungsmöglichkeiten: die Sonderausstattungen

Neben den Ausstattungslinien und den Paketen sind für die neue smart Generation zahlreiche Sonderausstattungen einzeln verfügbar. Ein Highlight ist das JBL Soundsystem (545/595 Euro), das ein beeindruckendes Klangvolumen entwickelt. Das JBL Soundsystem umfasst einen 6-Kanal-DSP-Verstärker (240 Watt) beim fortwo bzw. 8-Kanal-DSP-Verstärker (320 Watt) beim forfour. Für Hörgenuss sorgen insgesamt acht (fortwo) bzw. zwölf (forfour) Hochleistungslautsprecher: ein Breitband-Center-Lautsprecher, zwei Hochtöner im Spiegeldreieck, zwei Tief-Mitteltöner in den Türen (beim forfour zusätzlich in den hinteren Türen) sowie zwei Breitband-Rearfill-Lautsprecher und eine herausnehmbare Bassbox in der linken Kofferraumseite.

Weitere Individualisierungsmöglichkeiten bieten Sonderausstattungen wie Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer (260 Euro1), Klimaautomatik (925 Euro1), Zusatzinstrument mit Cockpituhr und Drehzahlmesser (150 Euro1), Einparkhilfe hinten mit akustischer Warnung (300 Euro1) sowie Rückfahrkamera (345 Euro1).

Als Sonderausstattung ist der forfour ferner mit „ready space“ Sitzen (250 Euro) verfügbar. Mit einem Handgriff lassen sich diese Wendekissen für die Rücksitze umdrehen und dabei deutlich absenken. So entsteht im Innenraum eine um 12 cm größere Ladehöhe, die sich dank der im Winkel von fast 90° öffnenden Fondtüren sehr einfach nutzen lässt. Ebenfalls dem smart forfour vorbehalten ist das große elektrische Stoff-Faltdach (990 Euro).

 

 

 

 

 gleicher Preis für fortwo und forfour
 Preis für fortwo/forfour
 gleicher Preis für fortwo und forfour
 gleicher Preis für fortwo und forfour
 Preis für fortwo/forfour

Der neue smart fortwo als Cabrio

Sieht so das neue smart fortwo Cabriolet aus? Der Computer-Künstler Theophiluschin hat dem neuen smart das Blechdach entrissen und ihn zum smart cabrio gemacht. Die Bilder wirken extrem überzeugend.

Die Frage ob es ein neues smart 42 Cabrio gibt, würde ich eindeutig mit JA beantworten. 

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Leider wird die Nase des neuen smart durch das wegschneiden des Daches auch nicht besser :/

 

 

Die smart-Enttäuschung

Robert Basic ist kein Unbekannter in der Blog-Scene in Deutschland, nein, Robert war jahrelang die Blog-Scene in Deutschland. In Personal-Union. Robert Basic war es zum Beispiel, der zum ersten Mal in Deutschland aus einem Blog, einen Scheck gemacht hat. Sein „Basic-Thinking.de“ wechselte damals für eine – noch überschaubare, aber doch überraschend hohe Summe, den Besitzer. Allerdings – ohne Robert Basic hinter „basic-thinking“ war der Blog nicht mehr das, was es einmal war.  Egal. Lange her. 

Mercedes-Benz gehört im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ganz klar zu den Early Birds wenn es darum geht, auch die socialmedia-Scene in die eigene Arbeit zu involvieren. Robert wiederum gehört also schon lange zu denen, die bei Mercedes-Benz auf der Liste stehen. Besuch auf Auto-Messen, exclusive Hintergrundinfos. Das volle Programm. Und das trifft bei Robert auch auf Interesse. Er ist kein Petrolhead, aber er ist einer der über die Zukunft nachdenkt.

