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FORurteil – Der neue SMART

FORfreude.

Viel Tamtam im überhitzen Tempodrom in Berlin. Draußen knallt die Sonne nieder. Beach-Vollyeballer hämmern sich vor der Halle, in einem eigens angekarrten Sandkasten, die Bälle zu. Der Schweiß fliest.

smart hat nach Berlin geladen. Den neuen smart wollen sie präsentieren. Im hippen Berlin. Im trendigen Berlin. Auf dem Programm steht die Präsentation des FORtschrittlichsten Stadtmobils, des FORzeige Kleinwagens, des FORreiters für neue clevere Ideen im Rahmen der urbanen Mobilität. Die FORteile des smart-Konzepts prasseln in der Form von einzelnen Themen-Workshops, innerhalb der aufwendig vorbereiteten Ausstellungshalle, auf die Besucher ein. Der neue fortwo und der Viersitzer forfour warten derweil hinter der Bühne auf ihre Premiere.

smart fortwo n och verhüllt

Journalisten sind viel gewöhnt. Doch in diesem Fall kämpft man mit den viel zu vielen denglisch-Vokabeln, es gibt Club-Mate und Himbeer-Brause, Hot-Dogs, Eis-Creme und diese Beach-Vollyeballerinnen. Für Testosteron geladene Motor-Journalisten könnte das zuviel Sex-Appeal und zu wenig Auto werden.

for a new urban joy

smart hat vorgesorgt. Es gibt Touren zu den Prinzessinen-Gärten, einem Öko-Fleckchen mit der Atmosphäre eines Selbstversorger-Bauernhofes und einer 68’er Kommune und das mitten in Berlin. Hier zwischen alternativer Landwirtschaft, Urban-Gardening und noch mehr Club-Mate wandert der klassische Motor-Journalist hilflos umher. Thymian, Zwiebeln, Schnittlauch, Kresse und Pfefferminze werden in ausgemusterten Kunststoffkörben angebaut.  Alternativer, urbaner-Lifestyle mit Trendwirkung für die Zukunft soll es sein. Ich finde mich eher bei den hilflos mit den Achseln zuckenden Motor-Journalisten wieder.

smart – das ist für mich ein Auto. Zugegeben, ein kleines. Aber auch ein ewig unterschätztes Mobil. Trendig und in der Tat, FORtschrittlich für wohl. Fuhr ich doch selbst mal einen smart. Ich habe ihnen geliebt, nicht weil er wirklich für die Stadt die cleverste Lösung war, sondern weil er anders war. Nie zuvor war ein Auto so, auf einen Einsatzzweck, fokussiert konstruiert. Das war einfach gut. Nein – diese bescheuerte Automatik, ein manuelles Getriebe das per Aktuatoren automatisiert wurde, mochte ich auch nie. Auch die Federung, das war immer ein Krampf, ein Kampf. Gullydeckel sollte man besser meiden. Das lernten neue smart-Fahrer recht schnell. Dennoch, wer einen smart fährt, der liebt ihn. Die Fan-Gemeinde ist riesengroß.  Aber anscheinend war sie dennoch nie groß genug um die Produktion des Kleinwagens profitabel genug werden zu lassen. Drum musste – damit der smart überhaupt einen Nachfolger bekam – ein Partner mit ins Boot geholt werden. Irgendjemand mit dem Bedarf an einem Kleinwagen.

smart heckleuchte seite

FORtbildung smart fortwo / forfour

Ausgerechnet Renault wurde als Partner auserwählt. Das Ergebnis der deutsch-französischen Zusammenarbeit wurde als Twingo bereits in Genf präsentiert. Der smart nun erst in Berlin. Während die Franzosen nur die „lange“ Version anbieten, den Viertürer, wird smart beide Versionen verkaufen. Den neuen FORstadt-smart und den smart für Menschen mit dem Wunsch, im Alltag zu 90% wieder drei leere Sitzplätze durch die Gegend zu kutschen.

FORzeige Lösung

Heckmotor und Heckantrieb, die Basis-DNA des smart blieb erhalten. Sowohl der fortwo als auch der forfour werden so gefertigt. Damit gehört der neue forfour smart zu den echten Exoten auf der Straße. Ungeahnte Dynamik im Segment der Kleinwagen, überzeugende Wendigkeit und ein Antriebsstrang der so nicht ein drittes Mal gebaut wird.

Er ist weiterhin extrem kurz, 2.69 Meter müssen reichen. Dafür wuchs er in die Breite, mit 1.66 Metern ist er nun breit genug, damit man ihn als forfour um 80 Zentimeter in die Länge ziehen konnte, ohne dass er optisch zu einem mageren Schlauch verkümmert. Das Breitenwachstum tut dem neuen fortwo richtig gut. Von hinten wirkt er bullig. Steht ordentlich auf der Straße.  Von vorne tue ich mir schwer. Von vorne tuen sich viele schwer. Das ehemalige One-Box-Design wurde zu einem One-Box mit Bierbauch-Design. Und das obwohl die Länge völlig identisch blieb. Auch der Vorgänger war 2.69 Meter lang.  Der Fußgängerschutz und die dazugehörenden Vorschriften im Bereich der Crash-Sicherheit haben zu diesem Design-Wandel geführt. Ob die echten smart-Fans diese neue „Nase“ mögen? Man wird es die Tagein Cascais erleben. Dort treffen sich in diesem Jahr die Hardcore-Fans der Marke.

der neue smart fortwo

FORtrieb

Die smart-Ingenieure, zum großen Teil echte Daimler-Jungs, reden nicht allzu offensiv über den Ursprung der „neuen Motoren“. Denn diese stammen aus dem Regal des neuen Partners. Sie sind zwischen 60 und 90 PS stark, haben knapp einen Liter Hubraum ohne Turboaufladung, oder knappe 900 ccm³ in der 90 PS-Version mit Turboaufladung.

Das automatisierte Schaltgetriebe wurde dorthin geschickt, wo es niemand vermissen wird. In Rente. Stattdessen bietet smart (und auch Renault) nun ein manuelles 5-Gang Getriebe an, oder ein 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe. Während man „beim Daimler“ üblicherweise bei der Fertigung des Getriebe nur sich selbst traut, wird das Doppelkupplungsgetrieb von smart und twingo nun von GETRAG gefertigt. Die manuelle 5-Gang Box kommt vom französischen Partner.

Dennoch: Der smart bleibt bei seinem Antriebskonzept. Das ist eine erfreuliche Nachricht, eine wichtige Nachricht. Die konsequente Auslegung als Heckmotor-Version verschafft ihm immerhin die Möglichkeit eine Vorderachse mit extremen Lenkwinkel zu verwenden und so wird der smart zum wendigsten Stadtauto, „forever“. Mit 6.95 Wendekreis (Bordstein zu Bordstein) dreht man fast auf der Stelle. Zumindest bleibt der Wendekreis mehr als übersichtlich.

smart neue nase

FORne sitzen

Der Innenraum wirkt auf den ersten Blick extrem gut gelungen. Die Netz-Optik über den Kunststoff-Bauteilen, die schwebende Konsole, der smartige Tacho. Ernsthaft. Auf den ersten Blick so richtig gut. Auf den zweiten Blick wundert man sich über einige Schalter die so gar nicht mehr smart sind, fragt sich ob die späteren Modelle eine besseres Kunststoff-Finish unterhalb der Schattenkanten erhalten und ob man wirklich dieses Multimedia-System von Renault übernehmen musste. smart fährt bei Multimedia und der Integration des smart-phones zweigleisig. Das „große“ System mit Touchscreen und TomTom-Navigation ist die „bessere“ Variante. Sagt man. Aber weder Mirror-Link noch Carplay fähig. Eine Schande. Zumal Mercedes zur Carplay Alliance rund um Apple gehört. Stattdessen bietet man für den smart eine eigene App-Lösung an. In Verbindung mit dem „kleinen“ Multimedia-System bekommt man dann eine universal-Cradle zur Handy-Befestigung, koppelt via Bluetooth und lädt über ein herumfliegendes USB-Ladekabel. Eigentlich könnte ich mit dieser Lösung gut leben. Das smart-phone ist schon lange mein first-screen und eine Multimedia-Einheit im Auto völlig überbewertet.  Aber die Universal-Cradle und die nicht gelöste Ladekabel-Problematik sind frustrierend und überhaupt nicht smart.  Die smart-App wirkt indes cool, hipp und durchdacht. Echt schade dass es an anderen Problemen scheitert. Es ist der Kostendruck den man in diesem Segment aushalten muss. Dieses Auto muss günstig angeboten werden, die 10.000 € Schallmauer für das Basis-Modell darf nicht allzu weit entfernt sein und dennoch muss der neue smart nun auch Gewinne einfahren. Die bisherigen Stückzahlen sollen das nicht erreicht haben.

smart fortwo front

FORsicht

Doch auch nach der Präsentation und den ersten Gehversuchen mit dem Multimediasystem im Trockendock, endetet die Enttäuschung nicht.  H4-Scheinwerfer müssen in der Zukunft reichen. Mehr Licht gibt es nicht. Für einen Renault Twingo wäre das akzeptabel, für einen smart nicht. smart ist das Licht, dessen Premiere 1966 stattfand nicht. LED-Technik, Projektsscheinwerfer und Xenon sind die Lichttechniken für einen smarten Kleinwagen des Jahres 2014.  Die Argumente klingen „einleuchtend“ – ein Stadtwagen kommt mit H4 aus, mag sein. Aber bereits der Vorgänger besaß zwei H7-Scheinwerfer und leuchtete mit getrennten Leuchtmitteln für Abblendlicht und Fernlicht. Ein klarer Rückschritt, ganz klar auch ein Kompromiss dem Partner Renault gegenüber. Dort dürfte der Erfolgsdruck des neuen Twingo nicht kleiner sein. Und in Zeiten von Tagfahrlicht-Fackeln zählen die Show-Effekte mehr, als die technischen Daten. Schade.

smart fortwo von hinten breite

FORurteil

Am Ende war es wohl eher die Hitze, die wirklich beeindruckend war.  Der neue smart an sich, scheint in den Disziplinen Fahrverhalten und Komfort massiv gewonnen zu haben. Doch der Preis der Kooperation hat dem einstigen FORzeige-Projekt den Charakter – nun, nicht geraubt – aber der neue smart ist eher Diplomat, denn deutlicher Botschafter. Er vermittelt zwischen Kostendruck und Raumangebot, zwischen Lifestyle und Technologie-Transfer, er muss Gewinne abwerfen und hat sich dafür von einigen seiner schrulligen, aber liebenswerten Eigenheiten verabschiedet.

