Test: Suzuki Jimny – Ab ins Gelände – oder zum Einkaufsbummel

Ähnlich wie Mercedes mit dem G-Modell hat sich auch Suzuki vier Fahrzeugklassen tiefer mit der Neuauflage des Jimny viel Zeit gelassen. Nach 20 Jahren gibt es nun einen Nachfolger des kleinen Geländewagens. Da müsste sich ja einiges getan haben.

Was darf man von einem völlig neuen Modell erwarten, das seinen zwei Jahrzehnte alten Vorgänger ablöst? Immerhin überspringt der neue Suzuki Jimny im Vergleich zum alten Modell mindestens drei Fahrzeuggenerationen. Das sieht man dem Fahrzeug auf Anhieb nicht an, aber wahrscheinlich haben die Designer das genau so gewollt. Wer kein ausgesprochener Jimny-Fan ist, wird das neue Modell auf Anhieb vielleicht gar nicht erkennen. Klar, die Front mit dem hochliegenden Kühlergrill und den beiden Rundscheinwerfern wirkt schon moderner. Aber die wichtigsten optischen Zutaten hat Suzuki doch unverändert gelassen: Die nur knapp 3,50 Meter lange Karosserie wirkt weiterhin knuffig, das Reserverad ist allein schon aus Platzgründen an der Hecktüre angebracht. Diese ist leider weiterhin rechts angeschlagen, so dass man sich als Fahrer im europäischen Rechtsverkehr beim Beladen um die Türe herum bewegen muss. Insgesamt wirkt der Jimny von außen sympathisch wie eh und je. Leider füllen die serienmäßigen 15-Zoll-Räder den Radkasten auch nicht annähernd aus, so dass der kleine Geländewagen an dieser Stelle irgendwie unfertig wirkt.

Der neue Suzuki Jimny im Test

Im Innenraum dominieren billige Materialien, die allerdings sehr sauber verarbeitet wurden und keinen Zweifel an ihrer Langlebigkeit aufkommen lassen. Leider roch unser Neuwagen unangenehm nach Plastik, was man eigentlich in dieser Intensität seit einigen Jahren nur noch von Billigprodukten gewohnt ist. Und das ist der Jimny ja sicher nicht. Ausgelegt ist der Japaner als Viersitzer, aber das Entern der Rückbank durch die Vordertüre ist nicht ganz einfach und hat man erst mal Platz genommen, weiß man nicht so richtig wohin mit den Beinen. Zumindest wenn vorne nicht ausgesprochen kleine Menschen Platz genommen haben.

Sagen wir es also wie es ist: Der Jimny ist ein Zweisitzer. Und diese Zwei sitzen ganz ordentlich, der Fahrer schaut zudem auf gut ablesbare Instrumente. Im teureren der beiden angebotenen Varianten (Comfort+) für sehr günstige 19.985 Euro ist einiges an Ausstattung inklusive, so unter anderem Klimaautomatik, Navigation und sogar erstmals bei Suzuki eine Verkehrszeichenerkennung. Wer das pure Geländewagen-Gefühl will, verzichtet auf diesen „Luxus“ und gönnt sich die Basisversion für 17.915 Euro. Was fehlt im Innenraum sind ein paar mehr Ablagemöglichkeiten und ja nach Reiseambition ein größerer Kofferraum. In der Grundkonfiguration fasst dieser mickrige 85 Liter, legt man die Sitze um sind es bei Dachhoher Beladung immerhin 830 Liter.

Die Ladeöffnung ist deutlich breiter als beim Vorgänger

Angetrieben wird der Jimny ausschließlich von einem 1,5-Liter-Saugmotor mit 75 kW/102 PS. Der Benziner ist zwar deutlich besser als das alte 1,3-Liter-Aggregat im Vorgänger, trotzdem wirkt der Antrieb alles andere als auf der Höhe der Zeit. 145 km/h sind maximal drin und die keineswegs überragenden 130 Newtonmeter maximalem Drehmoment liegen auch erst bei 4.000 U/min an. Zudem ist das Fünfgang-Getriebe einigermaßen hakelig und nicht gerade leichtgängig zu führen. Der naturgemäß kurze Radstand von 2,25 Metern sorgt für unruhiges Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten. Ein dickes Minus erhält der Jimny von uns für seine unbefriedigenden Bremsleistungen, hinten baut der Hersteller lediglich Trommelbremsen ein. Hier wäre dringender Nachbesserungsbedarf nach Japan anzumelden.

Das Cockpit ist funktional und bequem

Der Jimny ist also kein Fahrzeug für die Autobahn und eigentlich noch nicht mal für die Landstraße, auch weil wir allein schon aufgrund der Geräuschentwicklung einen sechsten Gang schmerzlich vermisst haben. Er wird vor allem Fans im urbanen Bereich finden, die einfach ein außergewöhnliches City-SUV suchen und deren junge Rücken über die Komfortschwächen nur lachen können. Die zweite Zielgruppe ist die klassische für den Jimny, also Menschen wie Jäger, Förster oder Landschaftsarbeiter, die ein günstiges und robustes Auto mit Allradqualitäten suchen. Normalerweise wird der Suzuki über die Hinterräder angetrieben, Allrad wird manuell zugeschaltet. Dazu gibt es eine Offroad-Untersetzung. Leiterrahmen und Starrachsen, im Alltag dem Komfort nicht förderlich, sorgen hier für echte Geländequalitäten. In dieser Preisklasse gibt es kein Fahrzeug, dass ähnliche Eigenschaften abseits des Asphalts aufzuweisen hat. Ach ja, eine Bergan- und eine auf Knopfdruck aktivierbare Bergabfahrhilfe ist auch an Bord.

Im Gelände macht dem Jimny so schnell keiner was vor

Wer einen echten Arbeiter für Feld, Wald und Wiese sucht, erhält mit dem Jimny einen preiswerten, gut verarbeiteten Wagen. Hier ist der handliche, schmale Suzuki eine absolute Empfehlung. Wer mit dem Fahrzeug eher posen will, muss dafür einige Einschränkungen bei Platz, Fahrkomfort und Sicherheit (Bremsen) in Kauf nehmen. Hier werden wohl eher junge Menschen zugreifen, die ein Auto für die Stadt suchen, das sich von den gängigen Soft-SUV abheben soll.

Peter Eck/SP-X

Erste Fahrt: Der neue Suzuki Swift

Suzuki Swift im Fahrbericht

Stadtflitzer mit der Kraft der zwei Herzen

Der kleinste Suzuki, der Swift, ist bereits seit 1980 auf dem europäischen und deutschen Markt erhältlich. Über 310.000 Einheiten konnten die Suzuki-Verantwortlichen in Deutschland auf dem für sie größten europäischen Markt  absetzen. Generell hält sich der Autobauer aus Japan mit einem leichten Aufwärtstrend auch in 2016. Mehr als 31.000 Einheiten wurden vermarktet und das mit einem Allradanteil von 47,3 %. Zugpferde sind dabei der Vitara mit 9.700 Einheiten und eben jener Swift in der 5. Generation mit 7.500 Einheiten. Mit seinen gerade für den Stadtverkehr perfekten Maßen von aktuell 3,84 Metern Länge präsentiert sich der Swift in Bestform. Ab Mai diesen Jahres nun möchte Suzuki seine Erfolgsgeschichte rund um den Kleinen weiter ausbauen und stellt ein komplett neues Auto auf die Straße. Für den Marktstart bieten die Japaner zwei Benziner an, unter anderem mit Unterstützung eines Mild Hybrid. Den Einstieg findet der kleine Suzuki bei 13.790 Euro.

Peppiges Chassis

Nicht nur peppig und klein kommt der Stadtflitzer daher, er hat auch noch jede Menge Platz für ein Fahrzeug seiner Kategorie. Obwohl Suzukis Ingenieure den Swift um 10 mm kürzer und 30 mm flacher gegenüber dem Vorgänger bauen, wird er um 40 mm breiter und man kann 54 Liter mehr in den Kofferraum laden. Das Konzept ist klar: Stadtfahrzeug mit hohem Nutz- und Spaßfaktor. Das Außenkleid des Vorgängers nahmen die Designer als Vorbild und brachten die markanten Stellen hervor. Der niedrige Fahrzeugschwerpunkt wird zusätzlich von der B-Säule betont. Frontscheinwerfer und Kühlergrill geben dem Wagen einen breiten und selbstbewußten Auftritt. Die hinteren Türgriffe sind in die C-Säule eingelassen. Seine Motorisierung bleibt, wie schon beim Vorgänger, übersichtlich mit zwei Benzinern. Von seinen Fahreigenschaften sowie seinem frischen Design konnten wir uns bereits vor Marktstart zwischen Nizza und dem Stadtstaat Monaco einen ersten Eindruck verschaffen.