Robert ist vom neuen smart enttäuscht

Vor ein paar Tagen hat smart in Berlin die jüngste Generation vorgestellt. Die dritte smart-Generation tritt in die Fußstapfen der Vorgänger und wird nun in einer Kooperation mit Renault gefertigt. Über die Premiere des smart, über den Zweisitzer fortwo, über den Viersitzer forfour und über die Details habe ich im Blog sogar ein Spezial erstellt. Für ein paar Stunden war zudem die Startseite voll mit smart-Artikeln.

Die Premiere in Berlin konnte ich genauso live erleben, wie Robert. Zusätzlich bin ich vor ein paar Wochen bereits mit dem neuen smart mitgefahren, noch getarnt und nur auf dem Beifahrersitz neben dem Projekt-Manager, aber etwas – ein Blogger fährt vor der Premiere mit – was es derzeit nur im Daimler-Konzern gibt. Vor einigen Monaten gab es zudem eine sehr intim gehaltene Vorführung des smart-Designs. Man könnte also sagen – als der smart in Berlin enthüllt wurde, waren wir bereits „alte Bekannte“.

Mit smart verbindet mich einiges. So bin ich früher selbst smart gefahren. Fand das Auto immer sympathisch, es war Spaßig, es war clever, es war individuell. 2013 konnte ich in New York die Chefin von smart interviewen und habe dort aus dem smart “ E D “ den smart „Ed“ gemacht. Das wurde von Fr. Winkler aufgenommen und weitergetragen. Auf der Premiere kam Frau Winkler auf mich zu. Also – was ich sagen will: Ich mag die Marke, ich hab ein gutes Verhältnis zur Marke und ich habe mich gefreut.  Auf den neuen smart. Ich war erleichtert als klar wurde, der smart bleibt bei seinem Konzept. Aber ich war kritisch. 

Zurück zu Robert:

Robert ist ein Tekkie, einer der vollends auf Technik und Vernetzung abfährt. Finde ich gut. Als man also Robert vor ein paar Jahren zum ersten Mal die Studien zum neuen smart vorführte, wurde er angefixt. Er selbst beschreibt das so:

Der “smart for-us”. Ein außergewöhnliches Design gepaart mit tollen Funktionen, einem wegweisenden Design und das auch noch als Pickup!

Es war eine aufregende Studie, kackfrech und anders eben, in so vielen Details. Passend zum 21. Jahrhundert, die Vielfalt und Individualität der Menschen spiegelnd.

 

Und dann folgt der Bruch, Robert sieht in Berlin zum ersten Mal das Endprodukt:

Wir schreiben das Jahr 2014, Mittwoch, den 16. Juli. Aus den mutigen, regelbrecherischen Ansätzen wurde ein Kleinwagen, den man zwar nicht an jeder Ecke bekommen kann, der immer noch ein bisschen anders als die Masse der Autos ist. Aber der Mut zur Innovation ist dahin. Nein, es ist kein schlechtes Auto, es sieht interessant aus, nicht mehr so veraltet im Aussehen und Interieur wie der alte smart. Er fährt sich sicherlich auch besser. Aber wenn Frau Dr. Annette Winkler als smart-Chefin während der Präsentation nicht mehr als den Rekordwendekreis von irgendwas mit 6 Metern audrücklich betonen kann und förmlich aus dem Häuschen ist, frage ich mich, wann sie der Mut verlassen hatte. Wann smart die Flügel gestutzt wurden. Wann die Controller von Daimler und der Vorstand in den alten Trott verfielen, ein mutloses Auto mit eben dem bekannten “wir machen es besser, aber bitte nicht zuviel Risiko und Gaga” Attitüde absegnen ließen.

 

Nun – die Enttäuschung des „Nicht-Automobilisten“ ist groß. Da stellt sich mir die Frage, wie sinnig ist es eigentlich, mit Studien und Konzepten bei Besuchern von Messen für Aufmerksamkeit zu sorgen? Für eine Aufmerksamkeit die hinterher in eine „After-Concept-Depression“ umschlägt?