Er ist umgezogen, aus einer Technologie verliebten Heimat im Schoss der Konzermutter-Daimler, hinüber in das trendige und hippe Berlin. Hier zählt trotz alternativer Ansätze und urban-gardening der Style mehr, als der Charakter.  Immerhin wird er weiterhin in Hambach gebaut. Der fortwo bleibt seiner Geburtsstätte treu, der forfour, immer schon ein Kind der Kooperationen, wird im Renault-Werk in Slowenien vom Band laufen.

 

 

Voll vermessen!

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Anmerkung: Okay, wer es bis jetzt nicht verstanden hat, der braucht die FORtbildung. FOR steht für die Marke, für Menschen die nicht immer gegen etwas sind, sondern für etwas. Für das Auto. Für den smart. Für den Viersitzer, für den Zweisitzer. fortwo, forfour. Eigentlich einfach. „FORstanden“?

Um das noch einmal klar zu sagen: Ich mag den smart, aber ich zweifle ob einiger Grundsatz-Entscheidungen (Licht, Multimedia, Renault-Motoren) am Charakter des neuen smart. Ja, ich konnte bereits im neuen smart mitfahren, aber nein, ich bin mir noch nicht sicher ob auch der neue smart, mir dieses „smarte Gefühl“ zurück bringen wird. Abwarten also. Abwarten bis man den neuen smart zum ersten Mal selbst fahren kann. Dann geht es hier weiter – bis dahin sollte das „smart-spezial“ ausreichen 😉

 

 

Mal kein Auto-Blogger: Sandra Schink über ihre Eindrücke von der smart-Präsentation

Weltpremiere: Der neue smart fortwo

Sechs Meter fünfundneunzig

Nein 6.95 Meter ist nicht die Außenlänge des neuen smart, auch wenn man bei smart vorab einen lustigen Clip mit einem „Riesen Ding für die Stadt“ online gestellt hat.

6.95 Meter sind der Wendekreis des neuen smart und damit bleibt der smart, was der smart schon immer war: Ein Stadt-Flitzer mit extremer Handlichkeit und jetzt auch mit dem kleinsten Wendekreis aller PKW-Klassen.

Weltpremiere: Der neue smart fortwo

Die Revolution geht in die nächste Runde – der smart fortwo wurde in vielen Bereichen verbessert und damit auch deutlich komfortabler. Bei einer ersten Mitfahrt im neuen smart konnte ich mich davon bereits selbst überzeugen. Das smart typische Heckmotorkonzept bleibt konzeptioneller Dreh- und Angelpunkt für den neuen smart. Und das ist auch gut so!

Extrem kurze Überhänge an Front und Heck – auch die neue smart Generation besitzt diese typischen Proportionen. Die Räder sind außerdem dank der um 10 cm (!!) verbreiterten Spur noch weiter nach außen gerückt. So bilden sich die charakteristischen Proportionen die man von früheren Modellen kennt.  Eine hervorragende Übersichtlichkeit und Wendigkeit bekommt man so zu sagen geschenkt. Markentypisch für smart ist auch die farbliche Trennung von tridion Zelle und bodypanels.

„One-and-a-half-box“-Design sagen die smart Designer zur evolutionären Weiterentwicklung der Silhouette. Das bisherigen Onebox-Design musste aufgrund der gestiegenen Anforderungen an Crash-Tests und Fußgängerschutz zu den Akten gelegt werden. Von der Seite wirkt der neue smart nun klassischer in seinen Proportionen.

Freundlich, aber selbstbewusst blickt der smart seinem Betrachter entgegen. Zum „freundlichen Gesicht“ trägt entscheidend der smart typische Grill bei, der jetzt etwas größer ist. Die Lochstruktur des Grills wird von einem Bienenwaben-Muster gebildet. Nach außen hin verblassen die Waben, „Fading“ nennen das die Designer. Die Kühlerverkleidung ist – farbgleich mit oder kontrastierend zu den bodypanels – unter anderem in black, cool silver und white erhältlich. Auch die zweite, schwarze Kühlluftöffnung im Stoßfänger ziert das Bienenwabenmuster.

Selbstbewusstsein demonstriert auch das deutlich größere und weiter entwickelte smart Logo in der Mitte des Grills. Es ist jetzt dreidimensional, fast kugelförmig geformt und harmoniert so mit den deutlich sinnlicheren Formen des smart. Wie alle – sparsam verwendeten – Chromakzente ist das Logo nicht hochglänzend, sondern mattiert.

Für den Antrieb des neuen smart sorgen Dreizylinder-Motoren mit 60 PS, 71 PS oder 90 PS, für die Kraftübertragung ein Fünfgang-Schaltgetriebe oder das neue Doppelkupplungs-Getriebe mit der Bezeichnung twinamic.  Die Dreizylinder-Motoren sind eine Neu-Entwicklung zusammen mit dem Partner Renault. Der 71 PS starke Saugmotor besitzt knapp 1 Liter Hubraum und bringt 91 Nm mit zur nächsten Ausfahrt. Der aktuelle Top-Motor kommt mit 90 PS und 135 Nm bei 2.500 Umdrehungen, eine Start & Stopp-Automatik ist Serie.

In jede Parklücke und um jede Ecke. Dafür sorgen die kurzen Überhänge, die geringe Länge und der hohe Lenkeinschlag. Die Voraussetzungen für eine launige Fahrten in der Stadt waren nie besser. Beim Wendekreis setzt der neue smart fortwo eine Bestmarke: Mit 6,95 m (von Bordstein zu Bordstein) macht er Wendemanöver extrem einfach.

Moderne Assistenzsysteme, die man bislang aus höheren Fahrzeugklassen kannte, steigern Sicherheit und Komfort. Dazu zählen unter anderem Seitenwind-Assistent (Serie), eine Abstandswarnfunktion (Sonderausstattung) sowie ein Spurhalte-Assistent (Sonderausstattung).

Drei Ausstattungslinien (passion, prime und proxy) sowie eine Vielzahl an Wunschausstattungen, die zum Teil bisher höheren Segmenten vorbehalten waren. In der Einstiegsversion sind unter anderem Tagfahrlicht in LED-Technik, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, optischer Schließrückmeldung und Wegfahrsperre, Tempomat mit Limiter (variable Geschwindigkeitsbegrenzung), Außentemperaturanzeige mit Frostwarnung, Kombiinstrument mit monochromem Display in LCD-Technologie und Bordcomputer sowie elektrische Fensterheber vorn, Teil der Serien-Ausstattung. Was man allerdings weder für Geld noch gute Worte bekommt, ist eine aufwendige Lichttechnik an der Front. Hier hat man sich für altertümliche H4-Scheinwerfer entschieden.

Markteinführung:

In Europa kommt die neue smart Generation im November 2014 auf den Markt. Der Preis für den smart fortwo mit der 60-PS-Motorisierung  wird bei unter 11.000 Euro liegen, der smart forfour kostet bei gleicher Motorisierung nur rund 600 Euro mehr.

 Zum großen smart-Spezial!

Meinungen zum neuen smart – auf Trendlupe.de

Weltpremiere des neuen smart *spezial*

die neuen smart twins

Kleiner Revoluzzer!  Die allererste smart-Generation war eine Revolution und der dazugehörige Werbe-Slogan brachte es auf den Punkt: „Reduce to the max“. Heute hat smart in Berlin die dritte und damit jüngste Generation des smart vorgestellt. Und wie smart im eigenen Presse-Text anmerkt, so bleibt alles anders. Der smart ist noch immer der junge Wilde der er von Anfang an war. Ein Auto das mit nur zwei Sitzplätzen die Mobilitätsbedürfnisse von 90% aller Stadtmenschen erfüllt. Schauen Sie das nächste mal an der Ampel in das Auto neben ihnen, üblicherweise sitzt da nur eine Person. Und Sie? Fahren Sie immer mit drei oder mehr Mitfahrern? Vermutlich nicht. Vermutlich fahren Sie, wie fast alle um Sie herum alleine im Auto von A nach B. Der geniale smart-Erfinder Hayek hatte schon in den frühen 90er Jahre die Vision eines Stadtfahrzeuges, reduziert auf die notwendigsten Eigenschaften.

Doch die wichtigste News:

Der neue smart bleibt auch in der Kooperation mit Renault ein smart.

Doch diese Kooperation war notwendig um den smart im Daimler-Konzern am Leben zu erhalten. Wer die Shareholder zufriedenstellen will, der muss Gewinne einfahren und das wiederum geht nicht mit einem teuren Nischenauto, wie es der Vorgänger nun einmal war. Trotz der Kooperation, der kurze smart bleibt einzigartig. Die Franzosen bedienen sich nur am viertürigen smart und haben diesen bereits auf dem Automobilsalon in Genf als „New Renault Twingo“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Heckmotor, Heckantrieb und ein Wendekreis der den smart in der Stadt zum Brummkreisel werden lässt. Die wichtigsten Zutaten für eine Fortführung der smart-Erfolgsgeschichte scheinen vorhanden zu sein.