Peppiges Design im Kraftpaket.

Mit Elektrounterstützung

Beim Antrieb konzentriert sich der japanische Autobauer nicht nur auf bestehende Vier-Zylinder-Motoren. Zusätzlich zum Einsatz bringen die Japaner ein Drei-Zylinder Boosterjet Aggregat, das außerdem mit einem Mild Hybrid bestückt werden kann. Eine Dieselvariante ist wie bei anderen Herstellern seiner Kleinwagenklasse kein Thema. Suzuki präsentierte für den dynamischen Test in Südfrankreich den neuen turboaufgeladenen Boosterjet Motor mit einem Liter Hubraum, 82 kW, 111 PS und dem optionalen Mild Hybrid SHVS-System. Es umfasst einen integrierten Startergenerator, der sowohl als Generator als auch als Elektromotor fungiert. Anders als bei den üblichen Mild Hybrid Systemen, die zusätzliche Pferdestärken zur Verfügung stellen, soll dieses System den Boosterjet Motor nur entlasten.

Hybridantrieb im Gepäck.

Später mit GTI-Variante

Die 170 Newtonmeter des „kleinen“ Benziners, die bei 2.000 – 3.500 Umdrehungen anliegen, sind für den reinen Stadtverkehr, für Landstraßen und Stadtautobahnen völlig ausreichend. In Verbindung mit seiner direkten Lenkung und seinem kleinen Wendekreis von 9,60 Metern lässt sich das Fahrzeug sehr leicht dirigieren und komfortabel fahren. Der „stärkere“ 1.2 Liter Dualjet Benziner mit einem Drehmomentmaximum von 120 Newtonmetern bei 4.400 Umdrehungen macht auf kürzeren Autobahnstrecken und urbanem Verkehr eine souveräne Figur. Dennoch kommen beide Motorisierungen naturgemäß knurrig daher. Eine sportliche GTI-Variante ist mit Markteinführung noch nicht vorgesehen, aber zu einem späteren Zeitpunkt vorstellbar, so die Verantwortlichen von Suzuki Deutschland.

Kleinwagen mit Hybridantrieb.

Geschmeidig im Verbrauch

Die für die neue Generation überarbeitete Fahrwerksabstimmung überzeugt mit strafferen Federn und einer Neupositionierung von Stoßdämpfern und Zahnradlenkung, was den Swift äußerst agil wirken lässt. Serienmäßig kombiniert werden beide Aggregate mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe, das präzise und mit kurzen Schaltwegen arbeitet. Bestellbar zum 1.0-Liter-Motor ist eine Sechs-Stufen-Automatik. Eine Abwechslung bietet das mit dem 1,2 Liter Motor kombinierte Allrad-Allgrip 4WD-System. In Verbindung mit dem serienmäßig erhältlichen Start-Stopp-System erreichen die Motoren im Normtest recht gute Verbrauchswerte von kombinierten 4,6 (1.0 Liter Motor ohne SHVS-System), 4,3 (1.0 Liter Motor mit SHVS System) und 4,9 (1.2 Liter Motor mit Allgrip) Litern je 100 Kilometer. Die damit verbundenen Kohlendioxidemissionen (97 und 110 Gramm pro Kilometer) sprechen für sich. Beide Aggregate erfüllen die Abgasnorm 6. Gerade den Bedürfnissen seiner zunehmend jüngeren Kunden möchte Suzuki mit Ausstattungsmerkmalen wie einer Berganfahrhilfe, Licht- und Regensensor, Sitzheizung und einem 4,2-Zoll-Farb-TFT-LCD-Multi-informations-Display mit Smartphone-Anbindung „Apple Car Play“ und „Android-Auto“ gerecht werden. Hinzu kommt ein zusätzlich überarbeitetes und ansprechendes Interieur mit Chrom- und Klavierlack-Applikationen und einem nach unten abgeflachtem Multifunktion-Lederlenkrad.

Cockpit und Interieur wie im nächsten Segment.

Fahrerassistenzsysteme im Gepäck

Fahrerassistenzsysteme dürfen auch im Kleinwagen Swift nicht fehlen und so packt Suzuki auch einige Systeme on top. Den Anfang bildet dabei die Dual-Sensor gestützte aktive Bremsunterstützung (DSBS – Dual Sensor Brake Support). Das System warnt den Fahrer sowohl optisch, als auch akustisch vor einem bevorstehenden Risiko des Zusammenpralls. Nimmt das Risiko einer Kollision zu, wird das Fahrzeug automatisch abgebremst. Weiter im Paket erhältlich sind ein Spurhaltewarnsystem, eine Müdigkeitserkennung sowie ein Fernlichtassistent und eine millimeterwellenradar gesteuerte adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, die im Regelbereich zwischen 40 und 160 km/h arbeitet. Preise sind zum Zeitpunkt der europäischen Vorstellung diese Woche leider noch nicht verfügbar. Diese werden wir aber zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. Der generell als Fünftürer vorgestellte Swift startet seine Verkaufstour mit der Ausstattung „Basic“ und dem 1.2 Liter DualJet Benziner bei einem Einstiegspreis von 13.790 Euro. Leider ist der effiziente Hybrid erst mit der dritten Ausstattungslinie „Comfort“ bestellbar. Dieser startet bei 16.940 Euro. Voll ausgestattet ist der kleine Japaner mit dem Hybrid Aggregat in der Ausstattung „Comfort +“ gemäß Hersteller bei 19.440 Euro. Dabei würde das optional auswählbare Automatikgetriebe nur noch 700 Euro Aufpreis kosten.

Sonnenverwöhnter kleiner Japaner.

Fazit: Suzuki wird auch mit der neuen Generation des Stadtflitzers SWIFT keine Wünsche für Einsteiger und Zweitwagenbesitzer offen lassen. Sowohl Fahrzeugleistung als auch Verarbeitung aller Materialien überzeugen in jeder Hinsicht.

Macht auch in elitärer Runde eine gute Figur.

Der neue Swift lässt als Kleinwagen keine Fragen offen. Als Allrounder für die Familie bestens geeignet. Nicht zu lange Passagen auf der Autobahn sind für ihn kein Problem. Als Alternative im Kleinwagenbereich schon im Preis-/Leistungssektor ein Muss.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Hersteller 

Suzuki Swift – Günstigere Basis

Zu Preisen ab 13.790 Euro ist ab sofort die neue Generation des Suzuki Swift als Fünftürer bestellbar. Damit sinkt der Preis im Vergleich zum Vorgänger. Der wird in der fünftürigen Karosserievariante weiterhin für 14.590 Euro angeboten. Für den neuen Swift offeriert Suzuki vier Ausstattungsniveaus. Die Einstiegsvariante heißt Basic. Sie bietet unter anderem elektrische Fensterheber vorn, Multifunktionsdisplay, Zentralverriegelung, Lichtsensor, sechs Airbags…

Suzuki Swift – Dynamisches Leichtgewicht

Suzuki hat den Swift auf Diät gesetzt. In der neuen Generation wiegt der sportliche Kleinwagen nur noch 840 Kilogramm - 120 weniger als bisher. Optisch hingegen wirkt der Fünftürer wesentlich muskulöser als das noch aktuelle Modell. Das wird im Mai abgelöst, ohne dass sich der Preis wesentlich verändern soll. Aktuell kostet der Fünftürer rund 14.500 Euro, den Dreitürer gibt e…

Suzuki Ignis 1.2 Allgrip – Grüße aus der SUV-Krabbelgruppe

Er ist klein, um nicht zusagen ziemlich kurz, und verfügt über Allradantrieb: Der Suzuki Ignis Allgrip ist fast ein Unikat auf dem deutschen Automarkt. Mit dem Fiat Panda teilt sich der nur 3,70 Meter lange Japaner in der automobilen Krabbelgruppe die 4x4-Ecke. Mindestens 15.990 Euro werden für ihn fällig. Wir baten den seit Januar erhältlichen Kraxel-Winzling zum Alltagstest. Suzuki bezeichne…

AllGrip-Training bestanden – Der Suzuki Ignis im Hochland von Irland

Suzuki kann Allrad. Für alle Gelegenheiten. Unter der Bezeichnung ALLGRIP bietet der japanische Hersteller eine Vielzahl von 4x4-Technologien, zugeschnitten auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Lebensstile. Weltweit vertreibt Suzuki Fahrzeuge in 196 Ländern und Regionen, unterhält 35 Hauptproduktionsstätten in 24 Ländern und beschäftigt insgesamt 51 503 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von 25,6 Milliarden Euro und 2,9 Millionen produzierten Fahrzeugen gehört da…

Suzuki Baleno – Bis Ende März billiger

Mit 1.800 Euro Rabatt ist bis Ende März der Suzuki Baleno zu haben. Der Basispreis für den fünftürigen Kleinwagen beläuft sich dann auf 12.000 Euro. Die Ausstattung umfasst unter anderem Klimaanlage, LED-Tagfahrlicht und sechs Airbags, für den Antrieb sorgt ein 66 kW/90 PS starker 1,2-Liter-Vierzylinderbenziner. Der Preisnachlass gilt auch für die anderen Motor- und Ausstattungsversionen. In der Top-Variante wird de…

Tradition 50 Jahre Suzuki Offroader – Hoppla, jetzt komm ich!