Ich bin ein Auto-Freak, seit dem ich denken kann. Die Sache mit den Studien und Konzepten von Automessen und Shows kenne ich, seitdem ich denken kann. Man bekommt die Spielereien der Designer gezeigt, darf sich ausmalen wie wir fahren würden, gäbe es keine wirtschaftlichen Zwänge, wie echte Auto-Nerds sich ihre Autos vorstellen. Am Ende bleibt eigentlich nie etwas vom Konzept übrig. Es sind Details die man als Hersteller beim Besucher austestet. Formensprachen die nur weit entfernt an das später vorgestellte und von Controllern kontrollierten Endprodukt erinnern werden.

Robert geht weiter mit seiner formulierten Enttäuschung:

Ach, Daimler, ach, smart. Du hattest eine so großartige Chance, ein wirklich radikal innovatives Ding hinzuschmettern in eine Zeit hinein, die vor Urbanität und radikaler Individualität und Kreativität aus allen Nähten platzt. Ihr seid eben “nur” ein großartiger Premiumhersteller, der Premium kann, aber den Mut Eurer Gründungsväter werdet Ihr weiter suchen müssen. BMW lässt mit dem i3 und i8 grüßen!

Was bleibt? Ein Kleinwagenkonformist

Ihr werdet womöglich Erfolg haben, was die $$$-Kassenbefüllung angeht. Eure Shareholder werden glücklicher. Ok. Business as usual. Aber ist das wirklich alles? Mehr ging nicht?

Ich kann seine Meinung hier nicht unterstützen, nein, ich muss sogar den Automobil-Hersteller in Schutz nehmen. Auch wenn ich selbst einige Kritikpunkte am neuen smart habe, aber diese Form der Enttäuschung kann ich nicht nachvollziehen.

Das Gegenteil ist der Fall. Der neue smart muss ein Erfolg werden. Ohne „$$$-Kassenbefüllung“ und „Shareholde-Glück“, kein Auto.  Kein smart. Nichtmal einen Daimler. Denn die wirtschaftlichen Grundsätze müssen eingehalten werden. Der Sprung zu i3 und i8 ist gewagt und imho unpassend. Denn bei beiden ist man sich nur darüber einig, das wirtschaftliche Risiko ist immens. Und ein scheitern der i-Konzepte würde BMW zu einem Übernahme-Kandidaten machen. Das mag mutig erscheinen, ob am Ende aber der Erfolg eintritt ist nicht absehbar.  smart hat mit der ersten smart-Generation viel Geld verloren. Und auch die zweite soll nicht Kostendeckend gewesen sein. Es gäbe keine Dritte, wenn man das Projekt nicht zusammen mit Renault umsetzen würde. Das ein Pickup-Smart ebenso unsinnig ist, wie ein forfour ohne Türen, muss man nicht betonen. Das Design-Elemente der Konzept-Fahrzeuge übernommen wurde, erkennt man ganz gut. Der Rest ist eben „Business-as-usual“ und das darf kein Vorwurf sein, dass ist ein Kompliment. Denn Risiko mag unterhaltsam sein – aber keinesfalls wirtschaftlich sinnvoll.

Dennoch – der smart lässt viel Platz für Kritik!

Allerdings nicht in der Form der schwer verständlichen Kausalkette aus Design-Spielereien. Da gibt es die Frage nach den Gleichteilen die man zu leicht erkennt, nach dem Geburtsort der Aggregate und auch nach dem Sinn, ein Renault-Multimedia-System zu verwenden, wenn bessere Lösungen bereits in-House vorhanden sind. Meine Kritik am smart findet man nach dem Link! 

Dir Robert noch einen Satz:

Träum bitte wieder, das wünsche ich Dir, Frau Winkler und Deinem Team! Autos sind eben nicht nur Beförderungsmittel wie eine U-Bahn oder ein Stadtbus. Sie sind Ausdruck der persönlichen Werte und Lebensgestaltung. Das vergessen Automobilhersteller in der letzten Konsequenz und im Suchen nach dem Mittelweg leider nur zu schnell.

