Nürburgring darf verkauft werden! /update

Partnerwechsel nach 90 Jahren? Was in einer Ehe unmöglich scheint, soll dem Nürburgring nun endgültig geschehen. Bislang hing der Verkauf der Rennstrecke wie ein Damokles-Schwert über der Eifel-Region – nun wurde in Brüssel entschieden:

Der Nürburgring darf  verkauft werden!

Die Vorgeschichte – warum und weshalb es nun darum geht, die Rennstrecke zu verkaufen, will ich nicht ungebührend verkürzt in meinem aktuellen Beitrag wiederholen – dafür eignen sich andere Seiten wie STR deutlich besser.

Das Versagen der Regierung – die Unfähigkeit von Düsseldorfer Schnarchnasen

Mir geht eine ganz andere Frage durch den Kopf, als die nach dem „Wie das passieren konnte“. Das ist heute im auch Prinzip egal. Die Frage ist viel eher: Was wird nun gemacht? Und warum ist die Landesregierung so unfähig den Ring zu retten?

Der Ring muss verkauft werden?

Gut – dann soll das Land eine NPO gründen und den Laden eben kaufen. Mit Steuergeld. Wofür zahle ich eigentlich Steuern? Doch wohl für das Gemeinwohl. Und als solches muss man die Eifel-Rennstrecke sehen.  Danach wird das ganze Gelände als Stiftung geführt und vor Ort wird ein Chef eingesetzt, der sich mit der Region auskennt. Einer der den Motorsport kennt. Einer der selbst Benzin im Blut hat.

Mein Vorschlag ist ganz klar: „Mike Frison müsste eine solche Non-Profit-Organisation führen!“

„Save the Ring – Mike!

mike frison

Einen besseren Geschäftsführer für den Nürburgring kann ich mir nicht vorstellen – Mike ist anerkannt und respektiert rund um den Ring. Mike kennt die Strukturen und Mike hat Rückhalt in der Fan-Gemeinde des Nürburgrings.

Und wenn es die Landesregierung nicht hin bekommt? Was spricht eigentlich dagegen, das die Automobil-Industrie selbst tätig wird? Der Ring ist der Nabel der praktischen Automobil-Entwicklung. Nirgendwo sonst werden mehr Test-Kilometer vor der Serienfertigung gefahren, als auf der Nordschleife des Nürburgring. Was spricht dagegen, dass die Industrie einen gemeinsamen Pool schafft – der es einer Stiftung ermöglicht, den Ring zu kaufen. Und die Landesregierung für die notwendige Deckung der jährlichen Betriebskosten sorgt? (Wobei ich mich immer wieder wundere, dass der Ring nicht Kosten deckend sein soll!)

 

EDIT:

Es ist alles viel komplizierter, als mir bewusst war.  So klar wie es die Rhein-Zeitung geschrieben hat, ist die Sache überhaupt nicht. Weder die „Entscheidung“ aus Brüssel – noch die Frage, ob Brüssel das überhaupt zu entscheiden hat. Und ob der „Ring“ überhaupt verkauft werden „muss/soll/kann“, auch das ist lange nicht klar.  Auf Facebook hat man heute eine Stellungnahme von Otto Flimm veröffentlicht:

 Es gibt KEINEN Grund unseren Druck auf die Insolvenzverwalter oder die Landesregierung, einzustellen. Vielmehr müssen wir mit noch mehr Energie auf die Bedürfnisse des Nürburgrings und der Region aufmerksam machen. Die EU, auch wenn es von der Presse so behauptet wird, hat NICHTS entschieden! Wir dürfen uns durch solche Meldungen nicht verunsichern und auseinander dividieren lassen. Denn genau das ist das Ziel unserer Gegner!

 

Wer sich aktiv für den Nürburgring betätigen will, der findet u.a. auf Facebook die richtigen Gruppe: Hierzu gehört vor allem: „Ja zum Nürburgring“.