Semper et ubique. Allradler, die sich immer und überall durchsetzen, haben japanische Automarken weltweit bekannt gemacht. Was Toyota, Nissan und Mitsubishi mit großen Geländegängern schon kurz nach dem Koreakrieg gelang, wollte Suzuki vor 50 Jahren mit einem 2,98 Meter kurzen Winzling wiederholen. Dazu kaufte der erfolgreiche Kleinwagenproduzent ein Offroad-Konzept des finanziell gescheiterten japanischen Herstellers Hope und entwickelte daraus den erste…

Suzuki Ignis – So klein und schon Allrad

So klein und schon Allrad. Mit dem neuen Ignis bietet Suzuki diese sichere Antriebsart in einem Kleinwagen, der gerademal 3,70 Meter kurz ist. Die Preise ab fast 16.000 Euro für den Allradler sind dagegen nicht Micro. Wer in seiner Schulzeit mit Latein gequält wurde, muss kein Wörterbuch bemühen. Ignis heißt auf gut deutsch „Feuer“ und steht in silbernen Lettern a…

Suzuki Jimny – Nachfolger am Horizont

Förster, Angler, Jäger und die Betreiber von schneeräumenden Winterdiensten lieben ihn. Obwohl der Suzuki Jimny seit einer gefühlten Ewigkeit eher als rollender Anachronismus daherkommt. Gerademal 3,70 Meter lang, per Knopfdruck zuschaltbarer Allradantrieb, Starrachsen und weitgehender Verzicht auf all die Elektronik, die anderswo zu finden ist. Dazu ein nach heutigen Maßstäben schwächlicher Motor. Der Jimny und seine Vorgänger LJ und Samura…

Erste Fahrt: Suzuki Ignis

Dass Suzuki Erfahrung darin hat, Segmente neu festzulegen, bewies der Autobauer aus Japan schon einige Male mit Modellen wie dem LJ10, LJ80, Jimmy oder Vitara. Nun tun sie es wieder. Mit dem neuen Ignis öffnet Suzuki die Türen für das Segment der Micro SUV. In den Maßen doch ein wenig größer als die in Japan verkauften K-Cars, bietet der Ignis außer der peppigen Karosserie effizient genutzten Stauraum. Mit den typischen Genen eines ausgewachsenen SUV präsentiert sich der Ignis darüber hinaus mit sportlichem Fahren im Gelände und in der Stadt. Besonders die Generation  „Y“, Geburtenjahrgänge von 1980 – 1999, möchte Suzuki damit gewinnen und an die Mobilität heranführen. Von der erste Tendenz der Verkaufszahlen nach Markteinführung in Japan wurde der Autobauer bereits überrascht. Nach vorsichtig geschätzten 20.000 Einheiten der ersten Monate ist die Produktion bereits um das 3-fache ausverkauft. Ob der Micro SUV den gleichen Anklang in Deutschland findet, stellt sich ab dem 14. Januar nächsten Jahres heraus. Mit einem Einstiegspreis von 11.900 Euro steht der Ignis dem deutschen Markt zur Verfügung.

Der neue Suzuki Ignis im Fahrbericht

Micro SUV mit Pepp?

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Kein „klassischer“ SUV – der Suzuki Ignis.

Der Ignis verfehlt eindeutig die „klassischen“ Maße eines SUV. Dies war soweit bereits auf dem diesjährigen Genfer Autosalon zu sehen. Seine Abmessungen mit 3,70 m Länge, 1,66 m Breite und 1,59 m Höhe bestätigen zwar den Begriff „Micro SUV“, aber seine statische Performance lässt ihn sehr breit und selbstbewusst, nahezu maskulin auf der Strasse stehen. Die Scheinwerfer im über die ganze Fahrzeugfront laufenden Kühlergrill integriert, sitzt das Markenlogo prominent in der Mitte, von zwei Chromleisten flankiert. Weit nach vorn gezogen und direkt an den Scheinwerfern endet die markant aufsitzende Motorhaube. Auffällig in der Seitenansicht: Die Fenster sind eingerahmt von Dachlinie, Heck und Türen, sodass ein lang gezogenes „C“ hervortritt. In Leichtbauweise gefertigt, wiegt die Basisvariante mit dem 1.2 DualJet Benzinmotor gerade mal 885 Kilogramm, was sich ganz klar auf die Verbrauchswerte auswirken soll. Seine Überhänge vorn und hinten sind kurz gehalten. Die 18 Zentimeter Bodenfreiheit lassen den Micro SUV gerade im Gelände problemlos Auf- und Abfahrten nehmen. Für die ersten Testfahrten stand uns ein Ignis 1.2 DualJet Comfort+ im Umland von Rom zwischen Fiumicino und Fiuggi zur Verfügung.

Klar strukturiert und im Trend - Innenraum des Suzuki Ignis
Klar strukturiert und im Trend. Der Innenraum des Suzuki Ignis.

Innenraum mit Farbklecks

Beim ersten Einsteigen sticht uns nicht nur das im Verhältnis zum Fahrzeuginnenraum große Display ins Auge, es sind auch die farblichen Akzente von Bodenkonsole und Türgriffen, die sich hervorheben. Klar strukturiert sitzen alle Bedienelemente gefühlt an ihrem „richtigen“ Platz. Gut ablesbar werden wir über alle wichtigen Details informiert. Das Touchpanel-Display kann per Bluetooth® oder USB-Kabel mit einem Smartphone verbunden werden. MirrorLink im speziellen lässt verschiedene Applikationen eines Smartphones auf dem Display replizieren. Deshalb können Apple User per Apple CarPlay und Siri die Möglichkeit nutzen, Anrufe zu tätigen, Nachrichten zu versenden oder Musik zu hören. Passagiere, die per Android Smartphone unterwegs sind, werden von Google-Services (Google MapsTM oder Google SearchTM) unterstützt. Weitere Funktionen des Systems sind Digitalradio, Rückfahrkamera und Navigationssystem. Passagiere genießen sowohl auf den Frontsitzen als auch im Fond bequemen Sitzkomfort. Bei größeren Personen ist die Beinfreiheit dann aber doch limitiert. Die hohe Sitzposition, die im kleinen Japaner vorherrscht, bietet eine ausgeprägte Rundumsicht. Bei voller Bestuhlung fasst der Kofferraum immer noch 260 Liter (Ausstattung Comfort+). Für einen Einkauf im Baumarkt um die Ecke reichen die 1.100 Liter bei umgeklappten Rücksitzen auf jeden Fall.

1.2 Liter DualJet Benziner im Suzuki Ignis
1.2 Liter DualJet Benziner im Suzuki Ignis.

Benziner und Mild Hybrid

Der Ignis präsentiert sich mit einer überschaubarer Motoren- und Antriebspalette. Dabei hält es Suzuki wie in anderen japanischen Lebensweisheiten mit einem „keep it simple“! Für Deutschland geht ausschließlich der 1.2 Liter DualJet Benziner an den Start. Das Aggregat leistet bei 1.242 Kubik Hubraum 66 kW (90 PS) und 120 Newtonmeter Drehmoment. Kombinationsmöglichkeit besteht einzig mit einem Antrieb und einer alternativen Motorentechnik. Bei dieser Motorentechnik setzt der japanische Autobauer auf den „Mild-Hybrid“. Als Fronttriebler vertraut der Micro SUV auf den integrierten Startgenerator und einem Lithium-Ionen-Akku, um noch mehr Kraftstoffeffizienz zu erreichen. Eine weitere Verknüpfung bieten Suzukis Ingenieure mit dem System „ALLGRIP AUTO“. Hier arbeitet das Fahrzeug völlig autonom und verteilt das Antriebsmoment automatisch auf Vorder- und Hinterräder, sobald der nötige Schlupf fehlt. Eine Traktionskontrolle „Grip Control“ ist bei Bedarf aktivierbar und gibt bei schwierigen Fahrsituationen einen souveränen Vortrieb. Für alle Varianten nutzt Suzuki ein Fünf-Gang-Schaltgetriebe, das die Kraft ansprechend und sportlich agil auf die Straße bringt. Die Gesamtleistung von Fahrwerk und Lenkung gibt ein positives Feedback, auch bei schnelleren Kurvenfahrten in den Bergen nahe Roms. Der uns präsentierte kombinierte Verbrauchswert von 4,6 Litern ist beim Ignis mit seiner Motorisierung und Ausstattung an dem Tag der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

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Als Lifestyle gleichermaßen unterwegs.