Zeit für die Weltpremiere:  Zeit für den neuen smart! 

der neue smart fortwo

der neue smart fortwo

Es ist die dritte Generation einer Automobilen-Eigenheit. Erfunden vom kongenialen swatch-Uhren Gründer Hyek, war der smart bei seiner Weltpremiere eine skurille Rand-Erscheinung die man nicht so schnell ernst nahm. Das mit dem „ernst genommen werden“ musste sich der kleine smart hart erarbeiten. Wirrungen bei der Partnerwahl, nicht immer klare Zukunftspläne und der ewig Kopfnicken verursachende Antrieb spaltete die Automobile Welt in die smart-Friends und die, die mit dem kleinen Auto gar nichts anfangen konnten. Der neue smart macht vieles anders und einiges besser als seine Vorgänger. Zeit für eine neue Revolution? | Zur Vorstellung >> smart fortwo

der neue smart forfour

der neue smart forfour

Mit der ersten smart forfour-Generation haben sich viele smart-Fans noch schwer getan. Zuwenig von der „Echten smart-DNA“ war im Viertürer aus der Kooperation mit Mitsubishi enthalten. Das wird sich nun ändern. Der neue forfour trägt die Gene des „echten smart“ in sich und greift auf Heckmotor und Heckantrieb zurück. Das bringt ein vorzügliche Raum-Ergonomie und eine extreme Handlichkeit mit. Der Wendekreis des Viertürers liegt unter 9 Meter.  Die Motoren des forfour entsprechen denen des Zweitürers und auch den Viersitzer wird man sowohl mit dem neu entwickelten 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe bekommen, als auch mit dem manuellen 5-Gang Getriebe.  | Vorstellung  >> smart forfour

Große Galerie

smart fortwo galerie

Alle Fotos die von smart noch vor der offiziellen Premiere zur Verfügung gestellt wurden. Hier im Blog! 78 Fotos vom neuen smart fortow und dem neuen smart forfour. | Klick mich

Von der Premieren-Feier

smart forfour premierenfotos

So ein Spezial, wie dieses, kann man vorbereiten. Die Live-News vom Event, nicht. Die folgen später in einem eigenen Artikel. Wer aber will, der schaut auf twitter und instagram vorbei und sucht dort nach: #mabvorort. Darunter wird es live Instagrams und Tweets von der Premierenfeier geben!

Humor muss sein

video big city smart

smart hat ein geniales Video online gestellt. Drei Tage vor der Weltpremiere. Das Video ist aber so gut, dass darf man ruhig noch einmal verlinken 😉 | Klick zum Video … 

Auf ein Wort

fr dr annette winkler

Nach meiner Testfahrt mit dem Smart ED in New York, traf ich smart-Chefin Fr. Dr. Annette Winkler zu einem Interview. Die dieses Interview bis heute gerne gelesen wird, hier ein Rückblick | Interview mit der Chefin

Leise Abschiedstour für den fortwo

axel bei der silvretta im smart for jeremny

mein-auto-blog Gastautor Axel erzählt hier im Blog von seinen Erlebnissen während der E-Silvretta. Sein Automobil? Natürlich ein smart, aber ein ganz besonderer |  Der smart for Jeremy

So fährt sich der Elektro-Smart

smart ed elektro in new york
Mit dem smart ED durch New York. Das konnte ich im letzten Jahr erleben. Vom Time-Square über die halbe Manhatten-Insel hinunter bis man die Statue of Liberty sieht. Der smart macht die Stadtrundfahrt zum doppelten Erlebnis.

Der smart Experten-Talk

axel bei der silvretta im smart for jeremny
Leider nicht zum neuen smart, sondern „nur“ zu der Zukunft des Elektro-Smart und der Elektromobilität im allgemeinen. Das Interview führte Gast-Autor Axel Griesinger im Rahmen der E-Silvretta. 

Und wie ist es beim Crash?

smart crash ergebnisse
Und was passiert bei einem Crash? Die Kollegen vom Auto-Medienportal haben einem Crash-Test beigewohnt. Der smart wurde mit Tempo 100 gegen eine S-Klasse gefahren. 

  

Eine Idee setzt sich durch

Der große Erfolg eines kleines Autos

1998 kam ein aufregend anderes Auto auf den Markt – das smart city coupé, das mittlerweile smart fortwo heißt. Der reine Zweisitzer passte mit nur wenig mehr als zweieinhalb Meter Länge auch quer in Parklücken und begründete eine eigene Klasse. Idee und Marke haben sich weltweit durchgesetzt.

In immer mehr Metropolen dieser Welt begeistert der smart seine Fahrer, weil er mit seiner einzigartigen Kürze einfach unschlagbar gut für die Stadt geeignet ist. Denn nachdem der smart fortwo zunächst nur in Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern angeboten wurde, ist er heute in 46 Ländern der Erde erhältlich.

Zum smart Konzept gehört es von Beginn an, den Kunden zahlreiche zusätzliche Dienstleistungen rund um die individuelle Mobilität anzubieten. Unter dem Namen smartmove konnte schon in einer frühen Phase der Markengeschichtebeispielsweise ein größeres Auto günstig gemietet werden, waren spezielle Parkplätze reserviert und ein car sharing Programm verfügbar – Services, die weiterentwickelt wurden und heute als
„smart Add-on“ oder „car2go“ weiterhin eng mit smart verknüpft sind.

Und auch beim lokal emissionsfreien Elektroantrieb ist smart Vorreiter: 2012 startet bereits die dritte Generation des smart fortwo electric drive. Mit den neuen Modellen bekommen smart-Kunden noch mehr Fahrspaß auf gewohnt kompaktem Raum und zu attraktiven Preisen, ob als coupé oder cabrio. Der smart fortwo electric drive beschleunigt mit seinem 55-kW-starken Elektromotor in 4,8 Sekunden von 0 auf 60 km/h und macht mit einer Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h auch auf der Stadtautobahn Spaß. Die 17,6 kWh starke Batterie bringt den urbanen Zweisitzer auf 145 Kilometern lokal emissionsfrei durch den Stadtverkehr. Das neue Vertriebsmodell sale&care macht den Einstieg in die Elektromobilität besonders interessant: Es bietet die Möglichkeit, das Fahrzeug zu einem attraktiven Preis zu kaufen, zu finanzieren oder zu leasen und die Batterie gegen eine monatliche Gebühr zu mieten.

Ebenfalls 2012 gibt es erstmals einen smart mit nur zwei Rädern: Das smart ebike geht mit unkonventionellem Design im Stil der Marke, stadtgerechter Funktionalität und einem hohen Technologieanspruch, der sich unter anderem im besonders effizienten und leistungsfähigen Antriebspaket dokumentiert, an den Start.

Weit über 1,5 Millionen smart fortwo zeigen, wie erfolgreich die Idee vom einzigartigen Stadtauto bei smart umgesetzt wurde. Auch in den letzten Jahren des Modelllebenszyklus hielt sich der Jahresabsatz stabil um 100.000 Einheiten. Der smart electric drive war im Jahr 2013 Marktführer in Deutschland, belegte europaweit Platz 3 der elektrischen Zulassungsstatistik und weltweit Platz Nummer 5. Anfang 2014 wurde der smart fortwo zum fünften Mal in Folge zum „Microcar of the Year“ in China gewählt. Das Land zählt heute, fünf Jahre nach der Markteinführung, hinter Deutschland und Italien zu den drei erfolgreichsten Märkten von smart.

Weltpremiere: Der neue smart forfour

Ein echter smart?

Endlich ein echter smart!

Hatte man beim letzten smart aus Kostengründen noch eine Kooperation mit einem Partner gesucht und am Ende einen smart forfour produziert der mit der Idee des smart nicht mehr viel gemein hatte, bringt man beim neuen smart forfour die smart-Gene heil in den Viersitzer. Ja – auch dieses Mal geht es nicht ohne einen Kooperations-Partner. Aber dieses Mal schein alles anders zu sein. Denn der Heckmotor bleibt und auch der Heckantrieb bleiben und der smart fährt mit der echten DNA aus Hambach.

Der smart forfour zeigt in der Seitenansicht die gleichen Elemente wie der fortwo, besitzt neben der zusätzlichen Tür jedoch eine längere tridion Zelle. Die Front- und Hecküberhänge wirken optisch genauso kurz wie beim kleineren Bruder. Die Dachlinie des forfour fällt nach hinten leicht ab.

Der smart fortwo bleibt mit 2.69 Metern ein übersichtlicher Zweisitzer, der smart forfour muss für seine Passagiere etwas mehr Raum anbieten und damit wächst die Länge auf 3.49 Meter.  Beide sind mit 1.66 Metern gleich breit und verfügen über die neue, rund 10 Zentimeter in die Breite gegangene Spur. Der smart forfour glänzt mit fast 2.50 Radstand. Die Räder wurden fast vollkommen an die Außenkanten der Karosserie gesetzt und dennoch bleibt der Wendekreis unter 9 Meter. Während der smart fortwo beim Thema Kofferraum Abstriche machen muss, hier sind zwischen 260 und 350 Liter möglich, bietet der forfour ordentliche 185 bis 975 Liter an. Bleiben die vier Plätze erhalten ist der Kofferraum mit 185 Liter eher übersichtlich, für die großen Transportaufgaben lassen sich jedoch nicht einfach nur die Sitzplätze der Reihe zwei umlegen, auch ein absenken der Sitzpolster und ein umklappen des Beifahrersitzes sind möglich. Das Ergebnis: Erstaunliche 975 Liter im kleinen smart Viertürer.

 

Interieurdesign

„Loop“ nennen die Designer den emotionalen Schwung, der als durchgehende Signatur den Innenraum prägt und sich unter anderem an Instrumententafel und Türen findet. Die Instrumententafel selbst ist zweigeteilt und besteht aus einem kraftvoll-sinnlichen Außenteil, das auf Wunsch mit Stoff bezogen ist, sowie einem großen, konkaven Zierteil im Inneren, in dem sich die funktionalen Elemente präsentieren. Davor sitzen als additive Elemente scheinbar schwebend das Kombiinstrument und das Infotainmentcenter mit Radio/Navigation.

Instrumententafel und Mittelfelder der Türen sind bei den drei Lines großflächig mit Stoff bezogen. Diese hochwertige und haptisch sehr angenehme Textiloberfläche erinnert an die „Mesh“-Einsätze moderner Sportschuhe. Die Netzstruktur ist ein Alleinstellungsmerkmal in diesem Fahrzeugsegment.

Das Farb- und Materialkonzept unterstreicht den unbeschwerten und charmanten Charakter der neuen smart Generation. Die Ausstattungslinien stehen dabei für einen eigenständigen und individuellen Auftritt. Die sportlichen, kraftvoll konturierten Vordersitze sind als Integralsitze ausgeführt.

Das Kombiinstrument und dessen halbrunde Segmentierung für Geschwindigkeit und Warnanzeigen zitiert die bisherigen smart Modelle, besitzt gleichzeitig aber eine neue Optik. Die prägnanten Kugeldüsen der Luftausströmer sind einfach und spielerisch zu bedienen. Ungewöhnlich
ist ebenso die Optik der zentral angeordneten Bedieneinheit für die Klimatisierung: Auf einer Skala in der Mitte lässt sich die gewünschte Temperatur mit Hilfe einer verschiebbaren Lupe einstellen.