Träume sind das, was die Hersteller auf den Messen unter der Begrifflichkeit „Konzept“ präsentieren, mit den „Beförderungsmitteln“ wird dann das Geld verdient! 

ROBERT ist enttäuscht vom neuen smart

P.S.: Das Lied ist schön – gut gewählt Robert! 😉 

Ein smart ist ein smart, ein Renault ein Renault

Motor-Talk Redakteurin Sabine Stahl führte zur Weltpremiere des neuen smart ein Interview mit dem smart-Marketingchef Martin Hülder. Das Interview findet sich bei Motor-Talk im Bereich der Neuvorstellungen. 

Zwei Zitate fand ich interessant:

MOTOR-TALK: Wie viel Renault steckt im neuen Smart?

Hülder: Wir haben von Beginn der Kooperation an die Anforderung von Smart in die gemeinsame Architektur einfließen lassen. Der schönste Beweis dafür ist der Smart-typische Heckantrieb in den neuen Fahrzeugen. Das war uns wichtig, um den geringen Wendekreis realisieren zu können – und die Länge. Wir teilen uns vieles mit Renault, aber fast nichts, das man sehen kann. Wenn man sich die Autos anschaut, dann sieht man sofort: Ein Smart ist ein Smart, ein Renault ist ein Renault.

Ein Kommentar meinerseits:

Es wäre schön, wenn es so wäre. Doch der neue smart trägt viele zu viele Insignien der Kooperation mit sich herum. Das fängt bei der billigen Blinker-Lösung an, so etwas hätte der Ur-smart nie durch die Gegend gekutscht und endet beim angeblichen Premium-Multimedia-System. Dazwischen landen die Knöpfe aus dem Renault-Regal, die H4-Sparlichter, der Gummiwurst-Schaltknauf und die billigen Hartplastiken außerhalb des direkten Blickfeldes, aber innerhalb der Griffweite des Fahrers.

Und der zweite interessante Teil ist folgender:

MOTOR-TALK: Der ForFour kostet nur 600 Euro Aufpreis, so viel wie bei anderen Herstellern allein zwei zusätzliche Türen kosten. Wie geht das?

Hülder: Bei jedem Fahrzeug gibt es Referenzen. Beim Zweitürer haben wir uns am aktuellen Smart Fortwo orientiert. Beim Viertürer müssen wir uns am Wettbewerb orientieren und der ist in diesem Segment sehr preisaggressiv.

Noch ein Kommentar:

Im  Prinzip ist nicht der Viertürer billig, sondern der Zweitürer zu teuer. Allerdings ohne die erhofften smart-Vorteile im Bereich Qualität und Gadget zu liefern. Der fortwo hat keine natürlichen Fressfeinde in seinem Umfeld. Das war immer schon ein besonderer Vorteil. Das man zusätzlich die Qualität und Haptik bot, die dem kleinen smart das nötige plus an Wertigkeit einbrachte, sorgte für einen Premium-Preis. Ohne das man deswegen mürrisch gewesen wäre.

Beim neuen smart und dieser Argumentation werde ich jedoch mürrisch. Hier steckt zuviel Kooperations-Geist, zu viel Renault, zu wenig Wertigkeit im Fahrzeug. 600 € Aufpreis für einen Viertürer auf Renault-Niveau klingt da erstmal wenig – die Wahrheit scheint aber zu sein: Der eigentliche smart, der fortwo, der hat keinen Mitbewerber – da definiert smart den Preis. Der forfour hat viele Mitbewerber, einige sieht man im direkt an und da definiert der Markt den Preis. Beide jedoch – nutzen zu 100 % die gleiche Technik und nun kann man sich fragen; Ist der forfour günstig, oder der fortwo für das gebotene zu teuer?

Die Antwort werden die Käufer geben.