Micro mit Fahrerassistenzsystemen

Beim Thema Sicherheit- und Fahrerassistenzsysteme muss ein Ignis Kunde nicht auf  Annehmlichkeiten verzichten. Suzukis Ingenieure setzen auf Systeme, die sonst ausschließlich in Fahrzeugen höherer Segmente zu finden sind. Doch in erster Linie ist es die besonders steife Karosserie, die beim Zusammenstoß die Aufprallenergie absorbieren soll. Die Fahrerassistenzsysteme selbst sind mit den Stereokameras verbunden, die für einen Optionspreis von 1.000 Euro erhältlich sind. Integriert sind dabei die Dual-Camera gestützte aktive Bremsunterstützung (arbeitet ab einer Fahrgeschwindigkeit von 5 km/h und erfasst Fahrzeuge und Fußgänger), das passive Spurhaltesystem (arbeitet ab einer Geschwindigkeit von ca. 60 km/h – Warnung über Instrumententafel und Vibration am Lenkrad) und eine Müdigkeitserkennung. Auch hier arbeitet das System ab einer Geschwindigkeit von ca. 60 km/h und warnt den Fahrer über einen Summer und die Anzeige in der Instrumententafel.

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Der Kofferraum ist variabel anzupassen.

Marktstart im Januar 2017

Der neue Micro SUV Ignis wird ab dem 14.Januar 2017 in Deutschland mit allen Ausstattungen und Kombinationen erhältlich sein. Die dementsprechenden Auslieferungen beginnen dann schnellstmöglich über Japan, wo der kleine SUV produziert wird. Der Basispreis für den 1.2 DualJet beträgt € 11.900. Die vier Ausstattungsvarianten „Basic“, „Club“, „Comfort“ und „Comfort+“ werden in den ersten Monaten von den Zusätzen „Intro Edition“ und „Intro Edition+“ unterstützt. Der Allradantrieb steigt ab der Variante „Comfort“ in das Line up ein.  Hybrid Kunden bedient Suzuki ausschließlich mit der Ausstattung „Comfort+“ und dem damit verbunden Preis von 17.040 Euro.

Fazit: Der Ignis ist „Gründer“ des Micro SUV Segments und gleichzeitig Maßstab !

Der Ignis wird gerade für die von Suzuki angesprochene Zielgruppe, den Einsteigern der Geburtenjahrgänge 1980 – 1999, eine erste Wahl beim Autokauf bilden können. Das präsentierte Preis- / Leistungsverhältnis legt der japanische Autobauer auf eine moderate Basis. Fahrspaß und Nutzwert sind wichtige Komponenten, die der Ignis in jedem Fall erfüllt.

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Einsteiger-Fahrzeug.

Einsteiger und jung Gebliebene finden im Micro S.U.V.  die erste Kaufoption.

Text und Bild: Stefan Beckmann – Beitragsbild: Hersteller (Suzuki Deutschland GmbH)

Suzuki Ignis – Kleinstwagen auf Abwegen

2007 hat sich der Suzuki Ignis von der Bühne verabschiedet, zehn Jahre später, am 14. Januar 2017, steht er wieder beim Händler. Mit 3,70 Meter Länge spielte der Japaner damals in der Polo-Liga, heute gehört er damit in die Kleinstwagen-Klasse. Doch statt sich zwischen VW Up und Konsorten einzureihen, macht der mindestens 11.900 Euro teure Ignis auf Micro-SUV und wil…

Suzuki Ignis – Kraxel-Knirps

Anfang 2017 bringt Suzuki den Ignis zurück in den deutschen Automarkt. Wie einst der bis 2007 gebaute Ignis, handelt es sich auch bei der Neuauflage um einen kastigen Stadtfloh. Allerdings kommt der neue mit einer SUV-artigen Aura daher. Der nur rund 3,70 Meter lange Fünftürer mit besonders kurzen Karosserieüberhängen bewegt sich größentechnisch unterhalb des Formats der derzeit boomenden Mini-SUVs un…

Suzuki Baleno – Ein Tausender gespart

Suzuki bietet den Kleinwagen Baleno bis Ende des Jahres mit einem Preisnachlass von 1.000 Euro an. Die Basisvariante für dann 12.790 Euro bietet unter anderem Klimaanlage, LED-Tagfahrlicht und Zentralverriegelung, die mittlere Ausstattungsstufe zu Preisen ab 13.790 Euro ergänzt das um beheizbare Außenspiegel und Zierteile für den Innenraum. Für den Antrieb sorgt jeweils ein 1,2-Liter-Benziner mit 66 kW/90 PS. In de…

Suzuki Vitara – Top-Motorisierung auch mit Frontantrieb

Der Suzuki Vitara S ist ab sofort auch mit Frontantrieb zu haben. Bislang gab es die103 kW/140 PS starke Top-Variante des Kompakt-SUV nur in einer Allradausführung. Die Kraftübertragung zwischen dem 1,4-Liter-Turbobenziner und den Vorderrädern übernimmt wahlweise ein manuelles Sechsganggetriebe oder eine Sechsgangautomatik. Die Preise für das neue 4x2-Modell starten bei 25.090 Euro und liegen damit rund 1.700 Euro unterhalb dene…

Suzuki SX4 S-Cross – Mit Turbos neu durchstarten

Neue Motoren und eine überarbeitete Frontpartie sind die wichtigsten Kennzeichen einer Aufwertung, die Suzuki dem SX4 S-Cross mit auf den Weg in seine zweite Lebenshälfte gibt. Das optional auch mit Allrad erhältliche SUV steht zu Preisen ab 19.790 Euro, dann mit einem Dreizylinder-Benziner (82 kW/111 PS) motorisiert, bei den Händlern. Bei der Gestaltung der Front haben die Suzuki-Designer mehr al…

Suzuki SX4 S-Cross 1.6 DDiS Allgrip – Auch mit Vollausstattung voll günstig

Dem Suzuki SX4 gebührt der Ruhm, zu den Pionieren der heute boomenden Mini-SUV-Klasse zu zählen. Das war2006. 2013 ist der Japaner beim damaligen Modellwechsel allerdings stark gewachsen – stoppte jedoch kurz vor der Grenze zum durchschnittlichen Kompakt-SUV. Wahlweise als großer Mini-Crossover oder als kleines Kompakt-SUV wirbt er seitdem um Kundschaft. Und winkt dabei vor allem mit seinem günstigen Preis. In der Top-Variante mit Allradantrieb ist er geradezu ein Schnäppchen.

Ein Hingucker ist der Japaner nicht
Ein Hingucker ist der Japaner nicht

Knapp 30.000 Euro kostet der mittlerweile mit dem Beinamen „S-Cross“ versehene SX4 in der höchsten Ausstattungsstufe mit Allradantrieb und Dieselmotor (88 kW/120 PS). Selbst wer die wenigen übrig gebliebenen Optionen dazu bucht – etwa Doppelkupplungsgetriebe und Metalliclack – kommt auf gerade einmal 31.590 Euro. Ungefähr dort beginnt aktuell auch die Preisliste für den Segments-Bestseller VW Tiguan – mit Frontantrieb und in der frugalen Basisausführung „Trendline“.

Natürlich: Der Tiguan ist größer, prestigeträchtiger, hat mehr Hightech-Optionen und auch ein paar PS extra (110 kW/150 PS). Wer das alles nicht braucht, darf durchaus einen Blick auf den SX4 riskieren. Und sollte sich davon nicht gleich abschrecken lassen: Der Suzuki ist zwar moderner gezeichnet als sein Vorgänger, entwickelt aber selbst für einen Vertreter des formal eher eintönigen SUV-Segments wenig eigenen Charakter. Das gilt in noch stärkerem Maße für das ausdrucksarme Cockpit, das aber mit solider Verarbeitung überzeugt. Generell ist das die positive Seite des unaufgeregten Auftritts: Der SX4 strahlt eine Solidität aus, die im Wissen um die ordentlichen Dauertest- und TÜV-Bilanzen der Marke für einen ordentlichen Vertrauens-Vorschuss sorgt.

Auch der Innenraum ist eher bieder
Auch der Innenraum ist eher bieder

So nimmt man dem SX4 die fehlende Ausstrahlung nicht übel und nimmt auf den leicht erhöhten und bequemen, aber etwas zu weichen Lederpolstern Platz, öffnet das wirklich sehr große Glas-Schiebedach und programmiert das fest installierte Navigationsgerät. All das nämlich ist Serie in der Top-Version zum Tiguan-Preis. Ebenso Xenonlicht, 17-Zoll-Alus, Rückfahrkamera, DAB-Soundsystem und Zweizonen-Klimaautomatik. Viel mehr braucht man nicht – würde man aber auch gar nicht bekommen. Vor allem das Fehlen moderner Assistenzsysteme könnte man bemängeln. Wenig zu meckern gibt es hingegen beim Platzangebot: Auch wenn der Suzuki zu den kleineren Modellen in der kompakten SUV-Klasse zählt, ist er doch ein vollwertiger Allrounder. Sitzriesen dürften die Plätze auf der Rückbank jedoch als zu beengt empfinden. Und auch der Kofferraum fällt bei Tiguan und Co. größer aus.