Das Lenkrad im Drei-Speichen-Design ermöglicht auf Wunsch als Multifunktionsmodell die Bedienung der zentral in der Instrumententafel positionierten Radio- oder Navigationseinheit. Das Infotainmentcenter scheint zu schweben und ist im modernen Consumer-Electronic-Style gestaltet. Das Interieur spiegelt damit die Wertewelt einer jungen,
aktiven und vernetzten Generation wider.

Mit ihrem ellipsenförmigen Schwung greifen die Türen den „Loop“ der Instrumententafel auf. Die große Armauflage sorgt für Komfort. Das Bienenwabenmuster aus dem Exterieur findet sich beim integrierten Lautsprecher sowie dem Hochtöner im Spiegeldreieck wieder.

 

Motoren und Preise

Der forfour bietet die gleichen Motoren und Getriebevarianten wie der fortwo. Das Programm startet mit 60 PS, geht über 70 PS bis hinauf zum 90 PS Turbomotor. Kombiniert werden die kleineren Motoren mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe. Für den Turbomotor steht ein 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung.

Der Preis für den Basis Forfour dürfte bei 11.490 € liegen. 

 

Galerie:

 

 

Eine letzte Reise im Smart fortwo

Sag zum Abschied leise Servus

Diese Woche wird die dritte Generation des Smart der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Grund genug für autohub.de ein letztes Mal mit dem Smart der zweiten Generation auf Reisen zu gehen. Doch wir haben uns dafür nicht in den Großstadtdschungel gestürzt, sondern das ureigene Revier des Zweisitzers hinter uns gelassen, um hohe Berge zu erklimmen. Und als ob das nicht schon Herausforderung genug gewesen wäre, haben wir auch noch auf das heisere Bellen des Dreizylinder Turbomotörchen verzichtet und uns lieber einen Elektroantrieb geben lassen. Und Flügel.

Geflügelte Berg-Tour – Die Abschiedstour vom smart der zweiten Generation

Das Montafon, ein 39 km langes Tal in Vorarlberg und wunderbarer Startpunkt, um Furkajoch, Faschinajoch, Zeinisjoch oder die Silvretta Hochalpenstraße zu erklimmen. Das wissen nicht nur wir, sondern auch die Veranstalter der Silvretta Classic. Seit 1998 starten daher in diesem Tal Oldtimer zur oben genannten Rallye. Doch die Organisatoren blicken nicht nur in die automobile Vergangenheit, sondern schmuggeln seit 2010 auch vermehrt Elektroautos in das über 150 Teilnehmer starke Feld von Klassikern und Youngtimern. „Pioniere der Zukunft“ nennt der Veranstalter diese eigene Klasse der alternativen Antriebskonzepte, in der sich in diesem Jahr 23 Teams eingeschrieben haben. Es ist ein Schaulaufen der Industrie, denn Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen schicken ihre aktuelle Produktpalette an den Start. Mittendrin auch wir mit unserem etwas anderen Smart.

„forjeremy“

Als 2012 die Studie Smart forjeremy das Licht der Welt auf der Autoshow in Los Angeles erblickte, fragten viele Besucher verschreckt: Ist das Kunst oder kann das weg? Die Antwort lautete zweimal nein. Denn erstens macht der US Amerikaner Jeremy Scott Mode und nicht Kunst und zweitens ging der beflügelte Smart Anfang des Jahres limitiert in Serie und nicht in den Abfall. Doch man muss schon starke Nerven haben, um mit diesem urbanen Hipstermobil ausgerechnet bei einer eher erdigen Veranstaltung in der Alpenregion an den Start zu gehen. Die haben wir natürlich, doch wir geben trotzdem gerne zu: 40.600 Euro investiert man in dieser Gegend eher in einen robusten Allradler, als in unseren smart fortwo edition by Jeremy Scott BRABUS electric drive. So verwundert es kaum, dass wir auf unsere dreitägigen Reise von den zahlreichen Zuschauern am Straßenrand eher belächelt, als beklatscht wurden. Mit Ausnahme von Kindern und jungen Frauen. Die fanden unser weißes Flügelmonster einfach nur „süß“ und zeigten freudig erregt auf uns, wenn wir leise surrend an ihnen vorbeischwebten. Dabei hat es der 270cm Zwerg eigentlich faustdick zwischen der Hinterachse: 60 kW und 135Nm Drehmoment stehen mit dem Dreh am Zündschlüssel in der Mittelkonsole sofort zur Verfügung. So elektrifiziert kommt man durchaus kernig aus den Spitzkehren und bringt manch einen Vorkriegsklassiker bei der Akzeleration ins Schwitzen.

Doch warm wurde auch uns beim Anblick der fein gesteppten Ledersitzen, die so weiß strahlten, dass man allein aus diesem Grund beim Einstieg eine Sonnenbrille aufsetzen musste. Dass Fahrer und Beifahrer dies nur taten, um nicht erkannt zu werden, ist ein unhaltbares Gerücht, denn wir hatten durchaus Spaß mit der Elektromobilität. Hätten wir das ganze Thema mit Wettbewerb, Wertungsprüfung und Reichweite nicht auch noch so fürchterlich ernst genommen, wir wären durchaus in der Lage gewesen, uns wieder in einen normalen Temperaturbereich zu bringen. Doch die Klimaanlage blieb aus, die Fenster geschlossen – alles wegen der Energieersparnis. Geholfen hat es aber letztendlich nichts, denn über einen 10. Gesamtrang sind wir in unserer Klasse nicht hinausgekommen. Doch wozu auch? Schließlich waren wir mit dem Smart fortwo auf Abschiedstour und nicht auf der Siegerstraße. Knapp 360 Kilometer dauerte unser Tripp und trotz seines extrovertierten Erscheinungsbildes erklomm unser elektrifizierter Kleinstwagen klaglos die höchsten Pässe und stürzte sich anschließend wieder eifrig rekuperierend hinab ins Tal. Nur manchmal äußerte der beflügelte Smart seinen Unmut bezüglich unseres Fahrstils mit einem zarten Wimmern von den Vorderreifen. Das war für uns der Beweis: Ein Smart – egal ob mit oder ohne Flügel – gehört nicht in die Alpen. Aber wir wollten es ja nicht anders, denn diese Generation Smart sollte sich zum Abschied noch einmal richtig in unser Gedächtnis brennen.

Das hat sie als beflügelte Elektrovariante auch nachhaltig geschafft. Aus diesem Grund haben wir uns auch mit Herrn Jochen Eck, dem Leiter der Gesamtfahrzeugerprobung Elektrofahrzeuge in der Daimler AG und Herrn Klaus Ege, Vorstand der TMM AG zum Thema Elektromobilität und Smart unterhalten.

Video: Der neue SMART

Große Städte, brauchen große Autos. Bei smart hat man das endlich verstanden und präsentiert nun vorab in einem Clip, den neuen smart. Eine großartige Idee.

Bislang war der smart ja eher ein überschaubares Automobil. Mit der neuen Generation soll sich das nun ändern. Für ein großartiges Stadtauto, muss man sich große Gedanken machen. Das Big Picture sozusagen. Damit man sich mit dem neuen smart bereits anfreunden kann, wurden die wichtigsten Vorteile des neuen smart in ein Video gesteckt.

 

Die Weltpremiere des neuen smart gibt es dann in der kommenden Woche in Berlin!

 

 

 

 

Edit: Und wer sich ein wenig verschaukelt vorkommt, der wartet besser auf den zweiten Teil des Videoclips..

smart Weltpremiere *live*

FOR a new urban joy

Wenn ein Auto einen englischen Namen hat, dann muss der Slogan zu diesem Auto auch in englisch sein. So ist das wohl. Darum für alle die, die mit „FOR a new urban joy“ nichts anfangen können, eine kurze Erläuterung. „FOR“ steht für die beiden neuen smart-Modelle, „fortwo“ und „forfour“, deren Namen wiederum erklären, wie viele Mitfahrer Platz haben. „a new urban joy“ ist das Sinnbild das man mit dem neuen smart verbinden soll. Freude in der Stadt. Der tägliche Stadtverkehr soll mit dem neuen smart zu einem „neuen“ Vergnügen werden. Das könnte darauf hindeuten, dass auch in der Zukunft die traditionellen Werte des smart erhalten bleiben.

Weltpremiere smart fortwo und forfour

Am morgigen Mittwoch wird smart die neueste Generation seines Stadtmobils vorstellen. Dabei werden der zweisitzige und zweitürige smart fortwo und der viersitzige und viertürige smart forfour zugleich das Licht der Welt erblicken. Wie der smart aussehen könnte, davon hat man bereits eine Ahnung bekommen, wenn – ja wenn, man meinen Artikel zur ersten Ausfahrt mit dem neuen smart gelesen hat. Wer das noch nicht getan hat – jetzt nachholen, ab morgen gibt es frische News!

Wer nicht zu den 500 geladenen Gästen aus dem Bereich der Medien gehört, aber absolut darauf brennt, den neuen smart so früh wie möglich zu sehen, der sollte sich die Adresse für den Livestream merken!

http://www.mercedes-benz.com/livestream

 

 

 

Auf der Zielgeraden eingeparkt: Der neue smart!

Da hoppelt nichts. Dabei hat der Projektleiter für diese erste Ausfahrt mit dem neuen smart eine Strecke gewählt, die man mit dem Vorgänger vermutlich lieber gemieden hätte. Ich darf den smart nicht selbst fahren, das übernimmt Projektleiter Riedel selbst – aber bereits hier, auf dem Beifahrersitz ist klar, der neue smart macht einen enormen Sprung. Und dieses Mal liegt es nicht daran, dass der smart bereits bei der Überfahrt von Gullydeckeln das hoppeln anfängt.

