BMW i3: Großer Akku für den kleinen Stromer

Die Reichweite des BMW i3 wächst mit seinem Alter. Nun gibt es erneut einen ordentlichen Aufschlag.

BMW erhöht die Reichweite des Elektro-Kleinwagens i3 erneut. Ab November ersetzt bei dem Viersitzer ein Akku mit 42,2 kWh die bisher genutzte Version mit 33 kWh. Der um rund 30 Prozent vergrößerte Stromvorrat soll, gemessen nach dem neuen WLTP-Standard, für bis zu 310 Kilometer Fahrt ausreichen. Bisher waren es maximal 255 Kilometer. Als realistische Alltagsreichweite gibt BMW 260 Kilometer an, sowohl für die 125 kW/170 PS starke Standardausführung als auch für das Sportmodell i3s mit 135 kW/184 PS. Gestartet war das zu großen Teilen aus Karbon gebaute E-Mobil 2013 mit einer Akku-Kapazität von 22,6 kWh. Der Preis bleibt trotz der erhöhten Reichweite der gleiche, startet weiterhin bei knapp 38.000 Euro.

 

 

 

Holger Holzer/SP-X

Genf 2014: VW T-ROC, der nächste CrossHatch?

Automobilhersteller lieben das Spielfeld der „Kompakt und Subkompakt-SUV“ ebenso wie die Automobilkäufer. Die einen mögen den Gedanken, endlich wieder bequem einsteigen zu können, locker über LKW-Reifen zu schauen und mit der Rundumsicht weniger zu hadern und der Hersteller befriedigt die Wünsche der Käufer nach „neuen Modellen“ mit immer wieder neuen Interpretationen, der eigenen Technik. Aus dem Technik-Baukasten, rein in die Kleiderkammer und heraus kommt ein frisches Modell – ohne gleich dabei das Rad neu erfinden zu müssen. Das spart Entwicklungskosten und schenkt dem Markt eine Fülle an Modellen.

Selbst bei VW soll es nun einen „Sub-Kompakt-SUV“ auf Polo-Basis geben.  Lange nachdem andere Hersteller auf diesem Feld bereits erfolgreich sind, sehen die Mannen in Wolfsburg noch Platz für ein Modell unterhalb des Tiguan. Und im Design dann auch für den Tiguan-Nachfolger?  Ob eher als Golf-SUV oder Polo-SUV platziert, sicher bin ich mir beim T-ROC noch nicht. Fest steht – wer eine Studie auf den Stand stellt und dort mit einem Serientriebwerk präsentiert – der hat echte Pläne – fixe Pläne für die Zukunft des Modells.

VW T-ROC – der nächste CrossHatch?

CrossHatch hat Sebastian Bauer diese Fahrzeugklasse genannt. Denn auch wenn die Hersteller derzeit noch gerne von einem „kompakten SUV“ sprechen, so ist diese Bezeichnung in Ermangelung der Bodenfreiheit und der echten Chancen abseits von Teer und Asphalt doch ein wenig zu hoch gegriffen, bzw. das Auto schlicht zu nah an der Straße.

Der Volkswagen T-ROC könnte nach dem Mercedes GLA der nächste Vertreter der „CrossHatch“ Klasse werden. Wenn er denn in Serie kommt. 

Mit zwei Türen wird der Volkswagen Juke T-ROC auf jeden Fall nicht kommen. Auch im Segment unterhalb der aktuell „Kompakt-SUV“ getauften Fahrzeuge müssen vier Türe in das Blechkleid geschneidert werden.  Das Design des T-Roc erinnert mit den runden Scheinwerfer-Elementen in der Front durchaus an den Nissan Juke.  Ansonsten ist der T-ROC mit 4.18 Metern nicht ganz in der Golf-Klasse, aber deutlich oberhalb des Polos zu finden. Die zwei Türen und der massive Bügel der C-Säulen lassen in Verbindung mit dem Targa-Dach eine sportliche SUV-Kompakt-Targa-Coupe-Klein-Kompakt-Was-weiß-ich-denn-wer-ich-bin-Form entstehen. Die 19 Zoll Räder stehen mächtig in den Radhäusern. Darüber ziehen sich starke Schultern. Das Design des T-ROC hat die KRaft zu polarisieren.

Allerdings bekamen diese runden Lichteinhausungen bei VW eine größere Verantwortung als bei Nissan. Denn neben einer LED-Tagfahrlichtleiste sollen weitere LEDs als „schwenkbare Scheinwerfer“ dienen und montierte Kameras sorgen für ein klares Bild in der Multimedia-Einheit.  Die Idee klingt lustig. Denn bei der Bodenfreiheit des Konzeptfahrzeuges werden bereits Bordsteinkanten zu echten Hindernissen. Aber egal. Es ist die Idee, die zählt.

Der T-ROC wurde von VW auf dem aktuellen MQB aufgebaut und präsentiert unter der Motorhaube den Zweiliter-Turbodiesel mit 184 PS, der seine Kraft wiederum an ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen abgibt. Beides ist so aus der Serie bekannt und spricht einfach für eine sehr wahrscheinliche Serienfertigung des T-ROC in naher Zukunft.

Wenn es soweit kommen würde, spricht VW von einer Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h und einer Beschleunigung von unter 7 Sekunden auf Tempo 100. Damit wird der T-ROC zum Street-Rock. Bis es soweit ist, sollte der T-ROC allerdings noch ein wenig abspecken – 1.400 Kilo halte ich im Falle eines  Sub-Kompakt-SUV CrossHatch für zuviel Gewicht!

Das er das Targa-Dach und die Juke-Gedächtnisfront verliert, dürfte eh klar sein, oder?

 

Canon EOS 6D - Fotos Bjoern Habegger