Der Kofferraum geht in Ordnung
Der Kofferraum geht in Ordnung

Angetrieben wird der Testwagen von einem 1,6-Liter-Diesel mit 88 kW/120 PS, der in Sachen Temperament dem gleich starken und gleich großen, aber durchzugsschwachen Benziner vorzuziehen ist. Der Vierzylinder ist ausreichend kräftig und sorgt vor allem im unteren Drehzahlbereich für flottes Vorankommen. Bei Autobahngeschwindigkeit gelangt er jedoch schnell an seine Grenzen, jenseits der 120 km/h braucht es Geduld beim Beschleunigen. Der von Fiat zugekaufte Motor ist akustisch ordentlich gedämpft, kann aber seine grundsätzlich raue Stimmlage nicht immer ganz verbergen. Beim Verbrauch schlägt er sich ordentlich, mit wenig Mühe erreicht er eine Fünf vor dem Komma. Angenehm zeigt sich auch das Doppelkupplungsgetriebe, dessen sechs Gänge passend abgestuft sind und dessen Kriechmodus rangierfreundlich milde abgestimmt ist. Für den Benziner bietet Suzuki übrigens eine andere Art von Automatik, die hierzulande häufig auf Vorbehalte trifft: ein stufenloses Getriebe.

Der Suzuki SX4 S-Cross zählt zu den kleinen Kompakt-SUV
Der Suzuki SX4 S-Cross zählt zu den kleinen Kompakt-SUV

Die leichtgängige Lenkung des SX4 ist ausreichend präzise, die Fahrwerksabstimmung ausgewogen mit Tendenz zum Komfortablen. Erhöhter Fahrspaß kommt zwar nicht auf, gutmütiges Gleiten ist eher die Domäne des Suzuki. Wer ihn zu etwas Dynamik zwingen will, schaltet den Allradantrieb in den Sportmodus; dann strafft sich das Gaspedal und die Hinterräder erhalten mehr Kraft zugeführt. Ein netter Gag, wenn einen der Hafer sticht, für den Alltag ist in einem hochbauenden SUV wie dem SX4 ist aber doch eher der Normalbetrieb angesagt.

Selbst zum Spitzenmodell gerüstet ist der Suzuki immer noch ein vernunftbetontes Auto für rationale Fahrer. Für das gleiche Geld gibt es beim Großteil der schickeren Konkurrenz deutlich weniger Auto. Wer wirklich sparen will, wählt die Einstiegsversion für 19.490 Euro (Suzuki bietet zudem regelmäßig Preis-Aktionen, die sich finanziell wirklich lohnen können). Das Basismodell mit Ottomotor muss zwar ohne Allradantrieb auskommen; im Flachland dürften aber auch angetriebene Vorderräder ausreichen. Das individuell beste Preis-Leistungs-Verhältnis für SX4-Käufer dürfte irgendwo zwischen dieser Basisvariante und dem Topmodell liegen.

Suzuki SX4 S-Cross – Bis zum Sommer mit Rabatt

Zum Aktionspreis von 16.990 Euro bietet Suzuki aktuell das Kompakt-SUV SX4 S-Cross an. Die Ausstattung umfasst unter anderem sieben Airbags, Klimaanlage und CD-Radio. Unter der Haube arbeitet ein 1,6-Liter-Benziner mit 88 kW/120 PS, der ausschließlich die Vorderräder antreibt. Der Sonderpreis gilt bis Ende Juni, offiziell steht die Einstiegsvariante des Fünfsitzers mit 19.490 Euro in der Preisliste.

Connectivity-Sondermodell Vitara „PARSHIP“ – Suzuki und PARSHIP bringen Liebe auf die Straße

Passend zum Frühlingsanfang präsentieren der japanische Kleinwagen- und Allradspezialist Suzuki und PARSHIP, Deutschlands führende Online-Partnervermittlung, ein ganz besonderes Projekt: Die erste Zusammenarbeit der beiden Unternehmen dreht sich, wie könnte es anders sein, um Autos und die Liebe.

Suzuki und PARSHIP stellen am 1. April offiziell den ersten Suzuki Vitara mit interaktiver Matchingfunktion vor. Das beliebte Kompakt-SUV wird ab dem kommenden Frühjahr als Sondermodell Vitara „PARSHIP“ mit einer ausgeklügelten Software ausgestattet sein, die eine mobile und teilautonome Nutzung der PARSHIP-App möglich macht. Suzuki-Fahrern soll so zu einem noch schnelleren Erfolg bei der Partnersuche sowie zu einer einzigartigen User-Experience verholfen werden – denn der Vitara „PARSHIP“ unterstützt gleichzeitig die Online- und die Offline-Partnersuche. Das ist bisher einmalig. Das Auto greift dabei über GPS und mobiles Internet automatisch auf PARSHIP-Profile im Umkreis von bis zu fünf Kilometern zu, um so passende Partnervorschläge zu ermitteln – unabhängig davon, ob das Auto in Bewegung oder geparkt ist. Findet der Vitara „PARSHIP“ eine Übereinstimmung, sendet er automatisch eine Kontaktanfrage an das Smartphone des Nutzers. Wem das nicht genug ist, der kann zusätzlich die Pfeiffunktion des Vitara „PARSHIP“ nutzen: Passenden Fußgängern und Fahrradfahrern in direkter Nähe pfeift das Auto dann vollautomatisch hinterher.

Hintergrund der Zusammenarbeit ist die wachsende Beliebtheit der Online-Partnersuche in ganz Deutschland. Oftmals bleibt den Usern im Alltag aber nur wenig Zeit, sich aktiv mit der Partnersuche auseinanderzusetzen. Das weiß auch Christian Andersen, Manager Press and Marketing Communication von Suzuki Deutschland: „Wir leben in einer schnelllebigen Zeit und die Partnersuche wird immer schwieriger. Besonders für Berufstätige ist die Partnersuche oft kompliziert und stressig. Was liegt also näher, als die tägliche Autofahrt von und zur Arbeit mit der Suche nach dem Traumpartner bzw. der Traumpartnerin zu verbinden? So nutzen wir die Zeit im Auto, um erste Kontakte zu knüpfen, ohne den Fahrer durch Smartphones oder Freisprechanlagen abzulenken. Der Vitara „PARSHIP“ übernimmt die Kommunikation ganz von alleine.“ Voraussetzung für die Nutzung der Funktion ist eine bestehende PARSHIP-Mitgliedschaft.

Entscheidet sich ein Kunde für den Vitara mit Matchingfunktion, so kann er sich über eine spezielle Herztaste auf dem Touchscreen des Multimediasystems mit seinem PARSHIP-Profil anmelden. Nach Übertragung des Persönlichkeitsprofils wertet PARSHIP aus, welche Mitgliederprofile besonders gut zum Fahrer passen, und kennzeichnet diese mit Matchingpunkten. Dabei gilt: Je höher die Matchingpunktzahl, desto besser harmonieren die Mitglieder in einer Beziehung miteinander. Ab jetzt sucht der Suzuki Vitara „PARSHIP“ automatisch und in Echtzeit nach passenden Profilen – also der potenziellen großen Liebe. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich der Fahrer im Auto oder zu Hause befindet; das Lifestyle-SUV ist kontinuierlich auf der Suche, ohne Schlaf und ohne Mittagspausen.

Als besonderes Highlight beinhaltet das Sondermodell Vitara „PARSHIP“ neben der neuentwickelten Software inklusive Pfeiffunktion auch ein Jahr PARSHIP-Mitgliedschaft für einen Aufpreis von nur 500 € ab der mittleren Ausstattungslinie Comfort.

News: Suzuki Baleno – Eine Entscheidung der Vernunft

Bis zur Viermeter-Marke fehlt noch ein halber Zentimeter, vor uns steht also ein Kleinwagen. Dafür sieht der neue Suzuki Baleno ganz schön erwachsen aus. Eine kleine Sitzprobe im Fond der Schrägheck-Limousine sowie ein Blick in den Kofferraum (355 Liter) bestätigen dies, Praxistauglichkeit und Komfort standen offensichtlich ganz oben im Lastenheft.