Der smart – einparken auf der Zielgeraden

Auch wenn der neue smart in die Breite gegangen ist, er ist noch immer der König der Parkplätze. Das steht nach nur zweimal einparken fest. Kein anderer Kleinstwagen bietet diese Rundumsicht und diesen Wendekreis. Einmal wenden? Ohne Handbremse und wilde Manöver reichen hierfür 6.90 Meter. Auf normalen Straßen wendet man somit ohne zu rangieren. Vorwärts, rückwärts, seitwärts? Während man die schöne Idee der ersten Generation, dieses längs in Quer-Parklücken parken, nie Verkehrstechnisch auf die Norm gebracht hat, fällt mit dem Breitenwachstum des neuen smart (intern 453 genannt) diese Option nun endgültig flach. Dafür haben sich die smart-Entwickler ein anderes Ziel vorgenommen: Den kleinsten Wendekreis seiner Klasse (aller Fahrzeugklassen)  zu realisieren. Ziel erreicht.

neue smart 201520  453

Parken für Spätbremser

Wer kennt diese Situation nicht? Man fährt an einer Reihe quer zur Fahrtrichtung parkenden Autos vorbei, auf der Suche nach einer freien Parklücke. Die passende Lücke wird zu spät erkannt und eigentlich müsste man nun 2 Meter zurücksetzen um neu ausholen zu können, um dann die Schnauze vorsichtig in die Parklücke zu rangieren. Doch hinter dem eigenen Auto steht bereits der nachfolgende Verkehr. Kein Platz. Lässt man den Parkplatz aus? Sucht sich den nächsten Parkplatz? Winkt man dem Hintermann und zeigt ihm an, was man vor hat?
Smart-Fahrer können sich das sparen. Einlenken, ganz einlenken und rein in die Lücke. Die kurzen Überhänge und der genial kleine Wendekreis lassen Park-Manöver zu Spaß-Events werden. Die Lenkung des smart wird es wie beim Vorgänger mit und ohne Servo-Unterstützung geben.

2 Meter 70 lang und etwa 1.60 Meter breit und mit mehr Radstand als bisher. Der neue smart wächst sehr überschaubar. Unter der Knubbel-Haube steckt jedoch noch immer kein Motor. Das ist die zweite gute Nachricht. Der smart bleibt ein smart. Auch wenn er sich die Plattform nun mit dem neuen Renault Twingo teilt. Der französische Partner profitiert von der Zusammenarbeit und übernimmt die Idee des smarten Stadtmobils. Der Motor hinten lässt die Überhänge schmelzen und der Heckantrieb lässt an der Vorderachse mehr Spielraum um dort die Lenkwinkel zu vergrößern. Nur so lässt sich der Wendekreis von 6.90 Meter überhaupt realisieren.

smart teilt sich die Entwicklung und das Ergebnis mit Renault. Und die Franzosen haben den Schleier über deren „smarten-Entwicklung“ bereits gelüftet. In Genf war es soweit, der neue Twingo wurde dem Publikum präsentiert. Während man bei Renault jedoch nur die xl-Version anbietet, haben sich die Entwickler aus dem Elsass auf zwei neue smart-Modelle gestürzt. Den klassischen smart mit zwei Sitzen, reduced to the max und den neuen smart 44 für wenigstens vier Insassen. Und während man beim Vorgänger auch bequem saß, aber aufgrund der schmalen Bauform leicht versetzt, sitzen im neuen smart die Passagiere nun auf gleicher Höhe, dank der gestiegenen Breite, bequem und mit genug Platz nebeneinander.

Ausgenickt

Er hoppelt nicht mehr und er nickt nicht mehr. Generationen von smart-Beifahrern haben sich die Nackenmuskulatur beim smart fahren gestärkt. Das automatisierte Schaltgetriebe war, neben dem schnell zu rabiaten Reaktionen neigenden Fahrwerk, immer der Hauptkritikpunkt. Auch das ist nun Geschichte. Der neue smart läutet eine gänzliche neue Ära ein. Schuld daran, zum Teil auch die Franzosen. Den neuen smart wird man per Hand schalten können. Hier beim einparken auf dem Werksgelände steht ein solcher von Hand geschalteter smart bereit. 5 Gänge müssen ausreichen. Obwohl das Fahrzeug noch nicht der endgültigen Serie entspricht, lässt er sich gefühlvoll und knackig schalten. Die Kupplung ist ideal für das Stadtauto eingestellt. Da rupft nix, da rüttelt nix. Der neue smart spielt beim Antrieb in einer neuen Liga. Jetzt nicken die Beifahrer nur noch, wenn es der Fahrer will. Ordert man den smart jedoch mit dem neuen Doppelkupplungsgetriebe, dann gehört auch dies der Vergangenheit an. Zusammen mit dem neuen Dreizylinder-Turbo wird der smart zu einem knuffigen Sprinter. Auch bei Tempo 80 drückt der neue Turbo-Benziner voran. Das Doppelkupplungsgetriebe kommt zudem mit sechs Gängen aus. Die Motoren werden von Renault kommen, so wie auch das manuelle Fünfgang-Getriebe. Beim Doppelkupplungsgetriebe vertraut man indes auf die Spezialisten von Getrag. Der Dreizylinder-Sauger wird mit rund 65 PS auskommen, den Turbo dürfte es mit 85 PS und 105 PS geben.

neue smart 201539  453

Erwachsen geworden

Nicht nur das One-Box Design gehört der Vergangenheit an. Der neue smart bekam neben dem knuffigen Knubbelvorbau auch das Geräuschniveau einer neuen Klasse verpasst. Und die Sicherheitstechniken seiner großen Brüder aus dem Daimler-Konzern. Radarsensor an der Front? Vorhanden! Eine Kamera im Fuß des Innenspiegels? Vorhanden! Noch wollten sich die Verantwortlichen bei smart nicht über den gesamten Umfang auslassen, es dürfte aber klar sein, der neue smart wird mit den wichtigsten Assistenzsystemen lieferbar sein. Vermutlich jedoch nur gegen Aufpreis. Was man bei smart jedoch auch gegen Aufpreis erst einmal nicht liefern wird, ist moderne Lichttechnik an der Front. Umso erstaunlicher als der Vorgänger bereits mit H7-Scheinwerfern durch die Stadt fuhr. Der neue soll in der Stadt auch mit H4-Leuchtmittel zurecht kommen. Ich persönlich kann diese Entscheidung nicht verstehen. Erste Testfahrten mit dem neuen smart würde ich gerne in der Nacht unternehmen.

Das Cockpit erinnert im groben und ganzen an den Vorgänger, nur das LCD-Display unter dem Tachometer-Halbrund wurde mächtig aufgebohrt. Brilliant und sauber lassen sich hier die typischen Bordcomputer-Daten einblenden. Und auch beim restlichen Entertainment will man einen großen Schritt gemacht haben. Davon überzeugen konnte ich mich an diesem verregneten Morgen in Böblingen noch nicht – überzeugen konnte mich jedoch die neue Qualität des Fahrwerks im “neuen smart”.

neue smart 201501  453

Einparken auf der Zielgeraden

Jetzt bleibt nur abzuwarten wie der Parklücken-Hero aussieht, sobald die Tarnfolie einer ordentlichen Lackfarbe weicht und der Innenraum ohne Sichtschutzmatten präsentiert wird. Das der neue smart nicht mehr hoppelt, hab ich bereits erleben dürfen

 

Update: Und das haben die Kollegen über den neuen smart 453 geschrieben: Mercedes-Benz Passion Blog und Jens Stratmann von rad-ab.com.

Linktipp: SMART fortwo ED Brabus Edition

Meine eigene Testfahrt mit dem Elektro-Smart ist bereits über ein Jahr her. Im letzten Jahr zur NYIAS 2013 konnte ich den elektrisierten und elektrisierenden SMART ED in New York fahren und war begeistert.

smart ed in new york

Wenn es stimmt was uns der Buddhismus lehren kann, denn werden wir alle wieder geboren und je nachdem mit welchem Karma wir unser Leben zuvor erfüllt haben, verbessern wir uns, oder durchleben nach der Reinkarnation ein schlechteres Leben.  Die ersten smart Generationen scheint, trotz aller Kritik und der vielen Probleme beim Thema: Markt-Akzeptanz , doch alles richtig gemacht zu haben und mit einem positiven Karma belegt worden zu sein. Denn was die Mercedes-Benz Tochter nun – zuerst  für den US-Markt – anbietet, ist nicht weniger als die beste, die perfekteste und smarteste Lösung für den individuellen Stadtverkehr – die ich bislang fahren konnte.  Zitat aus dem Fahrbericht zum smart ED.

Nun hat man aber neben der „normalen“ smart ED-Version auch die Möglichkeit einen smart „by BRABUS“ zu kaufen – und auch diesen gibt es mit ordentlich Strom unter der Haube. Den Elektro smart von BRABUS ist der Kollege „Pit“ gefahren. Ein Blogger der sich dem Thema smart vollständig verschrieben hat und unter smartpit.de umfassend über die cleveren Fahrzeuge berichtet.

Probefahrt – smart fortwo ED Brabus-Edition

 

Was müssen wir tun, um die Elektromobilität zu fördern?

Das war eine der Fragen um die es ging, als ich mit der „smarten Chefin“ über smart im allgemeinen und smart ED im besonderen sprach. Ich denke, auch dieses Interview mit Annette Winkler sollte man sich durchlesen, wenn man sich zum Thema smart ED informieren will. Die Ideen und Wünsche der smart-Chefin sind klar. Weniger klar war nach dem Gespräch, ob der smart ED nun E D wie electric drive genannt werden sollte, oder Ed, wie der männliche Vorname. Ich bin für Ed – das gibt dem smart gleich noch den richtigen Charakter 😉

 

smart fourjoy – iaa 2013

smart präsentiert auf der IAA in Frankfurt den „fourjoy“ – also den smart für den Spaß zu viert. Wie es bei Konzeptfahrzeugen üblich ist, zeigt man nur „Ideen“ und überzeichnete Anspielungen auf das kommende Serienmodell.

smart fourjoy

Die Marke smart war noch nie bekannt für Langeweile und Stillstand. smart fahren bedeutet auch nicht zu verzichten, dass war schon damals bei der ersten Generation so. „Reduce to the max“ lautete der Slogan und die Vision der Mercedes-Benz Tochter ist klar: Den Stadtverkehr der Zukunft mit zu gestalten.

Es geht nicht nur um Autos und es geht auch nicht um Vorschriften. Es geht um die urbanen Mobilität der nachfolgenden Generationen und bei smart denkt man darüber positiv. Und so versprühen die kleinen Fahrzeuge immer auch eine extra Prise Lebensfreude.

Lächelnde Gesichter

Bei der Studio-Präsentation des „smart fourjoy“ Konzeptes im Vorfeld zur IAA, lächeln aber dieses Mal die smart-Mitarbeiter mehr, als das Fahrzeug, dass sie auf die Bühne gestellt haben.  Allen voran Fr. Dr. Annette Winkler. Die lebenslustige smart-Chefin redet begeistert von ihrem neuen Baby, dem neuen smart Viersitzer. Und dieses Mal wird es kein japanischer Kleinwagen mit MakeUp sein, dieses Mal steckt die pure smart-DNA im Viersitzer.