Eine kleine Sitzprobe im Fond der Schrägheck-Limousine bestätigt, dass Praxistauglichkeit und Komfort offensichtlich ganz oben im Lastenheft standen.
Eine kleine Sitzprobe im Fond der Schrägheck-Limousine bestätigt, dass Praxistauglichkeit und Komfort offensichtlich ganz oben im Lastenheft standen.

Mit einem Radstand von 2,52 Metern rangiert der Japaner im oberen Segment-Bereich und lässt so schnell niemanden mit den Knien an die vorderen Lehnen stoßen. Außerdem sind die Sitze bequem – ob sie nach längerer Zeit immer noch kommod sind, wird man sehen. Erster Eindruck: Der Innenraum des frühen Prototypen wirkt schon mal recht solide. Und der dank doppeltem Boden nützliche Kofferraum könnte sich im Alltag noch als angenehm erweisen.

Während Suzuki den Swift als das eher designorientierte und pfiffige Urban-Vehikel sieht, plant man den Baleno für ein rational tickendes Klientel. Und er markiert in gewisser Weise eine Zäsur im Konzern, basiert er auf einer völlig neu konstruierten Plattform, die überhaupt erst ein solches Packaging ermöglicht, um gleichzeitig kleine Außen- und große Innenraumabmessungen zu gewährleisten. Zudem ist man bei Suzuki sichtlich stolz auf das Leergewicht: Der Baleno steht mit unter einer Tonne in den Papieren. Zum Preis wollen die Japaner noch nichts sagen: So ab 12.000 Euro wird es wohl aber losgehen.

Während Suzuki den Swift als das eher designorientierte und pfiffige Urban-Vehikel sieht, plant man den Baleno für ein rational tickendes Klientel.
Während Suzuki den Swift als das eher designorientierte und pfiffige Urban-Vehikel sieht, plant man den Baleno für ein rational tickendes Klientel.

Neue Triebwerk-Varianten untermauern den Anspruch, hier ein zwar zurückhaltendes aber modernes Auto auf die Räder gestellt zu haben. So wird der dreizylindrige Einliter-Benziner aus der Boosterjet-Reihe zum Einsatz kommen, der dank Direkteinspritzung und Turbo 82 kW/111 PS aus den kleinen Brennräumen presst. Als noch interessantere Neuerung wird es neben dem konventionellen 1,2-Liter Dualjet eine Hybridversion geben – hier unterstützt dann ein kleiner E-Motor, über dessen Leistung sich Suzuki bisher aber noch ausschweigt.

Wer im Baleno platznimmt und sich aufmerksam umschaut, wird einen Hauch Vitara zum Beispiel beim Enter- und Infotainment erkennen – etwa den identischen Touchscreen. In Sachen Sicherheit ist man auf der zeitlichen Höhe – so kann der Kleinwagen beispielsweise über einen aktiven Tempomat verfügen, der je nach Geschwindigkeit des Vordermanns selbsttätig bremst und beschleunigt. Die hinter dem großen Suzuki-Logo auf dem Kühlergrill geschickt versteckte Radar-Technik wird darüber hinaus für das autonome Bremssystem eingesetzt. Leider weder gegen Geld noch gute Worte zu haben: LED-Hauptscheinwerfer. Immerhin gibt es Xenonlicht.

Mit einem Radstand von 2,52 Metern rangiert der Japaner im oberen Segment-Bereich und lässt so schnell niemanden mit den Knien an die vorderen Lehnen stoßen.
Mit einem Radstand von 2,52 Metern rangiert der Japaner im oberen Segment-Bereich und lässt so schnell niemanden mit den Knien an die vorderen Lehnen stoßen.

Wer Komfort liebt oder ab und an mal die eine oder andere Langstrecke zurücklegt, bekommt auf Wunsch auch ein sechsstufiges Wandler-Automatikgetriebe. Im Gegenzug kann der Hybrid auch als Handschalter geordert werden, was ja durchaus ein wenig exotisch anmutet.

News: Suzuki Baleno – Kleinwagen mit Mildhybrid

Suzuki erweitert seine Kleinwagenpalette. Neben den bewährten Swift stellen die Japaner im Frühjahr 2016 den zehn Zentimeter längeren Baleno. Der soll sich vor allem durch größeres Platzangebot und einen optionalen Mildhybridantrieb emanzipieren.

Der Kleinwagen reiht sich neben dem Swift ein
Der Kleinwagen reiht sich neben dem Swift ein

Auch optisch gibt sich die vier Meter lange Schräghecklimousine sachlicher als der Swift mit seinem Retro-Auftritt. Der neue Fünftürer ist in Suzukis neuer Designsprache „Liquid Flow“ gestaltet; Elemente wie geschwungene Linien und Chrom-Akzente sollen künftig auch andere Modelle der Marke zieren. Wichtiger sin jedoch die inneren Werte – etwa der 355 Liter große Kofferraum. Der Hersteller verspricht zudem, dass auch hinten Erwachsene bequem sitzen können.

Für den Antrieb stehen zwei Benziner zur Wahl. Der 1,2 Liter große Basis-Vierzylinder (66 kW/90 PS) ist auf Wunsch mit einem Mildhybrid-System kombinierbar. Dabei unterstützt der als E-Motor fungierende Startergenerator den Verbrenner kurzzeitig mit Zusatzschub beim Anfahren und Beschleunigen. Top-Triebwerk ist jedoch ein neuer 1,0-Liter-Turbo-Dreizylinder mit 82 kW/111 PS. Fahrleistungen und Verbrauchswerte nennt der Hersteller noch nicht.

Auch innen gibt es schwungvolle Linien
Auch innen gibt es schwungvolle Linien

An Sicherheits- und Technikausstattung bringt der Kleinwagen unter anderem eine radargestützte Bremsunterstützung, einen aktiver Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer sowie ein mit Apple Car Play kompatibles Audiosystem mit. Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber bei den klassenüblichen 11.000 bis 16.000 Euro liegen.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Suzuki Vitara – Kleiner Spaßmacher

Kaum fünf Jahre lang gibt es auf dem deutschen Pkw-Markt so etwas wie ein Mini-SUV-Segment -und schon ist es überfüllt. Konnte man am Anfang typische Vertreter wie Nissan Juke, Mini Countryman oder Opel Mokka noch an einer Hand abzählen, wimmelt es heute nur so von hochgebockten Kleinwagen im Offroad-Stil. Weiteren Neueinsteigern fällt es da nicht leicht, aufzufallen. Der Suzuki Vitara hätte es verdient.

Eigentlich war Suzuki in Sachen Mini-SUV immer vorne mit dabei – gemerkt hat das allerdings kaum jemand. Mit dem SX4 S hatten die Japaner bereits 2006 einen ersten Schritt in die Richtung gemacht, offenbar aber ein wenig zu früh. Das 2013 präsentierte Nachfolgemodell SX4 S-Cross tendierte daher schon deutlich mehr in Richtung Kompakt-SUV, ohne bei Abmessungen und Platzangebot wirklich in Tiguan-Dimensionen vorzustoßen. Insgesamt wirkte das Angebot an kleinen Crossover-Modellen bei der Marke dadurch zuletzt etwas unentschieden und farblos.

Der unterhalb des S-Cross positionierte Vitara bildet nun das Kontrastprogramm: Flott gezeichnet, mit zackigem Fahrwerk und vergleichsweise starken Motoren gibt er den virilen Spaßmacher im Segment. Vor allem die Optik ist im Vergleich mit den biederen SX-4-Modellen gelungen. Allerdings darf man sich an einer erstaunlichen Ähnlichkeit zum Range Rover Evoque nicht stören. Der Suzuki geht bestenfalls als Hommage durch, ist aber eher so etwas wie eine Low-Budget-Kopie. Vor allem am Heck, wo die Designer offenbar die Lust oder die finanziellen Ressourcen verlassen haben.

Am Heck hat die Designer ein wenig die Lust verlassen
Am Heck hat die Designer ein wenig die Lust verlassen

Zumindest erstere war im Innenraum noch vorhanden, wo man aus den eher einfachen Materialien das Optimum herausgeholt hat. Selbst für Verspieltes wie die sonst nur aus höherklassigen Fahrzeugen bekannte Analog-Uhr im Armaturenbrett war Platz. Auf Wunsch gibt es die sogar mit japanischen Schriftzeichen auf dem Ziffernblatt.

Den Vitara gibt es ausschließlich mit 88 kW/120 PS – und zwar unabhängig davon, ob man den Diesel oder den Benziner wählt. Die beiden einzig verfügbaren Motoren gleichen sich dazu auch noch beim Hubraum (1,6 Liter). Der getestete Selbstzünder legt nach einer kleinen Anfahrschwäche gleich ordentlich los – vor allem, weil er mit dem leichten Vitara eine dankbare Aufgabe hat. Das SUV wiegt selbst mit schwerem Dieselmotor und Allradantrieb keine 1.400 Kilogramm. Mit Leichtigkeit schlängelt sich der Vitara so durch den Stadtverkehr Richtung Ortsausgangsschild, um seine volle Agilität dann auf der Landstraße unter Beweis zu stellen. Wer dann den Fahrmodus-Schalter des optionalen Allradantriebs in den Sport-Modus stellt, fühlt, dass der Vitara aus der gleichen Familie wie der agile Kleinwagen Swift stammt. Apropos Allradantrieb: Der arbeitet nicht wie beim Namensvorgänger Grand Vitara (bis auf die terminologische Ähnlichkeit ein komplett anderes Auto) permanent, sondern schaltet die Hinterachse nur bei Traktionsverlust zu. In der Sport-Einstellung wird außerdem auch beim Anfahren und Beschleunigen ein Teil der Motorkraft nach hinten geleitet, was das agile Fahrgefühl noch weiter stützt, auf trockener Straße im Alltag aber nur wenig Unterschied macht.

Im Innenraum hat man einfache Materialien gefällig kombiniert
Im Innenraum hat man einfache Materialien gefällig kombiniert

Schwachstelle im Fahrspaßpaket ist der Diesel – auch wenn er sich insgesamt ordentlich schlägt (vor allem mit seinem Praxisverbrauch von rund fünf Litern). Doch der raue Klang, spätestens bei Autobahntempo, die Muskelschwäche im Drehzahlkeller, verbunden mit eher verhaltener Drehfreude, und nicht zuletzt die hohen Kosten lassen doch den Wunsch nach einem Benziner aufkommen. Allerdings nicht nach dem aktuellen Alternativ-Angebot in der Vitara-Palette, auch wenn für dessen Bewertung hier nur die technischen Daten herangezogen werden können. 156 Nm bei 6.000 Umdrehungen lassen allerdings eine eher angestrengte und in der Praxis durstige Kombination erwarten. Bleibt zu hoffen, dass vielleicht der mögliche kleine Turbobenziner des nächsten Swift Sport auch im Vitara einzieht. Dann könnte der kleine Allrader vielleicht sein ganzes Spaßpotenzial entfalten.

Bis dahin kann der Vitara aber zur Not auch als Diesel in der Liga der sportlich orientierten Mini-SUV mithalten – zumindest für Vielfahrer. 24.790 Euro werden für das Allradmodell fällig, die Version mit Frontantrieb ist 2.000 Euro günstiger. Die Ausstattung ist mit Klimaautomatik, adaptivem Tempomat und 17-Zoll-Felgen dann bereits ordentlich. Ärgste Konkurrenten sind der Nissan Juke (Diesel mit 81 kW/110 PS, nur Frontantrieb, ab 21.450 Euro) und der Mazda CX-3 (Diesel mit 77 kW/105 PS, Frontantrieb ab 21.990 Euro, Allradantrieb ab 26.950 Euro).

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Suzuki Swift Hayabusa – Driften im Zeichen des Falken

330 Turbo-PS müssen im rasanten Unikat Suzuki Swift Hayabusa inzwischen mit nur 900 kg Ballast fertigwerden. Das entsprechende Leistungsgewicht von 2,72 kg/PS liegt auf Augenhöhe mit den Supersportlern Mercedes SLS AMG Black Series und Nissan GT-R. Resultat: Der hochdrehende 1,3-Liter-Vierzylinder aus dem 300 km/h-Motorrad Suzuki Hayabusa schiebt mit ohrenbetäubend kreischender Urgewalt nach vorne – meist schräg. Rallye-Profis und Suzuki-Markenbotschafter Niki Schelle am Steuer der wildgewordenen Auto-Motorrad-Kombi „durchquert“ Kurven im wahrsten Wortsinne meist im extrem angewinkelten Drift. Die neue, schwarz-rote Lackierung mit großer Falken-Folie auf der Seite signalisiert: Hier steht ein bösartiges Renngerät, aber bei richtiger Beherrschung auch ein unheimliches Spaßfahrzeug.

Es ist drückend heiß am „Stehrodrom“ nahe Marburg, rund 35 Grad im Schatten. Hinter mir brüllt der hochdrehende Vierzylinder-Motorradantrieb infernalisch laut und katapultiert das 900 kg-Geschoss über den Asphalt, neben mir kurbelt Niki Schelle wie wild das Sportlenkrad hin und her, vor mir bauen sich immer wieder neue Kurven und Ecken auf, durch die wir gleich wie wild driften. Die von Schelle perfekt beherrschte, kontrollierte Querfahrt hat für mich zwei Vorteile: Der exorbitante Fahrspaß im Swift Hayabusa lässt einfach nicht nach, und dank Fahrtwind von der Seite dringt etwas mehr frische Luft durch die kleine Öffnung in den Plexiglas-Seitenscheiben herein. Das ist auch bitter nötig, denn das 1,3-Liter-Kraftpaket im Heck heizt das Cockpit auf Sauna-Temperatur auf.

330 Turbo-PS müssen im rasanten Unikat Suzuki Swift Hayabusa inzwischen mit nur 900 kg Ballast fertigwerden.
330 Turbo-PS müssen im rasanten Unikat Suzuki Swift Hayabusa inzwischen mit nur 900 kg Ballast fertigwerden.

„Hayabusa“ ist das japanische Wort für den Raubvogel Falke. Unter diesem klangvollen Namen hat sich Suzukis Sportmotorrad seit 1999 den Ruf einer Highspeed-Maschine erworben, denn sie durchbrach als erstes Serienbike die 300 km/h-Schallmauer. Als man bei Suzuki Deutschland 2013 zu fortgeschrittener Stunde über ein mögliches Rallye-Projekt sinnierte, kamen verschiedene erfinderische Geister auf die Idee: Verpflanzen wir doch den hochdrehenden Motorrad-Vierzylinder in den wieselflinken Klein-Sportwagen Swift. Heute weiß man: Die Kombination fährt sich hochexpolisiv. Und vor allem: sie funktioniert.

„Anfangs ist uns auch im eigenen Unternehmen viel Skepsis begegnet“, erinnert sich Jörg Machalitzky, Pressesprecher von Suzuki Deutschland. Und tatsächlich: Den Motor und das Getriebe aus dem Motorrad aufs Auto zu adaptieren, sei sehr schwierig gewesen auf dem Weg zum heutigen hyperagilen Swift Hayabusa. Doch heute herrscht überall schiere Begeisterung. Der Grund: Was Markenbotschafter Niki Schelle seit 2013 auf die breiten Rallye-Räder gestellt hat, funktioniert überzeugend. Die Zutaten zum Swift Hayabusa sind exquisit. Neben dem dank Turboaufladung von 197 auf 330 PS hochgezüchteten Vierzylinder-Motor mit 1.340 ccm gehören dazu: Ein in Höhe, Zug- und Druckstufe einstellbares KW-Fahrwerk, mechanisches Sperrdifferenzial, Schalensitze und Vierpunkt-Gurte, ein eingeschweißter Überrollkäfig, ein mächtiger Heckflügel für erhöhten Anpressdruck auf der angetriebenen Hinterachse, verbesserte Bremsenkühlung, ein Sportauspuff sowie Gewichtseinsparungen durch Aluminium und Carbon.

„Hayabusa“ ist das japanische Wort für den Raubvogel Falke. Unter diesem klangvollen Namen hat sich Suzukis Sportmotorrad seit 1999 den Ruf einer Highspeed-Maschine erworben, denn sie durchbrach als erstes Serienbike die 300 km/h-Schallmauer.
„Hayabusa“ ist das japanische Wort für den Raubvogel Falke. Unter diesem klangvollen Namen hat sich Suzukis Sportmotorrad seit 1999 den Ruf einer Highspeed-Maschine erworben, denn sie durchbrach als erstes Serienbike die 300 km/h-Schallmauer.