Erwachsener ist er geworden

Geht man vom Gründungsjahr 1994 aus, dann wird smart im nächsten Jahr 20 Jahre alt. Das ist kein Grund für Falten im Gesicht, aber es ist Zeit, das Kindchen-Schema abzulegen. Der neue smart wird Erwachsener schauen und das erkennt man bereits gut im Konzeptfahrzeug.

Die Räder bleiben so weit außen wie möglich, die Überhänge kurz und der Heckmotor wird für eine breite Spur der Hinterachse sorgen.  Die Fehler der ersten smart Viersitzer-Generation will man vermeiden. Pure smart DNA – für den Stadtverkehr von morgen, aber in Zukunft auch für vier Passagiere.

smart fourjoy – IAA 2013

smart fourjoy studio01 iaa 2013

Vier Sitze für vier Mitfahrer. Das Konzeptfahrzeug kommt noch völlig ohne Türen und Heckscheibe aus, das Designer-Team will den Blick der Betrachter auf das Innenraum-Konzept lenken. Sehr futuristisch und in der Serie vermutlich deutlich simpler – aber weiterhin smart.

 

smart fourjoy studio02 iaa 2013

Kompakte Abmessungen auch für den Viersitzer. Länge/Breite/Höhe: 3,49/1.97/1.49 Meter – und damit gute zwanzig Zentimeter kürzer als die erste smart Viersitzer Generation. Reduced to the Max!

 

smart fourjoy studio03 iaa 2013

Der Wendekreis wird der Benchmark in der Kleinwagenklasse werden, so Fr. Dr. Annette Winkler – nicht mehr als gute 9 Meter!

 

smart fourjoy studio04 iaa 2013

Der fourjoy ist in seiner Konzeptvariante als „ED“ ausgeführt, als electric drive und verfügt als solcher über einen 55 kW Elektromotor. Wie sich so etwas fährt? Im Fahrbericht des smart fortwo „ED“ kann man das nachlesen! 

 

smart fourjoy studio05 iaa 2013

Zahlreiche Designelemente verweisen auf die erste smart Baureihe: Dazu zählen unter anderem die extrem kurzen Überhänge, die weit außen in den Ecken platzierten Räder, die in die massive tridion Zelle integrierten Rückleuchten sowie das kugelförmige Kombiinstrument (Zitat: smart Pressemeldung)

 

smart fourjoy studio06 iaa 2013

Die Studie zeigt markante Heckleuchten die an Turbinen-Triebwerke erinnern und in Voll-LED Technik ausgeführt wurden.

 

smart fourjoy studio07 iaa 2013

Die durchgehende Mittelkonsole erinnert an die erste smart-Generation, die Sitze wollen in ihrer Ausprägung vom „wohligen“ und sicheren Charakter der zukünftigen Modellgeneration berichten.

 

smart fourjoy studio08 iaa 2013

Das Konzeptmodell besitzt den 55 kW starken Elektroantrieb des smart ED und verfügt über eine 17.6 kWh starke Lithium-Ionen Batterie. Die Ladebuchse befindet sich unterhalb der A-Säule auf der rechten Seite und in den Außenspiegel stecken LED-Anzeigen, die den Ladezustand anzeigen. An einer Haushaltssteckdose soll der smart fourjoy ED binnen 7 Stunden (über Nacht) wieder aufgeladen sein.

 

smart fourjoy studio09 iaa 2013

 

 

 

 

 

Neues von smart

Mit einem Augenzwinkern erklärt ein unterhaltsamer Werbespot vom Automobil-Hersteller smart, in welchen Disziplinen der 2.69 Meter lange Zweisitzer besonders gut ist – und was er weniger gut kann.

smart fortwo im Werbeclip

 

So richtig spannend fand ich den „smart ED„, die elektrisch angetriebene Variante des kleinen Zweisitzers. Und im Prinzip ist der „Electric Drive“ genau der Smart, der dem Erfinder des Ur-Smart, Nicolas Hayek, damals vorschwebte als er vom ultimativen Stadtauto sprach. Reduce to the max – ein mittlerweile legendärer Werbeclaim.

Den Electric Drive smart konnte ich in New York fahren, meinen Fahrbericht findet man nach diesem Link.

smart 42 ed liberty statue

Fast genauso spannend wie die Testfahrt durch Manhatten, war mein Interview mit der smarten Chefin, Fr. Dr. Annette Winkler. Was die quierlige Chefin über Anglizismen denkt, über den Smart „T-ED“ und was sie von einer staatlichen Förderung hält – das steht in meinem Interview mit ihr.

 

 

Interview mit der smart-Chefin

„Eine smarte Chefin“

Interview mit Fr. Dr. Annette Winkler

 

Annette WinklerAnnette Winkler wird gerne als „quirlige und sympathische“ Frau beschrieben – im Rahmen der Automobilshow in New York konnte ich nicht nur den neuen smart ED fahren, sondern auch mit der Frau reden, die bei smart die Fäden in der Hand hält. 
Ich: Fr. Dr. Winkler, als smart-Fahrer der ersten Stunde (Anmerkung: ich hatte zwei smart fortwo und bin damit unter anderem auch an einem Wochenende von Frankfurt nach Monaco und zurück gefahren) kann ich nun – nach dieser „Testfahrt“ nur sagen: Hurra, endlich fährt sich der smart so, wie man es sich immer gewünscht hat. Aber fangen wir doch zuerst bei Ihnen an:

Wenn ich das richtig zusammengefasst habe, dann mögen Sie keine Anglizismen, sind Rennradfahrerin ..

AW: (lacht) und jetzt vor allem auch eBike-Fahrerin.

Ich: …Pianistin und man bezeichnet Sie gerne als unkonventionell – ist das richtig zusammengefasst?

AW: Wäre „unkonventionell“ ein Kompliment? Ja, ich denke es trifft zu.

Ich: Wenn Sie aber keine Anglizismen mögen, warum arbeiten Sie ausgerechnet für smart? Dort gibt es den „electric drive“, „smart add on“, „tailor made“ und Ähnliches. Braucht eine Marke wie smart einfach Anglizismen, um sich selbst zu beschreiben?

AW: Für eine weltweit funktionierende Kommunikation geht es nicht anders und auch unser Markenname smart an sich ist ja bereits ein englischer Begriff, der global bestens verstanden wird und prima funktioniert.

Ich: Stimmt, der Name an sich ist bereits ein Anglizismus.

AW: Genau. Ich habe auch überhaupt nichts dagegen, ich liebe die englische Sprache. Jede Sprache für sich ist toll. Was ich nicht mag ist die laufende Vermischung verschiedener Sprachen- wobei es halt auch Begriffe gibt, die es als Vokabel genau so nur in einer Sprache gibt, und die ich auch mal gerne benutze. Zum Beispiel: „Commitment“

Ich: Was Sie stört ist also diese typische „Marketing- und Beratersprache“?

AW: Ja. Wenn man so tut, als ob. Ich habe es gerne bodenständig und normal. Darum geht es mir viel mehr, als um irgendeinen Anglizismus an sich.

Ich: In der Vorbereitung auf dieses Gespräch habe ich mir natürlich alte Interviews von Ihnen durchgelesen und es gibt da eine Geschichte, die dreht sich darum, wie Sie zu Mercedes-Benz kamen – daher muss ich jetzt natürlich fragen: Haben Sie nun einen Parkplatz für Ihren Dienstwagen?

AW: Ich habe jetzt einen Parkplatz für meinen Dienstwagen.

Ich: Wissen Sie, worauf ich anspielen will? Das war bei Ihrer allerersten…

AW: Ja, bei meiner allerersten Rede..

Ich: Bei Ihrer Rede bei Mercedes-Benz als Sie noch mittelständische Unternehmerin waren?

AW: Genau (lacht).

Ich: Sie wollten damals die Manager aufrütteln und darauf hinweisen, dass es wichtigeres gibt als Dienstwagen-Parkplätze.

AW: Genau. Aber wissen Sie, das Schöne ist: Heute habe ich einen, aber ich brauche ihn nicht, weil ich immer smart fahre. (lacht)

Ich: Sie können Ihren Parkplatz also mit jemandem teilen (Anmerkung: Weil der smart fortwo ja so kurz ist)

AW: Ja, ich kann ihn teilen oder ich brauche ihn gar nicht, weil ich immer einen Parkplatz finde. Ich fahre aller meistens mit meinem grünen BRABUS „tailor made“ Das wissen inzwischen auch alle: „Wenn der grüne smart vor der Türe steht, ist die Winkler da“. (lacht)

Ich: Sie haben kürzlich auch einen smart mit Flügeln gezeigt, den „smart forjeremy„. Da sind wir ja schon fast beim fliegenden Auto. Was ist die Idee, was ist der Sinn dahinter?

AW: Es gibt eine große Verbindung zwischen allen smart-Fahrern. Sie sind „young at heart“. Es sind einfach Junggebliebene, egal wie alt sie sind. Und sie wollen ein Stück weit auch anders sein. Sie brauchen kein großes Auto, um in die Stadt zu fahren, weil es einfach viel praktischer ist, ein kleines zu fahren
Durch unser tailor made Programm kann man sich seinen smart maßschneidern und sich dadurch selbst verwirklichen, seine Persönlichkeit ausdrücken.
Der „Jeremy Scott“-smart ist ein ganz besonders aufwändiger und kreativer tailor made smart, und den können Sie bald bei uns bestellen.

Ich: Mit oder ohne Flügel?

AW: Mit Flügeln. Wegen der Zulassung sind es natürlich kleinere Flügel als beim Showcar, aber wunderschöne. Ich weiß ja schon wie er aussieht: ein toller, schicker, urbaner smart, der aber auch polarisieren wird. Jeremy Scott ist sicherlich schräg und nicht jedermanns Geschmack, bei unserer Präsentation des smart forjeremy in Los Angeles mag auch der ein oder andere gedacht haben: „Wenn das Gottlieb Daimler sehen würde, würde er sich im Grab umdrehen.“

smart forjeremy, 2012

Ich: Ja, vermutlich auch Herr Hayek. Meinen Sie es war im Sinne des Herrn Hayek?