Das Besonders am Swift Hayabusa: Während mit einem gewöhnlichen Antrieb früher Schluss ist, klettert der Motorrad-Motor in noch luftigere Drehzahlregionen hoch. „Zwar haben wir jetzt bei rund 9.500/min. Grenzen gesetzt, aber damit schöpfen wir die Turboaufladung optimal aus“, so Schelle über den aktuellen Antrieb mit rund 330 PS. Zum Fahrverhalten: „Du siehst zwar einen Suzuki Swift vor Dir, aber das Auto fährt sich komplett anders. Vorne fehlt der Motor des Swift, dafür liegt dort jetzt der Tank. Trotzdem ist die gesamte Front natürlich sehr leicht. Die elektrische Unterstützung der Lenkung fehlt völlig, weil die Motorrad-Lichtmaschine des Hayabusa-Vierzylinders nur auf geringe Verbraucher ausgelegt ist. Hinten hast Du mehr Gewicht und den Druck von rund 200 Nm Drehmoment. Wenn Du so quer fährst und der Turbo einsetzt, fängt das Heck extrem schnell an zu schieben.“

Keine einfach Sache also, die Fahrt im Swift Hayabusa. Aber ein unvergleichliches Erlebnis schon auf dem schraubstock-artig engen Beifahrersitz. Und erst auf der Pilotenseite: Ich muss mich an das Motorrad-Schaltschema erst gewöhnen mit Leerlauf zwischen erstem und zweitem Gang. Die Gänge wechsle ich über Schaltwippen, muss aber unbedingt dazu auskuppeln, sonst kreischt beim anschließenden Gasgeben der Vierzylinder im Leerlauf auf wie ein wildgewordenes Urzeitmonster. Die Bremswirkung ist bei extrem heftigem Pedaldruck gut, aber ohne Unterstützung muss man höchst energisch Druck ausüben. So taste ich mich nach und nach an den Grenzbereich heran, komme in einer Kurve mit großer Auflaufzone mit Leichtigkeit ins kurze und heftige Driften, verschalte mich später einmal und bin am Ende froh, dass Niki Schelle auf dem Beifahrersitz nach fünf Runden Stehrodrom immer noch freundlich grinst.

„Du siehst zwar einen Suzuki Swift vor Dir, aber das Auto fährt sich komplett anders“, sagt Suzuki-Markenbotschafter Niki Schelle.
„Du siehst zwar einen Suzuki Swift vor Dir, aber das Auto fährt sich komplett anders“, sagt Suzuki-Markenbotschafter Niki Schelle.

Die Fahrt im Swift Hayabusa bleibt lange in Erinnerung. Schon alleine deshalb, weil mir die immensen G-Kräfte beim Kurvenritt nahe Marburg schon auf dem Rückflug nach München einen heftigen Muskelkater im Rücken bescheren. Wie Niki Schelle sagt: „Der Swift Hayabusa ist eine große Herausforderung, denn Du musst am Lenkrad verdammt schnell sein, um ihn zu beherrschen. Aber das ist Autofahren pur, ohne ESP oder Traktionskontrolle. Die Grenze bist Du, und so soll es sein.“ Eine käufliche Version der Auto-Motorrad-Kombination hält bei Suzuki niemand für denkbar, aber Mitfahrten im Drift-Monster Swift Hayabusa sollen bei Events immer mal wieder möglich sein.

Rallye-Profis und Suzuki-Markenbotschafter Niki Schelle am Steuer der wildgewordenen Auto-Motorrad-Kombi „durchquert“ Kurven im wahrsten Wortsinne meist im extrem angewinkelten Drift.
Rallye-Profis und Suzuki-Markenbotschafter Niki Schelle am Steuer der wildgewordenen Auto-Motorrad-Kombi „durchquert“ Kurven im wahrsten Wortsinne meist im extrem angewinkelten Drift.

Die bisherigen Kosten für das jetzige Drift-Monster Swift Hayabusa beziffert Jörg Machalitzky auf rund 70.000 Euro – „nicht wirklich viel Geld für die gewaltige Performance des Fahrzeugs.“ Was noch kommt? Weitere Gewichtsreduzierung steht laut Niki Schelle an, denn überflüssige Extras wie Xenon-Scheinwerfer bergen noch erhebliches Potenzial. Auch Türen oder Motorhaube aus GFK werden noch folgen. Und am Fahrwerk könne man laut Schelle weiter feilen, um das Fahrzeug noch besser auf den neuen Heck- statt Frontantrieb einzustellen. „Aber auch so, wie er jetzt ist, stellt er bereits eine unheimliche fahrerische Herausforderung dar.“ Sagt Niki Schelle und grinst wieder, so wie man es nach der Fahrt im Swift Hayabusa einfach nicht vermeiden kann.

Autor: Ralf Schütze/SP-X

News: Suzuki Baleno – Comeback in der Kompaktklasse

Suzuki schließt die Lücke zwischen dem Kleinwagen Swift und dem Kompakt-SUV SX4 S-Cross. Auf der IAA in Frankfurt feiert der kleine Kompaktwagen Baleno Premiere. Auf den Markt kommen dürfte er im Frühjahr 2016. Der Fünftürer mit Schrägheck wird von einem neuen 1,0-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung angetrieben, genauere Angaben zu Leistung und Verbrauch macht der Hersteller noch nicht. Auch zum Preis schweigen sich die Japaner aus, denkbar wäre ein Basiswert von rund 15.000 Euro.

Den Namen Baleno hat Suzuki in Deutschland zuletzt von 1995 bis 2001 genutzt, ebenfalls für ein Kompaktmodell. Zuletzt nahm der leicht im Crossover-Stil gehaltene SX4 Classic diese Position in der Modellpalette ein.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Suzuki SX4 S-Cross Limited – Sondermodell mit Sicherheitsplus

Mit umfangreicher Sicherheitsausstattung wartet der Suzuki SX4 S-Cross als Sondermodell „Limited +“ auf. An Bord des Mini-SUV sind unter anderem ein radargestützter Bremsassistent, Xenonscheinwerfer und sieben Airbags. Dazu kommen Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Navigationssystem und 17-Zoll-Alufelgen. Für den Antrieb stehen ein Benziner und ein Diesel mit jeweils 88 kW/120 PS zur Wahl. Beide Vierzylinder können mit Allradantrieb kombiniert werden. Die Preisliste für das Sondermodell startet bei 23.490 Euro. Die günstigste Variante des SX4 S-Cross gibt es aktuell für 19.490 Euro. Zu seinen Konkurrenten zählen Opel Mokka, Skoda Yeti und Nissan Juke.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Suzuki SX4 Classic – Angekündigtes Ende

Suzuki hat den Mini-Crossover SX4 Classic aus dem Programm genommen. Die Produktion des Modells in Japan wurde bereits Mitte 2014 gestoppt, nun sind auch die bereits importierten Autos bei den Händlern abverkauft. Das Aus für den SX4 Classic erfolgte geplant, da seit Ende 2013 das Nachfolgemodell SX4 S-Cross auf dem Markt ist. Der Vorgänger wurde zunächst parallel als kleinere und günstigere Alternative im Programm belassen. Zuletzt kostet der SX4 Classic 18.190 Euro, war so trotz besserer Ausstattung rund 1.000 Euro billiger als das S-Cross-Modell.

Bei der Markteinführung 2006 zählte der SX4 zu den ersten Mini-Crossovern auf dem deutschen Markt. Genau wie sein Modellbruder Fiat Sedici war der Japaner optional mit Allradantrieb zu haben. Zudem konnte er auf Wunsch in Offroad-Optik bestellt werden. Als der deutlich gewachsene Nachfolger auf den Markt kam, erhielt das Ursprungsmodell den Beinamen „Classic“.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Suzuki SX4 S-Cross Limited – Sondermodell mit Sicherheitsplus

Mit umfangreicher Sicherheitsausstattung wartet der Suzuki SX4 S-Cross als Sondermodell „Limited +“ auf. An Bord des Mini-SUV sind unter anderem ein radargestützter Bremsassistent, Xenonscheinwerfer und sieben Airbags. Dazu kommen Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Navigationssystem und 17-Zoll-Alufelgen. Für den Antrieb stehen ein Benziner und ein Diesel mit jeweils 88 kW/120 PS zur Wahl. Beide Vierzylinder können mit Allradantrieb kombiniert werden. Die Preisliste für das Sondermodell startet bei 23.490 Euro. Die günstigste Variante des SX4 S-Cross gibt es aktuell für 19.490 Euro. Zu seinen Konkurrenten zählen Opel Mokka, Skoda Yeti und Nissan Juke.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Suzuki SX4 Classic – Angekündigtes Ende

Suzuki hat den Mini-Crossover SX4 Classic aus dem Programm genommen. Die Produktion des Modells in Japan wurde bereits Mitte 2014 gestoppt, nun sind auch die bereits importierten Autos bei den Händlern abverkauft. Das Aus für den SX4 Classic erfolgte geplant, da seit Ende 2013 das Nachfolgemodell SX4 S-Cross auf dem Markt ist. Der Vorgänger wurde zunächst parallel als kleinere und günstigere Alternative im Programm belassen. Zuletzt kostet der SX4 Classic 18.190 Euro, war so trotz besserer Ausstattung rund 1.000 Euro billiger als das S-Cross-Modell.

Bei der Markteinführung 2006 zählte der SX4 zu den ersten Mini-Crossovern auf dem deutschen Markt. Genau wie sein Modellbruder Fiat Sedici war der Japaner optional mit Allradantrieb zu haben. Zudem konnte er auf Wunsch in Offroad-Optik bestellt werden. Als der deutlich gewachsene Nachfolger auf den Markt kam, erhielt das Ursprungsmodell den Beinamen „Classic“.

Autor: Holger Holzer/SP-X