AW: Ich bin mir ganz sicher, die beiden würden sich nicht im Grab umdrehen. Ganz im Gegenteil – gerade die beiden waren vorausdenkende Leute, die wussten: Menschen wollen ihre Persönlichkeit ausdrücken. Und ganz persönlich denke ich: smart muss dafür stehen, einfach auch mal ein bisschen schräg oder anders zu sein.

Ich: Okay, Forward Thinking. Letztes Jahr wurden 104.000 smarts verkauft.
Das Ziel für 2013, wo geht es hin? Und wie viel Anteil soll der smart „electric drive“ daran tragen? (Anmerkung: smart spricht von „e“ und „d“ als Abkürzung von electric drive. Ich finde: e und d sind ED und Ed als Name klingt persönlicher und passt besser zum smart. Also spreche ich vom „smart Ed“.)

smart ed in new yorkAW: smart Ed gefällt mir auch gut, das habe ich ja noch nie gehört.

Ich: Ich finde Ed passt am besten zum Fahrzeug.

AW: Ok. Also wir gehen davon aus, dass wir wieder eine Stückzahl in der Größenordnung des Vorjahres schaffen. Uns wurde ja vor wenigen Jahren vorausgesagt, wir würden im Absatz einbrechen. Dann haben wir uns vorgenommen, die 90.000 zu halten und haben 100.000 Einheiten geschafft, zuletzt waren wir sogar schon bei 104.000. Natürlich ist der Verkauf in einigen südeuropäischen Märkten, die für uns immer sehr wichtig waren, wie Italien, Portugal usw., derzeit schwierig. Auf der anderen Seite haben wir es geschafft, uns zum Beispiel in China und den USA toll nach oben zu entwickeln.

Ich: Und der Anteil des Ed? Oder des „electric drive“?

AW: Der Ed könnte…(Frau Dr. Winkler geht auf mein Wortspiel ein…) – diese Aussprache übernehme ich sofort.

Ich: Das gibt ihm eine Persönlichkeit finde ich.

AW: Ja schön, das gefällt mir wirklich gut! Die Nachfrage nach dem smart Ed ist riesig und zukünftig wollen wir in unserem smart Werk jährlich eine fünfstellige Zahl an electric drive fertigen. Gerade für eine hochinnovative und komplexe Technologie wie unsere Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie ist die Anlaufkurve der Produktion aber naturgemäß etwas flacher. Dieses Jahr wollen wir die electric drive Produktion kontinuierlich steigern und auf das Jahr gesehen 6.000 smart electric drive schaffen.

Ich: 6.000 Stück – das klingt übersichtlich.

AW: Das klingt vielleicht übersichtlich, aber andere verkaufen deutlich weniger oder verabschieden sich komplett vom Markt der Elektrofahrzeuge.

Ich: Aber die Nachfrage ist größer?

AW: Die Nachfrage ist größer! Wir haben sehr lange Lieferzeiten, in Deutschland schon bis Ende des Jahres – und hier sind wir auch schon Marktführer! Einer der Gründe, und das ist für uns alle eine tolle Bestätigung: Einer ersten Befragung zufolge sagen über 90 Prozent unserer electric drive Kunden, dass sie den elektrischen smart sofort weiterempfehlen würden!
Und auf jeden Fall ist eines klar: Der Ed oder das elektrische Fahren ist für smart eine extrem wichtige Sache und eine echte Herzensangelegenheit, denn wenn es eine Marke gibt, zu der elektrisches Fahren perfekt passt, dann ist es smart. Das zeigen wir übrigens auch beim smart forjeremy oder bei der Kooperation mit BoConcept – beide Showcars haben einen vollelektrischen Antrieb und zeigen die Vielfältigkeit des elektrischen Fahrens. Die ganze Markenvielfalt ist bei uns elektrisch!

smart ed in new york

Ich: Wird smart vielleicht mal ein Hersteller, der nur noch elektrische Fahrzeuge produziert?

AW: Nein, das glaube ich nicht. Es wird wirklich immer Kunden geben, die beides wollen, aber sicherlich wird der elektrische smart einen großen Anteil haben.

Ich: Bis der Nachfolger vom smart fortwo kommt wird es noch ein bisschen dauern…

AW: Nur noch bis Ende des nächsten Jahres.

Ich: Was machen Sie in der Zwischenzeit zur Auffrischung der Nachfrage. Wir haben ja jetzt 100.000 für dieses Jahr, nächstes Jahr haben wir 100.000, also sollen noch 200.000 des aktuellen fortwo verkauft werden.

AW: Natürlich tun wir etwas! Und da der smart besonders wertstabil ist, müssen wir nicht in Nachlässe investieren, sondern können unser Produkt frisch und attraktiv halten: Wir bringen neue Farben, wir bringen neue Felgen, wir bringen tolle Editions, wir weiten das „tailor made“-Programm aus. Wie schon gesagt bauen wir außerdem unsere Absätze in einigen Märkten stark aus, wie in den USA und China.

Ich: Sie wollen ja wieder mit einem smart 4-Sitzer kommen, der alte Smart forfour war jedoch kein so durchschlagender Erfolg.

AW: Warum? Was glauben Sie?

Ich:
Also meine persönliche Ansicht ist glaube ich gar nicht so wichtig in diesem Punkt. Ich glaube jedoch, es lag unter anderem daran, dass man damals mit falschen Partnern zusammengearbeitet hat und die Menschen in diesem smart nicht den „eigentlichen smart-Charakter“ gesehen haben. Also ich zum Beispiel habe damals den smart gekauft, weil es eine völlig neue Idee war. Und der smart fourfour war dann keine neue Idee mehr. Der smart forfour war ein normaler Kleinwagen, der langweilig war.

Ich: Was wird sich beim neuen 4-Sitzer ändern?

AW: Sie haben es ja schon auf den Punkt gebracht. Zuallererst einmal ist ganz wichtig, dass das neue Auto jetzt auf einer Plattform mit dem 2-Sitzer entsteht. Das heißt wir werden…

Ich: Heckantrieb und Heckmotor haben?

AW: Ja, Heckantrieb auch natürlich auch den Heckmotor. Das heißt, wir haben natürlich auch ganz andere Möglichkeiten, um das berühmte „smart-Raumgefühl“ zu verwirklichen und trotzdem außen sehr kompakt zu sein.

Letztendlich wird der 4-Sitzer, ich sage es mal liebevoll, ein 2-Sitzer T Modell werden. (Anmerk.: T steht im Daimler-Konzern für Kombis)

Ich: Ein 2-Sitzer T Modell? Kriegen wir dann einen 2-Sitzer TED? (Anmerk: Also einen 4Sitzer-T mit Electric Drive)

AW: (lacht). Wir werden auf jeden Fall dafür sorgen, dass es der smart unter den 4-Sitzern wird, indem er einfach viele smarte Ideen mitbringt und man von Weitem erkennen wird, dass da ein smart kommt. Nur eben für Menschen, die Lust oder die Notwendigkeit haben, auch einmal eine dritte oder vierte Person mitzunehmen. Eben „forward thinking“. Aber mehr kann ich Ihnen da noch nicht verraten.

Ich: Nun noch zwei unangenehme Fragen Fr. Winkler:
Werden Sie irgendwann mal dafür sorgen, dass der normale smart ein vernünftiges Getriebe bekommt?

AW: Werden wir.

Ich: Okay. Das heißt? Ein stufenloses?

AW: Das lassen wir jetzt mal offen.

Ich: Aber das ist ja immer noch einer der Hauptkritikpunkte.

AW: Es gibt smart-Fahrer, die lieben das Getriebe, wie es ist. Man muss den Leuten das Getriebe beim ersten Mal aber erklären: Es ist kein reines Automatikgetriebe und kein reines Schaltgetriebe. Fahren ohne zu kuppeln ist im Grunde perfekt für den Verkehr in der Stadt! Das war und ist Forward Thinking. Und es gibt viele smart-Fans, die den smart auch genau deswegen lieben – ich gehöre dazu!

Ich: Wird smart einmal der Benchmark für den Verbrauch bei der Frage nach den sparsamsten Automobilen sein?

AW: Ja, und durch den electric drive sind wir es schon! Wer Wert auf geringen Verbrauch legt, kann äußerst günstig elektrisch fahren und zudem ist der smart ed wirklich sehr praxistauglich: 85 Prozent der Menschen fahren im Durchschnitt maximal 40 – 50 Kilometer am Tag. Mit 140 Kilometern vollelektrischer Reichweite ist das überhaupt kein Problem! Daher glaube ich, dass sich insbesondere in der Stadt das elektrische Fahren durchsetzen wird.

Außerdem haben erstaunlich viele Menschen die Möglichkeit, ihr Fahrzeug zu laden. Häufig bzw. meistens reicht es einfach aus, das Fahrzeug – wie Ihr Handy auch – über Nacht zu Hause oder während der Arbeit zu laden.
Und denken Sie einen Schritt weiter: nicht nur an die großen Ladesäulen, die extra installiert werden müssen, sondern an smarte Lösungen. Zum Beispiel spezielle Straßenlaternen, die direkt am Gehweg stehen und über die das Fahrzeug geladen werden kann.

Oder nehmen Sie eine Metropole wie London: teilweise gesperrte Innenstädte für Verbrennungsmotoren. Es wird immer mehr Menschen und Städte geben, die die heutige Geräuschkulisse und die Verschmutzung durch Autos nicht mehr tolerieren. Da ist der smart electric drive das perfekte Fahrzeug für die Stadt – und nebenbei macht es unheimlich viel Spaß, damit zu fahren. Ich freue mich auf die Veränderung, die der smart in den Städten verursacht.

Ich: Stellen Sie sich vor, ich wäre der kleine Bruder von Angela Merkel und ich hätte die Möglichkeit, Angela abends beim Essen etwas zu sagen. Was würden Sie sich von der Bundesregierung bezüglich der Entwicklung von E-Mobilität wünschen?
Sie haben einen Wunsch frei, wohin soll es gehen oder was soll sie ändern, meine Schwester Angela?

AW: Ein echter Herzenswunsch wäre, die Busspuren freizugeben für elektrische Autos. Wissen Sie warum?

Ich: Das wundert mich, dass Sie sich keine Förderung wünschen.

AW: Geld oder steuerliche Förderungen sind ja das eine, aber ich glaube einfach, dass Menschen heute etwas anderes viel mehr schätzen. Denn welchen Vorteil haben unseren Kunden schon heute mit dem smart? Zeitersparnis! Sie parken mit einem smart im Schnitt rund 40 Prozent schneller und finden 40 Prozent schneller einen Parkplatz als mit einem konventionellen Auto!.

Ich: Wir haben keine Busspur bei uns, aber ich verstehe, wo es hingehen soll. Ist auch logisch für den Einsatzzweck des smart.

AW: Es könnten beispielsweise auch reservierte, kostenlose Parkplätze angeboten werden. Aber es müssen Vorteile sein, die das elektrische Fahren für jeden sichtbar noch attraktiver machen und den Fahrern helfen, bequemer und zeitsparender unterwegs zu sein.

Ich: Also Infrastrukturmaßnahmen…

AW: …die die elektrische Mobilität fördern, aber viel weiter gedacht sind als nur die Anzahl an Ladesäulen zu erhöhen. Jedes elektrische Auto entlastet die Bürger einer Stadt von Lärm und Abgas – da können die Städte im Gegenzug auch etwas für die elektrischen Fahrzeuge tun.

Ich: Vielen Dank.

 

Das Gespräch wurde von mir auf dem N.Y. Automobilsalon geführt – mit vor Ort war der Blogger-Kollege Jens Stratmann und zwei Pressesprecher des Konzerns. 

Fahrbericht smart electric drive

I want to wake up in that city that doesn’t sleep and find I’m king of the hill top of the heap If I can make it there I’ll make it anywhere –  It’s up to you!
New York, New York

Im smart ED durch New York City

Frank Sinatra sang von der Stadt die niemals schläft, von diesem Schmelztiegel der Kulturen, gelegen am Hudson River und für Millionen Menschen über Jahrzehnte der erste Kontakt mit der neuen Welt.

New York City.  Seit der Tragödie um 9/11 und dem unfassbaren verschwinden der Twin Towers, prägen wieder das Empire State Building, die Brooklyn Bridge und Miss Liberty – die Freiheitsstatue auf Liberty Island – das oft fotografierte Bild dieser Millionenstadt. Ein eigener Kosmos der die unfassbaren Geldströme der Wall Street, das Leben der Künstler in SoHo, die Arbeiter-Viertel in Queens und das elitäre Downtown ganz simpel in einen Spitznamen vereint: The Big Apple. 

Und in eben diesem Big Apple fand meine ganz persönliche erste Kontaktaufnahme mit einem Produkt statt, dass für mich nicht viel weniger als die Re-Inkarnation der Marke smart darstellt: Dem smart electric drive – dem ersten Seriensmart der rein elektrisch fährt. Passenderweise in „Big Apple green“.

smart 42 ed liberty statue

Wenn es stimmt was uns der Buddhismus lehren kann, denn werden wir alle wieder geboren und je nachdem mit welchem Karma wir unser Leben zuvor erfüllt haben, verbessern wir uns, oder durchleben nach der Reinkarnation ein schlechteres Leben.  Die ersten smart Generationen scheint, trotz aller Kritik und der vielen Probleme beim Thema: Markt-Akzeptanz , doch alles richtig gemacht zu haben und mit einem positiven Karma belegt worden zu sein. Denn was die Mercedes-Benz Tochter nun – zuerst  für den US-Markt – anbietet, ist nicht weniger als die beste, die perfekteste und smarteste Lösung für den individuellen Stadtverkehr – die ich bislang fahren konnte:

smart fortwo electric drive

Smart 42 ed stadtverkehr nyc 2

Von außen wirkte der gefahrene smart nur aufgrund seiner Apfelgrünen Folierung und den großen „I love New York“ Schriftzügen auffällig, wobei ein so kompaktes und übersichtliches Auto im Straßenverkehr von New York – zwischen Central Park und Finance District alleine durch sein geringe Größe für Aufmerksamkeit sorgt.

Im Gewusel zwischen gelben Taxis und großen dunklen Limousinen, sowie SUVs mit der mittleren Größe von Übersee-Frachtcontainern wirkt der kurze smart wie ein Alien aus einer fernen Zivilisation, ein Vertreter der Zukunft. Ein Botschafter für neue urbane Mobilitätsmodelle. Antik und archaisch mutet der morgendliche Berufsverkehr der Millionen-Metropole dagegen an.

Mit seinem 75 PS starken Elektromotor gewinnt er jedoch jeden Ampel-Sprint an der Fifth Avenue und sorgt für offene Münder entlang unserer Route in Richtung Downtown Manhatten. Selbst die hart gesottenen Pendler, die in nicht enden wollenden Strömen aus den unterirdisch gelegenen Subway-Stationen ausgespuckt werden,  verlieren das Interesse an ihren Blackberrys, iPhones und ihren Halbliter-Kaffeebechern von Starbucks und wirken ernsthaft interessiert an diesem still dahin summenden, bei Bedarf flink wuselnden Kleinstwagen.

Frei von lokalen Emissionen. Für eine Metropole wie New York in der, trotz riesen Subway-Netz, noch immer Millionen von Menschen täglich mit dem eigenen Auto oder einem typisch gelben New York Cab von Termin zu Termin eilen, wirkt es fast wie ein Schlag in das Gesicht der menschlichen Anpassungsfähigkeit, dass ein so cleveres Fahrzeug nicht bereits seit Jahren zum Straßenbild gehört.

Mit einer Reichweite von bis zu 145 Kilometern und der Möglichkeit binnen 6 Stunden wieder vollständig aufgeladen zu werden, passt der smart zu den urbanen Mobilitätsbedürfnissen der Menschen, wie die etablierte Subway.

Ich nicke zustimmend. Und zum ersten Mal in einem smart tue ich das nicht, weil das automatisierte Schaltgetriebe für eine unangenehme Zugkraft-Unterbrechung sorgt, sondern einfach nur aus Zustimmung. Ein smart, der frei von Schaltvorgängen – wie am Gummiband gezogen – und in nur 4.8 Sekunden auf 60 km/h beschleunigt – darauf habe ich seit dem ersten, auch seit „meinem“ ersten Smart gewartet.

Als smart-Fahrer der ersten Stunde und auch als smart-Fahrer mit vielen Stunden auf eher ungewöhnlichen Strecken, habe ich im smart fortwo electric drive nun endlich genau das smarte Fahrerlebnis gefunden, auf das ich immer gewartet habe. In den USA wird der smart 25.000 $ kosten, aber dank starken Förderungen (unterschiedlich von Bundesstaat zu Bundesstaat) – sind die für 2013 geplanten Stückzahlen bereits verkauft!

smart 42 ed e broadway

Zum Abschied summe ich die Melodie von Frank Sinatras „New York, New York“ und denke mir:

„Hey smart ED – if you can make it there – you can make it everywhere. It is up to you!“

smart forjeremy

Manchmal schweige ich zu Autos. Nicht oft, aber es kommt vor.  So zum Beispiel, wenn ich das Gefühl habe, ich verstehe davon nichts. Das passiert zum Beispiel bei „merkwürdigen“ Design-Studien, oder wenn es um Lifestyle-Fahrzeuge geht, die vor allem nur noch eines sind: Lifestyle.

smart forjeremy

Der auf der Autoshow in L.A. vorgestellte „Flügel-Smart“ war so ein Fall.  Jeremy? Damit konnte ich erst einmal gar nichts anfangen. Jeremy kenne ich nur einen: Den Jeremy Clarkson von TopGear und ich war mir sehr sicher, dieser Jeremy will ganz bestimmt keinen smart und er will den auch ganz bestimmt nicht auf der L.A. Autoshow bekommen.

Wer ist Jeremy?

Zum Glück habe ich in meinen Kontakten auch chromjuwelen-Fans mit sehr liberalen Einstellung zu abgedrehten Automodellen. 🙂 Bevor also noch die Medienwelle über die Online-Seiten schwappte, wurde ich darüber aufgeklärt, um welchen Jeremy es geht. Jeremy Scott.

Nun – das hat mir auch wieder ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht geholfen. Also google angeworfen und heraus gefunden: Jeremy Scott ist ein „Künstler“ um genauer zu sein, ein US-Pop-Designer. Nun kann man natürlich sagen, das ist in etwa ähnlich wertvoll wie ein Diät-BigMac, aber in den USA funktioniert Lifestyle nun einmal so.

Jeremy Scott durfte sich also aus „Marketing-Gründen“ an einem smart austoben und noch bevor ich in den Gedanken den Satz zu Ende gesprochen hatte: “ Das hat Hayeks Erbe nicht verdient“ – bekam ich auch schon die ersten Fotos des „Designer-Schmuckstücks“ zu Gesicht.

smart forjeremy, 2012

Was soll ich sagen? Vermutlich ist es diplomatisch, wenn ich einfach gar nichts sagen. Ich habe keine Ahnung von Kunst. Lifestyle und Pop-Kultur finde ich lächerlich unwichtig. Ich mag Autos. Doch deren Sinn ist es imho: Bestmöglich Leistung und Qualität in ein, dem Nutzen folgenden, besonders attraktiven Äußere zu präsentieren. Der „smart forjeremy“ ist jedoch einfach nur ein Elektro-Smart der, sobald das Scheinwerferlicht ausgeht, den Automobilen Suizid einfordern wird.  Armes Kerlchen.

Aber ich mag die Marke smart grundsätzlich – ich bin lange genug selbst einen smart gefahren und da ich von Lifestyle nun einmal keine Ahnung habe, habe ich einfach erst einmal nichts zu diesem vierrädrigen Fauxpas geschrieben.

Nun hat allerdings „Deutschlands meister Autojournalist“ auf spiegel-online einen Beitrag veröffentlicht und es war mir eine Wohltat, diesen sehr differenzierten Artikel zu lesen. Auch wenn ich von der Arbeit des Thomas Geiger üblicherweise nicht angetan bin – sein Text-Output ist einfach zu gewaltig um das noch anerkennen zu können – so kann ich mir in diesem Fall förmlich vorstellen, wie er genüsslich auf dem Rückflug von L.A. – einfach mal etwas geschrieben hat, was von seinem „Standard-Tagwerk“ abweicht. Das wiederum finde ich gut – wenn auch albern, weil es wieder einmal unter diesem dämlichen Synonym veröffentlicht wurde.